Planeten - Weltraum - Sonnensystem

  • Heute um 2 Uhr kommen die ersten Bilder von der ESA Mission Solar Orbiter von der Sonne. Aus einer Enterfenung von nur 77Mio kilometer werden Messungen und sowas durchgeführt. Die Bilder und Daten sollen den Wissenschaftlern ein riesen Grinsen auf den Mund gezaubert haben.


    Livestream unter: https://www.esa.int/ESA_Multimedia/ESA_Web_TV


    https://www.esa.int/Science_Ex…biter_first_image_release


    Und ein Video zu dem weiteren Verlauf und der Reise der Mission:




    Wissenschaftlich ausgedrückt: Scheiße, ist unsere Sonne schön.
    Achtung, nicht direkt in die Sonne gucken :P



    Man hat entdeckt, dass es kleine "Campfires" auf der sonne gibt. Was sie genau sind, weiß man noch nicht, allerdings wohl kleine Solare Stürme, die die Corona(^^) der Sonne aufwärmen.
    Der Stream war auch sehr interessant. Am Anfang wurde erklärt, dass fast die gesamte Mission von zu Hause aus gesteuert wurde, da niemand in den Kontrollraum durfte. Das hat zu doppeltem Herzschlag, während der Mission geführt. Allgemein übertrifft die Mission schon jetzt die Erwartungen und die steht gerade erst am Anfang. Man wird in Zukunft sich auf 1/4 der Distanz von Erde zu Sonne sein um noch bessere Fotos zu machen.
    Weiterführende informationen, da das teilweise zu kompliziert für mich ist:
    http://www.esa.int/Science_Exp…veal_campfires_on_the_Sun
    https://www.forbes.com/sites/j…ail-mystery/#5106eadf354e


    Die ESA ist einfach die geilste Raumfahrtagentur der Welt. :thumbup:


    Edit 2: beste Erklärung gerade gelesen: sonnen aliens, die sich ein lagerfeur machen. :grübel:


    Edit 3: Der Juli dieses Jahr ist Marsmonat. Gleich drei Missionen starten. Den Anfang haben die VAE gemacht mit der Hope Mission. Erstaunlich, da sie erst 2006 gegründet wurden sind und schon genug Erfahrung haben. Gestartet sind sie mit einer japanischen Mitsubishi Rakete in Japan. Sie wird sich sehr stark auf die Atmosphäre und Wetter vom Mars konzentrieren um hier ein volleres Bild zu zeigen, da bisher immer nur Zeitpunktmessungen vorgenommen wurden.


    Dann kommen noch zwei Rover diesen Monat auf den Mars. :thumbup: So langsam wird es voller da drüben.
    Einmal der Tiawen 1 von China. Wissenschaftlich weiß ich nicht, was da zu erwarten ist. Es ist aber auch das erste mal, dass China den Startmonat vorher ankündigt wurde.


    Und die quasi Weiterentwicklung des Curiosity Rovers von der Nasa Perseverance. Diesmal wird zusätzlich noch ein kleiner Heliktptopter bzw. eine Drohne mitgenommen werden. Das wird cool.Auch wenn es ein wenigder amerikanische Ansatz von:"Wir machen es, weil wir es können. Was es uns bringt, gucken wir danach"


    Es gilt auch allen Respekt zu zollen, dass das Startfenster genutzt werden konnte, trotz der ganzen Sachen in den letzten Monaten. :hallo: 2022 wird es erst wieder richtig voll auf dem Mars mit 4 geplanten Missionen(ESA in Kooperation mit Russland, Indien, und 2xJapan) Spacex überlegt eine Demomission dann zu verantalten, aber da gibt es nichts offizielles und ist eigentlich nichts mehr zu erwarten.


    Anderes Thema: Jupiter
    Die ESA veröffentlicht nach und nach eine Videoreihe zur Juice-mission, bei der die Monde vom Jupiter genauer untersucht werden sollen. Die Sonde soll 2022 abgeschossen werden und dann 2029 ankommen. Wenn man darüber nachdenkt, eine sehr lange Zeit. Das erste Video sieht echt gut aus:



    Allgemein hat der Youtubechanel vond er ESA viel sehen-und wissenswerte Videos. Definitiv ein Abo wert.


    Und dann zu unserem zukünftigen Lieblingsteleskop, was Hubble ablösen soll. Das James-webb Teleskop soll nun nächstes Jahr im Oktober, mit nur rund 7 Jahren Verspätung und etwas teurer, mit einer der wahrscheinlich letzten Arianne 5 Missionen starten, bevor die alte Dame an Rakete dann auch in Rente geht und der 6 abgelöst wird. :thumbup: Das james-webb ist quasi vergleichbar mit dem Berliner Flughafen unter den Missionen in Sachen verspätung, zuletzt auch wegen Corona.
    Cool ist es, dass eine Möglichkeit zum nachtanken eingebaut wurde, damit man es länger benutzen kann. Hoffentlich wird man sie auch nutzen.
    https://www.nasa.gov/press-rel…scope-target-launch-date/
    https://www.br.de/wissen/james…um-teleskop-nasa-100.html
    Und Ähnlichkeiten zu einem Sternenzerstörer kann man nicht abstreiten :D Allein deshalb ist es schon cool :



    ich hoffe es war informativ genug, um alle hier mit dem Raumfahrvirus anzustecken, damit jeder sich dann 5 Stundnen wikipedia einträge durchzulesen. :pfeif:


    Edit x: da es scheinbar einige mögen, aber nicht kommentieren wollen. :P
    Die chinesische Mission ist vor ein paar Tagen erfolgreich in China gestartet und auf den Weg. Esa ist auch beteiligt, wusste ich gar nicht.


    Morgen macht sich die große und wahrscheinlich ambitioniertes Mission der NASA auf den Weg. Wenn ich es richtig umgewandelt habe: 13:50 deutscher Zeit. Einen stream wird man garantiert auch dann finden können. Da mit einer Atlas gestartet wird, ist mit einer anderen Qualität der Bilder zu rechnen wie bei SpaceX. In 6 Monaten kann man dann live die Landung verfolgen, dieses Mal soll die gesamte Landung gezeigt werden. Und ich bin mal so frei reddit zu zitieren:
    Mission details



    On Thursday at 7:50 am EDT (11:50 UTC / 12:50 BST) NASA's most ambitious Mars mission yet will launch. The Perseverence rover is largely based off the Curiosity rover, which landed on Mars in 2012 and has been doing groundbreaking science since. But the new rover features a number of upgrades and additions over its predecessor, including:

    • A greatly upgraded, zoomable, stereo, 20-megapixel colour camera
    • The first microphones on Mars
    • A helicopter probe, "Ingenuity", which will scout the terrain ahead
    • A sample caching system to collect and store rock samples deemed scientifically interesting enough for a future return to Earth
    • A number of early-development technologies to aid future human exploration of Mars, like spacesuit material and an oxygen-producing experiment

    Perseverence will land in a new place on Mars that has never been explored before: Jezero crater, whose rocks preserve an ancient crater lake and delta system. The mission goes one step further than Curiosity; rather than just searching for evidence of past habitable environments, Perseverence will be searching for evidence of past life itself. Despite a greatly upgraded suite of scientific tools, 100% definitive confirmation of alien life cannot be done on Mars. That is why at the end of the decade a selection of rock samples will be returned to Earth for definitive analysis in our cutting-edge laboratories.
    Perseverence is just the first part of the most audacious robotic space mission ever to be attempted. Here is a great article that shows the different missions that will make up the multi-mission, decade-long international effort to return those samples to Earth.




    As of now the weather in Cape Canaveral, Florida is looking good for launch

  • Milde interessant: Die erste Ariane seit dem Lockdown im März ist gestartet. Durch neue, bessere und leichtere computer und Lagerung konnten insgesamt 85 kg gespart werden, insgesamt können jetzt 10300 kg in einen geostationären Orbit gelangen. Außerdem wurde Kassav, ein neues autonomes System zur live Übermittlung von vielen Daten genutzt wird.


    Sehr interessant sind auch die Payloadarea Modifikationen, die für das JWST benötigt werden. Unter anderen verbesserten akkustischen, thermischen und aerodynamischen Schutz, langsamere und behutsamere Dekompression der Area vor dem abwerfen des Payload schutzes, ... . Das alles, damit die empflindlichen Sonnensegel vom JWST nicht beschädigt werden.


    Und die Payload hatte die zweite Mission Extension Vehicle an Bord. Damit können Satelliten, die keinen Sprit mehr haben quasi aufgetankt werden.(also eigentlich dockt der an und ist dann das neue Triebwerk, aber das sind kleinigkeiten :D). Das finde ich sehr spannend, da so Satelliten deutlich länger genutzt werden können, was alle gut ist. Man schätzt, dass 80% der Satelliten so erweitert werden können. Reusability kommt im All an. :thumbup:

  • Hmm, könnte auch in einen anderen Thread, aber es passt gut zu dem Thema Satelliten und deren Wiederverwendung. Inzwischen hat Space X 540 Starlink-Satelliten ins All befördert und in den USA läuft sein kurzem eine Beta. Eigentlich haben die Tester eine NDA unterschrieben, aber es ist schon ein bisschen was durchgesickert: https://www.golem.de/news/sate…d-router-2007-149666.html


    Ping soll zwar ganz deutlich besser sein als normalerweise bei Satelliten Internet, aber teilweise stark schwanken, so zwischen 20 und ich glaube maximal 93 ms. Geschwindigkeit liegt auch nur so zwischen 30 und 50 Mbit/s. Mag allerdings der Anzahl der Satelliten (540 von geplant 12000) geschuldet sein und die Bodenstationen sind sicher auch noch nicht so weit wie sie mal sein sollen.


    Auch wenn eine flächendeckend verfügbare Alternative zum verlegten Kabel begrüßenswert ist, Konkurrenz belebt ja das Geschäft, habe ich doch so meine Zweifel an der Wirtschaftlichkeit. Die Kosten für den Aufbau einer so riesigen Konstellation sind, trotz der geringen Größe und der Einsparungen von Space X, gewaltig. Und die Satelliten sind aufgrund des niedrigen Orbits, mit welchem man ja die niedrige Latenz erreicht, nur für eine Lebensspanne von 5 Jahren geplant. Es werden also laufend hohe Kosten für neue Satelliten anfallen. Dazu müssen trotzdem noch Basisstationen errichtet werden und ganz ohne Glasfaser geht es dann auch nicht. Ein einmal errichteter Funkmast und einmal vergrabene Kabel sind da weniger wartungsintensiv und lässt sich auch einfacher aufrüsten. Wenigstens sollen sie am ende ihrer Lebensdauer komplett verglühen und nicht weiter als Weltraumschrott rumfliegen.

  • Die Satelitten sind auch nicht umumstritten: Sie versauen den Nachthimmel und machen damit astronomische Aufnahmen von Teleskopen schwieriger und stören. Auch durch die Frequenzen können Radioteleskopen, etc. gestört werden. Die Arbeitszeit verringert sich jetzt schon und die ist jetzt schon klapp. Die Teleskope möchtest du schließlich den ganzen Tag Nacht nutzen um die Kosten zu drücken.



    https://www.derstandard.de/sto…litenflotte-in-der-kritik
    Außerdem haben die am Anfang des Jahres einfach nicht auf einen Anruf der Esa und US Airforce nicht reagiert um auszuweichen. SpaceX hätte ausweichen müssen, haben sie nicht gemacht. Das ganze hat jede Menge Sprit gekostet und damit die Mission und dahinterliegende Wissenschaft Monate Lebenszeit gekostet...

  • Rosetta und Philae haben neue Infos preisgegeben. Unter anderem, dass Wasser auf dem Kometen war, mit der Konsistenz von Milchschaum. Und hat nach der zweiten Landung einen Abdruck in Form eines Totenkopfes. Schon spannend, was man alles noch herausfinden kann. https://www.dlr.de/content/de/…tiger-als-cappuccino.html und auch spannend : https://esamultimedia.esa.int/…r_Philae/Tour-philae.html


    Ich weiß nicht, ob es alle mitbekommen haben, es gab letzten Monat die Meldung, man hat Indizien für Leben auf der Venus gefunden. Die Theorie ist aber umstritten, da die Venus milde gesagt eine Hölle ist. :D Die Meldung sollte Kritikern dazu dienen, Felder für eine Mission zu sammeln. https://www.spektrum.de/news/k…in-der-gluthoelle/1768056


    Schon eine spannende Zeit.


    Edit: Da es niemand erwähnt hat: Die ISS ist jetzt 20 Jahre alt. Seit 20 Jahren ist nun immer mindestens 3 menschen im Weltraum. Ein Grund zu feiern. Die hat auf jeden Fall viel erreicht. Und ein neues Lock konnte mit Hilfe einer Zahnbürste gefunden werden. :D Ich finde, die ISS hat durchaus den Friedensnobelpreis verdient. Das wäre ein schönes Signal an die Raumfahrtindustrie und Forschung.

  • Ich sehe nicht, wieso man die Stagnation in Sachen "Kolonisierung des Weltraums" feiern sollte. Sicherlich hat man auf der ISS Grundlagenforschung betrieben, aber das macht die Menschheit nun schon seit über 50 Jahren. So langsam wäre es mal an der Zeit eine Kolonie auf dem Mond zu etablieren, anschließend wäre dann die Expansion in Richtung Mars fällig. Der Vorteil solcher Installationen wäre, dass man sehr viel mehr Asteroiden mit Kleingeräten bombardieren könnte, vorallem da der Mars am Asteroidengürtel liegt, man müsste sich also nicht mehr nur mit solch - zugegeben - witzigen Details begnügen.


    Daher: Glückwunsch an die ISS und "Ärmel hochgekrempelt" an die ESA, NASA und POCKOCMOC. :pffft::klopp:

    "Lebt nicht so schnell, ich kann sonst nicht alles mitschreiben." - Erich der Chronisten-Cherubim

  • Ich sehe nicht, wieso man die Stagnation in Sachen "Kolonisierung des Weltraums" feiern sollte. Sicherlich hat man auf der ISS Grundlagenforschung betrieben, aber das macht die Menschheit nun schon seit über 50 Jahren. So langsam wäre es mal an der Zeit eine Kolonie auf dem Mond zu etablieren, anschließend wäre dann die Expansion in Richtung Mars fällig. Der Vorteil solcher Installationen wäre, dass man sehr viel mehr Asteroiden mit Kleingeräten bombardieren könnte, vorallem da der Mars am Asteroidengürtel liegt, man müsste sich also nicht mehr nur mit solch - zugegeben - witzigen Details begnügen.

    Grundsätzlich stimmt das, aber die Raumfahrt ist halt unfassbar teuer und erfordert den Einsatz von einer Menge Ressourcen.
    Nur das Geld ist schon ein Hemmschuh. In der heutigen Zeit sitzt das Geld nicht sehr locker, wer möchte da schon Milliarden für etwas investieren, was auf den ersten Blick keinen Nutzen hat.

  • Die Frage des Geldes ist für mich keine, denn das ist tatsächlich in beinahe unendlicher Menge da. Vorallem jetzt, wo die Zentralbanken seit einem Jahrzehnt und für noch ein weiteres Jahrzehnt das Geld zum 0-Zins anbieten. Woran es hier mangelt ist das Interesse bzw. jemand, der das Interesse bei den w-/richtigen Partnern weckt.


    Die Besatzungen der ISS forschen bekanntlich stets im Auftrag irgendwelcher Institute, aber kaum im Auftrag der Industrie. Wenn wir in den Weltraum wollen wird jedoch genau das die Triebfeder sein: Die Gewinnung von Ressourcen - und das ist nun mal eine Frage der Wirtschaft bzw. Industrie. Würde man die Grundlagenforschung in die Richtung lenken, die für die Kolonisierung des Sonnensystems erforderlich sind, und das wäre primär der Bau von Habitaten und der Schutz der darin befindlichen Menschen, wäre uns sehr viel mehr geholfen, als bei einem höchst fragwürdigen Nachweis höchst flüchtiger subatomarer Partikel. Solange wir als Menschheit uns nur um solche "theoretische Themen" kümmern, werden wir es nie schaffen voran zu kommen, und auch dieses merkwürdige Projekt den Mars schon 2025 zu besiedeln, sprich den zweiten vor dem ersten Schritt zu tun, erscheint mir wenig hilfreich.


    Wie gesagt, ich erkenne die Leistungen an, die auf der ISS erzielt wurden, aber es ist mir deutlich zu wenig was im großen Gesamtkonzept geschieht.

    "Lebt nicht so schnell, ich kann sonst nicht alles mitschreiben." - Erich der Chronisten-Cherubim

  • Die Frage des Geldes ist für mich keine, denn das ist tatsächlich in beinahe unendlicher Menge da. Vorallem jetzt, wo die Zentralbanken seit einem Jahrzehnt und für noch ein weiteres Jahrzehnt das Geld zum 0-Zins anbieten. Woran es hier mangelt ist das Interesse bzw. jemand, der das Interesse bei den w-/richtigen Partnern weckt.

    Ich würde mir auch wünschen, dass mehr in dem Bereich Raumfahrt passiert.
    Am besten wäre es, die Ressourcen auf der Erde zu bündeln. Ich weiß, Träumerei, aber USA, Europa, China, Indien usw. kochen jeweils ihre eigene Suppe.


    Der wirtschaftliche Aspekt, dass Geld unendlich vorhanden sei, ist falsch. Der Preis sind Schulden oder eine Inflation. Die Zeche wird jemand irgendwann zahlen müssen.

  • Du gehst davon aus, dass das Geld für Forschung und Entwicklung vom Staat kommt, aber genau das ist nicht das was ich meinte. Was ich meinte ist, dass große Unternehmen, die auch langfristig auf Ressourcen wie Eisen, Gold und seltene Metalle angewiesen sind, sich bei den Banken zinslose Kredite holen und mit diesem Geld die Forschung der NASA, ESA etc. finanzieren. Die können problemlos hingehen und sagen: "Hey Leute, ich will ein Habitat für 500 Weltraumbergarbeiter bauen, also sagt mir, welche Materialien ich dafür auf dem Weltmarkt kaufen muss." Oder sie helfen bei der Entwicklung von Systemen in großem Maßstab zur Wasser- und Luftaufberteitung ín einer Umwelt, in der es kein Wasser und keine Luft gibt.


    Der Schlüssel zum Fortschritt wird die Industrie sein und nicht (unbedingt) ein Verbund von Universitäten. Von den Unis kommen die klugen Köpfe, die die Lösungen entwickeln werden, von der Industrie aber kommt der eigentliche Bedarf bzw. die Frage zu den zu findenden Lösungen.

    "Lebt nicht so schnell, ich kann sonst nicht alles mitschreiben." - Erich der Chronisten-Cherubim

  • @Brax


    Ok, verstehe.
    Raumfahrt nicht aus Forschungsicht, sondern eher aus wirtschaftlicher Perspektive von Unternehmen.
    Ja, hier ist Geld dann nicht unbedingt ein Hemmschuh.
    Kann nur vermuten, dass der Druck noch nicht so hoch ist und die Unternehmen noch genügend Ressourcen und Möglichkeiten auf der Erde haben.
    Ist vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis das Weltall aus Sicht von Unternehmen in den Fokus rückt.

  • Ich sehe nicht, wieso man die Stagnation in Sachen "Kolonisierung des Weltraums" feiern sollte. Sicherlich hat man auf der ISS Grundlagenforschung betrieben, aber das macht die Menschheit nun schon seit über 50 Jahren. So langsam wäre es mal an der Zeit eine Kolonie auf dem Mond zu etablieren, anschließend wäre dann die Expansion in Richtung Mars fällig. Der Vorteil solcher Installationen wäre, dass man sehr viel mehr Asteroiden mit Kleingeräten bombardieren könnte, vorallem da der Mars am Asteroidengürtel liegt, man müsste sich also nicht mehr nur mit solch - zugegeben - witzigen Details begnügen.


    Daher: Glückwunsch an die ISS und "Ärmel hochgekrempelt" an die ESA, NASA und POCKOCMOC. :pffft::klopp:

    Bitte nicht JAXA vergessen.
    Was heißt Stagnation der Kolonisation? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten. Die kann man günstiger haben. Und Menschen hochzuschießen, die eine 50%ige Chance haben zu überleben, sollte nicht die Antwort haben. Wie bei den Apollomissionenen und anderen Missionen.


    Es geht aber wieder zum Mond. NASA und ESA fliegen zum Mond, mit dem Lunar gateway eine Mondraumstation und dann eine Kolonie. Trumpiboy hat den Termin von 2027 auch auf 2024 vorgezogen. Mal schauen, ob es klappt.
    POCKOCMOC und CMSA(China) planen auch gemeinsam eine Mondmission. Da ist aber wenig bekannt von, wahrscheinlich aus Gründen.
    Der Mars wird meiner Meinung nach kaum in unserer Lebenszeit von menschen erreicht werden. Zu teuer, zu gefählich, zu wenig Prestige. Wir werden den nahen Weltraum bevölkern, mehr aber nicht.

    Die Frage des Geldes ist für mich keine, denn das ist tatsächlich in beinahe unendlicher Menge da. Vorallem jetzt, wo die Zentralbanken seit einem Jahrzehnt und für noch ein weiteres Jahrzehnt das Geld zum 0-Zins anbieten. Woran es hier mangelt ist das Interesse bzw. jemand, der das Interesse bei den w-/richtigen Partnern weckt.


    Die Besatzungen der ISS forschen bekanntlich stets im Auftrag irgendwelcher Institute, aber kaum im Auftrag der Industrie. Wenn wir in den Weltraum wollen wird jedoch genau das die Triebfeder sein: Die Gewinnung von Ressourcen - und das ist nun mal eine Frage der Wirtschaft bzw. Industrie. Würde man die Grundlagenforschung in die Richtung lenken, die für die Kolonisierung des Sonnensystems erforderlich sind, und das wäre primär der Bau von Habitaten und der Schutz der darin befindlichen Menschen, wäre uns sehr viel mehr geholfen, als bei einem höchst fragwürdigen Nachweis höchst flüchtiger subatomarer Partikel. Solange wir als Menschheit uns nur um solche "theoretische Themen" kümmern, werden wir es nie schaffen voran zu kommen, und auch dieses merkwürdige Projekt den Mars schon 2025 zu besiedeln, sprich den zweiten vor dem ersten Schritt zu tun, erscheint mir wenig hilfreich.


    Wie gesagt, ich erkenne die Leistungen an, die auf der ISS erzielt wurden, aber es ist mir deutlich zu wenig was im großen Gesamtkonzept geschieht.

    Die ISS führt Forschung von Industrie und Uni aus. Oft gibt die Industrie über Drittmittel das Geld an die Institute, da die besser (und günstiger) forschen können, da man hier einfach näher dran ist. Und Forschung ist nicht nur der Nachweis von irgendwelchen Partikeln, du kriegst halt nur sehr wenig mit, wo Space Forschung drinnen ist. Auch weil es zum Teil sehr abstrakt ist.
    Die ISS war auch nötig, um langfristige Systeme des Leben im All zu erforschen und zu verstehen.
    die ESA steckt einen großen Teil in die Erdbeobachtung und ersucht damit unser Leben zu verbessern. Vor kurzem kam ein interessantes Paper heraus. Es ging um die Aufnahme von CO2 in den Ozean. Die hat sich als deutlich höher herausgestellt, was gut und schlecht gleichzeitig ist. Ende des Monats wird ein cooler neuer Satellit, Sentinel 6, hochgeschossen, der sich viel mit Meeresspiegeln befassen wird.


    Nur der Bergbau im all wird doch sehr schwierig. Dafür ist es schlicht zu teuer, die Materialien sind hier einfach viel günstiger zu bekommen. Bisher hat es noch niemand geschafft, dafür eine Rakete zu bauen, die die Kosten weit genug senken kann. Und dann ist Space mining auch politisch sehr schwierig. Kriegt man mit der Artemis Accords leider kaum mit, ist aber gut umstritten. Oder Luxenburg. Die verdienen echt mit allem Geld. :D Würde es Möglichkeiten geben, gäbe es bestimmt schon eine Industrie. Und es kommt hinzu: Man weiß zu wenig. Die Osiris Mission hat es vor kurzem gezeigt. Dort sollen Proben von einem Asteroiden auf die Erde geholt werden. Ging soweit gut, nur hat man sich komplett mit der Oberfläche vom Asteroiden vertan. War sehr viel weicher als erwartet und hat zu 1-2 Problemen geführt. Die Proben konnten auch nicht 100% richtig verstaut werden. Das führt dazu, dass man so schnell wie möglich die Proben verstauen muss, aber gleichzeitig so langsam wie möglich, da bei jeder schnelleren Bewegung Material verloren geht.
    Industrie kommt aber anders. Der nahe Weltraum wird wichtiger. Kleine Raketen sind der neue Trend. Schweden hat oder plant einen kleinen Weltraumbahnhof, Deutschland will/soll von der Nordsee aus starten. Da wurden jetzt entsprechende Programm angeworfen.


    Und dann kommen andere politische Probleme hinzu. Die NASA kriegt mit jedem neuen Präsident eine neue Linie für 8 Jahre. Man möchte halt dem Nachfolger nicht das rote Band durchscheiden lassen. ESA hat immer Probleme mit dem Budget. Geo Return managment kommt zu Problemen bei den Raketensystemen. Und auch das Problem, dass nicht alle ESA Menschen gleichzeitig das rote Band durchschneiden können. Auch ist die ESA wenig auf Prestige aus. Man möchte in Ruhe und sinnvoll vor sich hinarbeiten. POCKMOV ist chronisch unterfinanziert, China ist halt eben China und da schwierig.

  • Zwei von Drei Marsmissionen sind bis jetzt erfolgreich gewesen. Heute Abend kommt zur Primetime 20:15 der Rover Perseverance auf dem Mars an.


    Für in die Stimmung zu kommen, von Mark Rober, der verständlich runterbricht, was und wie passiert:


    Übrigens sein ander Kram ist auch ziemlich cool.

    Nasa Livestream heute Abend:


    Und ein paar andere Perspektiven von der Nasa als Livestream:https://www.youtube.com/playlist?list=PLTiv_XWHnOZo89xfQyRUub76zNlQTLNrJ

  • Es kam eine sehr verstörende Meldung rein. Es gibt ein Bild und eine Tonübertragung die aber vollkommen unverständlich ist und nur ein: "Butiniiii" zu hören ist.


    Imgur: The magic of the Internet

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    Solange du dich bemühst, andere zu beeindrucken, bist Du von dir selbst nicht überzeugt. Solange Du danach strebst, besser als andere zu sein, zweifelst Du an deinem eigenen Wert. Solange Du versuchst, dich größer zu machen, indem du andere kleiner machst, hegst Du Zweifel an deiner eigenen Größe. Wer in sich ruht, braucht niemandem etwas beweisen. Wer um seinen Wert weiß, braucht keine Bestätigung. Wer seine Größe kennt, lässt anderen die ihre.
    -Verfasser unbekannt

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