Situation zwischen Nord- und Südkorea

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    • Mir fallen allerdings kaum welche ein. Der Norden ist ja so paranoid und hat eine solche Todessehnsucht wie es scheint, dem traue ich zu, dass er wirklich wegen verschärfter Sanktionen einen Krieg losbricht. Und dann "Gute Nacht Korea!" Dagegen wird der Vietnam-Krieg ein Kindergarten gewesen sein. Und was das für die Weltwirtschaft bedeuten würde wage ich mir garnicht auszumalen. Was mich so besorgt macht ist, dass Kim Yong Il ja schwer erkrankt zu sein scheint, bzw. sehr geschwächt und gealtert wirkt. Was hat der denn noch zu verlieren? So er denn überhaupt noch das sagen hat. Das weiß man ja auch nicht. Die ganze Kim-Dynastie ist ja ein einziger mafiöser Haufen. Schon immer gewesen.

      Also wie soll Süd-Korea reagieren, ohne eine Krieg auszulösen? Deswegen den kürzeren Gezogen. Sie werden diese bittere Pille wohl schlucken müssen oder es kracht wahrscheinlich.

      Man muss sich ja auch mal die Zahlen verdeutlichen. Die Süd-Koreaner haben dort auf einen Schlag mehr Soldaten verloren, als wir in 9 Jahren Afghanistan-Einsatz. Das kann man eigentlich nicht unbeantwortet lassen. Es gab ja viele Tote und so eine Fregatte kostet ein Vermögen. Andererseits sehe ich keine Möglichkeit wie man das Problem friedlich lösen kann. Unter normalen Bedingungen wäre sowas zwischen zwei Staaten ein klarer Kriegsgrund und Angriffs- bzw. Verteidigungsfall. Man stelle sich mal die Reaktion vor, es wäre eine US- oder eine russische Fregatte gewesen.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • JohnOlt schrieb:

      Also wie soll Süd-Korea reagieren, ohne eine Krieg auszulösen? Deswegen den kürzeren Gezogen. Sie werden diese bittere Pille wohl schlucken müssen oder es kracht wahrscheinlich.
      Nach der nächsten Provokation wird es wohl zu einem Krieg kommen, und dann krachts es. Ist ja nicht so, daß Nordkorea überlegen wäre, A-Bombe hin oder her. Es stehen seit 50 Jahren immer noch zig-tausende von Soldaten aus den USA in Südkorea, rein militärisch sollte die Sache in einigen Wochen erledigt sein. Ob die USA das allerdings möchten, ist eine andere Sache. Möglicherweise nutzen sie aber auch die Gelegenheit und lösen das Problem ein für allemal.

      Dagegen wird der Vietnam-Krieg ein Kindergarten gewesen sein.
      Und ich glaube noch nicht einmal, daß man hier fanatische Patrioten hat, die für ihr Land kämpfen. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß sich jemand freiwillig in die Front stellt und für sein Vaterland Nordkorea kämpft.
      Vokale sind schwul!
    • Man weiß halt nicht, wie motiviert die Jungs sind. In den 50er Jahren waren sie sehr motiviert. Und Nord-Korea hat in Zahlen die 5 größte Armee der Welt. Man braucht keine tollen Waffen um extremen Schaden anzurichten. Die Ausbildung, das Training und die Disziplin sind mindestens genauso wichtig. Ein paar tausend verbunkerte Geschütze mit Reichweite Seoul und eine Menge von Panzerfäusten und Selbstmordfanatikern und das Ganze wird die Hölle auf Erden. (siehe Libanon-Krieg/Hisbollah) Mögliche Chemie und Biowaffen sowie das Atomarsenal noch nicht mit einbezogen. Man darf nicht vergessen, die Nordkoreaner werden praktisch seit 60 Jahren auf nichts anderes vorbereitet, als auf so einen Konflikt mit dem Süden und den USA. Glaubt ihr wirklich, dass wäre wirkungslos gewesen? Ich glaube, dass Asiaten generell wesentlich disziplinierter und schlagkräftiger sind als bspw. arabische Armeen.
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    • JohnOlt schrieb:

      Ich glaube, dass Asiaten generell wesentlich disziplinierter und schlagkräftiger sind als bspw. arabische Armeen.


      Hm... Wenn Nordkorea zu Asien gehört, dann gehört Südkorea auch zu Asien. Ergo: Sie sind diszipliniert und schlagkräftig. Von den Amerikanern brauchen wir nicht zu reden. Was will Nordkorea z.b. im Falle des Falles gegen moderne Tarnkappebomber made in the USA machen? Mit Raketenwerfern runter holen?

      Und kein Staat der Welt würde jemals (wieder) eine Atombombe in einem bewaffnetem Konflikt einsetzen. Da kann man noch so fanatisch sein, so weit geht dann doch keiner.

      Mogges schrieb:

      Sehr viele aus dem Norden werden die einzigartige Gelegenheit nutzen und dessertieren.

      Das kommt noch dazu. :D

      :) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)
    • Falls es zu einem Krieg kommen sollte, bin ich mir sicher, daß die Südkoreaner und Amis deutlich motivierter an die Sache rangehen werden als die Nordkoreaner. Sehr viele aus dem Norden werden die einzigartige Gelegenheit nutzen und dessertieren. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß sich einer von denen in den Graben legt mit dem Gedanken "ich kämpfe für mein Vaterland". Das ist der ganz große Vorteil, den Südkorea hat, falls es denn soweit kommt.
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    • Hat Serbien doch auch schon geschafft. Außerdem geht es nicht um die Frage ob Nord-Korea verlieren würde oder nicht. Natürlich würden sie verlieren. Die Frage ist zu welchem Preis. Und ich befürchte eben, der würde hoch ausfallen.

      Schaut Euch doch den aktuellen Fall an. Wie ist sowas denn überhaupt möglich? Also so ganz ungefährlich scheinen die mit ihrer veralteten Technik ja nicht zu sein. Jedenfalls hatte die Fregatte offenbar keine Chance. Und das U-Boot wurde auch nicht versenkt.

      Wer hindert die Nord-Koreaner denn jetzt am überlaufen... z.B. die Marinebesatzungen? Und was machen die Amis, wenn sie in einer Woche soviele Verluste verzeichnen, wie in 10 Jahren Irak und Afghanistan zusammen?
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    • Ein kleines Gedankenspiel...

      Ihr seid Staatsoberhaupt einer westlich orientierten und wohlhabenden Republik. Euer einziger Nachbar ist ein bitterarmer Bauernstaat, der von einem Diktator regiert wird, der sich nicht nur außenpolitisch abgekapselt hat, sondern auch sein Volk aushungert, seine Grenzen dicht gemacht hat (eure Grenze ist die am besten bewachte der Welt) und sich selbst wie einen Gott verehren lässt.

      Eure Raketen sind auf die Hauptstadt des anderen gerichtet, eure Panzer sind getankt, eure Soldaten wie gesagt direkt an der Grenze. Offiziell ist man sogar im Krieg, allerdings herrscht seit 50 Jahren ein Waffenstillstand; dennoch hat es kaum Kontakt zwischen euch gegeben, der Nachbar lässt weder Leute noch Waren durch seine Grenzen durch. Kampfhandlungen hat es dennoch seit dem Waffenstillstand nicht gegeben.

      Auch als der dikatorische Nachbar plötzlich damit begann, ohne Erlaubnis der internationalen Staatengemeinschaft, eine Atombombe zu bauen. Jetzt haben sie diese, während Euer Staat zwar mit einer modernen Armee da steht, während der Nachbar eine veraltete Technologie mit ausgehungerten Soldaten besitzt, aber Atomwaffen sein Eigen nennt.

      Gestern ist jedoch etwas passiert: Der Diktator hat eines Eurer Schiffe versenkt, 40 Soldaten sind umgekommen.

      Was würdet ihr in dieser Situation tun?

      http://orf.at/100520-51410/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F100520-51410%2F51411txt_story.html

      edit(Falcon): Themen zusammengefügt.
      Sturm Graz 1909

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Falcon ()

    • Mogges schrieb:

      Falls es zu einem Krieg kommen sollte, bin ich mir sicher, daß die Südkoreaner und Amis deutlich motivierter an die Sache rangehen werden als die Nordkoreaner. Sehr viele aus dem Norden werden die einzigartige Gelegenheit nutzen und dessertieren. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß sich einer von denen in den Graben legt mit dem Gedanken "ich kämpfe für mein Vaterland". Das ist der ganz große Vorteil, den Südkorea hat, falls es denn soweit kommt.


      Ich befürchte jedoch weit schlimmeres. Es wird schon genug kaputte in Nord-Korea geben die vorallem fürs Vaterland sterben wollen und sich nichts besseres Vorstellen können, nichts anderes wird ihnen ja sicher seit der Geburt eingetrichtert. Weitaus gefährlicher wird es aber, wenn sich die Führung in Nord-Korea tatsächlich als unterlegen und in umrissen geschlagen sieht. Glaubt ihr wirklich das man die, für Nord-Korea sicherlich teuerste Investitioen aller Zeiten, einfach ungenutzt in den Rampen ruhen lässt, wenn sich abzeichnet, dass man nur noch diese alleinige letzte Möglichkeit hätte ? Was nutzen Millionen von Soldaten der Allianz, gegen einen sich versteckt haltenden, vernarrtisch starrenden Nord-Koreanischen Befehlshaber, mit dem Finger am roten Schalter, oder am Buschfunk ???

      Ein krieg wird meiner ansicht nach, zwangsläufig in einen Atomkrieg enden, auch wenn sich 99.999... % der Nord-Koreaner dagegen entscheiden würden .
    • Hm naja also ich denke zu einem Atomschlag wird es nicht kommen.

      Die USA haben mit sicherheit Spione in Nordkorea und wissen über die Standorte der Atombomben bestens bescheid. Wenn sich die Situation zuspitz werden sie die Sprengköpfe schon Sicherstellen.

      Wobei die Nordkoreaner ja nichtmal eine Atombombebrauchen um Seoul in Schutt und Asche zu legen...

      Auf jedenfall kann das ja nicht ewig so weitergehen da unten...
      Gondor! Gondor, between the Mountains and the Sea!
      West Wind blew there; the light upon the Silver Tree
      Fell like bright rain in gardens of the Kings of old.
      O proud walls! White towers! O wingéd crown and throne of gold!
      O Gondor, Gondor! Shall Men behold the Silver Tree,
      Or West Wind blow again between the Mountains and the Sea?

    • Cr7390 schrieb:

      Hm naja also ich denke zu einem Atomschlag wird es nicht kommen.

      Die USA haben mit sicherheit Spione in Nordkorea und wissen über die Standorte der Atombomben bestens bescheid. Wenn sich die Situation zuspitz werden sie die Sprengköpfe schon Sicherstellen.


      Naja, lassen wir James Bond mal im Keller. Es gibt einen wesentlich interessanteren Grund gegen den Einsatz einer Nuklearwaffe auf dem Gebiet Koreas --> China.

      Ich weiß jetzt über die vorherrschenden Windverhältnisse vor Ort nicht Bescheid, aber wenn ich China wäre und direkt daneben sitze, dann finde ich Wege, wie ich den kleinen Bruder schon einfange. Auch der Chinese hat etwas gegen Fall-Out!


      Sacrum Romanum Imperium - für Kaiser und Reich

      "Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist gezwungen sie zu wiederholen."
      Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana


      "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." Friedrich Nietzsche
    • Der Chinese verfügt über ausreichend Menschenmaterial und einer mehr als ausreichenden Reproduktionsrate. Zusätzlich hätte so ein Atomschlag für den Chinesen noch einen positiven demographischen Effekt.
      Die würden bei einem Atomschlag die Gewinner sein.
      „Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
      Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
      Karl Marx.
    • Kelti schrieb:

      aber wenn ich China wäre und direkt daneben sitze, dann finde ich Wege, wie ich den kleinen Bruder schon einfange. Auch der Chinese hat etwas gegen Fall-Out!


      Guter Einwurf !

      Ich denke aber, dass auch die Chinesen keine mittel und Wege finden würden die Atomköpfe rechtzeitig sicher zu stellen - auch nicht mit ausreichend " Menschenmaterial " . :blink: Wenn Nord-Korea den Atomkrieg wählt, wie sollte der Rest der Welt hinreichende Gegenmaßnahmen treffen, wenn sie doch nicht mal weiß, ob und wann diese zum Einsatz kämen ? Es ist wie so oft in der Politik, gehandelt werden kann und wird oftmals nur in Form einer Reaktion. Und würde sich auch alle Welt aufmachen, in Nord-Korea einzumarschieren, dadurch wird es doch um so wahrscheinlicher, dass die Nuklearwaffen tatsächlich zur anwendung kommen.

      Es darf keinen aktiven Krieg in Korea geben! Offiziell läuft der Koreakrieg seit 1950, es gab bisher keine Friedensverhandlungen. Einzig, auf dem Papier gibt es einen Waffenstillstand, an den sich jedoch nicht wirklich gehalten wird. Nordkorea lebt von dem Krieg bzw. von der Furcht seiner erklärten Feinde und sieht sich im Recht mittels der nuklearen Abschreckung die Selbsterhaltung sicherzustellen. Das ist eine Situation die sich nicht durch Waffen klären lässt! Das Land braucht Alternativen, die es einfach nicht hat, man sieht sich in die Enge getrieben und glaubt es gebe keinen Ausweg.

      Ich glaube auch nicht daran, dass die Welt irgendwann frei von Atomwaffen ist. Was sollte die Welt tun, wenn sich Nord-Korea nicht auch dazu enstcheidet ? Es dennoch durchziehen ? .... Vorher werde ich Allah...
    • Rudabour schrieb:

      Der Chinese verfügt über ausreichend Menschenmaterial und einer mehr als ausreichenden Reproduktionsrate. Zusätzlich hätte so ein Atomschlag für den Chinesen noch einen positiven demographischen Effekt.
      Die würden bei einem Atomschlag die Gewinner sein.

      Entschuldige, aber diese Art von Sprache erinnert doch sehr an den Zeitraum 1939-1945.

      Preton schrieb:

      Ich denke aber, dass auch die Chinesen keine mittel und Wege finden würden die Atomköpfe rechtzeitig sicher zu stellen - auch nicht mit ausreichend " Menschenmaterial " . Wenn Nord-Korea den Atomkrieg wählt, wie sollte der Rest der Welt hinreichende Gegenmaßnahmen treffen, wenn sie doch nicht mal weiß, ob und wann diese zum Einsatz kämen ?

      Wenn der Nordkoreaner mit dem Finger am Knopf nicht über den kompletten Staatssuizid nachdenkt, gerne überleben möchte und am Ende noch einen Freund in der Welt haben will, dann wird er sich über den Willen Pekings nicht hinaussetzen. Meine Meinung.

      Preton schrieb:

      Ich glaube auch nicht daran, dass die Welt irgendwann frei von Atomwaffen ist. Was sollte die Welt tun, wenn sich Nord-Korea nicht auch dazu enstcheidet ? Es dennoch durchziehen ? .... Vorher werde ich Allah...

      In der Tat. Solange einer eine solche Waffe besitzt, werden auch andere eine haben wollen. Mit überlegenen Waffen sichert man sich Macht. Auch wenn die überlegene Waffe ein Knüppel gegenüber einer Faust ist...


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      "Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist gezwungen sie zu wiederholen."
      Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana


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    • Kelti schrieb:

      Entschuldige, aber diese Art von Sprache erinnert doch sehr an den Zeitraum 1939-1945.

      Falsch.
      Menschematerial, stammt von Theodor Fontane und ist als Unwort des 20. Jhd. gewählt worden und beschreibt in diesem Kontext die nüchterne Faktenlage, das es dem Chinesen völlig egal ist, wenn in einem so überbevölkertem Land ein paar Tausend Menschen ableben. Nicht die Worte sind hart, sie beschreiben nur die Realität, welche in der Tat hart ist.
      „Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
      Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
      Karl Marx.
    • Ich wollte nicht unbedingt auf die Wortherkunft anspielen, sondern eher an die Einstellung zum Leben ansich, die bei Verwendung dieser Begrifflichkeit vorhanden ist. Und die gab es unweigerlich in der Führung des Deutschen Reichs des bezeichneten Zeitraums. Mir fällt da ein Zitat Himmlers aus der Posener Rede ein. Es ging u.a. um "russische Weiber" und einen "deutschen Panzergraben".

      Das die chinesische Führung über eine ähnliche Einstellung verfügt, dass streite ich nicht ab. Das sieht man z.B. an der Häufigkeit von Grubenunglücken und deren Opferzahlen, insofern beides denn überhaupt bekannt werden.

      Von daher kann man hier im Forum auch ruhig eine drastische Sprache, wenn sie den ausreichend beschrieben wird. Das kam mir persönlich im ersten Beitrag nicht so recht raus. Von daher danke ich dir für deine weiterführende Kommentierung.

      Aber zurück zum Thema. Selbst wenn der Chinese gleichgültig über die Verluste in der Bevölkerung hinweg sieht, so wird er doch wenig Sinn darin sehen, wenn Städte wie Peking oder Shanghai verstrahlt würden, die ja durchaus in Reichweite des evtl. Fall-Outs lägen. Da grade Shanghai für die chinesische Wirtschaft nicht so unwichtig ist.


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    • Kann man die nordkoreanische Atombome überhaupt mit denen der USA oder Rußlands vergleichen, von der Spreng- und Strahlkraft her meine ich? Ich meine gelesen zu haben, daß es sich zwar um eine konventionelle Atombombe handelt, aber doch irgendwo in "qualititativen Bereichen", die in den 60-ern oder 70-ern üblich waren.
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    • Ich meine, ich habe das Ding nicht gesehen. Aber sie wird wohl mehr leisten, als die Bomben, die Hiroshima und Nagasaki getroffen haben. Vielleicht hat jemand eine Einschätzung, wieviel Radioaktivität bei einer Atombombe im Vergleich zu einem GAU a la Tschernobyl freigesetzt würde.

      Edit: Habt ihr euch Nordkorea mal auf Google Maps angeschaut? Macht das mal, ist hochinteressant!


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