Russland und die ehemaligen Staaten des Ostblocks

  • Zumal es ja auch genügend Militärs gibt, die sie beraten.

    Naja, erinnere dich an die tollen ex-Militär die am Anfang des Kriegs verkündete haben die Sache sein vorbei und die Russen räumen nur noch auf.

    Schau dir mal Aussagen von Harald Kujat oder Merkels Lieblingsgeneral Erich Vad an.

    Bei Vad trifft immer genau das Gegenteil von dem ein was er sagt und Kujat, der von einer russischen Denkfabrik bezahlt wird/wurde schwört heute noch, er habe die hunderten modernen Panzer der Russen mit eigenen Augen gesehen und die Russen würde 150k Mann voll ausgerüstet und mit modernem Gerät zurückhalten.

    Das waren Merkels Berater und davon wird es bestimmt noch mehr im Beraterstab der Bundesregierung geben.

    Nicht zu vergessen Lindner der damals zum ukrainischen Botschafter gesagt haben soll. "Wir würden euch ja gerne helfen, aber die Sache ist ja schon vorbei."

  • Oder man möchte sich „Eskalationspotential“ vorbehalten.

    Für was denn? Und vor allem wie lange denn noch?

    Der Krieg dauert jetzt schon zwei Jahre, die Russen haben so ziemlich jedes Kriegsverbrechen ausgiebigst praktiziert und internationales Recht gebrochen. Was soll denn noch passieren? Will man wirklich warten bis sich Putin durch unsere Untätigkeit/Unfähigkeit ermutigt fühlt ein Nato Land anzugreifen?


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    -Ricky Gervais-


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    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • Muss auch fragen, welches Eskalationspotenzial soll es den geben?

    Sicher, sie können atomar drohen. Na und? Sollen sie doch. Einfach nicht darauf reagieren. Wenn es tatsächlich Angriffe auf Seekabel oder andere Einrichtungen geben sollte, ist das eine Hausnummer, die dann nicht mehr ignoriert werden kann wie Nordstream oder die versuchten Abschüsse britischer Flugzeuge.


    Materiell haben die Russen nicht mehr viel. Sie können ihre Verluste zwar gerade irgendwie so ersetzen, zumindest was Personal angeht, im Süden sollen sie wohl aber inzwischen wirklich mit T-55 Angriffe geführt haben.

    Auch soll in den letzten Tagen die Patriot, wahrscheinlich das deutsche System, da es mobil ist, blutige Ernte bei der russischen Luftwaffen eingefahren haben. Auch eine A-50 ist angeblich wieder vom Himmel geholt worden, das könnte aber wieder Eigenbeschuss gewesen sein.

  • Es gibt nichts zu eskalieren, es ist Angst und Blödheit die den Taurus verhindert.


    Was will den der Russe machen, Kabel durchschneiden, Piplines sprengen und was dann? Dann kann er zusehen wie der Ami eskaliert......DA ist Eskalationspitenzial vorhanden, und da rede ich nicht mal von der gesamten Waffenfähigkeit der NATO.

    Der Russe will keine 2000 Abrahams auf Ukrainischer Seite.


    In Deutschland blockiert ein einziger Hadsenfuss den Taurus mit seiner Solzialisten Partei, das ist diese Flasche die als Kanzler verkleidet ist.

    Wir liefern nicht weil sich der Knaller für einen tollen, weitblickenden und wichtigen Player hält der mit Typen wie Mützenich und Steger Russlandfreundliche Einsager hat. Diese Typen wären die ersten die zu einer Friedenzigarre mit ihrem Genossen im Kreml sitzen und die Ukraine aufteilen würden.Das ist der einzige Grund der gegen Taurus spricht. Akzeptieren wir das halt endlich, Scholz vertraut Putins Aussagen mehr als die der Ukraine.


    Technisch kann man Scalp und Taurus nicht vergleichen. Da ist nur die Basis das selbe.

    Taurus ist ein Bunker/Brückenvernichter, Scalp einfach nur eine intelligente Rakete ohne besondere Fähigkeiten.


    Und was will man schützen, Putins Brücke, was kann der Taurus zerstören, Putins Brücke.....was will der Bundeskanzler vermeiden, das Putin seine Brücke verliert. Warum? Weil er Angst hat.

  • Für was denn?

    Antwort:

    Will man wirklich warten bis sich Putin durch unsere Untätigkeit/Unfähigkeit ermutigt fühlt ein Nato Land anzugreifen?


    Wenn es tatsächlich Angriffe auf Seekabel oder andere Einrichtungen geben sollte, ist das eine Hausnummer, die dann nicht mehr ignoriert werden kann wie Nordstream oder die versuchten Abschüsse britischer Flugzeuge.

    Und „nicht mehr ignoriert werden kann“ heißt genau was?

    Materiell haben die Russen nicht mehr viel.

    Ja ja. Das Gerede hört man seit 1,5 Jahren. Und trotzdem sind sie in der Offensive und haben im Sommer kaum einen Meter Boden verloren. Inzwischen haben sie mindestens so viele Drohnen wie die Ukraine, mehr Artilleriemunition, offenbar ausreichend Panzer für Offensivoperationen wie bei Awdijiwka und auch eine Überzahl an Soldaten im Verhältnis zur Ukraine. Sorry, aber diese Schönrederei überzeugt mich nicht mehr. Dafür läuft es zu schlecht. Die ukrainische Offensive war ein Rohrkrepierer. Die westlichen Kampfpanzer haben keine Wende gebracht. Die westliche Artilleriemunition in der Ukraine ist aufgebraucht. Und mag sein, dass einige russische Flugzeuge abgeschossen wurden. Wie groß ist derweil die ukrainische Luftwaffe?


    Russland bekommt offenbar nicht unwesentlich Nachschub aus Iran, Nordkorea und v.a. China. Im Übrigen steigert Russland seine Militärproduktion massiv. Wie viele Panzer baut Russland derzeit pro Monat? Wie viele bauen wir?

    Hast du wirklich den Eindruck Russland stünde vor dem Kollaps? Ich nicht. Im Gegenteil, die haben gerade den Eindruck es fehle nicht mehr viel, bis der gesamte Westen einknickt.


    Was will den der Russe machen, Kabel durchschneiden, Piplines sprengen und was dann? Dann kann er zusehen wie der Ami eskaliert......DA ist Eskalationspitenzial vorhanden, und da rede ich nicht mal von der gesamten Waffenfähigkeit der NATO.

    Der Russe will keine 2000 Abrahams auf Ukrainischer Seite.

    Glaubst du das wirklich? Versetz dich doch mal in Russlands Position. Was würdest du tun, wenn du von überlegenen konventionellen NATO-Kräften attackiert würdest, denen du konventionell nichts mehr ausreichend entgegenzusetzen hast? Die NATO hatte dafür umgekehrt mal die atomare Variante. Ich wüsste nicht, warum Russland diese Karte dann nicht ziehen sollte. Deswegen haben sie ja ihre Atomwaffen. Eine Bombe bspw. als Warnung im Atlantik gezündet… Und du bist dir sicher, der Westen macht dann einfach weiter?


    Technisch kann man Scalp und Taurus nicht vergleichen. Da ist nur die Basis das selbe.

    Taurus ist ein Bunker/Brückenvernichter, Scalp einfach nur eine intelligente Rakete ohne besondere Fähigkeiten.

    Und warum liefern die USA keine Tomahawks?

  • Und warum liefern die USA keine Tomahawks?

    Ich weiß, dass der Tomahawk von Schiffen und U-Booten aus gestartet wird. Gibt es überhaupt eine landgestütztes Abschusssystem dafür?

    Wenn nein, dann kann man der Ukraine schlicht keine schicken, weil sie die Dinger nicht abfeuern könnte.


    Dass die USA derzeit nicht wirklich etwas liefern ist schlicht dem Wahlkampf geschuldet, bzw. Trump der sie Waffenlieferungen zum Thema gemacht hat, weil angeblich amerikanisches Steuergeld in der Ukraine verbrannt werde. So traut sich Biden jetzt nicht Millionen, eigentlich zur Verschrottung vorgesehene Artilleriemunition zu schicken, aus Angst damit Trump Munition im Wahlkampf zu liefern.

    In Deutschland wiederum ist man in der SPD sehr Russlandfreundlich eingestellt und hat Angst wenn man mehr macht, der AFD Wähler in die Arme zu treiben. Grüne und FDP hingegen wissen genau, wenn die Regierung platzen sollte und es zu Neuwahlen käme, sie wohl kaum mit ähnlichem Stimmenanteil wiedergewählt werden dürften wie sie ihn derzeit haben. Sie werden sich also weiter durchmogeln.


    Russland bekommt offenbar nicht unwesentlich Nachschub aus Iran, Nordkorea und v.a. China. Im Übrigen steigert Russland seine Militärproduktion massiv. Wie viele Panzer baut Russland derzeit pro Monat? Wie viele bauen wir?

    Richtig, Russland kann seinen eigenen Nachschub nicht decken sondern muss ihn für teures Geld in Nordkorea und Iran einkaufen.

    Niemand weiß wie viele Panzer die Russen "neu" bauen. Irgendwas zwischen 20 - 50 - 100 im Monat, vielleicht 150 mit wiederhergestelltem Material. Sie verlieren aber gut das 1,5 - 2 fache. Und nach den desaströsen mechanisierten Angriffen zu Beginn ihrer Offensive bei Avdivvka konnten sie keinen Nachschub an Material ranführen, sondern haben schlicht mit purer Masse an Infanterie und Artillerie einen Einbruch erzeilt. Das hat sie wohl 17k Tote und 45k Verwundete und nicht mehr kampffähige Männer gekostet was wohl mindestens einem Verhältnis von 1:3 eher 1:5 zu ukrainischen Verlusten bedeutete. Das Ergebnis wäre noch schlimmer gewesen und womöglich wäre die Stadt gar nicht verloren gegangen, wenn der Westen, hier explizit die USA, Artilleriemunition geliefert hätten. Russland kann sich derzeit in alter Tradition wieder durchschießen. Solange das so bleicht, werden sie weiter vorrücken können, aber weiterhin unter unglaublichen Verlusten und in 5 Jahren sind sie vielleicht auch mal am Djeper angekommen. Natürlich nur, wenn die russischen Soldaten das weiter mitmachen und sie wirklich genügend "Freiwillige" finden und den Verschleiß aufrecht zu erhalten.


    Dafür läuft es zu schlecht. Die ukrainische Offensive war ein Rohrkrepierer.

    Da trägt auch der Westen eine gewisse Verantwortung für, zu wenig Material zu spät usw. usf.

    Hier stelle ich mir inzwischen die Frage, in wieweit da auch Saluschnyj mit ein Grund für war.

    Er schont seine Soldaten und will möglichst wenige Verluste auf eigener Seite.

    Ist die Frage, ob es nicht wirklich besser gewesen wäre 30k - 50k Mann auf einmal zu opfern für den erfolgreichen Durchbruch, statt 100k in den nächsten 2 Jahren in Rückzugskämpfen.

    Vom Schreibtisch weit weg lässt sich das natürlich leicht sagen, aber dennoch muss die Frage gestattet sein.

  • Es spielt im Grunde keine Rolle, warum dies nicht funktioniert oder jenes nicht.


    Wenn die Ukraine nicht dauerhafte, verlässliche Unterstützung aus dem Westen erhält, so dass sie in der Lage ist, eine technologische, personelle und materielle Überlegenheit am Boden und in der Luft zum Tragen zu bringen, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis die ukrainische Front zusammenbricht. Bisher haben sich sämtliche westlichen Versprechungen als, gelinde gesagt, halbgar erwiesen.


    Aus meiner Sicht ist es derzeit mehr denn je fraglich, ob die Zeit wirklich gegen Russland arbeitet und nicht viel eher für Russland. Für mich sieht das alles derzeit reichlich beschissen aus.


    Es geht aufs Frühjahr zu. Derzeit ist nicht einmal mehr die Rede von einer Gegenoffensive im Frühsommer. Vielmehr wird lediglich darüber gesprochen, dass man die Front irgendwie versucht zu stabilisieren. Aber vielleicht ist das alles ja auch eine gigantische Maskerovka des Westens und im Mai bricht unerwartet die große ukrainische Gegenoffensive los. Allein mir fehlt derzeit der Glaube.


    Bekommt die Ukraine auch monatlich 100 Kampfpanzer geliefert?






  • Bezüglich der Taurus Debatte:
    Ich bezweifle, dass im Falle einer Lieferung eine Eskalation wahrscheinlich wäre. Ja, Taurus ist für gewisse Zwecke besser geeignet als Storm-Shadow, aber so massiv ist der Unterschied dann auch nicht. Ok, man könnte damit die Krimbrücke zerstören, aber dass eine Zerstörung der Krimbrücke kein Auslöser für eine Eskalation ist, haben der Oktober 2022 und der Juli 2023 gezeigt.

    Für mich ist der einzige Grund die Person Olaf Scholz, wäre jemand aus einem anderen Flügel der SPD, ohne Verwicklung in diverse Affären wie Cum-Ex oder Wirecard, Kanzler, würden Taurus wohl geliefert.
    In den USA wiederum hat man auch eine Reihe von politischen Themen. Erstens Donald Trump, aber auch die Biden-Regierung ist, was Militärisches angeht, extrem zögerlich, siehe die extreme Zurückhaltung bei den Huthi-Angriffen auf US-Schiffe.
    Wobei bei Tomahawk hinzukommt, dass diese in einer anderen Kategorie sind als Storm-Shadow und Taurus, da reden wir nicht mehr von 300-500km, sondern von 2500km, und es gibt diverse internationale Abkommen, nach denen Raketen dieser Reichweite nicht exportiert werden dürfen.

  • Ich habe ähnlich wie John den Eindruck, dass die Sache langsam zu Gunsten der Russen kippt.

    Immer wieder mal hat man zwischendurch die Hoffnung, dass der Westen sich jetzt zusammenreißt, aber meist wird man dann doch schnell wieder enttäuscht.


    Den Russen gehen seit über 1,5 Jahren angeblich bald die Panzer, Männer und Raketen aus. Sieht man nichts von. Während der Gegenoffensive wurde zeitweise bejubelt, die Ukraine habe nun die Artillerie-Überlegenheit. Auch hier war der Wunsch der Vater des Gedanken.


    Ich hoffe, dass der Westen es noch auf die Reihe bekommt, aber mir fehlt der Glaube. Zum Taurus. Ja Biden könnte auch mehr machen. Man muss sich aber die Dynamik anschauen. Während Amerika zwar den größten Beitrag leistet, sind die Europäer qualitativ immer wieder vorangegangenen. GB hat mit einem Dutzend Challenger 2 das Tabu des modernen Kampfpanzers gebrochen. Und mit StormShadow Marschflugkörper geliefert. Die Dänen und Niederländer, jetzt beides wirklich keine Großmächte, haben die Lieferung westlicher Kampfflugzeuge auf den Weg gebracht. Bei Kriegsbeginn haben die Polen schwere Waffen geliefert, wozu anderswo noch monatelang diskutiert werden musste. Mazedonien und Bulgarien, auch militärische Supermächte, haben als erste Kampfflugzeuge an die Ukraine geliefert.

    Es ist also nicht so, als müsste man auf die Amerikaner warten, eher im Gegenteil (auch wenn Olaf wohl die Leopard 2 zurückgehalten hat, bis Biden Abrams zugesagt hat).

    Das Tabu beim Marschflugkörper ist gebrochen. Der Taurus stellt keine neue Kategorie da. Aber es gibt ein paar Unterschiede. Taurus fliegt tiefer und soll allgemein für die feindliche Luftabwehr schwerer zu erfassen sein. Und vor allem hat er einen Hohlladungssprengkopf für den Angriff auf verbunkerte Ziele oder Infrastruktur.

    Stormshadow würde mutmaßlich ein Loch in die Fahrbahn einer bestimmten Brücke reißen oder einen Pfeiler beschädigen. Der Taurus würde sich mehre Meter in den Pfeiler einbohren und in seinem inneren explodieren.

    Die Kertsch-Brücke ist für den russischen Nachschub im Süden essentiell. Und ihre Zerstörung wäre wohl geeignet die Moral der Ukraine zu stärken.

  • Ein wie ich finde sehr treffender Artikel zum aktuellen Versagen des Westens:


    Ukraine-Krieg Der deutsche Mittelweg ist gescheitert - Gastbeitrag - DER SPIEGEL


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    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • Ich habe gestern eine Unterhaltung mit einer Ukrainerin zu dem Thema geführt, die schon seit einiger Zeit in Deutschland lebt. Sie hat eine andere Theorie. Die Ukraine sei ein so dermaßen von Korruption gelähmtes Land, dass Waffen sehr leicht in falsche Hände geraten könnten und deshalb möchte man ihrer Meinung nach ungern Langstreckenwaffen mit so großer Zerstörungsmacht in deren Hände legen.

  • Zum Thema kam auch von Perun auf YouTube ein Interview mit Professor Justin Bronk, wo von 29:39 bis 59:48 das Thema der Aufrechterhaltung der ukrainischen Einsatzfähigkeit behandelt wird, da wird auch über Probleme mit der westlichen Unterstützung (vor allem von Seiten der USA aktuell) gesprochen.

    Ein wichtiger Punkt der dabei angesprochen wird, ist dass es mehrere Monate dauert bis gefällte politische Entscheidungen sich auf die Situation in der Ukraine auswirken, d.h. man müsste jetzt bereits den Versand von material beschließen um einer russischen Sommeroffensive entgegenwirken zu können und nicht erst reagieren wenn diese Bereits am laufen ist.


    Ein gutes Beispiel vom letzen Jahr ist, dass viel Gerät welches für die Ukrainische Offensive enorm hilfreich gewesen wäre erst im späteren Verlauf dieser oder danach geliefert wurde, als es bereits zu spät war um den Verlauf der Offensive zu beeinflussen.


    Hier mal der Link zum Video:


    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
    - Albert Einstein


    "Kirche und Naturwissenschaften haben soviel miteinander zu tun wie Gruppensex und Bratkartofflen"
    -Werner Gruber

  • Boar ich rege mich gerade wieder dermaßen über diese armselige Gestalt die unser Kanzler ist auf.


    Ukraine: Olaf Scholz begründet Ablehnung der Taurus-Lieferung - DER SPIEGEL


    Er wird also alles tun damit es nicht zu einer Eskalation und zu einem Kriege von Russland gegen die Nato kommt. Da ist er aber schön auf die russische Propaganda mit den angeblichen roten Linien und einer drohenden Eskalation hereingefallen

    Das er mit seiner Zögerlichkeit und dem nicht Liefern bestimmter Waffen am Ende genau das Gegenteil bewirken könnte, checkt die Merkel Kopie leider nicht. :wall: :Motz:


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  • Na der Bundesolaf wird halt auf einen ordentlichen Job hoffen nach seiner Abwahl. Kann mir nicht vorstellen das es in 2 Jahren so viel Bürgergeld Empfänger in Deutschland gibt das die Sozialsten SPD auf mehr als 15% kommt. Da muss er schon ordentlich den Kopf in Putins Hintern stecken.... und Putin sagt halt nein zu Taurus, da muss sich sein roter Lakei fügen.


    Hoffe ja nur die Ukraine erhält irgendwo anderst Waffen die ihr helfen, auf die großen Länder in Europa kannst ja nix geben....

  • Habe mir zum Jahrestag der Invasion mal die russischen Materialverluste angesehen.

    Anlässlich des 2ten Jahrestags ein Update:

    1 Spalte: Typ und ungefähre Qualität, Dunkelgrün (das modernste, was Russland hat) bis Rot (besser als kein Panzer, aber hoffnungslos veraltet. Letztes Jahr waren die T-62 hier das Negativbeispiel, mittlerweile setzt Russland die noch älteren T-55 und T-54 als Sturmpanzer ein).
    2 Spalte: Anzahl der visuell bestätigten Verluste laut der Oryx Liste (mittlerweile nicht mehr durch ihn selbst betrieben), unidentifizierte Panzer sind in dieser Grafik bereits in die identifizierten hochrechnet.
    3 Spalte: Die zu Kriegsbeginne aktiven Panzer laut Military Balance 2023
    4 Spalte: Reserven laut einer Open-Source Auswertung von Satellitenbildern. Andere Schätzungen setzten die Anzahl an Panzern, die zu Kriegsbeginne in den Depots waren, bei insgesamt 3100 an.
    5 und 6 Spalte: Geschätzte Verluste gemessen an der Anzahl der aktiven Panzer. Hierbei 2 Szenarien, das x1,34 Szenario geht davon aus, dass die visuell bestätigen Panzerverluste 75% der Gesamtverluste (inklusive jener durch Verschleiß) ausmachen, das x1,5 Szenario geht davon aus, dass 66% der Verluste visuell bestätigt sind.
    7 und 8 Spalte: Da Russland mittlerweile statistisch gesehen selbst im niedrigeren Szenario seine gesamten aktiven Bestände verloren hat, sind hier die Verluste in % der Aktiven + Reserve Panzern gemessen.

    Anmerkungen:
    Die T-90M Zahlen sind trügerisch, da der T-90M als einziger Panzer in Russlands Arsenal neu produziert wird. Es dürften also aktuell sogar mehr aktiv sein, als zu Kriegsbeginn. Diversen Schätzungen zufolge werden ca. 100-200 T-90M pro Jahr produziert, wobei die Meinungen auseinander gehen, wie viele davon komplett neu sind, und wie viele modernisierte T-90A. Französische Schätzungen gehen davon aus, dass es sich zu 80% um modernisierte T-90A handelt, was auch erklären würde, warum diese nach den ersten Kriegsmonaten nur mehr sehr selten an der Front gesichtet wurden.

    T-80U: Der beste jemals von der Sowjetunion gebaute Panzer ist in der russischen Armee vom Aussterben bedroht, vermutlich gibt es nicht mehr genug für ein vollständiges Bataillon, weshalb er im vergangenen Jahr nur extrem selten in freier Wildbahn beobachtet werden konnte.
    T-80BVM: Wird aus T-80BV Beständen modernisiert, die aber ihrerseits im vergangenen Jahr stark beansprucht wurden. Bei den derzeitigen Trends ist davon auszugehen, dass beide Typen bald zu Ende gehen dürften.

    Bei den T-72 sieht die Sache noch nicht ganz so dramatisch aus, T-72B3 werden aus Reserve T-72B modernisiert.
    Wie lange das noch geht, ist Frage nicht so leicht zu beantworten ist. Die Open Source Quellen können nicht genau feststellen, wie viele der Reserve T-72 T-72B sind, und wie viele die älteren T-72A (u.A. schwächere Panzerung, die sogar gegen die Kanone des Leopard 1 verwundbar ist). Ich habe hier ein Verhältnis von 1:2 angenommen, es kann aber auch 1:1 oder 2:1 sein.

    T-64: Laut Satellitenbildern befindet sich noch eine nennenswerte Anzahl in den Depots, an der Front wurden sie aber im letzten Kriegsjahr kaum mehr gesichtet. Möglicherweise da Russland nicht die Mittel hat, die Motoren instand zu setzen, da der T-64 erstens in der Ukraine produziert wurde, und selbst diese Probleme hat, die alten Motoren am Laufen zu halten.

    T-62 und T-55 bzw. T-54 (T-55 ist ein T-54 mit ABC Schutz, ein T-62 ein modifizierter T-55 mit neuem Turm und Glattrohrkanone): Diese sind zwar hoffnungslos veraltet, aufgrund von begrenzter Kapazität alte T-80 und T-72 auszumotten, und des Umstandes, dass T-72 und T-90 immer noch auf denselben Uralt-Motor haben (der in den späten 30ern ursprünglich bei BT-7 und T-34 eingeführt wurde), sind sie aber mittlerweile in den Fronteinsatz gezwungen worden.

    Der große Abwesende ist nach wie vor der T-14 Armata, offenbar ist es der russischen Industrie bis heute nicht gelungen, die Antriebsprobleme so weit in den Griff zu bekommen, um ihn fronttauglich zu machen.


    Artillerie:
    Laut der Oryx Liste hat Russland bisher 1332 Haubitzen, Selbstfahrhaubitzen und Mehrfachraketenwerfer verloren. Angesichts eines aktiven Bestandes von 5000 und einer Reserve von 18.000 relativ wenig, allerdings dürfte anders als bei Panzern nur ein sehr geringer Teil der Artillerieverluste auf Video aufgenommen worden sein, Satellitenbild-Auswertungen haben ergeben, dass 14.320 aus den Lagern verschwunden sind, was bedeuten würde, dass nur 1 von 10 Verlusten im Internet landet. Anzumerken sei, dass diese Verluste zu ca. der Hälfte nicht aus direkten Verlusten bestehen dürfte, sondern aus Abnutzung. Darauf deutet auch hin, dass von den in den Depots verbliebenen Selbstfahrlafetten ziemlich viele kein Rohr mehr haben, was auf Kannibalisierung aufgrund von Mangel an Ersatzrohren hindeutet.

    Bei der Munition kann Russland zwar nicht so viel produzieren, wie es gerne verschießen würde, dank Produktionssteigerung und einer Lieferung von 2 Millionen Granaten aus Nordkorea (5-mal mehr, als die EU der Ukraine im letzten Jahr geliefert hat) ist der akute Mangel aus dem Frühling und Sommer 2023 aber beendet.

    Schützenpanzer:
    Hohe russische Verluste, aber ein großes Fragezeichen über der Frage wie viele nutzbare noch in Reserve sind.
    Es dürfte allerdings nicht alles Eitel-Wonne sein, mittlerweile hat Russland sowohl uralte BTR-50 aus den Depots geholt, als auch die BTR-90 Prototypen aus den Lagerhallen der Forschungseinrichtungen, in denen sie nach Nichteinführung in den 90ern gelandet sind.

    Luftwaffe:
    In diesem Jahr gingen 2 der 9 A-50 AWACS verloren. Die russische Luftwaffe verhält sich nach wie vor vorsichtig, stellenweise nutzt sie aber Lücken in der ukrainischen Verteidigung um die ukrainischen Truppen mit Gleitbomben anzugreifen.
    Hier hängt wohl viel davon ab, wie viel Flugabwehrmunition EU und USA der Ukraine in diesem Jahr liefern können (hier geht es vor allem um Raketen amerikanischer Bauart, die Munitionsversorgung der Geparden ist besser als letztes Jahr), und welche Auswirkungen die F-16 haben werden.
    Aktuell ist in Europa die Rede davon, dass Frankreich Mirage-2000 (ziemlich gleich alt wie die F-16) liefern will, und Schweden J-39 Grippen. Sollte zweiteres zustande kommen, und Meteor-Raketen mitgeliefert werden, hätte die Ukraine sogar ein Flugzeug, welches den russischen Modellen klar überlegen wäre (die gebrauchten F-16 sind um Welten besser als die alten Mig-29 welche die Ukraine aktuell fliegt, aber hat keinen eindeutigen qualitativen Vorteil gegenüber modernen russischen Modellen)

    Marine:
    Die Verluste der Schwarzmeerflotte setzen sich fort, sie ist nicht mehr in der Lage, eine effektive Blockade aufrechtzuerhalten, die ukrainischen Getreideexporte sind höher als zu Zeiten des Getreideabkommens,

    Drohnen: Hier dürfte aktuell wieder Gleichstand herrschen. Zu Beginn lag die Ukraine vorne, dann wurde sie von Russland überholt, mittlerweile hat die ukrainische Drohnenprodutkion wieder gleichgezogen.
    99,9% der verwendeten Drohnen sind hierbei Verbrauchsgüter wie Artilleriemunition, nur dass sie leichter zu beschaffen sind als präzisionsgelenkte Artilleriemunition, der Verbrauch dürfte auf beiden Seiten jeweils zwischen 10.000 und 40.000 Stück liegen pro Monat.

    Soldaten:
    Russland hat mit der Teilmobilmachung, Söldnern, Häftlingen, Schuldnern und Quoten für Großunternehmen und Regionen bei für russische Verhältnisse extrem hohem Sold (pro Jahr ca. das Zehnfache von dem, was für die Rekruten am zivilen Arbeitsmarkt möglich wäre) seine Manpower-Krise von Sommer 2022-Sommer 2023 behoben. Wenn die Generalität die Soldaten aber weiterhin so verheizt, dürften diese Reserve aber irgendwann aufgebraucht sein, und eine weitere Mobilmachung wäre notwendig.

    Aktuell hat die Ukraine hier die akuteren Probleme, auch weil die Zivilgesellschaft mehr Druck ausübt, die Soldaten, die seit Kriegsbeginn dabei sind, nicht unbegrenzt im Einsatz zu halten. Zum aktuellen Zeitpunkt aber meiner Einschätzung nach ein Problem mit dem politischen Willen der ukrainischen Regierung (es werden aktuell nur Männer eingezogen, die 27-Jahre alt sind, die nicht studieren, keine kleinen Kinder haben, und nicht vor Kriegsbeginn oder im ersten Kriegsjahr einen Arzt bestochen haben, um Untauglich zu sein), in Kombination mit Ausbildungskapazitäten, Waffen und Offizieren sein. Vor allem letztere sind doppelt schmerzhaft, da aktuell ein viel zu großer Teil der Einheiten von Offizieren geführt wird, die noch nach sowjetischen Prinzipien ausgebildet wurden, was wiederum zu höheren Verlusten führt. Aber auch die Waffen sind ein Thema, die Regierung argumentiert, dass es aktuell wenig Sinn macht, eine neue Mobilbuchungswelle zu starten, solange man noch mehrere Brigaden in der Hinterhand hat, die man nicht an die Front schicken kann, weil man nicht genügend Waffen hat.
    Rein von den "warmen Körpern" her sollte die Ukraine trotz 42.000-70.000 Toten, über 50.000 Verstümmelten und etlichen jungen Männern, die nach Europa geflüchtet sind, noch mehr als genug Mobilisierungspotential haben (mag kalt klingen, angesichts der für uns schwer vorstellbaren Zahl der Toten und der tragischen Einzelschicksale, aber pro Jahr erreichen 230.000 junge ukrainische Männer das 18. Lebensjahr).


    Insgesamt:
    Russland hat noch schweres Gerät für 1-2 Jahre, falls die Verluste weitergehen wie bisher.
    Solange der politische Wille zur fortgesetzten Mobilmachung vorhanden ist, werden auf absehbarer Zeit keiner der beiden Seiten die Soldaten ausgehen.
    Das größte Problem ist, dass es aktuell von europäischer und amerikanischer Seite nicht genügend Munitions- und Materialzusagen gibt.

    Edit:
    Aber eine gute Nachricht zur Munition: Tschechien hat wohl über irgendwelche Kanäle außerhalb Europas eine Quelle für 800.000 Artilleriegranaten aufgetrieben, und sammelt aktuell in Europa Geld für deren Kauf.

  • Ich frage mich bei den Panzerverlusten, wie oft dabei die Besatzung getötet wird. Und wie gut und schnell eigentlich russische Panzerbesatzungen ausgebildet sind. Unter den Mobilisierten wird sich noch der ein oder andere gefunden haben, der seinerzeit einen Panzer gefahren hat. Die erfahrenen Besatzungen müssen in Masse aber eigentlich weg sein. Viele licht auch ein Grund, weshalb sich russische Kampfpanzer von Bradley-Schützenpanzern in Schach halten lassen, wenn es an der Ausbildung mangelt.

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