Russland und die ehemaligen Staaten des Ostblocks

  • Kommt halt drauf an wo man getroffen wird. Westliche Panzer sind in der Regel besser gepanzert, aber das bedeutet nicht dass man sie nicht zerstören kann. Von vorne solte es zwar schwerer sein aber an den Seiten sollten sie dennoch selbst von den älteren russischen Panzerabwehrwaffen und Panzern zerstört werden können.

    Allerdings wurden die meisten Panzer im derzeitigen Krieg wohl bisher ohnehin von Artillerie zerstört.

    Gibt zwar immer wider schöne Drohnenaufnahmen wie sie irgendwas auf Panzer abwerfen ect. aber dass ist nur ein sehr kleiner Teil der Angriffe.

    Sie können ihre neuen, westlichen Panzer aber dagegen kaum besser schützen als ihre bisherigen Panzer. Wahrscheinlich fliegen sie einem nicht gleich um die Ohren weil sie doch an verschiedenn Stellen etwas besser gepanzert sein sollten, aber wenn etwas deine Luke am Turm triff war es das, ganz egal ob es ein Abrahms, ein Leo oder ein T-Panzer war.

    Kommt auch immer darauf an wie sie eingesetzt werden wenn sie ihre Panzer hübsch in Reihe, ohne Deckung, Flugabwehr (Flagschutz) und begleitende Infantrie einsetzen werden sie massive Verluste erleiden. Ihre Militärbereater werden ihnen aber schon sagen dass was sie bei westlichen Panzern anders machen müssen als bei russischen.

    Wozu es aber wahrscheinlich gar nicht kommen wird sind massive Panzerduelle wo auf beiden Seiten 50 Panzer und mehr aufeinander treffen. Das wäre aus militärischer Sicht zwar hoch interessant aber äußerst unwahrscheinlich dass es dazu kommen wird.

  • Das hier ist eine erstaunliche, und besorgniserregende, Meldung. Den USA geht allmählich die Munition aus und sie können auch nicht ohne Weiteres nachproduzieren, weil derzeit auch dort die Produktionskapazität fehle. Die USA hätten allein über eine Million Artilleriegranaten an die Ukraine geliefert. Inzwischen müssten sie bereits auf die Bestände ihrer Munitionsdepots in Israel und Südkorea zurückgreifen. Es würde Jahre dauern, die Depots an Munition wieder aufzufüllen. Die USA und die restlichen NATO-Staaten müssten sich in den kommenden Jahren verstärkt darauf verlegen, Produktionskapazitäten für Munitionsbestände neu zu schaffen, da diese seit Jahrzehnten rückgebaut worden wären, da auch die USA, ebenso wie Europa, nicht mehr mit einem konventionellen Konflikt dieser Größe mit einer anderen Großmacht gerechnet hätten.


    Munition für die Ukraine: USA müssen Munitionsdepots plündern | tagesschau.de


    Ich muss sagen, diese Meldung finde ich wirklich überraschend. In Moskau, Peking, Pjöngjang und Teheran wird man es erfreut in die eigenen Planungen mit einbeziehen. Ein Jahr Ukraine-Krieg und auch die USA geraten in Munitionsengpässe…

    War nicht mal die Rede davon, man müsse weltweit zeitgleich zwei Großkonflikte führen können?


    Naja, immerhin ist das Problem nun erkannt. Die Gegenseite hat vermutlich ähnliche Probleme. Hoffen wir, es ist noch rechtzeitig.


    —————————


    China hat gestern zudem seine Neutralität deutlicher aufgegeben als bisher. Es stellt sich bei der Kriegsschuldfrage im Ukraine-Krieg nun eindeutig auf die Seite…

  • Die USA hätten allein über eine Million Artilleriegranaten an die Ukraine geliefert.

    Laut Bericht geliefert oder zugesagt, ist nicht alles schon geliefert worden.

    Ist halt so dass Munition nicht unendlich haltbar ist. Nach ein paar Jahrzehnten gibt es halt chemische Reaktionen und die Munition funktioniert nicht mehr so wie sie soll. Außerdem hatte sich der Westen nach dem Kalten Krieg und nach den Anschlägen vom 11. September auf Einsätze mit Eingreiftruppen mit Präzisionsmunition umgestellt. Ein Massenkrieg stand (trotz Warnungen) nicht auf dem Programm. Daher wurden die Depots schlicht abgebaut und keine neue Munition bestellt. Und man kann von der Industrie kaum erwarten dass sie ohne Auftrag MAssen an Muni auf gut Glück produziert.

    Allerdings bauen die USA gerade ihre Kapazitäten aus und sollen laut Berichten 2024 50k Artilleriegranaten pro Monat wieder produzieren können. Die Europäer könnten ihre Fabriken auch wieder anwerfen, was teilweise auch geschieht, wodurch bald schon die Produktion die Russland problemlos in den Schatten stellen sollte. Von einem deutschen Munitionshersteller hab ich irgendwo gelesen dass sie Kapazitäten für 200k Schuß Munition für die LEO2 verfügbar hätten. Auch da dürfte kein Mangel herschen wenn man anfängt zu bestellen.

  • Brasilien ändert seine außenpolitische Linie betreffend des Krieges unter Lula auch nicht wirklich, bei einem Besuch von Scholz in Brasilien hat Lula vorgeschlagen, dass Brasilien und China gemeinsam vermitteln könnten, er hat außerdem ausgeschlossen, dass Brasilien Munition für die Gepard-Flakpanzer oder die Leoparden an die Ukraine liefert.


    Brasilien will keine Panzer-Munition liefern | kurier.at


    Brasilien und China wollen im Krieg vermitteln - news.ORF.at

  • Ja, Lula da Silva vertritt diese Position wohl schon sehr lange.


    Zusammengefasst muss man sagen, dass Russland mit China, Indien, Brasilien, Südafrika, Iran usw. gar nicht einmal so wenig „Freunde“ hat, die durchaus pro-russische Positionen vertreten.

  • Ob die wirklich alle russische Interessen vertreten wage ich zu bezweifeln, ich denke gerade Indien und Brasilien sind lediglich die eigenen wirtschaftlichen Interessen wichtiger.


    "Telling an atheist they're going to hell is as scary as a child telling an adult they're not getting any presents from Santa"

    -Ricky Gervais-


    "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • China will such einen möglichen Verbündeten gegen die USA bewahren. Da kommt nur Rußland infrage, was will China in einem Konflikt mit Amerika den nur mit der Hilfe Nordkoreas?

    Und billiger bekommen die ihre Rohstoffe irgend wo sonst. Speziell da es in China auch nicht so läuft, Immoblase, Demografie, Arbeitslosigkeit bei unter 40 jährigen,Corona, und der ewige Präsident Jingping knüppeln das Land ganz ordentlich


    Südafrika ist die selbe Kleptokratie wie Russland, nur ohne wirkliche Freunde auf der Welt. Ob die Bodenschätze außer Gold und Diamanten haben?

    Ihre Politikerkaste ist nunmal auf Machterhalt ausgelegt, da kann man von Putin viel lernen.


    Indien und Brasilien hat Flo78 schon alles gesagt.


    Funfact ist ja Indien und China in eine Allianz zu bekommen. Die sind permanent 2 Steinwürfe vom Gegenseitigen Krieg erklären entfernt. Ihre Soldaten sollen ja nicht mal bewaffnet patrouillieren dürfen, aus Sorge Sie würden sich beschießen.

  • Den USA geht allmählich die Munition aus und sie können auch nicht ohne Weiteres nachproduzieren, weil derzeit auch dort die Produktionskapazität fehle

    * Den USA beginnt die Munition auszugehen, die sie guten Gewissens an die Ukraine liefern können, eben weil sie einen Großteil ihrer Munition für Eventualitäten in Asien zurückhalten.
    Insgesamt dürften die USA vor Kriegsbeginn zwischen 4,5 und 6 Millionen Granaten gehabt haben. Bei einer Vorkriegs-Produktion von ca. 100 000 Granaten pro Jahr.
    Wobei die Produktion bereits im Ausbau ist, derzeit liegt sie bei 240 000 pro Jahr, mit dem Ziel in 2 Jahren 1,1 Millionen Granaten pro Jahr zu produzieren.

    Dann ist da Europa. Hier sind zwar die Depots kleiner, dafür die Produktionskapazitäten größer, derzeit allein 300 000 Granaten im Kaliber 155mm, dazu noch zahlreiche Granaten der Kaliber 105mm, 122mm und 152mm. Auch in Europa werden bereits seit letztem Jahr die Kapazitäten erweitert, und auch dieses Jahr ist eine Steigerung zu erwarten, Tschechien will seine Produktion, nach einer Verdoppelung von 50 000 auf 100 000 Granaten im letzten Jahr, dieses Jahr auf 150 000 steigern, und die Firma, die Rheinmetall in Spanien gekauft hat, scheint für dieses Jahr eine Verdoppelung der Produktion zu planen.

    Aber auch im Rest der Welt wird 155mm Munition produziert. Teils exportieren diese dann direkt an westliche Länder, die Munition dann in die Ukraine schicken (Pakistan), teils steigern sie die eigene Produktion, um den USA zu ermöglichen ihre Munitionsreserven umzuverteilen (im Artikel, den du verlinkt hast, wird angesprochen, dass die USA ihre Munitionslager in Israel und Südkorea leeren, meine Vermutung ist, dass sie das deshalb können, da diese durch israelische und südkoreanische Munition ersetzt werden wird).

  • Zu dem Thema Munition wurde vor bem Monat von dem YouTuber Perun ein Video veröffentlicht, wo das Thema etwas ausführlicher durchgegangen wird, dabei werden auch die Produktionskapazitäten in Amerika, Europa und Asien beleuchtet:



    Ist mit einer Laufzeit von 1:08 jedoch nichts was man sich mal nebenbei anhören kann.

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    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
    - Albert Einstein


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    -Werner Gruber

  • Es gibt wohl Befürchtungen, dass Russland am 24.2.2023 dem Jahrestag des Angriffs auf die Ukraine, einen massiven erneuten Angriff führen will.


    Manche Experten befürchten sogar einen erneuten Vorstoß auf Kiew, andere eine Invasion im Süden der Ukraine.


    Kiew warnt derzeit davor, dass Russland massive Raketenangriffe vorbereite. Offenbar befinden sich aktuell nahezu alle Schiffe der Schwarzmeerflotte in ihren Heimathäfen, vermutlich zur Aufmunitionierung mit Marschflugkörpern.


    Derweil wurde die Stadt Wolgograd wieder in Stalingrad umbenannt.

  • Derweil wurde die Stadt Wolgograd wieder in Stalingrad umbenannt.

    Das machen Sie aber jedes Jahr zum Jahrestag des Sieges um die Schlacht um Stalingrad. Solche Sachen werden halt jetzt nur in den Medien breiter getreten, weil alles was Russland betrifft grade Klicks bringt.


    Russlands neue Offensive wird dabei ironischerweise wohl genau sowas ähnliches wie Hitlers Fall Blau werden, man wird halt auf brechen und biegen jetzt nochmal versuchen die Ukraine in einem Gewaltakt zu besiegen bevor noch mehr westliches Material eintrifft. Im allgemeinen scheinen sowohl die russischen Propagandasender als auch der Kreml selbst derzeit zu versuchen die Bevölkerung eher zu beruhigen und Ihnen zu versichern, dass der Krieg noch dieses Jahr zu Ende gehen wird.

  • Eins steht jedenfalls fest, wenn die zweite große Offensive auf Kiew ebenfalls scheitert, dürften die Russen große Probleme bekommen. Falls nicht, wird die Schlacht um Kiew mit Sicherheit auch nach einer ggf. Einkreisung Kiews mehrere Monate dauern. Die Vorgehensweise könnte dann analog zu der in Grozny sein.

  • Manche Experten befürchten sogar einen erneuten Vorstoß auf Kiew, andere eine Invasion im Süden der Ukraine.

    Für Kiew sind derzeit einfach zu wenig Truppen vorhanden. Irgendwas zwischen 10k - 30k befinden sich derzeit wohl in Belarus, der Großteil wohl in Ausbildung. Für einen wirklichen Angriff ist das zu wenig, da braucht es einiges mehr und wenn diese aufgestockt werden, sich in den Bereitstellungsräumen sammeln, Lazarette aufgebaut werden ect. dann sollte das frühzeitig bemerkt werden.

    Nach den letzten Meldungen nimmt die Aktivität im Süden allerdings tatsächlich zu. Dort sollen sich Truppen sammeln und die Russen behaupten sie hätten mehrere Siedlungen erobert, allerdings ohne Beweise zu leifern. Nach dem was man so sieht haben sie wohl die ersten Verteidigungsstellungen der Ukrainer überwunden und sind 1 oder 2 Kilimeter vorgerückt dann aber stecken geblieben bzw. in schwere Kämpfe verwickelt worden. Dort eine Großoffensive anzusetzen könnte aus mehreren Gründen Ziel der Russen sein. Politisch heißt es ja immer noch man will den Donbas "befreien". Von daher könnte man von dort aus Richtung Norden vorstoßen um dieses Ziel zu voran zu treiebn oder gar zu erreichen. Dann drückt man die Ukrainer von den eigenen Linien weg und macht es für diese schwerer den Nachschub der Russen mit Himars anzugreifen. Oder gar bei einer ukrinischen Offensive verlängert sich Weg welche diese dann zurücklegen müssen. Und es soll wohl eine seit 2014 nicht mehr betriebene Bahnverbindung von Russland über den Donbass in die Südukraine existieren. Könnte man die Ukrainer so weit vertreiben dass die Strecke nicht mehr in Mörser- und Artilleriereichweite ist könnte Russland diese Strecke wieder aktivieren und so die Nachschubsituation im Süden massiv verbessern. Damit wäre auch die Kertschbrücke nicht mehr von solcher Bedeutung sollten die Ukrainer ihr mal wieder einen Besuch abstatten.


    Um Bachmut gibt es wohl weiter schwere Kämpfe wobei Wagner inzwischen so ausgeblutet sein soll dass diese durch reguläre russiche Truppen zunehmend abgelöst werden. So soll der WDW/VDV, die russischen Luftlandetruppen, die Sperrspitze der Angriffe bilden und dabei massive Verluste erleiden. Gab irgendwo nen Bericht von Verlusten bei diesen von 40%. Weiß da jemand mehr? Spezialeinheiten so zu verheizen ist eigentlich total bescheuert.

  • Gab irgendwo nen Bericht von Verlusten bei diesen von 40%. Weiß da jemand mehr? Spezialeinheiten so zu verheizen ist eigentlich total bescheuert.

    Wenn wir denselben Bericht meinen, dann hat ein russischer Militärexperte gesagt, dass die VDV Luftlandetruppen zwischen Februar und September 50% ihres Personals verloren haben.
    Einerseits kamen diese Personalverluste durch militärische Verluste beim fehlgeschlagenen Vorstoß auf Kiew bzw. Hostomel (vermutlich das VDV Äquivalent zum deutschen Kreta und britischen Arnheim) und die große Rolle in der letztlich erfolglosen Verteidigung Chersons zustande. Andererseits aber dadurch, dass viele der Soldaten zwischen Kriegsbeginn und Verkündung der Mobilmachung den Dienst quittiert oder ihre Verträge nicht verlängert haben.

    Wobei die Fallschirmjäger nicht die einzige Eliteeinheit mit exorbitanten Verlusten waren. Die 4. Garde Panzerdivision hat erst beim Vorstoß auf Kiew derart massive Verluste erlitten, dass sie aus der Front genommen werden musste, um sie wieder aufzufüllen, nur um dann bei der ukrainischen Gegenoffensive im Oblast Charkiw teilweise überrannt zu werden, die Überlebenden mussten sich nach Russland zurückziehen, wo die zerschlagene Division neu aufgestellt werden musste.

    Bescheuert? Klar, wie der ganze Krieg.

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