Russland und die ehemaligen Staaten des Ostblocks

  • John

    Du hast wirklich die Nerven und das Durchhaltevermögen das du dir eine solche verlogene und selbstgerechte Show antust. Ganz ehrlich, Respekt.

    Mein Puls wäre inzwischen im vierstelligen Bereich, da kratzt er schon wenn ich den Typ sehe. So etwas anhören könnte ich nicht.

    Historische Ereignisse interessieren mich immer.


    Putin ist aus meiner Sicht geistig gestört. Die Frage die im Raum steht ist, wie viele Russen wirklich bereit sind ihm zu folgen.


    Eins ist jedenfalls klar. Putin reißt alle verbliebenen noch denkbaren Brücken zwischen Russland und dem Westen ein.


    Wäre vielleicht nun der Zeitpunkt Panzer zu liefern.

  • Letztendlich ist es das selbe gewesen was er schon im Februar gesagt hat und was im russischen Staatsfernsehen seit ein paar Jahren auch in Dauerschleife wiederholt wird.


    "Westen böse, böse Imperialisten und Kolonisierer, USA unterdrücken und zerbomben alle und alle Verbündete der USA sind nur Vasallen, böse globale Elite will die traditionelle Ehe abschaffen und böser Westen besteht aus lauter Satanisten die nur Geld und Machtgeil sind."


    "Russland gut, Russland hat niemals kolonisiert, Russland ist frei und der Westen will Russland unterdrücken und die russischen Ressourcen stehlen, in Russland gibts noch Mutter und Vater und nicht Elternteil 1 und Elternteil 2, Russland ist stolz auf seine Religionen und ist deswegen gut."


    Klang im gesamten mehr wie eine Durchhalterede den Russen selbst gegenüber um das weitere verheizen von den Reservisten rechtfertigen zu können. Zu Atombomben hat er nix gesagt außer, dass die bösen Amis ja die einzigen waren die sie jemals eingesetzt haben und eine unterschwellige Andeutung mit "Wir werden die neuen Gebiete mit allen Möglichkeiten verteidigen."

  • Aber wer im Westen noch glaubt, mit dem Nachtwächter verhandeln zu können, dem ist wohl auch nicht zu helfen.

    Man kann gerne die ganze Bande um Wagenknecht bis Precht nach Moskau schicken zum Verhandeln.

    Aber über was will man verhandeln?

    Die vier Provinzen gehören jetzt und für immer uns akzepiert und hofft dass wir nicht noch mehr holen.

    Das ist sind keine Vorraussetzungen für Verhandlungen, das sind Bedingungen für bereits Unterworfene.

  • Was ja das skurrile auch war, dass Putin sich nicht entblödet hat, den „Angelsachsen“ vorzuwerfen, sie hätten im Zweiten Weltkrieg Deutschland und Japan bombardiert, ohne dabei darauf einzugehen, was Deutschland und Japan zuvor getan haben. Und das als PRÄSIDENT RUSSLANDS. Also des Landes, das am meisten unter dem Angriff Deutschlands gelitten hat und ohne Amerikanische Hilfe vermutlich von den Nazis überrannt worden wäre. Auch die Chinesen dürften diese einseitige Betrachtung zu Gunsten Japans nicht witzig gefunden haben. Er versucht hier sehr durchsichtig und plump einen Keil zwischen Deutschland, Japan und die USA zu treiben. Vermutlich ist das auch der Grund für die Nordstream-Explosionen. Er will einen Keil zwischen Europa und die USA treiben. Grotesk.


    Die Ukraine hat gerade eben offiziell einen Antrag auf Mitgliedschaft in der NATO gestellt, scheint die indirekte Antwort auf Putins "Friedensangebot" während seiner Rede zu sein.

    Das wäre ja ein raffinierter Schachzug, auf den ich noch gar nicht gekommen bin. Wenn Russland also die besetzten Gebiete unter seinen Atomwaffenschirm nimmt, nähme die NATO nun die Ukraine unter ihren Atomwaffenschild? Klingt nach: Wie du mir, so ich dir. Was hieße das dann bezüglich Artikel 5? Kriegsdrohung bei weiteren Angriffen Russlands auf ukrainisches Staatsgebiet? Unbegrenzte Waffenhilfe der NATO-Staaten? Abschreckung Putins vor dem Einsatz taktischer Atomwaffen, indem die NATO dann sagen würde, sie lege das als Bündnisfall aus?


    NATO-Generalsekretär Stoltenberg hat wohl eine Rede angekündigt.

  • Er will einen Keil zwischen Europa und die USA treiben. Grotesk.

    Er hat im allgemeinen viele historische Tatsachen falsch beschrieben oder halt ausgelassen was gerade nicht gepasst hat für seine Erzählungen. Auch sein Gerede am Anfang betreffend China und den Opiumkriegen, hat er klarerweise auch verschwiegen, wie sich Russland zur selben Zeit an China bedient hat und Gebiete erobert hat die vorher zu China gehörten. Die Chinesen selbst betrachten teilweise Heute noch Vladivostok als Ihr rechtmäßiges Gebiet.


    Auch das Russland ja der brave Anti-Kolonialherr im 20 Jahrhundert war, ist natürlich falsch, Russland hatte keine großen Überseekolonien aber Sibirien und der Kaukasus waren genauso Kolonien in denen Russland die indigene Bevölkerung genozidiert hat und die Regionen für Ihre natürlichen Rohstoffe ausgebeutet hat.


    Aber es geht Putin eh nicht darum, dass er die Intellektuellen auf seine Seite bringt, die etwas von Geschichte wissen. Er hatte extra nochmal nicht-Russen gedankt die auf der Seite Russlands stehen, deswegen bedient er auch diese ganzen Nazi und Rechtsextremisten-Punkte, er will auch im Westen als der große Schutzherr der traditionellen Gesellschaftsordnung gesehen werden.


    Natürlich ist es massiv plump aber teilweise wirkt es trotzdem wie man in Deutschland bei der AFD und paradoxerweise auch bei der Linken sehen kann, solange es Europa aber halbwegs hinbekommen wird die Energiepreise und die Inflation zu stabilisieren, werden wir in Europa keine großen pro-russischen Aufstände erleben. Man kann es auch als eine gewisse Verzweiflungstaktik sehen, die Sowjets haben im Ersten Weltkrieg auch Friedensverhandlungen mit Deutschland versucht solange wie möglich hinauszuzögern in der Hoffnung, dass Deutschland vorher selber zusammenbricht, aber da war ein gesellschaftlicher Zusammenbruch in Deutschland auch wirklich schon vorherzusehen durch die durch den Krieg bedingten Hungersnöte.

  • Theoretisch müsste dann die NATO die Grenzen der Ukraine aus dem Jahr 2013 verteidigen. Ab 2014 waren international nicht anerkannte Referenden auf der Krim, das ist ja immer noch ukrainisches Staatsgebiet laut internationalem Recht.

    Ergo würde, die Ukraine aufgenommen werden, dadurch den Bündnisfall ausrufen und sich Nationen finden welche hier Beistand leisten, dann würden NATO Truppen direkt bis zur Russischen Grenze durchrollen.


    Gestern von General Hodges vernommen, das er in einem Natoversus Rußland Szenario den Russen 96 Std gibt bis Sie konventionell vernichtet sind, die Bereitstellung der NATO Truppen dauere Länger.

  • Gestern von General Hodges vernommen, das er in einem Natoversus Rußland Szenario den Russen 96 Std gibt bis Sie konventionell vernichtet sind, die Bereitstellung der NATO Truppen dauere Länger.

    Spielst du hierauf an?



    Falls jemand die Annexionsfeierlichkeiten mal live sehen will… :kotz:



    Derweil hat die Ukraine heute größere russische Militärverbände bei der Stadt Lyman erfolgreich eingekesselt. :thumbup:


    Interessant. Die neue italienische Rechts-außen Ministerpräsidentin Miloni sagte, die Annexionen hätten keinen Wert. Putin verfolge seinen neo-imperialistischen Weg, der ganz Europa gefährde. Sie forderte, der Westen müsse hier geschlossen zusammenhalten.


    Immerhin etwas. Hatte schon befürchtet, Italien würde sich nun schlimmstenfalls noch Putin annähern.


    Und hier noch weitere Eindrücke aus Putins Russland. Wieviel Wodka hat der schon intus?



    Interessant auch, wie sich der Akzent von Putins Propaganda derzeit verschiebt. Bisher die letzten Monate der „kollektive Westen“. Seit den Nordstream-Explosionen nun „die Angelsachsen“. Gab wohl ne kleine Strategie-Änderung in Sachen: Wie spalten wir den Westen?

  • John


    Es war Dave Patreus und nicht Hodges, hab das durcheinander gebracht, sorry.

    Habe gerade Thorsten Heinrich seinen YouTube Kanal angesehen, bei 1 std 20 Minuten sagt er das auch, nur führt er es deutlicher und natürlich fachlich korrekter aus, bin da ja nur Amateur zum Glück.


    Das mit Lyman wird interessant, falls da wirklich um 1000 Russen sitzen wird es sicher noch blamabler für Putin.


    Die Gesichter im Kreml, das geschaue einiger kenne ich von mir und meinen Kumpels am Tag nach Vatertagfeiern....da lag es an zuviel und davon das doppelte an Alkohol :wacko: , zumindest bei dennen die Putins Rede in dem Saal live verfolgen mussten.

    Bei den Russen auf der Straße vermute ich auf versprochenen Frei Wodka :D.

  • Gibt eine ganze Reihe von Videos, die von den Russen selbst aufgenommen wurden, über die Zustände bei der Mobilisierung. Weil er hier mehrere herausgesucht hat, verlinke ich mal auf Tiktok, trotz des komischen Formates:

    29SEP22: #fyp #xyzbca #news

    29SEP22: #fyp #xyzbca #news

    27SEP22: #fyp #xyzbca #news


    Die Leute wissen, dass sie eine hohe Wahrscheinlichkeit haben zu sterben, spätestens nach so einem Erlebnis auch, dass sie dem Staat völlig scheißegal sind und nachdem man sie dann wie Dreck behandelt hat, gibt man ihnen Waffen in die Hand. Die werden sich doch bei erster Gelegenheit ergeben. Und das ist noch das beste, was passieren kann. Wer von den Militärs jetzt einen Putsch anzettelt, hätte vermutlich sehr gute Chancen.


    Ich meine, man darf nicht unterschätzen, dass es in Russland durchaus noch viele Unterstützer für einen Krieg geben wird, mehr als wir uns in unserer Bubble wünschen, Russland besteht eben auch nicht nur aus 2 hippen Großstädten. Aber die Teilmobilmachung erscheint mir so schon eine brenzlige Sache, die nach hinten losgehen kann, aber so führt man sie gerade maximal inkompetent durch. Also im Prinzip wie diese ganze "Spezialoperation" schon.

  • Also warten wir auf die ersten Putin Fans welche sich in die Medien stellen und erklären der Krieg muss beendet werden da ja die Ukraine Russland angreift.

    Welchen nehmen wir dem da, den Philosphendeppen Precht, die Knalltüte Wagenknecht oder wird es ein Außenpolitiker, evtl. AFD Heini als Chrupchalla?

    Nehmen wir hier doch einmal einen medialbekannten Professor einer altehrwürdigen Universität, der im Deutschlandfunk die Ukraine eine revisionistische Macht nennt, wenn sie nicht die russische Annexion von einem großen Teil ihres Staatsgebiets kampflos anerkennt.


    Der gute Johannes Varwick wurde daraufhin von Carlo Masala, ebenfalls Professor, auf Twitter zu dieser Aussage gestellt. Varwick meinte dann, den Begriff Revisionismus würde er selbst anders auslegen - frei interpretiert…


  • Der gute Johannes Varwick wurde daraufhin von Carlo Masala, ebenfalls Professor, auf Twitter zu dieser Aussage gestellt. Varwick meinte dann, den Begriff Revisionismus würde er selbst anders auslegen - frei interpretiert…

    Ich habe mir die Aussagen von Varwick angehört. Sie sind ausgewogener, als es der „Revisionismus“-Vorwurf von Masala erscheinen lässt. Eins vorne weg, ich bin nicht Varwicks Meinung und halte sie für falsch. Ich möchte aber mal seine Aussage so zusammenfassen, wie ich sie verstanden habe.


    1. Varwick sieht keine realistische Möglichkeit, dass die Ukraine die besetzten Gebiete zurückerobern kann, ohne dass die NATO dabei über kurz oder lang mit Russland selbst in den Krieg gerät und ein Atomkrieg droht.


    2. Weil Varwick davon ausgeht, dass der Versuch einer erfolgreichen Rückeroberung der Gebiete in einem Atomkrieg münden würde, hält er gewissermaßen das „Kosten-Nutzen-Ergebnis“ nicht mehr für gegeben.


    3. Varwick plädiert deshalb dafür, so schlimm dies auch sei, „zähneknirschend“ die Eroberungen Russlands hinzunehmen, ohne sie zu akzeptieren. Er spricht von einem „Einfrieren“ des Konfliktes. Die Klärung des Status dieser Gebiete müssten spätere Generationen übernehmen. Jetzt unmittelbar gelte es, einen direkten Krieg zwischen der NATO und Russland, was er gleichsetzt mit einem Atomkrieg, unter allen Umständen zu vermeiden und die Ukraine dafür notfalls auch von einer Rückeroberung der Gebiete durch Einstellung der Waffenlieferungen abzuhalten.


    Zusammengefasst ist Varwicks Punkt also vor allem, eine direkte Konfrontation zwischen Russland und der NATO zu verhindern, die er zwangsläufig kommen sieht, wenn die NATO die Ukraine dabei erfolgreich unterstützt, ihre Gebiete zurückzuerobern. Er plädiert dafür den Konflikt einfrieren zu lassen und darauf zu hoffen, dass spätere Generationen einen Ausgleich erzielen.


    Das ist ein Standpunkt, den man vertreten kann.


    Ich hingegen befürchte, wenn man jetzt Putin nachgibt, führt das nur noch zu einem noch aggressiverem Vorgehen Putins. Es würde ihn abermals ermutigen. Warum dann nicht doch die ganze Ukraine? Warum nicht auch das Baltikum? Man würde dann nuklearer Erpressung nachgeben. Daraus ergäben sich international schlimme weitere Konsequenzen. Warum sollte China das dann nicht auch in Sachen Taiwan versuchen? Wie wird Nordkorea das sehen? Warum sollte der Iran oder irgendein Land noch auf Atomwaffen verzichten? Ich denke, der Westen kann hier nicht mehr nachgeben ohne als kompletter Verlierer dazustehen. Putin kann aber seinerseits auch nicht mehr nachgeben, ohne alles zu verlieren. Konventionell wird sich der Westen zweifellos durchsetzen. Hat er im Grunde schon. Man kann dann darauf hoffen, dass Putin im Zuge dessen irgendwann gestürzt wird. Er hat in Syrien allerdings bereits bewiesen, mit welchen Mitteln er bereit ist, Macht und Herrschaft abzusichern. Im Zweifel wird eher alles zerstören, als die Macht abzugeben. Auf das Ansehen in der Welt wird von ihm geschissen. Auch vor dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen (in Syrien Giftgas) schreckt er dabei nicht zurück. Eins steht demnach fest: Ein Sturz Putins, so er denn überhaupt erfolgt, wird sehr, sehr brutal werden. Stürzt er aber nicht, wird er seine Eroberungen mit allen Mitteln, auch mit seinen Massenvernichtungswaffen verteidigen. Davon bin ich fest überzeugt. Denn er muss das tun, um an der Macht bleiben zu können. Sonst verliert er seine eigentlichen Anhänger. Das heißt, wir müssen uns konkret mit der Frage auseinandersetzen, wie wir einen direkten Krieg mit Russland führen werden, und ob wir, konkret gesprochen, bereit sind, notfalls Berlin, Köln oder Hamburg für Kiew, Odessa oder Donezk zu opfern. Denn vor diese Wahl wird Putin uns womöglich früher oder später stellen. Werden wir dann mit der Zerstörung von St. Petersburg, Moskau und Minsk drohen und es ggf. auch durchziehen? Oder knicken wir ein und geben am Ende doch der Erpressung Putins nach? Sind wir bereit notfalls den höchsten Preis (die Vernichtung unserer Zivilisation im atomaren Feuer) zu zahlen und auch unsere Kinder zahlen zu lassen, um Putins Erpressung dauerhaft nicht nachzugeben? Wie reagieren wir auf einen Einsatz von Nuklearwaffen durch Putin? Es reicht nicht, diese Frage wegzuschieben mit der bequemen Verdrängung, das würde schon nicht passieren. Ich habe für mich meine Antwort darauf. Ich glaube, man darf hier aus Prinzip nicht nachgeben, sonst leben wir in einer Welt, die von Menschen wie Putin dauerhaft bestimmt wird. Und in der nur noch Atomwaffen vor einer Eroberung schützen. Aber ich verstehe auch jeden, der zu einem anderen Ergebnis kommt.

  • Derweil hat die Ukraine heute größere russische Militärverbände bei der Stadt Lyman erfolgreich eingekesselt. :thumbup:

    Scheint tatsächlich so zu sein. Auch sprechen immer mehr Quellen davon dass es wirklich den Befehl Putins geben soll dass sich die Russen nicht mehr zurückziehen dürfen. Es sollen wohl 3 Battalionskampfgruppen in Lyman eingeschlossen sein, 1 russiche und 2 der Seperatisten. Wobei, sind das jetzt noch Seperatisten oder nach der Annexion russische Truppen? :grübel:

    Gerüchte gehen von 1000 - 5000 Eingeschlossenen. Wie viele es tatsächlich sind ob ob es wirklich ein Kessel ist bleibt abzuwarten.

    Auch ist es den Ukrainern gelungen weiter in den Norden vorzustoßen ebenso konnten sie ihre beiden Brückenköpfe bei Kupiansk zu verbeinden und weiter auszubauen. Die Regenerierungszeit der in Charkiv geschlagenen und geflohenen Truppen war wohl zu kurz und die Verstärkungen zu gering, da vieles darauf hindeutet dass die russichen Linien in dem Gebiet komplett nachgeben.


    Er spricht von einem „Einfrieren“ des Konfliktes.

    Hatte man schon, seit 2014. Der Konflikt mit den Seperatistenrepublicken und um die Krim war mehr oder weniger eingefrohren. Das Ergebnis sehen wir ja jetzt.

  • Es gibt Vermutungen, dass Russland hinter einem gestrigen Militärputsch in Burkina Faso steckt, um auch dort, wie zuvor schon in Mali, Frankreich aus dem Land zu drängen.


    Burkina Faso: Militärputsch in Ouagadougou – Präsident Damiba abgesetzt - DER SPIEGEL


    Die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen befürworten offizielle eine Aufnahme der Ukraine in die NATO.


    Die Berliner Morgenpost berichtet, dass eine israelische Firma für Satelitenaufklärung jüngst darauf hingewiesen habe, dass sie irreguläre Verlegungen strategischer Bomber in Russland auf die Kola-Halbinsel beobachtet habe. Die Bomber stammten von einem Flugplatz in der Ukraine. Auf dem Stützpunkt auf der Kola-Halbinsel lagere Russland atomare Sprengköpfe. Es sei daher denkbar, dass die Bomber dort bestückt würden.


    Putin verlegt Atombomber - Besorgniserregende Beobachtungen - Berliner Morgenpost


    Ukrainer am Stadtrand von Lyman:



    Und hier noch etwas ernsthafter:



    Und noch mehr Videos von Ortseinnahmen:




  • Lyman ist wohl unter ukrainischer Kontrolle. Gab die Nacht hindurch scheinbar schwere Kämpfe. Die Mehrzahl der Russen hat es aber wohl aus der Stadt raus geschafft. Jedenfalls gibt es jetzt keine 5000 POWs oder KIAs auf Seiten der Russen. Aber gut, eine gewisse propagandistische Übertreibung im Vorfeld des Sieges sei den Ukrainern gegönnt.

    Ukrainische Kräfte sollen bereits in die Stadt Kreminna eingedrungen sein.

  • Die Gefangennahme der russischen Streitkräfte wäre ein weiterer Coup geworden. Entscheidender dürfte dieser Moment vor dem Hintergrund der gestrigen Propaganda-Show zur „Annexion“ der vier ukrainischen Regionen durch Putin und die Teil-Mobilmachung von letzter Woche sein. Das dürfte das Bild von Putin im eigenen Land weiter schwächen und die Motivation der ukrainischen Kämpfer weiter stärken.


    John

    Danke für deine Gedanken zu Varwick. Es wurde ja schon auf den Effekt des Einfrierens im Hinblick auf die Krim seit 2014 verwiesen. Solch ein Gebaren sendet das falsche Signal an Putin.

  • Zusammengefasst ist Varwicks Punkt also vor allem, eine direkte Konfrontation zwischen Russland und der NATO zu verhindern, die er zwangsläufig kommen sieht, wenn die NATO die Ukraine dabei erfolgreich unterstützt, ihre Gebiete zurückzuerobern. Er plädiert dafür den Konflikt einfrieren zu lassen und darauf zu hoffen, dass spätere Generationen einen Ausgleich erzielen.

    Gibt es Beispiele dazu, wo das einfrieren eines Konfliktes in die Zukunft erfolgreich war? Oder ist das eher ein theoretisches Konstrukt, was noch nie funktioniert hat?

  • Gibt es Beispiele dazu, wo das einfrieren eines Konfliktes in die Zukunft erfolgreich war? Oder ist das eher ein theoretisches Konstrukt, was noch nie funktioniert hat?

    Ich meinte Nord- und Südkorea haben bis heute noch keinen Friedensvertrag, also im Grunde könnte man das dazuzählen. Ob "funktioniert" dafür passend ist, weiß ich auch nicht :pfeif:

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