Russland und die ehemaligen Staaten des Ostblocks

  • Dass in Deutschland immer wieder der Mythos aufgestellt wird, dass Putin dann einen Grund braucht Atomwaffen einzusetzen. Das ist echt typisch Deutsch. Schön an die Regeln halten. Demonstrieren gehen in den 80er brav nach der Arbeit. Demonstrieren gehen wenn man es vorher auch ordnungsgemäß angemeldet hat. Nach Zeitplan fein aufs Töpfchen gehen.


    Putin braucht keinen Grund für den Einsatz von Atomwaffen. Er hat auch keinen rationalen Grund in die Ukraine einzumarschieren. Er macht das , was nach seiner Logik die beste Wahl ist.


    Wenn man die Propaganda derart aufbaut, dass Nazis in Kiew die Regierung stellen, wäre nicht allein das schon Grund genug eine Bombe drauf zu werfen? Spätestens jetzt, weil die Nazis sogar von der Nato unterstützt werden?


    Deswegen sollten wir endlich die Panzer liefern, damit der Spinner nicht noch mehr Menschen auf beiden Seiten vernichten kann.

  • 300.000 Reservisten sollen jetzt eingezogen werden, vorher sollen Sie aber nochmal militärisch geschult werden, dadurch dass derzeit allerdings auch die allermeisten Ausbildner entweder noch an der Front stehen oder schon verheizt wurden, wird diese Teilmobilisierung Russlands wohl erst in ein paar Monaten eine Auswirkung zeigen. Selbst wenn die Reservisten nur eine 1-monatige Auffrischung kriegen sollen, reichen dafür denk ich im Moment nicht die Kapazitäten bei der russischen Armee.


    Da ist die geplante Annektierung der Separatisten Gebiete wohl bedrohlicher weil Russland dann wie bereits geschrieben nach seiner eigenen Doktrin eben den Einsatz vom Atomwaffen androhen kann. Dass die CSTO reingerufen wird bezweifle ich sehr stark, keiner von Russlands Vasalen oder Bündnispartnern wäre ein großartiger Gewinn für die Kriegsführung, Weißrussland am ehesten noch aber selbst die hüten sich davor da die Gefahr groß ist, dass es zu neuen Unruhen kommt wenn die Armee in der Ukraine beschäftigt ist oder gegen Lukaschenko meutert.


    Der Rest der CSTO Staaten ist ohnehin nicht gut auf Russland zu sprechen wie Armenien und Kasachstan oder ist eben mit seinen eigenen Grenzkonflikten beschäftigt wie Tajikistan und Kirgistan.

  • Die Fanboys in Russland müssen sich doch eigentlich jetzt verarscht vorkommen. Posten die ganze Zeit dass alles super läuft, alles ein großer Plan ist, man die Ukrainer zu Zehntausenden täglich nieder macht, sich natürlich nur umgruppiert und die angeblichen Verluste einzig westliche Propaganda seien (hat der Kremel inzwischen eigentlich mal seine Zahlen von 3000 Toten von glaub April überhaupt aktualisiert?), westliche Waffen würden keinen Unterschied machen usw. usf. Und nun auf einmal Teilmobilisierung weil es doch nicht so läuft. Selbst dem letzten Hinterwäldler sollte auffallen das da irgendwas nicht stimmt.

  • Hades

    Zu unserem Missverständnis

    Mir ist das Wurst ob Putin mit Atomwaffen droht oder mit einem Angriff von Killertomaten, kann beides nicht beeinflussen.

    Für Putin ist es aber ein Unterschied.

    Den Krieg begann er mit der Befreiung des Brudervolkes vom Joch der Nazis. Da kann er keine Atomwaffen dem eigenen Volk erklären.

    Nach dem Referendum kann das Arschloch dies aber sehr wohl, indem er das als Schutz und Verteidigung Russlands ausgibt. Ist alles totaler Humbug, nur propagandistisch für diese Russischen Haufen ein Unterschied.


    Ich hab bereits vor Monaten geschrieben das man der Ukraine alles Material schicken soll, muss. Da war wieder die Ausbildung und Logistik Sache das Gegenargument.

  • Spätestens nach dem neuen Narrativ, die Nato sei auf der Seite der Nazis, wäre doch das allein ausreichend um eine taktische Atomwaffe einzusetzen.


    Die einzige Frage die für mich im Raum steht, warum setzt er sie nicht ein, obwohl er schon zig mal damit gedroht hat? Und für mich steht fest, der neue Putin ist vielleicht doch nicht so irrational wie ich ihn eingeschätzt habe. Ich glaube, er hat durchaus ein Interesse, sein Russland mit seinem Namen in eine Historie einzureihen neben Lenin. Und das wird er nicht können, nach einem Abwurf solcher Bomben, denn das würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch China ächten und Russland komplett isolieren. Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen nicht auszumalen. Rückblickend würde niemand den Namen Putin positiv in Erinnerung halten.


    Darum geht es doch solchen Autokraten, Diktatoren mit kleinen P*mmel der Welt zu zeigen, dass man ein ganz großer ist/war, weil man so ein riesiges Reich erobert/regiert hat. Der ist doch nichts weiter als ein weiterer Disco-Pumper der sich jeden Samstag-Abend mit seinem geleasten Porsche, den er sich eigentlich nicht leisten kann, bei der weiblichen Zunft profilieren will. Nichts anderes ist doch dieses dominante Gebaren, was eigentlich nur Schwäche ist. Was für ein Mensch ist man, wenn man Menschen für seine Profilierung in den Tod schickt, wenn man Müttern und Vätern der eigenen Kinder beraubt!? Ich steigere mich wieder zu sehr rein. Sorry...

  • Bin mal gespannt, womit Putin die 300.000 Reservisten ausstatten will. Die müssen wahrscheinlich in alten Sowjetuniformen an die Front. Außerdem, die russ. Logistik ist schon mit 100.000 aktiven Kämpfern heillos überfordert, was passiert da erst mit 300.000. Im Zweifelsfall sind sie zwar da, aber man hat nichts, um sie an die Brennpunkte verlegen zu können, zumal ja ukrainsiche Partisanen die Schienennetze in Donezk und Luhanzk ständig stören.


    Auch kann man gespannt sein, wie die Teilmobilmachung in der Bevölkerung ankommt. Spätestens jetzt muss man ja auch in Russland von einem Krieg sprechen. Das Putin-Regime entlarvt sich mehr und mehr als Lügenkonstrukt selbst. Das dürfte nachwirken.


    Hinzu kommen auch die kleptokratischen Strukturen, die jeden Fortschritt kaputtmachen werden.


    An Atomwaffen glaube ich nicht mehr. Das ist nur hohles Geschwätz. Wenn er das wirklich wollen würde, hätte er das schon längst tun können. In Russland hat Putin ohnehin die Informationsmacht, er braucht keine Scheinreferenden in den besetzten Gebieten, um einen etwaigen Einsatz von Atomwaffen vor seinem Volk zu rechtfertigen. Das könnte er schon die ganze Zeit tun, ohne was befürchten zu müssen. Allerdings dürfte sich das jetzt ändern, zumal auch der russ. Staatshaushalt langsam unter Druck gerät, was auch auf viele finanzielle Zuwendungen an das Volk einen negativen Einfluss haben dürfte, was wiederum dessen Unwillen zur Folge haben sollte. Nicht sofort, aber mit der Zeit dann doch.


    Auch ist natürlich die Frage, ob sich die Russen so ohne weiteres einziehen lassen. Die verschärften Regelungen dazu, machen es nicht wirklich besser. Unzufriedene Soldaten, sind keine guten Kämpfer. Der ein oder andere Nationalist ist sicherlich dabei, aber schon "Im Westen nichts Neues" hat eindrucksvoll gezeigt, das nationaler Hype spätestens an den Realitäten des Frontalltags zerbricht.


    Putin ist wie jeder Diktator, der nicht wahrhaben will, das er schon verloren hat, und deswegen weitermacht, bis zu seinem unvermeidlichen Untergang.

  • Die Fanboys in Russland müssen sich doch eigentlich jetzt verarscht vorkommen. Posten die ganze Zeit dass alles super läuft, alles ein großer Plan ist, man die Ukrainer zu Zehntausenden täglich nieder macht, sich natürlich nur umgruppiert und die angeblichen Verluste einzig westliche Propaganda seien (hat der Kremel inzwischen eigentlich mal seine Zahlen von 3000 Toten von glaub April überhaupt aktualisiert?), westliche Waffen würden keinen Unterschied machen usw. usf. Und nun auf einmal Teilmobilisierung weil es doch nicht so läuft. Selbst dem letzten Hinterwäldler sollte auffallen das da irgendwas nicht stimmt.

    Ich habe was von 6000 gefallenen russischen Soldaten laut Russen gelesen. Und sie selber haben um die 100.000 Ukrainer getötet. naja, wer's glaubt.


    Mal abwarten, wie viel die Teilmobilisierung bringt und wann sie sich im Gefecht niederschlägt. Nicht, dass das einfach Kanonenfutter für die Ukraine wird.

  • Ich habe was von 6000 gefallenen russischen Soldaten laut Russen gelesen. Und sie selber haben um die 100.000 Ukrainer getötet. naja, wer's glaubt.

    Genau und weil man nur 6000 Mann verloren hat braucht man jetzt 300K als Nachschub damit man noch ein paar Millionen Ukrainer zusätzlich töten kann. :blöd:

    Das schlimme ist ja das man selbst bei der billigsten und durchschaubarsten Propaganda immer noch genügend Deppen findet die das glauben. :facepalm:


    "Telling an atheist they're going to hell is as scary as a child telling an adult they're not getting any presents from Santa"

    -Ricky Gervais-


    "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • Fluglinien mit One Way Tickets raus aus Russland sind ausverkauft und für nächste Woche nur zu Mondpreisen erhältlich.

    Anscheinend sind die großen Rekrutierungszentren ins Ausland umgezogen, nach Georgien, Istanbul, Mongolei und überhaupt sehr weit weg von Rußland :D .

    Die 300.000 Reservisten bekommen angeblich noch eine Ausbildung vor ihrem Einsatz, nur sind sehr viele Ausbilder anscheinend in der Ukraine im Kampf oder bereits Tod.

    Zur Ausrüstung dürfte nicht viel modernes kommen, eher Kalaschnikow, Papphelm und eine Weste mit schickem Flecktarn.

    Der T 62 ist anscheinend der nächste große Wurf der Russischen Wehrwirtschaft, wird Zeit das sich Leo2 damit messen und anfangen da unten den Boden zu schruppen damit.


    Scheint nicht sonderlich viel Andrang zu geben in dem Krieg mitzumachen.

    Die Soldaten bekommt er zusammen dürfte aber die Schlagkraft und Kampffähigkeit der örtlichen Demenzstation nicht übertreffen.

    Und mit solchen Truppen einer hochmotivierten Streitmacht entgegenzutreten ist eigentlich Absurd.

    Seine Drohung nach Atomwaffen, das man ja total viel besseres Material wie der Westen hat usw.... hört sich für mich fast wie Goebels ohne Atomwaffen an.


    Wenn es in Rußland noch normal funktionierende Gehirnhälften geben sollte, dann müsste doch diesen die Diskrepanz deutlichst auffallen und sich mal fragen was zur Hölle da gerade geschieht?


    Was ich mir allerdings überlegt habe, falls Putin nicht komplett Irrsinnig geworden istwird er wissen das die M1 Abrahams, Leo2 und anderes modernes Gerät seine Truppen auslöschen, ist leider nicht anderst zu beschreiben.

    Bringt er die 4 Oblasten zumindest dem Anschein nach heim nach Rußland, dann wird sicher kein Natoland einen Panzer liefern, die würden dann nach Russischen Standpunkt in Rußland stehen.

  • Der T 62 ist anscheinend der nächste große Wurf der Russischen Wehrwirtschaft, wird Zeit das sich Leo2 damit messen und anfangen da unten den Boden zu schruppen damit.


    Was ich mir allerdings überlegt habe, falls Putin nicht komplett Irrsinnig geworden istwird er wissen das die M1 Abrahams, Leo2 und anderes modernes Gerät seine Truppen auslöschen, ist leider nicht anderst zu beschreiben.

    Bringt er die 4 Oblasten zumindest dem Anschein nach heim nach Rußland, dann wird sicher kein Natoland einen Panzer liefern, die würden dann nach Russischen Standpunkt in Rußland stehen.


    Der Unterschied bei den Panzern zwischen russischer und westlicher Bauart ist der Militärdoktrin geschuldet. Man darf die Panzer nicht im 1:1 Vergleich sehen, da gewinnen die westlichen immer. Die Logik der Russen ist es einfach 10mal mehr Panzer zu haben.

    In den Videos die das Deutsche Panzermuseum Munster zu Beginn des Krieges veröffentlicht hat (wurden auch hier verlinkt), wird das sehr gut erklärt.

    Die Militärdoktrin ist in sofern nachvollziehbar, als dass sie im WK2 gegen Nazi-Deutschland funktioniert hat.

  • Die Militärdoktrin ist in sofern nachvollziehbar, als dass sie im WK2 gegen Nazi-Deutschland funktioniert hat.

    Ja klar, nur waren die Soldaten in der Verteidung bis auf´s Messer motiviert, hatten den Rückhalt ( und die Lebensmittel ) der Bevölkerung, die Panzer wurden nebst Logistik von den USA finanziert, sie hatten Benzin und auch Mechaniker. Sieht jetzt völlig aus, wenn die 30 Jahre in Scheunen vor sich hinrosten und unqualifiziertes Personal sie bedienen soll.

    Vielleicht mal hin und wieder in den Kalender schauen. welches Jahr man gerade hat und ob die aktuelle Doktrin noch der Zeit entspricht.

  • Die gegenwärtige russische Armee kann die aus der Sowjetzeit stammenden Kampfdoktrinen nicht umsetzen, weil ihr schlichtweg das funktionierende Material dazu fehlt.


    Entweder man passt das Material der Doktrin an, oder man muss die Doktrin dem vorhandenen Material anpassen. Nichts davon passiert allerdings in Russland. Man hält blindlings an den überlieferten Vorgehensweisen fest und bekommt deswegen auch laufend auf die Schnauze.


    Mein Mitleid mit den russischen Soldaten hält sich allerdings stark in Grenzen. Es müssen aber leider noch sehr viele von ihnen sterben, bevor das Arschloch im Kreml endlich einlenkt - und sich am besten nach Tehran ins Exil verpisst. Wenn er verreckt beschwert sich auch keiner mehr.


    Bei seiner heutigen Rede, hatte Putin schon was von einem Hampelmann. Ich kann es nicht anders sagen. Wirklich ernst nehme ich den nicht mehr.


    Wie "dämlich" muss ein Volk eigentlich sein, um solchen Gurken wie Putin über Jahrzehnte zu folgen? Tragisch das so ein Schwachkopf die Macht hat, Millionen von Menschen in den Tod zu schicken. - Und das ohne mit der Wimper zu zucken. Moralische oder ethische Bedenken scheint Putin nicht zu kennen. Hat schon soziopathische Züge.

  • Der Unterschied bei den Panzern zwischen russischer und westlicher Bauart ist der Militärdoktrin geschuldet. Man darf die Panzer nicht im 1:1 Vergleich sehen, da gewinnen die westlichen immer. Die Logik der Russen ist es einfach 10mal mehr Panzer zu haben.

    In den Videos die das Deutsche Panzermuseum Munster zu Beginn des Krieges veröffentlicht hat (wurden auch hier verlinkt), wird das sehr gut erklärt.

    Die Militärdoktrin ist in sofern nachvollziehbar, als dass sie im WK2 gegen Nazi-Deutschland funktioniert hat.

    Idee war glaub dass 12 russische gegen 3 westliche Panzer antreten sollen.

    Verstehe den Grundgedanken dahinter, halte ihn nur für sehr fragwürdig.

    Problem dass ich dabei immer sehe und das man bereits bei den Sowjets vor dem WK2 bis in den jetztigen Krieg sieht ist, dass von den 12 Panzern 1-2 schon mal nicht aus der Kaserne/Depot kommen weil er kaputt ist. 2 wurden ausgeschlachten oder die Teile gestohlen. 1 weiterer bleibt unterwegs zum Schlachtfeld liegen. 1 fährt auf ne Mine oder wird durch gegnerische Luftwaffe zerstört. Dazu bin ich Angreifer was bedeutet die westlichen Panzer sind irgendwo eingegraben und haben sehr wahrscheinlich den ersten Schuß haben. Bedeutet weitere 2 Panzer sind futsch und jetzt weiß ich erst wo mein Gegner ist. Da ist das Verhältnis aber nicht mehr 4:1 sondern bestenfalls 2:1. Dazu noch irgendwelche Infaterie mit Panzerabwehrwaffen usw. usf.

    6 Tagekrieg und spätestens Desert Storm haben dann gezeigt wie moderne westliche Armeen russische Panzer zusammen schießen würden. Damals hatten die Russen noch die Ausrede dass dies ja nur irgendwelche Araber als Besatzungen gewesen seien, schlecht ausgebildet, unmotiviert usw. Russen würden viel besser abschneiden. Wie man aber sieht ist dem wohl doch nicht so.

    Finde es außerdem sehr fragwürdig und geradezu fahrlässig dass wenn mein Panzer bei geringsten Treffer den Springteufel macht und ich die ganze Besatzung verliere weil der scheiß Autolader ständig explodiert. Im westlichen Panzer gibt es zumindest ne Chance dass die Besatzung in den Bereichen des Panzers die nicht getroffen wurde überlebt.

  • Was ich mich bei dem Thema immer frage, ist ob China seine militärische Stärke intern neu bewertet. Oder ob die einfach davon ausgehen, dass ihre große tolle Armee im Ernstfall ganz prima funktioniert.


    Das moderne China hat immerhin keinerlei Kampferfahrung, während der Gegenspieler USA seit 100 Jahren nix anderes macht. Auch wenn nicht immer erfolgreich, aber immerhin sehr viel Erfahrung gesammelt.

  • Wie "dämlich" muss ein Volk eigentlich sein, um solchen Gurken wie Putin über Jahrzehnte zu folgen? Tragisch das so ein Schwachkopf die Macht hat, Millionen von Menschen in den Tod zu schicken. - Und das ohne mit der Wimper zu zucken. Moralische oder ethische Bedenken scheint Putin nicht zu kennen. Hat schon soziopathische Züge.

    Naja die Russen sind da nicht das erste Volk das so dämlich ist/war auf Demagogen hereinzufallen ohne jetzt direkt andere Beispiele zu nennen.


    Das wirkliche Problem in Russland ist einfach, dass es keine richtige Opposition gibt, die größte Oppositionspartei in Russland ist die kommunistische Partei und selbst die finden so gut wie alles toll was Putin macht.


    Wenn die russische Wirtschaft nicht so massiv zusammenbricht, dass es zu Hungersnöten in Russland kommt oder die ukrainische Armee einen Durchbruch bis nach Smolensk gelingt, seh ich nicht, dass die russische Zivilgesellschaft groß aufmucken wird.


    Hier im Forum hinter dem Bildschirm lässt es sich auf der Tastatur einfach schreiben, dass die Russen alles Idioten und Feiglinge sind und man selber ja niemals auf Hit....Putin hereingefallen wäre und man brav auf die Straße zum Demonstrieren gehen würde.


    In der Realität sieht es dann aber oft einfach anders aus, fragt euch halt selbst ob Ihr tatsächlich bereit wärt von Heute auf Morgen quasi eure komplette aufgebaute Existenz über den Haufen zu werfen, Revolutionen sind nichts romantisches sondern immer etwas blutiges und bis eine Revolution Fahrt aufnimmt kann es lange dauern.


    Wer derzeit in Russland auf die Straße geht zum demonstrieren, dem drohen bis zu 10 Jahre Haft, und nicht in normalen Gefängnissen wie in der westlichen Welt sondern in Strafgefangenlagern in Sibirien und co, klar kann man da sagen immer noch besser Gefängnis als sich in der Ukraine verheizen zu lassen aber was ist wenn du Frau und Kinder hast oder pflegebedürftige Eltern und co?


    Nicht nur, dass dann beispielsweise dein Einkommen wegfällt und du deine Familie in die Armut stürzt, wird deine ganze Familie als "Verräter am Mutterland" gebrandmarkt sein.


    Es war schon immer so und wird auch immer so sein, dass die meisten Menschen in erster Linie auf selbst selbst und auf Ihre nächsten Verwandten schauen, kein Mensch geht freiwillig ein solches Risiko ein wenn die Alternative "still sitzen und durchbeißen" existiert.


    Erst wenn du gar keine andere Wahl mehr hast, wenn beispielsweise deine Familie so oder so stirbt weil sie entweder verhungert wenn du nichts tust oder Sie mit dir als Verräter gebrandmarkt werden, erst dann werden die meisten Menschen aktiv und nicht früher.


    Die Argumentation wäre auch nur dann etwas anders, wenn Russland tatsächlich vorhandene Strukturen für eine Opposition hätte, weil erst dann ist das Risiko für den einzelnen nicht mehr so groß, wenn du dich hinter einer Masse von gleichgesinnten verstecken kannst gehst du viel eher solche Risiken ein.


    Aber selbst wenn beispielsweise die kommunistische Partei jetzt doch anfangen würde Ihre vorhandenen Parteistrukturen für eine echte Oppositionsrolle zu benutzen, würde ein Großteil der russischen Mittelschicht trotzdem nicht von Heute auf Morgen eine Partei unterstützen, deren Ziele komplett konträr zu Ihrer eigenen Lebensgrundlage geht, da kommen wir dann wieder zurück zu den Auslösern von richtigen Revolutionen.


    Lenin und die Bolschewiken hatten zu beginn auch nur 2 Forderungen "Brot und den Krieg beenden" wenn du und deine Familie hungert ist es relativ egal aus welcher Gesellschaftsschicht du stammst, sobald jemand vorbeikommt der dir und deiner Familie Nahrung versprichst, wirst du demjenigen folgen.


    Ich lasse mich zwar gerne überraschen aber für eine Farbenrevolution/zivile Aufstände was auch immer, sehe ich in Russland absolut nicht die Grundlagen dafür gegeben.

  • Was ich mich bei dem Thema immer frage, ist ob China seine militärische Stärke intern neu bewertet. Oder ob die einfach davon ausgehen, dass ihre große tolle Armee im Ernstfall ganz prima funktioniert.


    Das moderne China hat immerhin keinerlei Kampferfahrung, während der Gegenspieler USA seit 100 Jahren nix anderes macht. Auch wenn nicht immer erfolgreich, aber immerhin sehr viel Erfahrung gesammelt.


    Soweit ich weiß soll das chinesische Militär nach Desert Storm die Lage seiner Streitkräfte komplett überdacht haben, da sie gesehen haben das die USA wenn es darauf ankommt ihr Millionenheer einfach beiseite fegen würden. Damals wurde dann begonnen die Armee zu verkleiner, das alter Material auszumustern, nachzurüsten und die Armee generell besser auszustatten. Natürlich auch durch den wirtschaftlichen Aufschwund hatte man dann das Geld eigene Entwicklungen massiv voran zu treiben. Keine Ahnung wie gut deren Panzer jetzt sind. Vor dem Krieg in der Ukraine war man allgemein der Auffassung russische Originale seien besser als die chinesischen Nachbauten. Zumindest in Teilen dürten die Armee aber noch auf Grundlage russischen Materials chinesischer Bauart sein, wenn auch die Eigeneintwicklungen immer mehr übernehmen dürften. Auf dem Papier sehen sie wohl ganz gut aus. Da können Andere mehr zu sagen. Der Performance welche die russischen Panzer in der Ukraine an den Tag gelegt haben werden aber sich zu genauen Analysen in Peking führen und gleich in die Entwicklung mit einfließen.

    Aber natürlich hast du Recht dass die chinesische Armee seit Korea keinen wirklichen Krieg mehr hatte.

    Haben sich seit dem nur von vietnamesischen Milizen vermöbel lassen und Grenzscharmützel mit Indern ausgetragen.

  • Dieser Typ…



    … klirr. Herrlich, wie er das Glas umschmeißt. Ist derjenige, welcher heute Atombomben auf dieses und morgen auf jenes Land fordert. :sauf:


    Hier ist eine LIVE Übertragung von sehr lauten Protesten in St. Petersburg. Der Blogger hält sich fern. Man hört aber die Rufe und sieht Polizeiautos dorthin rasen.



    Wenn ich ihn richtig verstanden habe, sollen bis zu 15.000 Menschen in St. Petersburg demonstrieren.


    Das hat sich wohl nicht bestätigt. Er viele verteilte kleine Demos.


    Auf Phoenix kommt auch gerade im Bildschirmtext die Meldung, es gebe derzeit in zahlreichen russischen Städten Proteste.


    Das ZDF zeigt gerade Demos und Polizeieinsätze aus Omsk und Moskau.


    ZDF-Korrespondent Moskau: „So brutal wie heute habe ich die Polizei hier noch nie vorgehen sehen. Viele junge Frauen weinten.“


    Und noch mehr vom „Mann von der Straße“. Bemerkenswert, was die sich trauen da in die Kamera zu sagen.


    7 Mal editiert, zuletzt von John () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von John mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Der Unterschied bei den Panzern zwischen russischer und westlicher Bauart ist der Militärdoktrin geschuldet. Man darf die Panzer nicht im 1:1 Vergleich sehen, da gewinnen die westlichen immer. Die Logik der Russen ist es einfach 10mal mehr Panzer zu haben.

    Nachdem das meiste halbwegs moderne Material schon kaputt ist, wäre jetzt tatsächlich eine gute Gelegenheit ein paar moderne westliche Panzer zu liefern, gegen veraltete Panzer aus den 50ern müsste das wie Tontaubenschießen sein. Dass ich echt mal Panzerlieferungen in ein Kriegsgebiet befürworten würde...

    Was ich mich bei dem Thema immer frage, ist ob China seine militärische Stärke intern neu bewertet. Oder ob die einfach davon ausgehen, dass ihre große tolle Armee im Ernstfall ganz prima funktioniert.

    Ich denke unabhängig wie gut das chinesische Material und die Ausbildung ist, ist es ein ganz anderes Kaliber. Einerseits wegen der verfügbaren waffenfähigen Bevölkerung, der Produktionskapazitäten im Land und vor allem dem Budget. Da geht sicher auch viel Geld durch Korruption drauf, weil der Volksbefreiungsarmee viele Betriebe gehören und die Rüstungsaufträge da dann auch landen und das ganze System sicher echt gut ist, um sich die Taschen zu füllen. Aber ich denke, es kommt da kein so eklatanter Mangel vor wie in der russischen Armee. Die Chinesen verkünden auch nicht alle 2 Tage DIE neue Wunderwaffe entwickelt zu haben und bis nächstes Jahr 3000 davon gebaut zu haben. Spricht eher für sie als die Russen.

    Hoffen wir einfach mal, dass wir es in den nächsten Jahren nicht herausfinden müssen.

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