Die Lieblings-Serien

  • Hallo Bob.


    Ich schaue gerade auf Apple TV For all Mankind und bezüglich des Budgets brauche ich sicherlich nichts sagen, ist Goldstandard.


    Während ich in der ersten Staffel mit den Charakteren noch fremdelte, wollte ich zu Beginn der 2. Staffel nur noch schwärmen..., von einem der besten und längsten Pay Offs in ähnlichem Gewand wie bei The Wire, The Deuce oder Treme nur eben nicht am Ende, sondern mittendrin bzw. am Anfang einer Staffel.


    Und jetzt bin ich in Folge 9 der 2.Staffel und einfach nur noch ein Fan der Figur Gordo. Großartig!

    :love:

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    Ich habe gerade die 3. und vermutlich auch letzte Staffel von der Morning Show beendet und mich hat sie überzeugt. Sie behandelt große, wie kleine Themen und gerade im kleinen familiären, spricht sie etwas in mir an, was ich so selten gesehen habe.


    Ich hatte soeben schon einen längeren Text geschrieben, aber meine Unkenntnis auf einem Apple Tablett mit Strg C hat ihn gekillt und so fehlt mir die Zeit, Aber in Kurzform, tolle Figur Cory Elison, tolles grau/weiß, regte zum Nachdenken an, ich finde mich in vielen wieder und mag gerade den scheiternden Versuch, alles richtig machen zu wollen und das Menschelnde in den Figruren, ihren Scheitern und Beziehungen.


    Ganz klare Empfehlung. :love:



    Nachtrag:

    Ich muss sagen, ich bin heute früh echt wehmütig, ohne diese tolle Erfahrung bzw. kennen gelernte Personen/Figuren ins neue Jahr gehen zu müssen.


    Ich habe gewissermaßen einen Kater, das passiert mir sonst nur bei Serien wie The Wire oder den gewissermaßen Nachfolgern (The Deuce, Treme) oder auch Mindhunter.


    Dann las ich noch, dass ich bei meiner Zuneigung zur Figur Cory Ellison anscheinend nicht alleine war und Billy Crudup für diese Rolle sogar einen Emmy bekommen hat.


    Schade, dass jede tolle Erfahrung erst dann so richtig gut wird, wenn sie auch ein Ende hat. :(


    Nachtrag 2:

    Hatte gerade einen Gänseschauer als ich über ähnliche Erfahrungen senierte und mir Deadwood und Al Swearengen in Erinnerung kam.

    Vielleicht nicht für jedermann ein passender Vergleich, aber für mich liegen diese Figuren emotional sehr nah beieinander. :love:


    Nachtrag 3:


    Auch wenn ich es jetzt mit meiner Penetrantheit bestimmt töte, der Figuren Vergleich passt eigentlich wirklich nur emotional, rein charakterlich und storytechnisch (von der reinen Wirkmacht her) ist er falsch, da sich hier eher die Figur Alex Lewy anbietet.



    4 Mal editiert, zuletzt von Filusi () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Filusi mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ich habe kürzlich die Serie „Yellowstone“ mit Kevin Costner in einer der Hauptrollen gesehen. Eine der erfolgreichsten Serien derzeit in den USA.


    Hat mir sehr gut gefallen. Modernes Western-Epos in der Gegenwart. Epische Landschaftsbilder aus Montana. Es geht letztlich um die wohlhabende Rancher Familie Dutton, die mit allen legalen und illegalen Mitteln versucht, ihre große traditionelle Rinderranch und deren Land zusammenzuhalten im Konflikt mit Indianer-Casinos, der Tourismusindustrie für Superreiche, militanten Veganern, Drogen-Mafiosi oder den großen Börsenkonzernen bzw. der Öl-Industrie.


    Unbedingt auf Englisch schauen. Insgesamt gibt es zu der Serie bereits zwei Prequels und ein weiteres ist geplant.


    Zu sehen bei Paramount+


  • Ich bin da 20 Jahre zu spät dran, aber ich hole derzeit "the sopranos" nach. Habe bisher 2,5 Staffeln geschafft und bin ziemlich begeistert.

    Nervig ist, dass Sky sich erdreist beim Abruf über Sky Go Werbung vorzuschalten, und dass ich jedes verdammte Mal die Sprache wieder auf Englisch umstellen muss.

  • Derzeit genieße ich noch meine freien Monate bei Apple TV . Nach der sensationellen Morning Show habe ich The Monarch geschaut und es war eher meh denn wow, dafür hatte mir der Film The Killers of the Flower Moon sehr gut gefallen und auch die 2. Staffel von Foundation war sehr bildgewaltig und lebte wie gehabt vom ImperiumSzenario, wobei der Gegenspieler immer noch teils emotionslose Charaktere hat, zuerst dachte ich noch oh, ein Schauspieler von Mindhunter yeh, aber nee und dann ist auch ein anderer gut eigenführter Charakter nicht dauerhaft in Action. Einzig eine weitere neue weibliche Figur tut hier der anderen Seite echt gut.


    Aber ich will nicht meckern, ich hatte viel Freude an der 2. Staffel und ihren Ideen eine riesige Welt zu etablieren.



    Derzeit schaue ich, auch weil ich mich aufgrund der Morning Show (die auch meine Älteste absolut begeistert hatte) in einen Schauspieler ein wenig verguckt habe:


    Und bin derzeit in der 5. Folge. Ich glaube die Serie hat ihren Charm und wirkt auf mich ein wenig, wie die Falloutwerbung, auch wenn ich die Spiele nie gespielt habe. ^^


    Mir gefällt es bis jetzt, auch weil es ein fröhliches Drama in sich vereint, ähnlich wie bei Ted Lasso nur ohne wirkliches bzw. ist es nur eine Fassade. Kann es schlecht erklären, aber alles ist Happy und wenn man darüber nachdenkt/seniert wird alles auf einmal ganz fad…


    Ich mag das, irgendwie ist das auf eine komische Art ganz wunderbar und auch weiß ich noch überhaupt nicht wohin das alles führen soll. Es ist eine Reise ins Ungewisse mit wenigen, dafür aber wunderbaren/-samen Charakteren und einem für mich unverbrauchten Szenario mit Charme und einem eigenartigen, aber passenden Style.


    Ganz wunderbar halt oder wundersam?

    Ich mags, irgendwie. :jaeger: :D

  • Ich habe kürzlich die Serie „Yellowstone“ mit Kevin Costner in einer der Hauptrollen gesehen. Eine der erfolgreichsten Serien derzeit in den USA ...

    Ja, bin gerade bei Staffel 4. Die Serie ist schon spannend, aber ganz ehrlich, ich habe keinen richtigen Sympathieträger gefunden. Alle sind im Prinzip ein Haufen von skrupellosen und machtbewussten Menschen, die ohne Weiteres über Leichen gehen. Spannend, aber total aus der Zeit gefallen. Als hätte man den Western aus dem 19. Jahrhundert in das 21. Jahrhundert transferiert. Ist sicher überzeichnet und fühlt sich falsch an.


    Den von Kevin Costner dargestellten John Dutton kann man noch am ehesten folgen. Seine Tochter ging mir anfangs ziemlich auf den Sack - was für eine abgefuckte Bitch. Mit der Zeit kann man ihren Hass auf ihren Bruder Jamie aber etwas nachvollziehen. Der Charakter ist aber trotzdem irgendwie arschig - so wie alle anderen auch.


    Der Intrigenstadl erinnert einen an GoT - lauter reiche Säcke, die mit allen Mitteln um den Erhalt iher Macht kämpfen.


    Fragwürdig, aber nicht unspannend.

  • Crusader


    Also ein perfektes Spiegelbild der amerikanischen Gesellschaft, besonders im Bezug auf Politik und Wirtschaft.


    "Telling an atheist they're going to hell is as scary as a child telling an adult they're not getting any presents from Santa"

    -Ricky Gervais-


    "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


    -Bernd Stromberg- :thumbsup:

  • Ich habe heute die erste Folge von "Succession" geschaut und dabei exakt denselben Eindruck gehabt. A********quote von 100%.

    Bin noch unschlüssig, ob ich die Serie fortsetze.

    Angesichts der bevorstehenden F1 Saison habe ich als Impulskauf das Sky-Komplett Paket abonniert, als ob ich vorher einen Mangel an Optionen für meine Freizeit gehabt hätte...

  • Ist schon richtig. Aber mich wundert immer die Leichtigkeit mit der solche Gewaltexzesse dann durchgeführt werden. Da wird nichts hinterfragt, sondern eher darüber nachgedacht, wie man selbst da wieder straffrei rauskommt. Natürlich wird das immer damit relativiert, dass man größtenteils nur böse Menschen umlegt, die eine Strafe durchaus verdient haben. Ob dies ein gewaltsamer Tod sein muss, kann/darf man aber hinterfragen - wird aber nicht gemacht.


    Ich frage mich da immer was da in den Drehbuchautoren so vor sich geht. Allerdings frage ich mich das bei Horrorfilmen auch. Wer sich nur diese Gewaltdinger in den schon beinahe historischen Saw-Filmen ausgedacht hat, muss schon ziemlich krank im Kopf sein. Gesehen habe ich keinen dieser Filme, nur von gelesen. Aber das hat mir ehrlicherweise schon gereicht ;) . Bin da kein Freund von.

  • Da stimme ich dir vollkommen zu. Bei „Yellowstone“ würde ich aber von einer Gangster Serie ausgehen wie bei „Peaky Blinders“. Also auch „die Guten“ sind dort eben eindeutig nicht gut. Die Dutton-Familie ist ja nun wahrlich kein Vorbild. Ich denke Gangster ticken nun einmal brutaler als der Rest der Gesellschaft. Und mit diesem Kitzel funktioniert ja letztlich jeder Krimi.

  • Bei „Yellowstone“ würde ich aber von einer Gangster Serie ausgehen wie bei „Peaky Blinders“.

    Oder "Bonanza" oder "Unsere kleine Farm" meets die Sopranos. Die Serie hat ein sehr interessantes Setting, weil dort immer noch irgendwie die klassischen Wild-West-Verhältnisse gelten (Cowboys, Natives in ihren Reservaten, geduldete Selbstjustiz, politische Selbstbedienung), gleichzeitig aber dann eben auch die sozialen Probleme (Rassimus, Drogen) hereinspielen und dann eben auch noch ein moderner Raubtierkapitalismus hereinbricht, der diese Lebenswelt bedroht. Mögen kann man glaube ich so gut wie keinen der Charaktere...außer man sieht über ein paar Gewaltausbrüche weg, aber so richtig verurteilen kann man die - wie John beschrieben hat - auch nicht, weil die irgendwie Gefangene ihrer selbst oder ihrer Familie sind.


    Der Drehbuchschreiber hatte ja schon für "Sicario" und "Wind River" die Idee geliefert - beides unbedingt sehenswerte Filme.


    Was ich aufschlussreich fand: Es geht ja darum, dass dort Ressorts für reiche Wochenendgäste geschaffen werden sollen, die nur wenige Wochen oder Monate im Jahr da sind. Kurz darauf hatte ich im BR/ARD eine Doku gesehen, die die Lage von Bewohnern der Alpen behandelt - genau dieses Problem gibt es auch in den bayerischen und den französischen Alpen.

    DoX - Der Dokumentarfilm im BR: Alpenland | ARD Mediathek

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    And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.

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