Was habt ihr euch heute angeschaut?

  • Habe vorab in der Mediathek das neue Neo-Magazin geschaut. Heute fand ich es tatsächlich unterhaltsam. Thema war die sogenannte Regenbogenpresse (also diese billigen Klatschzeitschriften, die immer bei Oma rumliegen). Es wird angeblich ab morgen auch ein Freizeit Magazin Royal am Kiosk geben. Erinnert mich an die "Printo" Aktion von vor einigen Jahren. Ich befürchte aber, dass die Regenbogenpresse länger überleben wird als Bento.

  • Habe die Tage "Das verlorene Piratenreich" auf Netflix gesehen. Ist eine "Doku"-Reihe über das "golden age of piracy" in der Karibik.

    Ganz offensichtlich wurde das alles zu 100% im Studio gedreht. Die Sets wirken wie aus einem Videospiel und gefühlt werden die selben Szenen ungefähr 4000* wiederholt.

    Inhaltlich werden Dinge, die gemäß meines Wikipedia Wissens, historisch auf mindestens sehr wackeligen Füßen stehen, konsequent als Fakt dargestellt.

    Vor allem am Anfang wird Nassau als weltoffene, alternative Hippie-Kommune beschrieben.

    Auch fällt auf, das auf aktuelle Trends eingegangen wird. So wird Anne Bonny als weibliche Piratin sehr in den Vordergrund gestellt, wobei mangels realer Relevanz wohl kaum mehr zu berichten war, als mit welchen anderen berühmten Piraten sie in Nassau vielleicht was hatte. Reicht aber, damit die Autorin von "Piracy & women" sie als leuchtendes Vorbild der Emanzipation darstellen kann.

    Auch wird immer wieder auf den Sklavenhandel eingegangen und zumindest impliziert, die Piraten hätten per se was dagegen gehabt. Gibt eine Szene, in der Edward Thatch ein Sklavenschiff kapert und erstmal eine große Rede über die Freiheit gehalten wird. Tatsächlich hat Thatch dem Käpitän den Großteil seiner Ladung behalten lassen und nur einen kleinen Teil in seine Crew aufgenommen. Und auch Netflix kommt nicht umhin zu erwähnen, dass er später einen Großteil seiner eigenen Leute in die Sklaverei verkauft hat. Soviel zur gelebten Demokratie auf den Schiffen.

    Ansonsten sieht man in einer Szene kurz eindeutig ein männliches Glied, dachte immer das ginge bei US-Produktionen nicht.


    Klingt also eher nach einem Verriss. Am Ende war ich aber doch nicht unzufrieden. Habe mich gut und kurzweilig unterhalten gefühlt. Man sollte das Format nur inhaltlich nicht zu ernst nehmen.

  • Für den geneigten Hobbyfeuerwehrmann und Interessierten: Feuer und Flamme geht ab morgen in Staffel 4 beim WDR. Das Preview ist auf jeden Fall schonmal toll und fängt mit einem Großbrand an. :happy clapping:



    Edit: Gibt schon die komplette Folge. Absoluter Wahnsinn. Da ist es mir echt zwischenzeitlich kalt den Rücken runtergelaufen. Das war ein krasser Brand.

  • Schaut heute noch jemand den Heul O'Vision Zonk Kontest? Ich wusste gar nicht, dass der in diesem Jahr stattfindet, aber offenbar hat man die Niederlande zum Corona Testgelände erklärt, denn wie im Fernsehgerät berichtet wurde, findet die Veranstaltung aus wissenschaftlichen Gründen mit 3500 Anwesenden statt. Hoffentlich sterben die Niederländer jetzt nicht aus. :grübel:


    Den Deutschen Vertreter kenne ich nicht (noch nie von dem gehört). Aber egal, man schaut diese Veranstaltung bekanntlich ohnehin nur wegen der diffamierenden Kommentare des Kommentators. :D


    Edit:


    Ich prognostiziere einen Sieg der Finnischen "Linkin Park Immitatoren"



    Und meine #2, wobei die U-Tube Version besser klingt, da beim Auftritt das Mikro (mal wieder) zu leise war:



    Welcher von Euch elenden Ketzern hat 12 Punkte an Frankreich verbrochen? Seid Ihr noch zu retten? Wohnt Ihr alle im Rheinland? Verrat! Verrat! Holt die Fackeln und Mistgabeln, und wenn Ihr das im Schuppen habt: Bolter und Kettenschwert!


    Was stimmt mit diesen Menschen nicht? Die Franzosen waren doch .... nicht gut?!? :blink: :pffft:


    Auch schön - Der Kommentator in der ARD: "Aus der Ukraine kein Punkt an Russland. Nagut, das Verhältnis ist auch nicht so toll." :laugh:


    Finales Edit:


    Na sowas, da haben doch vollkommen unverdient die Italiener gewonnen. Hoffentlich ist das kein Omen für die EM, das wäre ja kaum zu ertragen. Die Ukraine auf 5, Finnland auf 6 - da lag ich ja gar nicht mal so falsch mit meiner Einschätzung. Aber die Franzosen auf 2 .... ? Echt jetzt? Was haben die Leute nur für einen seltsamen Musikgeschmack? :grübel:


    Ach ja, Deutschland hat 3 Punkte erzielt und wurde zuverlässig Vorletzter. Auf dem letzten Platz waren .... Trommelwirbel .... die Briten, mit Urgermanischen 0 Punkten. Recht so, EU-Austreter haben's nicht anders verdient. :thumbup:

  • Ich habe es mal bei einem schwulen Freund gesehen, der daraus einen Szene-Event-Abend gemacht hat. War irgendwie noch nie meins. Ich konnte das noch nie ernst nehmen. Für mich ist das bisher immer Kitsch gewesen. Habe mir aufgrund von Brax Beitrag nun mal die Stücke aus Deutschland, England, Frankreich und Italien angesehen. Deutschland ist einfach nur zum Fremdschämen. Der Rest die übliche musikalische Kitsch-Pampe. Für mich nix.

  • Grundsätzlich ist der ESC in seiner Form ein durchaus nützliches Instrument, um dem Politischen Konzept der Europäischen Union auch auf Kultureller Ebene etwas Substanz zu geben. Allerdings ist das, was man da inzwischen zu sehen bekommt, kaum mehr als ein Kommerzieller Wettbewerb oder aber es geht um "Diversität" in allen möglichen Schattierungen und (scheinbar) um jeden Preis. Früher war da deutlich mehr Kultur zu sehen, sprich man konnte rein von der Akustik erraten, aus welchem Land ein Beitrag stammt. Das ist inzwischen nur noch selten der Fall.


    Wenn ich mir den Deutschen Beitrag ansehe, weiß ich problemlos, warum sich die "Deutsche Fachjury" für diesen Beitrag entschieden hat. Da ist der offensichtlich schwule Typ, mit dem freundlichen Lächeln, der mit Slapstick gegen "Hate Speach" im Internet singt. Dazu dann die diversen Stilistischen Mittel, mit denen die Gleichgültigkeit gegenüber Hass (Slapstick) und die Härte in der respektlosen Sprache (Rockelemente) dargestellt wird. Der Titel ließe sich problemlos als Prüfungsaufgabe in einer Abiturklausur verwenden. Aber: Er unterhält nicht. Er ist überladen, er ist aufdringlich, er ist nicht das, was unser Land darstellt. Für den ESC ist er nicht geeignet. Dafür generiert er bei der Mehrheit der Deutschen Fremdscham - und das hätte der Jury auffallen können. Und: Wen wundert es, dass ein solcher Titel auch bei anderen Nationen nicht zündet?


    In den Sozialen Medien wird immer wieder gefordert, dass Stefan Raab unsere Kandidaten aufbauen bzw. benennen sollte. Ob das eine gute Idee ist, mag ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass Herr Raab weiß, was unterhält, und genau das könnte das entscheidende Kriterium sein, wenn es darum geht, in der Endabrechnung mal wieder etwas weiter vorn zu landen. Von daher braucht es meiner Ansicht nach eine Änderung im Auswahlverfahren. Nur wenn der Deutsche Zuschauer einen Titel akzeptiert, und das in großer Mehrheit, hat er auch Aussicht auf Erfolg im Wettbewerb des ESC.


    Abschließend noch ein Wort zu den drei Topplatzierten. Was man den Siegern zu Gute halten kann ist, dass sie in ihrer Muttersprache gesungen haben. Das ist etwas, das dem Ganzen auch einen gewissen kulturellen Wert gibt. Damit kann man wohl auch nicht sagen, dass deren Sieg völlig unverdient wäre (auch wenn ich das gestern Nacht etwas überspitzt exakt so formuliert hatte). Das Gleiche trifft übrigens auch auf die Französin und den Schweizer zu, und ganz gewiss auch auf die Isländer und den Beitrag der Ukraine (die Top 5 haben in der Muttersprache gesungen). Bei den jeweiligen Genres, die bedient wurden, kommt jedoch der persönliche Geschmack zum Tragen, und da haben mich die Top 3 eben nicht überzeugt - nur ist das letztlich irrelevant, denn die Mehrheit fühlte sich ausreichend unterhalten. Insgesamt kann man mit dem Ergebnis als Ganzes betrachtet aber zufrieden sein, der Kultur wurde gebührlich gehuldigt.

  • Den ESC guckt man doch eh wenn nur ironisch und besäuft sich nebenher und packt die Voruteilskeule raus. :D

    Schaut heute noch jemand den Heul O'Vision Zonk Kontest? Ich wusste gar nicht, dass der in diesem Jahr stattfindet, aber offenbar hat man die Niederlande zum Corona Testgelände erklärt, denn wie im Fernsehgerät berichtet wurde, findet die Veranstaltung aus wissenschaftlichen Gründen mit 3500 Anwesenden statt. Hoffentlich sterben die Niederländer jetzt nicht aus. :grübel:

    Wir haben schon den Deal: Wenn Holland nicht wär, läg Aachen am Meer. Daher überfluten wir die. Und ein paar dürfen hierhin fliehen, damit ich weiterhin intravenös Vla zu mir nehmen kann. Und im Hagelsalgregen tanzen, während man seine Frikandel spezial isst. Und äh, naja, ne.😵🚬 Daher bitte nicht aussterben lassen!

    Zitat

    Welcher von Euch elenden Ketzern hat 12 Punkte an Frankreich verbrochen? Seid Ihr noch zu retten? Wohnt Ihr alle im Rheinland? Verrat! Verrat! Holt die Fackeln und Mistgabeln, und wenn Ihr das im Schuppen habt: Bolter und Kettenschwert!


    Was stimmt mit diesen Menschen nicht? Die Franzosen waren doch .... nicht gut?!? :blink: :pffft:

    Vive la Baguette! J'ai une grande et beaux baguette dans mon pants.


    Aber nein. Wir haben immer noch nicht vergessen, wie sie 1919 und 1920 versucht haben den Karneval zu verbieten. Und dann nochmal 1946/47... :pffft: Hat zum Glück nicht geklappt! Ha, ihr Franzosen!

    Wenn ich mir den Deutschen Beitrag ansehe, weiß ich problemlos, warum sich die "Deutsche Fachjury" für diesen Beitrag entschieden hat. Da ist der offensichtlich schwule Typ, mit dem freundlichen Lächeln, der mit Slapstick gegen "Hate Speach" im Internet singt. Dazu dann die diversen Stilistischen Mittel, mit denen die Gleichgültigkeit gegenüber Hass (Slapstick) und die Härte in der respektlosen Sprache (Rockelemente) dargestellt wird. Der Titel ließe sich problemlos als Prüfungsaufgabe in einer Abiturklausur verwenden. Aber: Er unterhält nicht. Er ist überladen, er ist aufdringlich, er ist nicht das, was unser Land darstellt. Für den ESC ist er nicht geeignet. Dafür generiert er bei der Mehrheit der Deutschen Fremdscham - und das hätte der Jury auffallen können. Und: Wen wundert es, dass ein solcher Titel auch bei anderen Nationen nicht zündet?

    Ich habe immer wieder gelesen, dass Deutschland immer so schlechte Beiträge raushaut, um nicht zu gewinnen. Da das Ausrichten sehr teuer ist und man sich dann noch streiten muss, welche Sendeanstalt das ganze ausrichten darf/muss. Und dann nehmen wir immer wieder Noname Sachen. Hätte ja echt mal Interesse daran Scooter oder Rammstein zu schicken. HOW MUCH IS THE FISH :lol3: HYPER HYPER :rock:

  • Ich habe immer wieder gelesen, dass Deutschland immer so schlechte Beiträge raushaut, um nicht zu gewinnen. Da das Ausrichten sehr teuer ist und man sich dann noch streiten muss, welche Sendeanstalt das ganze ausrichten darf/muss. Und dann nehmen wir immer wieder Noname Sachen. Hätte ja echt mal Interesse daran Scooter oder Rammstein zu schicken. HOW MUCH IS THE FISH :lol3: HYPER HYPER :rock:


    Scooter ist mal im Vorentscheid gescheitert. Ist schon etliche Jahre her. Die hätten vorallem in Osteuropa ALLES abgeräumt. Meine liebe ukrainische Verwandtschaft sagt mir jedes Jahr: "Wo bleibt Scooter?" :-)


    Ich gucke ESC eigentlich jedes Jahr mit meiner Frau und Freunden. Besser gesagt, die Frauen gucken ESC und wir Männer gucken ins Glas. :-)


    Der deutsche Beitrag war wirklich zum Fremdschämen. Alles war ein Tick zu übertrieben und dadurch sehr unauthentisch. Ich mag Lieder im Landessprache und landestypischer Musik. Die Zeiten sind leider vorbei. Von daher war der ukrainische Beitrag wirklich erfrischend anzuhören, zumal ich solche Singart schon in den Karpaten hören durfte.


    Generell ist der ESC überhaupt nicht meine Musik, zuviel 08/15-Pop.

  • Gerade auf Netflix Bo Burnhams neues Special "Inside" gesehen.

    Hier ist er wahrscheinlich nicht so bekannt, aber er ist ein Comedian. der als Teenager mit seiner Musik in den Anfangszeiten von Youtube, für die damaligen Verhältnisse, viral gegangen ist und seitdem bringt er alle paar Jahre ein Programm raus.

    Seine Lieder sind i.d.R. sehr gesellschaftskritisch und voller bissiger Ironie am Rande der Schmerzgrenze.


    "Inside" entstand im Laufe eines Jahres während des Lockdowns in seinem eigenen Wohnzimmer, wo er alleine die Songs schrieb, performte und aufzeichnete.

    Unterbrochen werden die Lieder immer wieder von kurzen Selbstdokumentationen, die seinen immer weiter fortschreitenen Fall in Depressionen zeigt.

    Es legt die Messlatte für post-pandemische Kunst schon recht hoch.


    Wer mal 90 Minuten Zeit hat kann ich es nur empfehlen es sich einmal anzuschauen. Hier mal zwei Songs aus "Inside"



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