Beiträge von PotatoWarrior

Abstimmung für den finalen Termin des virtuellen Forentreffens 2021: klick mich!

    Ansonsten, bis wann werdend die Antworten eigentlich gebraucht? Ich hätte gerne jetzt schon mehr dazu geschrieben, aber mir läuft aktuell irgendwie immer wieder die Zeit davonIch hoffe man kann den Artikel später auch online lesen.

    Das kann ich tatsächlich nicht versprechen. Wir sind, wie gesagt, ganz bewusst ein Printmagazin. Ich werde mal sehen, ob eine nachträgliche Onlineveröffentlichung auch drin ist. In jedem Fall kriegen diejenigen, die sich hier beteiligt haben, ein PDF per PN.



    Zitat von Imperator Bob

    Ansonsten, bis wann werdend die Antworten eigentlich gebraucht? Ich hätte gerne jetzt schon mehr dazu geschrieben, aber mir läuft aktuell irgendwie immer wieder die Zeit davon

    Ich gebe am 15.11. ab. Bis dahin könnt ihr antworten. Die Frage ist halt, ob ich es schaffe die späteren Antworten noch zu berücksichtigen.

    Hallo zusammen,


    wie einige von euch schon wissen, würde ich für das GAIN Magazin gerne einen Artikel über die Diskussionskultur im Total War Forum schreiben. Das GAIN Magazin ist ein recht kleines, vierteljährlich erscheinendes und komplett leserfinaniziertes Printmagazin. Mein Artikel soll sich vor allem mit der Frage beschäftigen, ob ein Forum in dem Menschen sehr verschiedene politische Standpunkte vertreten auf Dauer existieren kann, oder ob es sich zwangsläufig entweder homogenisiert oder zerbricht.


    Ich würde mich freuen, wenn zumindest einige von euch zu diesem Zweck die unten stehenden Fragen beantworten könnten. Muss nicht für alle sichtbar sein, ihr könnt mir auch gerne gesondert eine PN schreiben. Außerdem solltet ihr natürlich nur Fragen beantworten, die auf euch zutreffen. Solltet ihr darüber hinaus gehende Meinungen oder Anmerkungen haben, teilt sie mir auch gerne mit.


    Die Fragen sind:


    Warum diskutierst du im TW-Forum über Politik?


    Wo würdest du dich politisch einordnen?


    Wie nimmst du das aktuelle Klima im Forum wahr? Was sind die wichtigsten Streitthemen?


    Gibt es im Forum Mitglieder, die eindeutig rechtspopulistisches Gedankengut vertreten? (Bitte nur mit Ja/Nein beantworten)


    Hast du den Eindruck, dass Menschen mit solchen Meinungen tendenziell den längeren Atem haben, d.h. sich auch nicht aus Diskussionen oder dem Forum allgemein zurückziehen?


    Gibt es „neutrale“ User? Welche Rolle spielen diese bei politischen Diskussionen?


    Kannst du den Hergang einer Kontroverse im Forum beschreiben, die dich länger beschäftigt hat?


    Bist du mit der Moderation des Forums zufrieden? Warum bzw. warum nicht?


    Würdest du sagen, dass das Fortbestehen des TW-Forums in seiner aktuellen Form akut gefährdet ist?


    Es scheint als hättest du dich seit einiger Zeit aus dem TW-Forum zurückgezogen. Warum?


    Vielen Dank im voraus an alle, die sich die Mühe machen ... werden (gemacht haben werden? Meine Güte, ist das kompliziert).

    Dadurch, dass es so viele andere Spiele gibt, stört mich ihr Stil nicht, gibt genügend Abwechslung.

    Ich habe halt das Gefühl seit Game of Thrones usw. ist diese Grundstimmung etwas dominant geworden.

    Cyberpunk als Genre tendiert dazu Topoi zu dekonstruieren, also lass es einfach mal auf dich zu kommen.

    Gefühlt habe ich in letzter Zeit ne Menge Cyberpunk gesehen, der wenig zu sagen hatte. Altered Carbon zum Beispiel. Aber ja, ich werde schon abwarten. Nur halt mit einem gewissen Maß an Skepsis.

    Na eben, ich hätte eben gerne mal keinen Geralt. Also in der ganzen Anlage des Spiels, nicht nur was das Modell meines Charakters angeht. Aber das ist ja auch nur ein Teil meiner Bedenken. Ich habe viel größere Angst vor der Edgelordfantasie einer Cyberpunkwelt ohne Herz. Das hatte The Witcher nämlich immer.

    Bin ich eigentlich der einzige, der sich etwas Sorgen macht, dass CDProject sich ein bisschen sehr an der edgy-und-darkness ihrer Spielwelt ergötzt? Zumal die handelnden Charaktere in den Trailern bisher immer so generisch weißmännliche Videospielheldenverschnitte waren. Außerdem ging es immer um irgendwelche Heists und darum, wie hart diese Stadt ist usw. Das sind aber eigentlich nicht die Geschichten, die ich von CDProject will. Ist bisher nur so ein Gefühl, aber ich bin etwas beunruhigt.

    Naja. Ganz so einfach ist es ja nicht. Stichwort Steuersenkungen. Da unterscheiden sich die Interessen/Ansichten der stramm konservativen aber libertären Elite um Leute wie Ryan und McConnell ganz wesentlich von denen des Trumpfans aus dem mittleren Westen. Dasselbe gilt für das Thema Krankenversicherung. Trotzdem hat sich Trump in dieser Beziehung bisher an die erprobte Parteilinie gehalten. Bleibt zu hoffen, dass das sich daran nichts ändert und die Demokraten solche Konflikte 2020 auszunutzen wissen.

    Na. Es gibt halt beides. Ich kann nur für Dresden sprechen, aber hier gibt es definitiv diese ostdeutsche, urbane Spießigkeit, die sich nicht in Vorgarten mit perfekt getrimmten Rasen, sondern Schrebergarten und Dynamo ausdrückt. Auch ist alles hier irgendwie "germanischer". Es gibt einfach weniger Ausländer als sonstwo in Deutschland. Das hat zur Folge, dass auch Angehörige bildungsferner Schichten fast ausschließlich Biodeutsche sind. Sowas schlägt sich dann natürlich auch in Aussehen und Verhalten der Leute nieder. Während ich aus meiner Heimat eher die "R&B Asis" kenne, gibt es hier vornehmlich "Frei.Wild Asis". Ich hoffe es ist irgendwie verständlich, was ich damit meine. Ich kann auch nicht bestreiten, dass es eine sehr unangenehme, extrem laute Form von Fremdenhass gibt. Das hat der Pegidaspuk hinlänglich gezeigt. Trotzdem frage ich mich manchmal, ob es tatsächlich soviel mehr ist als anderswo, oder, ob man einfach mehr darauf achtet weils nunmal Dresden ist. Beispiel: Ich steige aus dem Bus, an der Haltestelle sitzt ein schwarzer Mann im Rollstuhl. Ich frage eine etwa fünfzigjährige Frau, ob sie die Rampe von innen hinunterklappen kann und sie schüttelt nur den Kopf. Durchaus möglich, dass sie nichts heben kann oder sonstwas, aber weil es eben Dresden ist, kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass sie bei einem weißen Mann vielleicht hilfsbereiter gewesen wäre. Manche Sachen sind aber auch offensichtlich. Meine Freundin war zum Beispiel vor ein paar Wochen auf dem Stadtfest. Da gab es unter anderem auch eine Kabarettprogramm in dem irgendwie wohl Türken Thema waren. Scheinbar hat es keine dreißig Sekunden gedauert bis von hinten irgendjemand gebrüllt hat "Abschieben! Abschieben!".


    Gleichzeitig fühle ich mich hier extrem wohl. Ich glaube das liegt unter anderem daran, dass der kleinste gemeinsame Nenner hier viel weniger wichtig ist, als das in vielen Teilen Westdeutschlands der Fall zu sein scheint. Das zeigt sich schon darin, dass es noch wirkliche Subkulturen unter Jugendlichen gibt, was natürlich leider auch in verschiedensten Arten von Extremismus ausarten kann. Trotzdem ist es mir lieber, als der kurzärmliges-Hemd-und-Undercut Einheitsbrei, den ich von zu Hause gewohnt bin. Diese extremen Unterschiede schlagen sich auch politisch nieder, was aber angesichts der letzten Landtagswahlergebnisse ein allgemeiner Trend zu sein scheint. 2015 haben AfD und PEGIDA bei der Oberbürgermeisterwahl in Dresden zusammen 15% geholt. Gleichzeitig hat eine Kandidatin der Grünen, Linken und SPD in der Stichwahl mit 44% gegen einen relativ starken unabhängigen Ex-FDPler verloren. Damit kann ich leben. Zumal es neben den Rechten und den Indifferenten eben auch viele Menschen und Institutionen gibt, die sich für Weltoffenheit und friedliches Miteinander einsetzen. Altehrwürdige Einrichtungen wie die Uni, das Staatsschauspiel oder die Semperoper sind da ganz vorne mit dabei.


    Weitere Vorzüge von Dresden sind ein für eine Stadt dieser Größe extrem vielfältiges Kulturangebot, bezahlbarer Wohnraum in guter Lage, das Elbufer, die Nähe zu Prag, Wroclaw und Berlin und das schöne Umland. Letzteres wird ja für den Umgang mit Flüchtlingen auch immer viel gescholten, wie gerade wieder in Bautzen zu sehen war. Diese Vorwürfe sind sicherlich nicht unberechtigt. Trotzdem glaube ich, dass auch hier immer besonders genau hingeguckt wird, weil es eben Sachsen ist. Es scheint da auch Unterschiede von Ort zu Ort zu geben. Freiberg hat zum Beispiel eine sehr aktive linke Szene. Im übrigen kenne ich viele weltoffene Menschen, die aus den umliegenden Kleinstädten und Dörfern kommen und dort auch noch immer gut vernetzt sind.


    Alles in allem glaube ich also schon, dass man in Sachsen weiterhin gut leben kann, wenn man damit klarkommt, dass ein gewisser Teil der Bevölkerung sehr laut für abstruse Ansichten eintritt. Das scheint mir aber in allen Regionen Deutschlands zunehmend der Fall zu sein.


    Edit: Achja, sächsisches Bildungssystem. Sachsen hat halt nach der Wende alles daran gelegt immer das beste unter den neuen Bundesländern zu sein. Also vor allem in Sachen Bildung und Wirtschaft. Deswegen hat man sich sehr an Baden-Württemberg und Bayern orientiert. Dementsprechend sieht auch die Schulbildung aus. Viele Klausuren in vielen Fächern, mündliche Prüfungen vor versammelter Mannschaft, viel Druck. Für mich als NRW- Kind etwas befremdlich, aber die Leute die ich hier so treffe sind in der Regel stolz auf ihr "schweres" Abitur. Wie die Bayern und Baden-Württemberger eben.

    In meinem Fall drei Dinge:
    1. haben einige Bandmitglieder in der Vergangenheit bei eindeutig rechten Bands gespielt, sich aber Onkelzmäßig von der Gesinnung loßgesagt. Trotzdem bleibt ein Nachgeschmack.
    2. ist die Rhetorik von "wir gegen den Rest der Welt, die Presse ist unfair zu uns etc." für mich gefährlich nah dran an den Lügenpresserufen der besorgten Bürger.
    3. gibt es, wie John schon gesagt hat, gerade hier im Osten gerne Autos, die nicht nur ein Frei.Wild, sondern auch ein "Todesstrafe für Kinderschänder" oder "HoGeSa" Aufkleber ziert.

    Ich würde sogar bei der Pegida mitmarschieren, nur leider ziehen solche Veranstaltungen hierzulande immer scharenweise Hoyerswerda-Jogginghosenpinkler an.

    What? Dein Problem mit PEGIDA ist die "asoziale" Anhängerschaft? Hast du dir mal angehört, was da teilweise vom Podium gebrüllt wird? Da geht es absolut nicht um die Bewahrung oder Schaffung von "ein bisschen Nationalbewusstsein", sondern schlicht darum eine Weltsicht zu propagieren, die überhaupt keinen Platz für a) abweichende Meinungen und b) alles was irgendwie als "fremd" empfunden wird, lässt. Selbst wenn man der Ansicht ist, dass die deutsche Kultur vor "Kulturfremden" geschützt werden muss, kann diese Schwarzweißmalerei, dieser offene Hass und diese völlige Verweigerung jedes Diskurses doch nicht die richtige Art sein, das zu erreichen. Genau das sind aber die Eigenschaften, die PEGIDA seit jeher ausmachen. Lutz Bachmann und Konsorten "ziehen" keinesfalls Lichtenhagen- Jogginghosenpinkler "an", sondern bewegen sich was Gesinnung und Rhetorik angeht exakt auf ihrem Niveau.


    Recht bizarr finde ich übrigens auch die Unterstellung Pegidaähnliche Bewegungen in anderen Ländern würden weniger dubiose Gestalten anziehen. Mal ein Video von Donald Trumps Wahlkampfveranstaltungen gesehen?

    In meiner Generation (also die der 18- 25jährigen) scheint mir das Putin- Erdogan Gutgefinde teilweise so eine Art genießen von konservativen Werten aus sicherer Entfernung zu sein. Mit anderen Worten; man kann in Deutschland alle Vorzüge der Spaßgesellschaft (oder wie auch immer man es nennen will) auskosten, während man mit dem Heimatland Tradition, Familie und klare Strukturen verbindet. Das zeigt sich dann in Idealisierung von heimgebliebenen Familienmitgliedern, Essen, Bräuchen etc., aber auch in positiven Meinungen zu nationalistischem Gequatsche und konservativen Werten. Natürlich ohne jemals die Repressionen des jeweiligen Regimes zu spüren bekommen zu haben.


    Selbstverständlich gibt es aber auch Leute, die von diesem Muster völlig abweichen. Von blindem osmanischem Nationalismus gepaart mit abstrusesten antisemitischen Verschwörungstheorien bis zur völligen Assimilation in deutsche studentische Meinungswelten habe ich eigentlich schon alles erlebt.

    Ich finde gar nicht, dass The Wire derartig viel Konzentration braucht. Für mich gibt es vieles woran ich mich auch beim oberflächlichen Schauen erfreuen kann. Interessante Charaktäre und Millieus, Jagd auf Verbrecher, Bandenkriege, außergewöhnliche Settings usw. Man muss dem Plot nur etwas Zeit geben sich zu entfalten. Gerade das ist meiner Meinung nach aber auch eine der großen Stärken der Serie. Alles ist sehr homogen und "gewachsen", selten wirken Entwicklungen gezwungen. Und wenn man wirklich mehr Zeit investieren will, gibt es immer eine neue Ebene, die darauf wartet, entdeckt zu werden.

    Ich fand die sogar ziemlich furchtbar. Aber gegen diese Beleidigung von Michael Fassbenders schauspielerischem Talent empfinde ich sie als einigermaßen angenehm. Ich übertreibe, aber ich glaube du weißt, worauf ich hinaus will.

    The Wire ist ganz groß. Es gibt mittlerweile übrigens auch ne 16:9 remastered Version, die sehr gelungen ist. Nur ein Tipp, die Serie kann man schließlich auch zweimal gucken.


    Der Mann heißt übrigens McNulty.

    Ich finde den Grafikstil auch recht schick, nur die Farben sind etwas bunt. Könnte mir aber auch vorstellen, dass sich das nochmal ändert. Bisher haben wir ja noch keine bewegten Bilder gesehen und ich kann mir nicht vorstellen, dass es extrem viel Aufwand bedeutet die Farben etwas zu entsättigen. Ansonsten halt mods.

    Ich kenn das Gefühl und hatte bei dem Trailer tatsächlich ähnliche Gedanken. Man sollte eigentlich meinen Schützengräben und Niemandsland bieten noch weniger Platz für "coolness" als andere Kriege. Allerdings war der erste Weltkrieg ja auch nicht überall so.


    Ich glaube das Gefühl liegt teilweise auch darin begründet, dass wir noch nicht an WK1 als Actionszenario gewöhnt sind. Ich erinnere mich, dass es beim ersten Medal of Honor von Danger Close auch einen Riesenaufrschrei gab, weil Taliban drin vorkamen. Six Days in Fallujah hatte ähnliche Probleme, obwohl da sogar versucht wurde ein einigermaßen realisitisches Bild zu zeichnen. Ich könnte mir also vorstellen, dass diese Bedenken spätestens bei Battlefield 1 3 auch in Bezug auf den ersten Weltkrieg Geschichte sind.

    Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass Virtual Reality so etwas leisten muss. Bewegungssteuerng ist doch eigentlich durch, oder? Ich glaube wenn die Technologie sich durchsetzt, dann in Kombination mit dem guten alten Controller. Gerade für den Massenmarkt scheint mir das wesentlich sinnvoller. Jedes Wohnzimmer ist geeignet und man muss wirklich nur ein neues Stück Hardware anschaffen.