Umweltschutz - Erderwärmung - Klimakiller

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    Ihr wisst nicht wie ihr euch an Heiligabend beschäftigen sollt nachdem ihr bei Mutti die Geschenke abgestaubt habt? Euch steckt die Weihnachtsgans noch im Hals? Dann hat die Forenleitung für euch die Lösung: In den nächsten Tagen und rechtzeitig um der Langweile vorzubeugen, wird die Forenleitung euch eine kleine Freude bereiten. Der Imperator arbeitet schon fieberhaft an der Umsetzung. grinsende-smilies-0034.gif von smiliesuche.de
    • Flo78 schrieb:

      Eigenheimbesitzer wird sich sicher auch nicht einfach mal ne neue Heizanlage für zigtausende Euro einbauen oder ne Komplettdämmung für zehntausende Euro ans Haus klatschen.
      Im Gegenteil: Bitte nicht! Die Erhöhung der Miete kann sich doch dann keiner leisten. Dann lieber frösteln im Altbau.

      Twiggels schrieb:

      Und eben auch häufig NAchtspeicher in Mietwohnungskomplexen.
      Nachtspeicher + Ökostrom = Keine Erhöhung der Kosten.
      Und das macht der Vermieter dann einfach so aus Liebe zur Natur? Wie will er dann eine Refinanzierung durch die Miete argumentieren? Klar...die Anschaffungskosten - dann wären wir aber wieder bei dem Punkt darüber...bitte nicht!



      Ich gehe nicht euren Weg - ihr seid mir keine Brücken.
      - Friedrich Nietzsche -
    • Flavius Jolius schrieb:

      Und das macht der Vermieter dann einfach so aus Liebe zur Natur? Wie will er dann eine Refinanzierung durch die Miete argumentieren? Klar...die Anschaffungskosten - dann wären wir aber wieder bei dem Punkt darüber...bitte nicht!
      Ok, aber dir ist schon klar, dass sich mit dem Ausschüttungsmodell energetische Sanierungen viel einfacher/schneller/deutlicher für den Mieter auszahlen? Also im Grunde eine Umkehrung des Jetzzustandes wo das sich eben oft nicht für den Mieter auszahlt?
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand
    • Wohnungen dienen nun mal als Anlage und Wert fürs Alter...das Übliche halt. Wenn Vermieter etwas ändern bei denen für sie Kosten für Umbau, Erweiterung oder Sanierung/Renovierung entstehen, dann wollen sie davon natürlich immer profitieren. Ergo, es wird auf die Miete umgewälzt.

      Was bringt mir als Mieter die grünste Heizung wenn ich erstmal zwei Jahre lang anstatt 860 Euro dann 1030 Euro zahle dafür dann aber innerhalb des Zeitraumes absaufe?

      Nicht falsch verstehen, ich wäre gern so grün wie möglich in Sachen Wohnung und Energie. Aber wie (glaub du) es schon sagtest: Die einen haben ein 200m² Haus, Schotter und Puffer und die anderen in 60² Miete eben nicht.



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    • Nix neues.

      Habe ich meine letzte Argumentation u.a. hier sogar drauf aufgebaut, was du mir dann irgendwie nicht geglaubt hast, dass die reicheren (u,a, Akademiker) über eine wieder ausgeschüttete Co2 Steuer, draufzahlen würden und die Ärmeren, aufgrund ihres geringeren Verbacuhs, etwas herausbekommen würden.
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      François Mitterrand
    • Man sieht gerade in Frankreich sehr gut, wie die Armen und Unterpriviligierten auf Öko- und Benzinsteuern reagieren. Was sagst du denn eigentlich zur Revolution der Gelbwesten, ausgelöst durch eine Öko-/Benzinsteuer und dem anscheinend (leider!!) grandios scheiterndem Macron?
      Ich finde das alles einigermaßen besorgniserregend. Immerhin galt Macron als letzte Dammmauer vor einer Herrschaft Marine le Pens und der Rechtsextremen Anti-Europäer in Frankreich. Aber Macron scheint derart unsensibel gegenüber sozialen Problemen zu sein, dass ihn viele Franzosen inzwischen geradezu hassen. Er liegt wohl aktuell noch bei 18% Umfragewerten... Auslöser? Richtig. Eine Benzin- und Ökosteuer, die vor allem Pendler und Berufskraftfahrer trifft.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von John ()

    • Solche Steuern sind ja auch scheiße. Erst recht, wenn es keine gescheiten und bezahlbaren Alternativen gibt. Die Leute haben dann stets das Gefühl, das sie vom Staat immer geschröpft werden, ohne dem ausweichen zu können, weil es nichts gangbares gibt oder es ihr Budget schlichtweg sprengen würde.

      Solange Elektroautos wie der Zoe, der Leaf und die anderen wenigen noch immer um die 30.000 Euro kosten sind das kaum gescheite Alternativen, da man das kaum einer finanzieren kann und das Preis/Leistungs-Verhältnis einfach nicht stimmt. Die Dinger müssen deutlich an die 10.000 Euro ran, bevor sie für die Masse interessant werden können.
    • John schrieb:

      Man sieht gerade in Frankreich sehr gut, wie die Armen und Unterpriviligierten auf Öko- und Benzinsteuern reagieren. Was sagst du denn eigentlich zur Revolution der Gelbwesten,
      Die Benzinsteuererhöhung wurde zurückgenommen.
      Trotzdem sind die Proteste eskaliert.
      Es geht hier offenscihtlich nicht um eine Ökosteuer, sondern um ganz andere Dinge.


      Das Benzindingen war auch keine wirkliche Ökosteuer, sondern in seiner Gesamtheit eine Umverteilung zu den Reichen, wie die deutsche Ökosteuer eine Umverteilung von den Jungen und der Sandwichgeneration zu den Alten ist.
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      John schrieb:

      Da vertraue ich auf die Innovationskraft der Menschheit. Spätestens wenn es unangenehm wird, lassen sich die Menschen was einfallen.
      Du kannst den Klimawandel nicht einfach mit einer "Erfindung" aufhalten oder gar rückgängig machen. Das globale Klima ist ein sehr träges und komplexes System und es hat begonnen sich außerhalb der Norm zu entwickeln als die Menschheit angefangen hat zum ersten Mal in großen Mengen fossile Ressourcen zu verbrennen. Jetzt bekommen wir eben die ersten kleineren Auswirkungen zu spüren.
      Du kannst nicht erst dann anfangen etwas für das Klima zu tun wenn es seine veränderten Auswirkungen schon zeigt, dann hast du den Zug (für dich) nämlich schon verpasst. Für das globale Klima muss man Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte im voraus Planen. Und da das Pariser Klimaabkommen ohnehin ein Witz ist und sich zudem scheinbar sowieso niemand dran halten mag, habe ich persönlich ein Eher unschönes Bild für die Erde im Jahr 2050 und darüber hinaus.

      Es braucht strikte Regeln für alle, egal ob arm oder reich, Privatperson oder Konzern.
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      MightyGlue schrieb:

      Du kannst den Klimawandel nicht einfach mit einer "Erfindung" aufhalten oder gar rückgängig machen.
      Das habe ich auch nicht behauptet und gemeint.

      MightyGlue schrieb:

      Das globale Klima ist ein sehr träges und komplexes System und es hat begonnen sich außerhalb der Norm zu entwickeln als die Menschheit angefangen hat zum ersten Mal in großen Mengen fossile Ressourcen zu verbrennen. Jetzt bekommen wir eben die ersten kleineren Auswirkungen zu spüren.
      Korrekt. Das ist die herrschende Meinung. Darüber will ich gar nicht mehr diskutieren.

      MightyGlue schrieb:

      Du kannst nicht erst dann anfangen etwas für das Klima zu tun wenn es seine veränderten Auswirkungen schon zeigt, dann hast du den Zug (für dich) nämlich schon verpasst. Für das globale Klima muss man Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte im voraus Planen.
      Richtig, auch hier sind wir einer Meinung. Und genau das geschieht doch zur Zeit bereits. Schau dir doch die globalen Temperaturentwicklungen der vergangenen zwanzig Jahre an. Ergo, der Zug die Klimaerwärmung der kommenden 100-200 Jahre aufhalten zu wollen, ist bereits längst abgefahren. Daran wird auch die xte Weltklimakonferenz nichts mehr ändern.

      MightyGlue schrieb:

      Und da das Pariser Klimaabkommen ohnehin ein Witz ist und sich zudem scheinbar sowieso niemand dran halten mag, habe ich persönlich ein Eher unschönes Bild für die Erde im Jahr 2050 und darüber hinaus.
      Hier stimmen wir teilweise überein. Der geplante Zeitansatz für die Veränderungen ist eben vollkommen unrealistisch. Das meine ich damit, wenn ich schreibe "Der Zug ist bereits abgefahren". Schaut man sich die globale politische Situation an, dann sollte man eher davon ausgehen, dass die als nötig angesehene Umsetzung zur Reduktion der Treibhausgase etwa mindestens (!) 50 Jahre global in Anspruch nehmen wird, vorher wird man das Ganze nicht umsetzen können. Ich rechne eher mit 100 Jahren. Die kommenden 100-200 Jahre werden also definitiv von einer spürbaren globalen Erwärmung geprägt sein. Punkt. Darauf muss man sich einstellen und vorbereiten. Und diese Vorbereitungen und Anpassungen werden durch technologische Innovation und Technik erfolgen. Und zwar so gut, dass das Leben trotzdem noch lebenswert sein wird. Vermutlich komfortabler sogar als unser heutiges Leben. Jedenfalls, wenn keine Pandemie oder ein Atomkrieg ausbricht. Davon bin ich fest überzeugt.

      Wir sollten allerdings jetzt keine Horrorszenarien darüber entwickeln. Ja, die Temperaturen werden ansteigen und ja, das wird massive Veränderungen mit sich bringen. Und ja, vieles davon wird ungemütlich. Aber zumindest die Auswirkungen für die kommenden 100 - 150 Jahre werden noch durchaus kontrollierbar bleiben. Wie es dann danach aussieht, also in mehreren Generationen darauf, in 300-400 Jahren, das wird dann in der Tat davon abhängen, ob innerhalb der nächsten 100-150 Jahre dann eine langfristige Lösung gefunden wird, eine weitere, dann tatsächlich dramatische und gefährliche Erwärmung des Planeten zu verhindern. Genau da bin ich aber recht zuversichtlich. Denn die Auswirkungen der beginnenden Erwärmung wird die gesamte Menschheit in den kommenden 50-100 Jahren spüren, und umso spürbarer das wird, umso größer ist dann auch der Veränderungsdruck. Ich schätze, dass bspw. E-Autos sich in den kommenden 50 Jahren global durchsetzen werden. Genauso übrigens wie die erneuerbaren Energien. Letztere schlichtweg, weil sie die strategisch einzig sinnvolle Alternative sind und im übrigen wesentlich vorteilhafter als fossile Brennstoffe. Allein das wird langfristig enorm zur Lösung des Problems beitragen. Aber eben nicht mehr kurzfristig, das heißt für uns oder unsere Kinder. Für uns werden allerdings auch die Auswirkungen bis 2070 und danach auch noch längst nicht so dramatisch und katastrophal sein, wie dann vielleicht in 400 Jahren, wenn sich selbst bis dahin nichts ändern würde. Aber schaut euch mal an, wie die Welt vor 400 Jahren ausgesehen hat. Schaut euch an, wie sie vor 100 Jahren ausgesehen hat. Die Annahme es würde sich bis dahin nicht fast alles grundlegend ändern ist eher unrealistisch. Von daher denke ich, dass auch unsere Enkel das Problem beherrschen werden können. Bis der Planet sich dann wieder auf vorindustriellem Niveau einpendeln könnte, soll es dann ja ohnehin etwa 1000 Jahre dauern. Genau daran wird man sich dann aber eben notgedrungen technologisch auch anpassen. Der Prozess der Erwärmung kann sich übrigens auch immer wieder mal um 25 Jahre usw. verzögern und unterbrechen. Braucht dann lediglich einen großen Vulkanausbruch.

      MightyGlue schrieb:

      Es braucht strikte Regeln für alle, egal ob arm oder reich, Privatperson oder Konzern.
      Sicherlich. Aber das kannst du nicht kurzfristig durchsetzen. Da würde ich mal eher von einem Prozess ausgehen, der etwa 50-100 Jahre Minimum dauert. Also ca. 2-3 Generationen.

      Ich halte es aber trotzdem für völlig übertrieben jetzt bereits die Welt unserer jetzigen Kindergeneration nur noch als Backofen und Katastrophenszenario zu beschreiben. Das wird sie definitiv nicht sein. Das ist Panikmache.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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      Der Klimawandel dürfte ohnehin nicht mehr aufzuhalten sein. Selbst ihn einzudämmen dürfte nicht gelingen, weil man die Länder und Menschen nicht unter einen Hut bekommt. Die Auswirkungen sind einfach nirgendwo stark/schlimm genug, um Einigkeit zu generieren. Hinzu kommt, das viele Menschen unfähig sind, über ihre kleine winzige Heimatregion hinauszudenken. Sie sind einfach viel zu regional limitiert und haben für den gesamten Planeten kein ausreichendes Verständnis. Und dann kommen noch so Deppen wie Trump, die ihnen in ihren begrenzten Denken auch noch recht geben.

      Einigkeit wird es vielleicht erst geben, wenn die Auswirkungen des Klimawandels tatsächlich vollumfassend global/überall spürbar sind. Aber dann ist die Sache bereits gelaufen und wir müssen mit den Folgen leben lernen - falls das möglich sein sollte.

      Das der Klimawandel unsere Zivilisation tilgen könnte, scheint kaum jemand auf der Rechnung zu haben. Nun gut.

      Sehe gerade eine Doku auf Phoenix, in der behauptet wird, das die US-Ölmultis bereits seit den 40er Jahren von den Klimawandel wussten und dies auch in die eigenen Planungen eingebaut haben.
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      Crusader schrieb:

      Aber dann ist die Sache bereits gelaufen und wir müssen mit den Folgen leben lernen - falls das möglich sein sollte.

      Das der Klimawandel unsere Zivilisation tilgen könnte, scheint kaum jemand auf der Rechnung zu haben. Nun gut.
      Natürlich wird das möglich sein. Selbst im Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) war der Planet von Säugetieren belebt. Und die waren nicht intelligent wie wir. Flora und Fauna passen sich an. Und der Mensch erst recht. Dazu hat er ja seine Intelligenz. Mag sein, dass es Zivilisationsbrüche geben wird. Aber das Ende der Menschheitsgeschichte wird es definitiv nicht. Mit politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen wird man aber wohl rechnen dürfen.
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      John schrieb:

      Selbst im Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum (PETM) war der Planet von Säugetieren belebt.
      Stimmt, aber diese Säugetiere und auch alles restliche Leben, hatte Millionen Jahre Zeit sich durch Evolution perfekt an diese Umwelt anzupassen. Jetzt hat das Leben auf der Erde ein halbes Jahrtausend Zeit, viel zu wenig für irgendwelche nenneswerten evolutionären Anpassungen.
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      John schrieb:

      Strom und Energie wird durch erneuerbare Energien zur Verfügung stehen. Energie ist im Prinzip der Schlüssel zu allem. Damit lassen sich Klimaanlagen bauen, wärmegeschützte Gebäude, Gewächshallen, Küstenschutzanlagen, Staudämme, Deiche, Meerwasserentsalzungsanlagen. usw. usf. Im Prinzip gibt es nichts, was die Menschheit nicht langfristig technisch lösen könnte.
      Sach ma; ein wenig naiv bist Du schon, oder?
      Sollte der Klimawandel stärker kommen als erwartet, bauen wir Deiche und installieren Klimaanlagen?
      Echt jetzt?

      Es geht nicht darum, daß Amsterdam, Miami oder Hamburg trocken bleiben, das kriegen wir technisch hin. Auch Installationen von Klimaanlagen in warmen Gefilden ( dann Wüstenzonen: Mexiko, Indien ).
      Aber was wir garantiert nicht hinbekommen, werden soziale Umbrüche sein. Das deutsche Parlament und der besorgte Bürger bekommen doch schon die Krise, wenn 20 Migranten im Nachbarort auftauchen, am besten noch ein Handy in der Hand.
      Hast Du eine Ahnung, was passieren wird, wenn ganze Staaten nicht mehr bewohnbar sein werden: Von Ungarn bis nach Indien, alles Steppe; durch die exorbitanten Temperaturunterschiede werden sich Stürme bilden, die auch über Europa, die USA und entwickelte Staaten fegen werden. Enorme wirtschaftliche Schäden und Ernteeinbußen, die Wirtschaftslage geht nach und nach den Bach runter, die Preise rauf.
      Gemässigte Parlamente und Regierungen im Westen werden das nicht handeln können, den Ruf nach der starken Hand im Katastrophenschutz wird deutlich zunehmen, Politik wird sich radikalisieren, die Bürger auch etc. etc. Und zwar rasend schnell, glaub´s mir.
      Bürgerkriege werden die Folge sein, auch im Westen.
      Wir hatten diesen Sommer 8 Wochen am Stück keinen Regen und Einbußen in Milliardenhöhe; laß das mal zur Regel werden; was dann hier los ist.
      Wir leben nicht bei Star Trek, wo man von einer geeinten und friedlichen Menschheit ausgeht, die durch technischen Fortschritt ihre Probleme gemeinsam in den Griff bekommt.
      Klimawandel bedeutet Krieg: Krieg um Resourcen, Krieg um Wasser und Krieg um Land, Krieg um die Deutungshoheit in den Medien und Propaganda, Krieg in den Köpfen der Menschen.
      Millionen werden sich aufmachen und ihre Heimat verlassen; weg von Nahrungs- und Wassermangel ( btw. lies mal Zeitung ), soziale Umbrüche werden die Folge sein. Es sei denn, man läßt sie im Mittelmeer ertrinken......( hier bitte noch mal die Zeitung lesen ); und DAS ist erst der Anfang.
      Wie knapp sind europäische Staaten an rechten Regierungen vorbeigeschrammt, noch.......wir hatten noch mal Glück. Laß den Zustrom an Migranten wieder anschwellen, und Du hast radikale Regierungen von Madrid bis Helsinki.
      Und diese werden ihre Länder eben schon mit Waffengewalt verteidigen; kein Wirtschaftsflüchtling wird Spanien betreten; man teilt sich die eigenen Resourcen ohnehin schon auf; typisch menschliches Verhalten.
      Bisher klappt die Taktik noch mit Schmieren von afrikanischen Dikaturen, dem Bauchpinseln von Erdogan; doch wie lange noch?
      Das Faß läuft jetzt schon über, nur sehen viele eben die ersten Erscheinungen nicht; oder wollen sie nicht sehen,
      Unsere Enkel werden uns fragen; Ihr hab das alles kommen sehen; warum habt Ihr nichts getan?

      Die Menschheit als Ganzes wird das Ganze wohl überleben, sicher.
      Doch zu welchem Preis?

      P.S.: wir haben einen Thread zum Klimawandel, bitte Beiträge verschieben; Merci!
      Vokale sind schwul!
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      Angenommen es käme tatsächlich so schlimm, wie du sagst, was zu unseren Lebzeiten aber nicht der Fall sein wird, weil das eine langfristige Entwicklung ist, und weil du da das absolute Worst-Case-Szenario zeichnest. Aber gehen wir mal davon aus, es käme so. Was ändert das nun? Was nützt dir jetzt dein ganzes Echauffieren? Ändert das irgendwas daran, dass die Erwärmung der nächsten 70 Jahre ohnehin stattfinden wird? Du tust immer noch so, als hätten wir es in der Hand, das zu verhindern. Haben wir das? Der Zug ist längst abgefahren. Glaubst du tatsächlich noch, nur weil die da in Kattowice irgendwelche unverbindlichen, nicht sanktionierbaren Absichtserklärungen formulieren, würde das irgendwas am globalen CO2-Ausstoß ändern? Wer war denn da? Hast du irgendeinen Staatschef der G20 dort gesehen? Ich gebe deine Frage jetzt mal zurück: Wie naiv kann man sein?
      Abgesehen davon sind sämtliche Auswirkungen die du da beschreibst ja nun nichts wirklich Neues. Und die Antwort darauf ist so grausam, wie leider auch selbstverständlich. Ja, in armen und besonders betroffenen Ländern wird es Hungersnöte, schlimme Dürren, Fluchtbewegungen, Seuchen und Kriege geben. Nur, was ist daran jetzt genau neu? Verdursten in der Sahelzone? Die Bilder gabs schon in den 80ern. Flüchtlinge? Verdursten unbemerkt in der Sahara. Schon heute. Diktaturen, die uns die Probleme der Welt vom Hals halten? Ist das jetzt was Neues? Seit wann interessiert sich die Welt denn jenseits von ein paar Mais- oder Reissäcken für Hungersnöte, Bürgerkriege usw.? Der Welt ist doch schon heute recht egal, was in Ländern wie Bangladesh, Somalia, Kongo oder Haiti geschieht. Tu tust geradezu so, als wäre das eine Entwicklung, die erst auf uns zukäme und noch verhindert werden müsste. Vielleicht bessert sich die Menschheit ja tatsächlich irgendwann. Aber wohl eher in 400 als in 50 Jahren. Das alles ändert jedenfalls nichts daran, dass der Klimawandel kommen wird und wir eben das bestmögliche daraus machen müssen. Und das geht eben nur mit aufwendiger technologischer Anpassung.

      Und deine Enkel werden sich auch nicht aufregen. Die werden es nämlich gar nicht anders kennen und es dementsprechend als natürliche Gegebenheit hinnehmen. Oder hast du dich je darüber aufgeregt, dass Generationen vor uns jahrhundertelang den größten Teil des mitteleuropäischen Waldes abgeholzt haben? Nein? Warum nicht? Vielleicht weil du es gar nicht anders kanntest und weil Dir die Vorstellung Mitteleuropa könne ein einziges großes Waldgebiet werden so komisch vorkommt, wie einst den Römern, die schon damals das eher abgeholzte Mittelmeergebiet gewohnt waren? Eben. Du kennst es nämlich gar nicht anders.
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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      @John
      Ich kann deinen Beitrag in Teilen nachvollziehen aber mit dem Schluß machst du es dir dann doch ein wenig zu einfach.
      Denn wenn mann das mit dem "nicht anders kennen" jetzt auf die Spitze treibt könnte mann genau so gut sagen was beschweren sich denn die Kinder die in Kriesen/Kriegsgebieten wie zB. Syrien aufwachsen über den Krieg die kennen doch eh nichts anderes.
      Jemand wie ich der selbst Kinder hat kann das Ganze leider nicht so gelassen sehen wie du.

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
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      Naja, nur ob es jetzt soviel besser ist, deinen Kindern die schwärzeste aller Zukünfte auszumalen bezweifle ich. Ich finde wir täten besser daran, den Nachfolgegenerationen Hoffnung und konkrete Lösungen anzubieten, selbst dann, wenn der Klimawandel kommt. Gerade dann sogar. Und er wird kommen.
      Das heißt wir sollten viel aktiver als bisher daran arbeiten, die alltäglichen Folgen des Klimawandels abzumildern, anstatt uns immer nur darauf zu versteifen den Klimawandel noch irgendwie in aller letzter Minute wundersam aufhalten zu wollen. Dieses Wunder wird nicht passieren.
      Diese Generationen brauchen Hoffnung und Zuversicht und realistische Ziele und nicht nur: :OMG
      P.S. Kriege sind selbstverständlich nie Ereignisse, die man als normale Lebensumstände betrachten kann. Aber dass die europäischen Urwälder schon seit über tausend Jahren größtenteils abgeholzt sind (Ich glaube im Osten Rumäniens sollen noch letzte Überbleibsel stehen.) wird heute ja nun wirklich als normal angesehen. Mit Nordamerika ist es übrigens genauso. Die größten Teile der in den heutigen USA befindlichen nordamerikanischen Urwälder wurden seit der Besiedlung Nordamerikas durch die Europäer abgeholzt. Redet heute auch niemand mehr drüber. Das Wetter und die Umweltbedingungen werden vom Menschen in der Regel als „natürlich gegeben“ wahrgenommen. Was sie selbstverständlich nicht sind. Aber es regt sich eben niemand drüber auf.
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