Gesetzgebung rund ums Digitale und Internet

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • John schrieb:


      Irgendwie entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet Zuckerberg das nun fordert.
      Eigentlich überhaupt nicht, das ist einfach nur logisch und konsequent das ein quasi Monopolist alles tut sein Status zu verteidigen und die letzte verbliebene Konkurrenz auszuschalten. Denn genau das wird passieren wenn jetzt abertausende kleine Seiten und Blogs verschwinden weil sie das Neue Zensurgesetz nicht umsetzen können/wollen.

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Naja, mit er DSGVO hat sich für Deutschland eigentlich nicht so viel geändert, von der maximalen Höhe der Bußgelder abgesehen. Wir hatten schon davor recht strenge Datenschutz Bestimmungen. Ist auch kein Zensurgesetz, weil es nicht den Content beschränkte. Wenn du ein gängiges CMS verwendest und dieses aktuell hältst, kannst du das mit nem Blog alles ziemlich einfach umsetzen.

      Größere Firmen, die meist auf Daten angewiesen sind, haben es da wesentlich schwerer. Wirkt sich aber auch positiv aus, ich sehe es bei mir auf Arbeit, einige Sachen bedürfen jetzt der ausdrücklichen Zustimmung der Kunden, es ist noch einfacher geworden die eigenen Daten abzurufen und die interne Kommunikation wird jetzt in mehreren Abstufungen verschlüsselt, genauso wie jetzt jeder einzelne Arbeitsrechner über ne Festplattenverschlüsselung verfügen wird.

      Du hast aber insofern recht, dass global agierende Unternehmen es natürlich einfacher hätten die DSGVO auch global auszurollen, weil die Tools und Prozesse in Europa schon existieren und für die anderen Märkte nur noch aktiviert werden müssten, wenn nicht teilweise ohnehin schon geschehen. Da hätte es ein rein amerikanisches Unternehmen z.B. erstmal schwerer.

      Ansonsten macht Zuckerberg das vor allem weil sein Unternehmen inzwischen einen echt miesen Ruf hat, wenn es um Datenschutz geht und in Europa Nutzer verliert, während andere Märkte stagnieren. Wachsen tun nur noch die, aus denen pro User viel weniger rauszuholen ist. Er hat also schlicht keine andere Wahl als zu Kreuze zu kriechen und zumindest vordergründig die Strategie zu ändern.
    • orf.at/stories/3118272/

      Das digitale Vermumungsverbot wurde jetzt von der Regierung vorgestellt und soll 2020 in Kraft treten, mein einziges Kommentar dazu "not amused".

      Wenn ich jetzt mehr dazu schreibe bin ich sicher einer der ersten dessen Daten dann abgefragt werden.

      Wobei die Regelung wenigstens erst ab 100.000 User oder 500.000 Euro Jahresumsatz greift, also Bob hier bitte mal am besten fixe Grenzen verankern. Ab 99.999 User sollte es dann eine automatische Registrierungsperre geben.
      Remembering happiness amidst one's misery is the greatest suffering.
    • Es geht der Regierung ja nicht um Terrorzellen sondern um Hasskommentare und co, die Zielplattformen der Regelung sind da eher Facebook und Twitter zum Beispiel, wobei man bei Facebook aber meistens eh kein Pseudonym hat.

      Aber ich finde auch dass es der falsche Zugang ist, in der Realität muss ich mich ja auch nicht vorher ausweisen wenn ich mich auf die Straße stelle und meine Meinung kundtue, wenn ich dabei Hass und Hetze oder eben verbotene Dinge verbreite ist es dann natürlich das gute Recht und auch die Pflicht der Polizei mich in Gewahrsam zu nehmen wo dann eben meine Identität festgestellt wird.

      Und genauso sollte es im Internet auch gehandhabt werden, wenn jemand Scheisse baut soll er auch dafür gerade stehen indem die Behörden dann eben seine Identität feststellen, aber jetzt im Vorhinein eigentlich alle Österreicher unter Generalverdacht stellen um dann eben potentiell bei jedem einzelnen davon relativ schnell auf die gespeicherten Daten zugreifen zu können find ich einfach nur problematisch.
      Remembering happiness amidst one's misery is the greatest suffering.
    • Na so ne Klarnamenpflicht ist doch super dann wissen Extremisten (egal ob rechts oder links) wenigstens wo sie hingehen müssen um ihren politischen Gegner von ihrer Meinung zu "überzeugen".
      Auch wird es eine helle Freude werden wenn regelmäßig der Lynchmob durch die Städte zieht weil mann einen vermeintlichen Verbrecher im Internet identifiziert hat und die Sache jetzt selbst in die Hand nimmt.

      :ironie:

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Ihr habt den Artikel nicht gelesen oder? Die Klarnamen Pflicht bedeutet nicht dass bei mir zum Beispiel statt Drache jetzt mein richtiger Name dasteht.

      Euch gegenüber kann ich mein Pseudonym behalten, ich müsste nur wenn das Forum über 100.000 User hätte, Bob dann meinen richtigen Namen und meine Adresse geben (wovon er sowieso schon beides hat) die er dann speichert und auf Anfrage an die Behörden geben kann.

      Letztendlich liegt es damit zu einem großen Teil an den Website Betreibern ob sie die Daten dann missbrauchen.

      Edit: Bei Twitter wäre ich dann zum Beispiel betroffen, denen müsste ich dann meine richtige Adresse nennen.
      Remembering happiness amidst one's misery is the greatest suffering.
    • drache schrieb:

      Ihr habt den Artikel nicht gelesen oder? Die Klarnamen Pflicht bedeutet nicht dass bei mir zum Beispiel statt Drache jetzt mein richtiger Name dasteht.

      Euch gegenüber kann ich mein Pseudonym behalten, ich müsste nur wenn das Forum über 100.000 User hätte, Bob dann meinen richtigen Namen und meine Adresse geben (wovon er sowieso schon beides hat) die er dann speichert und auf Anfrage an die Behörden geben kann.

      Letztendlich liegt es damit zu einem großen Teil an den Website Betreibern ob sie die Daten dann missbrauchen.

      Edit: Bei Twitter wäre ich dann zum Beispiel betroffen, denen müsste ich dann meine richtige Adresse nennen.
      Bei den ganzen gehackten Datenbanken oder Datenbanken die auf einmal auf Github oder ähnlichen Plattformen auftauchen, mache ich mir schon sorgen, dass demnächst ziemlich schnell herausgefunden werden kann wo wir alle wohnen.
    • Man höre und staune:

      Der EuGH hat das deutsche Leistungsschutzrecht einkassiert, also eben jenes Leistungsschutzrecht auf welches das neue europäische Leistungschutzrecht basiert, wie lange das dann wohl durchhält? :unsure:



      Noch ein Knaller gefällig: Die Verleger hätte gerne die Kosten vom Staat zurück die ihnen durch das Leistungsschutzrecht entstanden sind. Also eben jenes Leistungsschutzrecht, dass erst durch die Lobbyarbeit der Verleger zustande kam :D
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Neu

      Wurde doch nur einkassiert, weil die Bundesregierung vergessen hat das neue Gesetz Brüssel mitzuteilen. Es ist also nur wegen einer Formalie nichtig, über die Rechtmäßigkeit des eigentlichen Inhalts wurde nicht entschieden.

      Und auch wenn es ein Lobby-Gesetz ist, wovon ich absolut kein Fan bin, ist es verständlich, dass die Verleger die Gerichtskosten zurück wollen. Immerhin hat die Bundesregierung hier einen absolut groben Fehler begangen, schließlich hat man ein Gesetz veröffentlicht auf welches man sich berufen hat, von dem man jetzt vor Gericht hören muss, dass es nie in Kraft getreten ist.

      Trotzdem hoffe ich, dass es auch auf europäischer Ebene ebenso ein Robespierre ist ;)



      EDIT: Schon länger berichtet Netzpolitik.org über den illegalen Export von Spionage/Überwachungssoftware aus Deutschland an Diktaturen und hat vor einiger Zeit, zusammen mit einigen NGOs, Strafanzeige FinFisher gestellt, da diese sich keine Exportgenehmigungen eingeholt haben. Die Firma hat jetzt Netzpolitik.org wegen falscher Tatsachenbehauptung abgemahnt, obwohl auch andere Medien darüber berichtet haben. Man möchte hier wohl auf diesem Weg mit die größten Kritiker loswerden und hofft darauf, dass sich ein Nutzerfinanzierter Blog dagegen nicht so gut wehren kann wie z.B. ein großes Medienhaus. Naja, hat ja schon bei der Landesverrats-Affäre gut geklappt :rolleyes:
      golem.de/news/finfisher-trojan…k-org-ab-1910-144349.html

      Und hier nochmal der Artikel direkt auf Netzpolitik.org: netzpolitik.org/2019/ueberwach…he-berichterstattung-vor/

      Ganz interessantes Interview passend zum Thema: netzpolitik.org/2019/interview…igkeiten-ein-trumpf-sein/

      Ich hab meine sporadischen Spenden jetzt auf monatlich umgestellt...