Gesetzgebung rund ums Digitale und Internet

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    • So in der Art sehe ich das auch.
      Deutsche sind berühmt berüchtigt dafür, die Klappe zu halten und beim kleinsten Amtsschreiben einer Behörde ängstlich zu zucken.
      Einschränkung der Meinungsfreiheit geht hier leider mit einem Bundestagsbeschluß um 22:30 während eines Halfinales einher, bei 25 Parlamentariern.
      Gemuckt wird nicht, es wird schulterzuckend hingenommen, wie ein Strafzettel beim Falschparken. Kommt von "oben", muß also korrekt sein.
      In anderen Ländern, u.a. auch die angesprochenen USA, sind die Menschen deutlich kritischer ihren Regierungen gegenüber. Kann man an Arbeitnehmerdemonstrationen sehen, Protesten gegen Rentenkürzungen wie in Griechenland, ["Schüler gehen demonstrieren, wie lächerlich. Die wollen nur Schule schwänzen!" ], aber auch schlicht und einfach an der Tatsache, daß Deutschland im Ranking der frei zugänglichen Inhalte bei Youtube knapp vor Nordkorea und dem Vatikan liegt.
      Mit der GEMA hat man sich ein Pseudoinstrumentarium geschaffen, welches enorm Einfluß nimmt auf die Inhalte ( nicht nur von Youtube ); mit Art. 13 kann dem ganzen noch mal einen oben draufsetzen.
      Ist nicht weit weg von der Zensur, und über "Sicherheit" läßt sich heutzutage vieles, nicht gerade relativieren, aber zumindest begründen. Ein Grund muß nicht immer richtig sein, es reicht manchmal schon, wenn er einfach da ist, v.a. hier in Deutschland, wo alles nur noch abgenickt wird.


    • @Mogges: Deswegen haben die in den USA ja auch so ne klasse Regierung und so nen super Präsidenten. Und auch so tolle Waffengesetze. Da sind wir mit den Verboten hier ja auch immer so engstirnig und kleinlaut und keiner muckt auf.

      Von den USA lernen, heißt siegen lernen...
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Also Amerika hier als Vorzeigekandidat zu nennen finde ich etwas daneben. Die haben derbste Probleme durch ihre recht lockeren Gesetze, siehe Waffengesetze etc. Da find ich das hier wesentlich besser, wobei selbst hier recht einfach ist an Waffen ganz legal heran zu kommen.
      quod sumus hoc eritis

      Refugees welcome!!!
    • John schrieb:

      Hier mal ein sehr lesenswerter Artikel der Probleme von Facebook und YouTube, das Christchurch-Video zu löschen. Sueddeutsche.de
      Und ein tolles Beispiel warum Artikel 13 murks ist, diejenigen die wirklich etwas verbreiten möchten schaffen es auch so und andere Inhalte kommen unter die Räder wenn man es nur der KI überlassen muss. Ändert auch nichts daran, dass dieses Video besonders schlimm ist.
    • John schrieb:

      Hier mal ein sehr lesenswerter Artikel der Probleme von Facebook und YouTube, das Christchurch-Video zu löschen. Sueddeutsche.de
      Sorry, das ist vielleicht etwas detaillierter als das was ich schon letztens in unserer Diskussion geschrieben habe aber nichts Neues. Was ich aber gut finde das Seiten wie FB und Youtube endlich mal in den Fokus rücken denn sie brauchen, es muss ein Konzept her wie man so etwas eindämmen kann.
    • Hades schrieb:

      John schrieb:

      Hier mal ein sehr lesenswerter Artikel der Probleme von Facebook und YouTube, das Christchurch-Video zu löschen. Sueddeutsche.de
      Sorry, das ist vielleicht etwas detaillierter als das was ich schon letztens in unserer Diskussion geschrieben habe aber nichts Neues. Was ich aber gut finde das Seiten wie FB und Youtube endlich mal in den Fokus rücken denn sie brauchen, es muss ein Konzept her wie man so etwas eindämmen kannM
      Missbrauch? Kann man ja technisch de facto nicht.
      Das kann man aber auf alles ummünzen. Mensch ist mit Auto durch Massen gefahren? Autos verbieten.
      Mensch durch Alkohol gestorben? Alkohol verbieten.

      Der Prozentsatz des Missbrauchs durch das Video hochladen ist ja wesentlich geringer prozentual gesehen.
      Totale Kontrolle gibt es nur mit Aufgabe der Freiheit. Und selbst dann finden die Leute noch andere Möglichkeiten, aber dke Mehrheit darf dafür bezahlen - Danke.
      Steam Name: Patata68
    • Loon schrieb:

      Also Amerika hier als Vorzeigekandidat zu nennen finde ich etwas daneben. Die haben derbste Probleme durch ihre recht lockeren Gesetze, siehe Waffengesetze etc. Da find ich das hier wesentlich besser, wobei selbst hier recht einfach ist an Waffen ganz legal heran zu kommen.
      Auch eine Frage des Blickwinkels. Deutschland gilt in den Medien dort sogar als das Beispiel für lockere Gesetze. Der Staat erlaubt schon Schulkindern legal in die Alkohol und Zigarettensucht abzudriften (verursachen deutlich mehr Tote als Straßenverkehr, illegale Drogen und Waffen zusammen, jährlich im sechsstelligen Bereich).

      Sowas wäre in den USA undenkbar.
    • In Amerika saufen Jugendliche auch auf Partys, genauso wie sie sich Drogen einfahren. Nicht mehr oder weniger als hier auch. ABER hier hat nicht jeder auf der Party ne Zimmerartillerie einstecken. Kontrollen an den Kassen gibt es hier auch. Das bringt nur eben nicht viel. Irgendwoher bekommt man das Zeug ja doch.
      Aber was die Waffen angeht, ist es dort doch noch mal einfacher als hier bei uns an sowas ranzukommen.
      quod sumus hoc eritis

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    • Hier wurden mit keinem Wort die USA als "Vorzeigekandidat" tituliert; ich habe lediglich einen Punkt genannt, nämlich den der Meinungsfreiheit und Kritik gegenüber der Politik, wo uns die Gesellschaft dort voraus ist.
      Donald Trump hat im Moment bodenlos schlechte Kritiken und Umfragewerte; außer Fox News wird er in nahezu allen Zeitungen und Fernsehsendern parodiert, kritisiert und persifliert.
      Ganze Latenight Shows sind voll mit ihm; bei uns kommt so etwas 1 x im Jahr auf dem Nockherberg vor, ein wenig während des Karnevals und das war´s dann auch.
      Selbst nicht unerheblich wenige aus den Reihen der Republikaner haben gegen die Notstandsverordnung zur Finanzierung der Mauer gestimmt; noch nicht einmal Fraktionszwang scheint zu funktionieren, wenn es an´s Eingemachte geht.

      Dass es selbstverständlich 225 Punkte, Gepflogenheiten, Gesetze und Macken gibt, wo die Amerikaner sich noch im Jahre 1750 befinden, steht doch völlig außer Frage.
      War aber auch nicht das Thema.


    • Geht´s noch?
      Wenn ich in einer Argumentation die USA verwende, soll ich mich selbst im dortigen Thread zitieren?
      Wenn im gleichen Satz Österreich oder die Schweiz vorkommen, den Thread wechseln und digitale Verschwörungstheorien die Gesetzgebung zum Klimawandel beeinflussen einen vierten Thread?

      Mach mal halblang hier; bei der Grünwarnung-Euphorie schreibt hier bald keiner mehr.


    • Man kommt heute nicht auf Wikipedia. Die Seite ist schwarz, mit einem Aufruf den eigenen Abgeordneten zu kontaktieren, damit er gegen die Urheberrechtsreform stimmt.

      Empfinde ich fast schon als politische Nötigung. Wikipedia sollte sich aus solchen politischen Debatten raushalten, zumal sie gar nicht von Artikel 13 betroffen sind. Mit einem Header könnte man ja noch leben, aber gleich die gesamte deutschsprachige Wikipedia abzustellen ist deutlich übertrieben und anmaßend. :thumbdown:
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • John schrieb:

      Man kommt heute nicht auf Wikipedia. Die Seite ist schwarz, mit einem Aufruf den eigenen Abgeordneten zu kontaktieren, damit er gegen die Urheberrechtsreform stimmt.


      Empfinde ich fast schon als politische Nötigung. Wikipedia sollte sich aus solchen politischen Debatten raushalten, zumal sie gar nicht von Artikel 13 betroffen sind. Mit einem Header könnte man ja noch leben, aber gleich die gesamte deutschsprachige Wikipedia abzustellen ist deutlich übertrieben und anmaßend. :thumbdown:

      Wenn du dir den Text durchgelesen hättest, dann wüsstest du a) warum sie die Seite sperren/dagegen sind und b) warum es eben nichts politisches ist sondern es um eine Meinung und Überzugung und Freiheit geht, für die auch Wikipedia ist und eine Gefahr sieht.
      Steam Name: Patata68
    • Habe ich mir komplett durchgelesen und bleibe trotzdem bei meiner Meinung. Das ist politische Nötigung. Hat auf Wikipedia so nichts zu suchen. :thumbdown:

      P.S. Glücklicherweise gibt es ja seriöse Alternativen. So z.B. die Encyclopedia Britannica (kostenlos) oder aber auch den gesamten, guten alten Brockhaus für nur 60 Euro im Jahr. Ich glaube Letzteres werde ich mir wirklich mal überlegen. Wikipedia ist schließlich ohnehin im Grunde nicht zitierfähig.
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • John schrieb:

      oder aber auch den gesamten, guten alten Brockhaus für nur 60 Euro im Jahr. Ich glaube Letzteres werde ich mir wirklich mal überlegen. Wikipedia ist schließlich ohnehin im Grunde nicht zitierfähig.
      Und gleich mal in die Tat umgesetzt. 5€ pro Monat für ein sauber recherchiertes Lexikon ohne Werbung sind ja nun nicht die Welt. Schon gar nicht, wenn man bedenkt, was die Brockhaus-Enzyklopädie früher gekostet hat.

      Nappi schrieb:

      Ach, die alte Lehrermeinung: Wikipedia darf man nicht zitieren.
      Steckt noch aus der Uni drin. In wissenschaftlichen Arbeiten durfte man da Wikipedia nicht zitieren, da viele Informationen auf Wikipedia oft auch falsch oder umstritten sein können. Da wärest du mit durchgefallen. Für Schüler und den Laien ist es in der Regel völlig ausreichend (meine Meinung), wenn sie die Artikel nicht völlig unkritisch lesen.

      P.S. Wobei ich zugestehen muss, dass auch ein Brockhaus bei Weitem nicht an die inhaltliche Weite von Wikipedia herankommt. Manche Themen findet man im Brockhaus überhaupt nicht oder nur sehr rudimentär.

      P.P.S. Nun ja, bin doch etwas ernüchtert. Glaube nicht, dass ich die 14tägige Testphase weiterführe. Donald Trump wird gerade mal mit einem Artikel von 3 Abschnitten abgehandelt. Das ist mir deutlich zu wenig.
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    • Nachdem ich nun die Artikel 11 & 13 gelesen habe verstehe ich nicht, wie man darauf kommt, dass hier eine Zensur droht. Denn wie sicher jeder von Euch gelesen hat, im Gesetz wird geschrieben stehen, dass die Anbieter und die Urheber Absprachen zu treffen haben, ob und wenn ja wie Technische Mittel zur Anwendung kommen sollen. Darüber hinaus sind regelmäßig deren Zweckmäßigkeit und Wirksamkeit zu prüfen. Falls es darüber hinaus gehenden Diskussionsbedarf geben sollte, kann dies über die bei den Betreibern der Plattformen einzurichtenden Beschwerdestellen getan werden.

      Wo also kommt es zur Zensur? Die beschriebenen Rechte gelten auch für Youtuber und Karrikaturisten. Auch diese können mit den Anbietern in Kontakt treten. Darüber hinaus sollte bedacht werden: Die Filter werden kontinuierlich angepasst werden MÜSSEN, da die Entwicklung der Filter einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Es wird also möglich sein mit der Zeit sinnvoll wirkende Filter zu konstruieren. Es ist lediglich etwas Geduld gefragt.

      Ich fasse also zusammen: Meiner rein subjektiven Einschätzung nach wissen die meisten gar nicht WAS die Artikel besagen oder wie sie zu verstehen sind. Vielmehr scheint es, dass mal wieder die Unwissenden Wortführer sind, und die große Mehrheit einfach mitläuft, weil es opportun oder populär ist. Eine wirklich sachliche Diskussion kann es daher nicht geben, denn wie soll der Gesetzgeber argumentieren, wenn der Gesprächspartner die Argumente weder kennt noch zur Kenntnis nehmen will? :thumbdown:
    • Zur Wikipedia:

      Ich finde es bedenklich wenn man Wikipedia per se verteufelt aber Bücher über alles stellt. Bücher sind ja nicht gleich Bücher. Da gibt es genauso welche mit richtigen und welche mit falschen Informationen. Häufig auch gerne mit veralteten Informationen. Zudem wird in Wikipedia meistens auch nicht frei Schnauze geschrieben sondern es sind Quellen angegeben, eben wiederum die Bücher, teilweise auch andere Internetquellen, da viele, vor allem aktuellere Sachen noch überhaupt nicht in gedruckter Form zu finden sind.

      Für wissenschaftliche Arbeiten gibt es natürlich genaue Standards an die man sich halten sollte. Aber einfach so für den privaten Gebrauch um etwas nachzuschlagen oder etwa hier im Forum zu diskutieren, ist Wikipedia mehr als ausreichend.

      Und auf grundlegend falsche Informationen bin ich bisher bei Wikipedia noch nicht gestoßen. Eher auf abweichende Details aber die gibt es ganz sicher auch bei unterschiedlichen Büchern.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda