Drogen - Umgang, Konsum und Missbrauch

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    • Drogen - Umgang, Konsum und Missbrauch

      :banane: :lol3: :jumping: HANF HANF HURRA! :jumping: :lol3: :banane:

      Seit Jahreswechsel ist Cannabis in Kalifornien nicht nur zu medizinschen Zwecken legal erhältlich.

      diepresse.com/home/ausland/wel…-Marihuana-in-Kalifornien

      Ein kleiner Lichtblick nach all den Negativschlagzeigen der letzten Zeit. Schade nur, dass Österreich und die meisten seiner Nachbarn noch Lichtjahre entfernt sind dieser Entwicklung.

      Wünsche dem Sun State viel Vergnügen beim high werden, möge die Haschwolke D.C erreichen und an nötiger Stelle für eine Bewusstseinserweiterung sorgen^^

      Make america high again! :ätsch:
      Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle dienend anerkannt habt.

      -Buddha
    • Aus eigener Erfahrung bin ich jetzt nicht so der Fan von dem Zeug, aber die Gründe für die LEgalisierung überwiegen für mich bei weitem.

      Will die SPD Hasch eigentlich mittlerweile auch so halbherzig legalisieren oder "nur" Linke, FDP und Grüne?
      Deutschland – mein Herz in Flammen
      Will dich lieben und verdammen
    • Eben, also verbieten wir das auch noch!

      Die legalisierte ( und natürlich staatlich kontrollierte ) Abgabe von Drogen hat nur Vorteile: keine Beschaffungskriminalität mehr, höhere Steuereinnahmen, medizinische Abgabe- und Kontrollmöglichkeiten, horrende Einnahmeverluste des organisiertes Verbrechens wie die Mafien oder Kartelle, deutlich weniger Drogentote durch verdreckten Stoff und keine Überdosierungen mehr, positive Beispiele, wie man´s richtig macht sind die Niederlande oder auch Colorado.

      Super Doku btw:



    • Was Alkohol und Drogen angeht, ballern sich in der Jugendzeit nicht nur die Unterschicht-Kinder regelmäßig die Birne weg, sondern mehr oder weniger alle. Trotzdem schaffen es die meisten später dann mit dem Einstieg in Familie und Beruf. Bei denen die es nicht auf die Reihe kriegen muss es dann nicht zwingend am Konsum liegen, der ist vielleicht auch einfach nur das Symptom der Probleme die ein Mensch hat.

      Nochmal vereinfacht:

      Kinder/Jugendliche/Junge Erwachsene aller sozialen Schichten ballern sich regelmäßig weg -> die Mehrheit schafft später ihr Leben auf die Reihe zu bekommen
      Kinder aus sozial schwachen Familien (niedriges Einkommen, niedrige Bildung) -> werden oft wieder zu entsprechenden Familien

      Drogen/Alkohol sind also nicht die Ursache.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Mogges schrieb:

      keine Beschaffungskriminalität mehr, höhere Steuereinnahmen, medizinische Abgabe- und Kontrollmöglichkeiten, horrende Einnahmeverluste des organisiertes Verbrechens wie die Mafien oder Kartelle, deutlich weniger Drogentote durch verdreckten Stoff und keine Überdosierungen mehr, positive Beispiele, wie man´s richtig macht sind die Niederlande oder auch Colorado.
      Gibt es denn nicht auch Alkohol- oder Nikotinabhängige, die sich ihren Stoff stehlen? - Bzw. wo findet bei den beiden Sachen eine medizinische Abgabe bzw. Kontrolle statt?

      Die Steuereinnahmen bei Nikotin und Co. steigen zwar, gleichzeitig setzt der Staat aber offensichtlich darauf, den Konsum durch entsprechende Abschreckung zu unterbinden. Also sind mehr Steuereinnahmen doch eine zweischneidige Sache.

      Gibt es nicht auch eine "Zigarettenmafia", für die sich der Schmuggel bzw. die Produktfälschung aufgrund der Steuervermeidung durch Raucher lohnt, deren gepanschte Zigaretten aber auch Schadstoffe en masse enthalten? (Gut, bei Alkohol lohnt sich das nicht mehr, das wird ja auch beim Discounter verramscht.)


      Fairas schrieb:

      die Mehrheit schafft später ihr Leben auf die Reihe zu bekommen
      Oder zumindest, es sich nicht anmerken zu lassen und in ihrem Job und der Öffentlichkeit zu funktionieren.
      ___ ___ ___ ___ ___
      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.
    • Ja, es gibt gibt Schmuggelware und eine Zigarettenmafia, na und?
      Es gibt auch Autoschmuggler, Birkenstock Kopierer und illegale Downloader von PC Spielen. Sehe jetzt den Zusammenhang nicht zwischen einer Legalisierung und kriminellen Aktivitäten.

      In Colorado sind die Steuereinnahmen ( hauptsächlich Umsatzsteuer durch den Verkauf von Cannabisprodukten ) bei weit über hundert Mio Dollar, Tendenz steigend.
      Eine medizinische Abgabe findet bei Zigaretten ( nicht nötig ) und bei Alkohol ( wäre ein gewaltiges gesellschaftliches Problem ) nicht statt; ist meines Erachtens nicht nötig. Die Kontrolle findet über das Alter statt und die Tatsache, daß wenn ich im Laden ein Packung Marlboro kaufe, sicher sein kann, daß kein Rattengift in den Zigaretten ist und bei der Pulle Jack Daniels kein Frostschutzmittel.

      Es gibt nicht eine ernsthafte Studie weltweit, die einen Zusammenhang belegt zwischen kontrollierter und legaler Drogenabgabe und späterer Zunahme an Gesamtabhängigen in der Gesellschaft.
      Die Prohibition in den USA beispielsweise hat nur einem genützt, den Schmugglern und der Mafia. Es wurde gesoffen wie eh und je, sogar noch mehr als sonst, zu deutlich überhöhten Preisen. Nach dem Wegfall des Alkoholverbots mußte sich die Mafia ein neues Betätigungsfeld suchen, es war das Heroin. Und das ist es bis heute.

      Man sollte auch nicht vergessen, daß Drogenabhängige krank sind und Hilfe benötigen. Habe irgendwie den Eindruck, so mancher Kritiker hier ist der Meinung, da läßt sich jemand ein "schönes" Leben aus Steuergeldern finanzieren und holt sich auf Staatskosten seinen Schuß bei der Apotheke.

      Die Doppelmoral bei Cannabisverbot und exzessivem Alkoholmißbrauch, brauche ich erst gar nicht zu erwähnen. Alkohol ist die bei weitem gefährlichste, abhängig machende und die Gesellschaft schädigende Droge überhaupt. Nicht nur die medizinischen Kosten für Behandlungen von Leberzirrhose und Ä. schnellen in die Höhe, sondern auch Gewaltakte, v.a. im privaten Bereich, Tötungsdelikte etc.
      Es interessiert niemanden; Alkohol ist akzeptiert und wird konsumiert. Die allermeisten können damit umgehen, die wenigen, die das nicht können, werden durch staatliche Programme, Ärzte, die Verwandschaft und Psychologen aufgefangen und wieder auf den Weg gebracht, fertig ist die Sache.
      Wäre bei Abgabe von Cannabis nicht viel anders.
      Genausowenig wie man im Supermarkt, an der Tankstelle, beim Finanzamt, dem Fußballplatz und der Autobahn, keinen Dauerbesoffenen in unkontrollierbaren Massen begegnet, wird man dauerbreite und völlig stoned Menschen in alttäglichen Situationen begegnen, nur weil man jetzt im Laden ne Tüte für 4,50 € kaufen kann.


    • Hast du vom Nationalen Notstand in Sachen Medizin und Metamphitamin in den USA gehört? Ausgelöst angeblich durch die legale Verschreibung von Schmerzmitteln und Psychopharmaka?
      Hast du schonmal von der Branntweinpest gehört? Nach Schätzungen gibt es bis zu 2,5 Millionen Alkoholabhängige in Deutschland. Ich wette jeder hier kennt mindestens einen oder hat schon öfter solche armen Menschen gesehen und erlebt. Wird aber ja meistens diesen Menschen als persönliche Schuld zugeschrieben und nicht der Droge Alkohol. Und das obwohl bekannt ist, was „das Feuerwasser“ bspw. bei den Indianer- und Inuit-Völkern angerichtet hat und heute noch anrichtet. Über den ausgeprägten Alkoholismus in manchen Ländern macht man sich dann sogar lustig. Wie bspw. über die Wodka-Abhängigkeit vieler Russen.
      Ja, ich trinke auch gerne ab und wann Alkohohl. Aber ich finde trotzdem, dass die Wirkung dieser Droge als psychische Droge viel zu stark unterschätzt wird. Trauer und Alkohol können eine sehr gefährliche Kombination werden. Darüber liest und hört man zu selten. Diese Gefahr der Verharmlosung sehe ich bei einer Legalisierung. Außerdem kannst du eh nicht alle Drogen legalisieren. Oder willst du das dann auch mit Haschisch und Heroin machen? Wie du schon sagtest, die Mafia wird dann ausweichen. Worauf wohl?
    • Du meinst sicher das hier:
      spiegel.de/panorama/gesellscha…ueberdosis-a-1184731.html

      Joa da hat mann halt extrem schnell und stark abhängig machende Schmerzmittel (Opioide) wie Hustensaft verschrieben und als dann das entsprechende Leiden kuriert und die Behandlung vorbei war haben sich die Leute illegalen Ersatz besorgt weil die Sucht geblieben ist. Das ist zum einen ein gravierender Fehler der Ärzte gewesen (da fragt mann sich dann was die eigentlich in ihrem Studium gelernt haben) und zum anderen gab es wohl ein falsches Gutachten der Pharmaindustrie welche solche Mittel lange als harmlos eingestuft hat. Guckst du hier:

      spiegel.de/spiegel/millionen-a…von-heroin-a-1162602.html

      In Deutschland bekommen solche Hämmer übrigens wenn überhaupt nur im sterben liegende Krebspatienten verschrieben.

      Aber um mal zum eigentlichen Thema zurück zu kommen was hat das denn bitte jetzt mit Cannabis zu tun ? Es macht körperlich nicht abhängig es sind lediglich psychische Abhängigkeiten möglich also wenn du etwas mit Heroin vergleichen willst dann schon ehr den Alkohol der hat nämlich ein ähnlich hohes Suchtpotenzial.
      Von daher sollte mann vielleicht mal etwas gegen die Verharmlosung von Alkohol in unserer Gesellschaft unternehmen, wo ja gerade diejenigen die Cannabis für Teufelszeug halten immer kräftig dem Alkohol die Stange halten. Mir würde da ähnlich wie bei Tabak ein komplettes Werbeverbot in den Sinn kommen, (die Empörung und den Aufruhr bei den Heuchlern von der CDU/CSU kann ich mir da schon lebhaft vorstellen) und auch eine Anhebung des Freigabe Alters von 16 auf 18 Jahre wäre sicher nicht verkehrt.

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flo78 ()

    • Warum was verbieten das eh jeder nimmt? (mal salopp gesagt).

      So soll inzwischen grob jeder dritte Student auf leistungssteigernde Mittel zurückgreifen. Wo liegt jetzt hier das Problem? An der hohen Verfügbarkeit solcher Substanzen? Oder doch eher am Leistungsdruck und am verkackten Bachelor-System?
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Im Grunde genommen, ALLES verbieten. Auch Zucker, Kaffee usw.!

      ABER das ist hier gesellschaftlich nicht möglich.

      Ich bin da hin und hergerissen zwischen verbieten und erlauben. Ich denke wichtiger ist der Zustand einer Gesellschaft. Ist Sie in der Lage derartiges zu erlauben zu verbieten JA / Nein. Was führt zu den negativen Auswüchsen? Hier ist der wichtigste Ansatz überhaupt aus meiner Sicht. Wie kann man verhindern das aus gelegentlichem Konsum kein dauerhafter selbstzerstörerischer Konsum wird. Ist die Gesellschaft hier in der Lage dies zu Kontrollieren und entsprechend gegenzusteuern. Wenn ja, ok. wenn nein dann verboten lassen bzw. verbieten.

      Wenn die Gesellschaft nicht in der Lage ist, Kiffer, Säufer, Medikamentenabhängige wieder auf die richtige Spur zu bringen oder noch besser versucht das es erst gar nicht soweit kommt (in der Masse der Nutzer). DANN und erst dann kann man aus meiner Sicht über die Legalisierung verbotener Substanzen reden.

      Es stellt sich also die Frage ist die Gesellschaft in Deutschland in dazu in der Lage? Müssen nicht zuerst andere Dinge abgeschafft / abgemildert werden (bsplw. stark überhöhter Leistungsdruck)

      EDIT:
      Es sollten mehr feste Fördermittel, Personal, usw. für die erkrankten Menschen zur Verfügung stehen. Das sollte eigentlich locker aus den Einnahmen geschafft werden.
    • Fairas schrieb:

      So soll inzwischen grob jeder dritte Student auf leistungssteigernde Mittel zurückgreifen. Wo liegt jetzt hier das Problem? An der hohen Verfügbarkeit solcher Substanzen? Oder doch eher am Leistungsdruck und am verkackten Bachelor-System?
      Es liegt am Lebensstil der Studenten. Der Leistungsdruck im Studium ist nicht höher als der Leistungsdruck in der Schule und das Bachelorsystem hat nicht viel damit zu tun (das hat eher zu einer allgemeinen Reduzierung der Studiumsqualität geführt).
      „The Wheel of Time turns, and Ages come and pass, leaving memories that become legend. Legend fades to myth, and even myth is long forgotten when the Age that gave it birth comes again."