Versandhändler und ihre Vor- und Nachteile

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    • Fairas schrieb:

      Ordentliche Bezahlung und Arbeitsbedingungen und die Studenten rennen denen die Bude ein.
      DHL und Hermes sollen ja nach eigener Aussage einen sehr schlechten Dienstleistungsvertrag mit Amazon abgeschlossen haben. Eine Neuverhandlung wird ihrerseits angestrebt. Amazon selbst möchte hingegen seinen eigenen Liegerdienst in Deutschland etablieren. Ein Pilotbetrieb findet bereits in ausgewählten Gebieten statt. Es bleibt abzuwarten.
      :bischof: Anhänger der Bewegung zum Verbleib von Lucius Vantarius und Gegner von Waschmitteln namens Brax :bischof:
    • Ob das so klug ist von Amazon? Bisher konnte sich der Frust auf DHL abladen. Amazon wird ähnliche Probleme bekommen.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.
    • Bei Amazon hab ich aber kein gedöns mit dem Zurückschicken, Erneutschicken oder sonst irgendwas.
      Wenn ich bei Amazon bestell ist das in 2 Tagen da. Wenns aus Übersee kommt in ner Woche. Aber das was du da erlebt hast ist Mitschuld deines Händlers. Amazon hätte den neuen PC verschickt, bevor dein alter überhaupt angekommen ist.

      Wegen diesem Service gewinnt Amazon auch gegen alle anderen. Da kann DHL mal was verkacken und es fällt einfach nicht so krass auf.
      Wenn der Händler aber schon bei einem normalen PC Lieferzeiten von paar Wochen hat und zusätzlich DHL scheiße ist, dann fällt das natürlich ins Gewicht.
    • Nonsensification schrieb:

      DHL/Deutsche Post/Hermes finden zumindest in meiner Stadt kaum noch qualifiziertes Personal, um die Flut an Internetbestellungen Herr zu werden. Die geschilderten Erlebnisse kann ich leider in der eigenen Erinnerung wiederfinden. Letztes Wochenende war unser Airbnb-Hoste eine gute alte Bundespost-Angestellte - sie konnte für das flache Land die gleiche Entwicklung schildern. Die Rahmenbedingungen sind offenbar deutlich zu schlecht.
      Tja, die Konjunktur läuft halt nach wie vor, viele Regionen haben Vollbeschäftigung oder sind nah dran, selbst im Niedriglohnsektor können sich vielerorts die Leute zwischen mehreren Stellen entscheiden, also gewinnen diejenigen mit dem besseren Angebot. DHL und Hermes (die ja noch schlimmer sein sollen was Bezahlung angeht) sollen ruhig ihre Tarife für die Großkunden wie Amazon um einen Euro pro Paket anheben. Das würde Milliarden bringen die man dann wiederum in die Mitarbeiter stecken könnte. Müssten halt nur die Großkunden mitspielen :pffft:

      Nonsensification schrieb:

      Amazon selbst möchte hingegen seinen eigenen Liegerdienst in Deutschland etablieren. Ein Pilotbetrieb findet bereits in ausgewählten Gebieten statt. Es bleibt abzuwarten.

      John schrieb:

      Ob das so klug ist von Amazon? Bisher konnte sich der Frust auf DHL abladen. Amazon wird ähnliche Probleme bekommen.
      Ist sogar sehr klug von Amazon, selbst wenn sie ewig in der Pilotphase sind, haben sie damit immer ein großes Drohpotenzial gegenüber den etablierten Lieferdiensten und damit können sie die Preise drücken. Und leider ist es ja auch so, dass Amazon mit seinen vielen Lagern, seinen Erfahrungen in der Logistik und seiner Bereitschaft Milliarden zu investieren wohl eines der wenigen Unternehmen wäre, welches wirklich dazu in der Lage wäre recht schnell einen Lieferdienst aufzuziehen.

      Ob Amazon es wirklich in der Breite machen wird (in naher Zukunft) halte ich aber auch für fraglich, immerhin hätten sie dann ja die gleichen Probleme und glaube nicht, dass sie von der Kostenstruktur erheblich günstiger als die etablierten Anbieter arbeiten könnten. Amazon tendiert allerdings dazu dort einzugreifen wo etwas nicht richtig funktioniert, d.h. wenn die Lieferungen dauerhaft in einer Region unpünktlicher werden und es die Lieferdienste dort nicht hinbekommen, dann wird Amazon dort wahrscheinlich bald eine eigene Logistik etablieren. Zum Glück für die hiesigen Anbieter haben wir in Deutschland schon eine vergleichsweise gut funktionierende Logistik, die dürften sich also zumindest Hoffnung machen nicht ganz oben auf der Liste zu stehen.

      Der Blick in die USA lohnt trotzdem, Amazon will dort jetzt Logistik-Statups mit 10 000 Dollar Startgeld unterstützen + gratis Fahrzeuge, Uniformen, Versicherungen und Benzin. Fahrzeuge und Uniformen haben dann natürlich ein Amazon-Branding. ;)

      Und dann experimentiert Amazon ja noch mit Amazon Flex: flex.amazon.de/

      Recht frei einteilbare Lieferblöcke a 4 Stunden, 17 Euro die Stunde. Ich weiß jetzt nicht wie hoch da die eigenen Benzinkosten sind wenn man 4 Stunden rumfährt (kann man sicher zumindest von der Steuer absetzen) oder ob man da auch mit Lastenrad aufkreuzen kann, aber selbst wenn man da ein bisschen was abzieht klingt das für mich nach keinem schlechten Stundentenjob.
    • Bis zu 17 Euro!

      Da ist ne große SPanne nach unten. Wenne da mit dem Fahrrad aufkreuzt und was zustellst, wird das...defenitiv weniger sein, als wenn du dich total abhetzt mit nem eigenen KLeintransporter und dann Waschmaschienen auslieferst, was dann wahrscheinlich eben die 17 Euro darstellt.

      Auch muss man natürlich sagen.
      Das ist Scheinselbstständigeit. Der BEtrieb führt also keine Sozialabgaben irgendeiner Art ab, das musst du alles machen, du hast keinen SChutz irgendeiner Art oder eine VErdienstgarantie irgendeiner Art, wenn SChäden am Fahrzeug auftreten bist du total gearscht...etc. und von gewerkschaftlicher ORganisation, oder gar einer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Arbeitsunfall bei einem derartig basiskapitalistischen Konzept brauch man wohl gar nicht anfangen.

      Auch der Stadtverkehr wirds danken wenn dann noch mehr Lieferfahrzeuge unterwegs sind....

      Klingt für mich auch als Studentenjob als ziemliche Verarsche und Ausbeutung unter Aushebelung geltender Arbeitsgesetze, bei maximalen Vorteil für Amazon.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand
    • Kommt ein bisschen auf die Umsetzung an wie gut oder schlecht das als Studentenjob letztendlich ist, wäre ganz interessant da mal genauer hinter die Kulissen zu schauen.

      Das da letztendlich vor allem Amazon was von hat und dabei weder Arbeitnehmer noch der Staat die großen Gewinner sind, dass ist leider klar. Generell sollte in dem Bereich der Staat viel stärker eingreifen, Amazon ist ja nicht das einzige Unternehmen das es auf die Tour macht.

      Es werden ja auch nicht umsonst hohe Summen in die automatische Zustellung per Drohne oder Roboter investiert, langfristig möchte man den Problemfaktor Mensch möglichst abschaffen...
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