[AAR] U30 - Der stille Jäger

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    • [AAR] U30 - Der stille Jäger

      Flottillenstab 7. U-Flottille Königsberg, 05. August 1939
      Guten Tag die Herren,


      gestern ist U30 von seiner jüngsten Ausbildungsfahrt zurückgekehrt. Aufgrund technischer Probleme konnte das geplante Torpedoschießen nicht stattfinden, und weil es mal wieder zu windig war, fiel auch das Artillerieschießen ins Wasser. Der Kommandant von U30 hat seine Männer daher ein wenig in der Schadensabwehr gedrillt, was angesichts der vielen neuen Gesichter in unserer Flottille immer eine gute Idee ist. Man kann daher sagen, er hat die Zeit gut genutzt. Siehe dazu auch das KTB, dessen Auszug Sie hier einsehen können.





      Meine Herren, dass U30 nach nur 3 Tagen auf See wieder im Hafen ist hat seinen Grund, und der hat nichts mit dem Wetter zu tun, oder mit irgendwelchen technischen Problemen. Nein, es ist etwas sehr viel Ernsteres. Der FdU hat gestern angewiesen, dass unsere kombinierte Flottille verlegt werden soll. Die Boote der 7. Flottille gehen demnach nach Kiel, die Boote der 13. nach Wilhelmshaven. Wenn Sie mich fragen, und ohne großartig spekulieren zu wollen, da braut sich ganz offensichtlich was zusammen. Und das ist gewiss kein Sonntagsausflug mit den Damen von der Feldsanität.


      Meine Befehle sind daher Folgende: Alle Boote werden bis spätestens nächsten Donnerstag seeklar gemacht und verlegen schnellstmöglich in die zugewiesenen Bereitstellungsräume. Reparaturen sind zu beschleunigen, Übungen sind soweit möglich zu intensivieren. Auf dem Weg zu Ihren neuen Heimathäfen werden Sie mit Ihren Männern weitere Übungen abhalten, sodass Sie mit einem kampftauglichen Boot in Ihren Zielhäfen ankommen. Machen Sie sich klar, dass der Frieden sich seinem Ende zuneigt! Daher braucht der FdU, und auch Deutschland, Sie und Ihre Männer in Bestform!


      Natürlich gilt für das hier Besprochene absolute Schweigepflicht. Ich erwarte daher, dass zumindest vorerst die Gründe für die Verlegefahrten unerwähnt bleiben. Ich werde morgen oder übermorgen mit dem Tagesbefehl eine plausible Erklärung abgeben, auf die Sie sich im Zweifelsfall berufen können. Ich bin mir der Brisanz bewusst, aber ich bin mir auch sicher, dass Sie mich nicht enttäuschen werden. Und nun meine Herren, wegtreten! Sie haben Ihre Befehle!

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    • Flottillenstab 7. U-Flottille Kiel, 15. September 1939

      Guten Abend meine Herren,

      der Krieg dauert nun schon einige Tage an, und wir erhalten endlich die ersten Rückmeldungen über das Verhalten unserer Gegner in Nord- und Ostsee, sowie des Nordöstlichen Atlantiks. Durch die Berichte von U4 und U6 von vor drei Tagen, sowie dem Bericht von U48, den Sie heute Morgen erhalten haben, wissen wir, dass der Engländer von unserer Offensive, wenn wir dieses Trauerspiel, das wir hier bislang aufführen, denn so nennen wollen, weitestgehend überrascht wurde. Eine Abwehrorganisation ist nicht präsent, Strukturen und Maßnahmen gegen U-Bootangriffe sind nicht erkennbar.

      Sicherlich ist es noch zu früh, um eindeutige Rückschlüsse zu ziehen, jedoch glaube ich erkennen zu können, dass wir zumindest noch in den nächsten Wochen mit keinem nennenswerten Widerstand durch die Königliche Marine zu rechnen haben. Der FdU und die Flottillenkommandeure der anderen Flottillen stimmen in dieser Frage mit mir überein.

      Zudem haben wir vor wenigen Tagen der Englischen Verteidigung einen ersten empfindlichen Schlag versetzt. U30, das bereits vorgestern wieder eingelaufen ist, hatte gemeldet, am 10. gleich zwei Zerstörer versenkt zu haben. Der Aufklärungsstab des OKM hat heute berichtet, dass der Engländer die Versenkung der Zerstörer in einer Zeitungsmeldung bestätigt hat. Das sind wirklich gute Nachrichten. Noch zwei oder drei weitere Erfolge dieser Art und der Engländer ist gar nicht mehr in der Lage wirksame Maßnahmen zum Schutz seiner Frachter zu ergreifen. Ich erwarte daher, dass den Kommandanten die Dringlichkeit der Versenkung von eskorttauglichen Schiffen verdeutlicht wird, sofern die jeweilige Situation es zulässt - natürlich.

      Meine Herren, ich muss ihnen an dieser Stelle noch eine unangenehme Mitteilung machen. In dem bereits genannten Zeitungsbericht behaupten die Engländer gestern eines unserer Boote nordwestlich von Irland mit Wasserbomben angegriffen und vernichtet zu haben. Gemäß unserer Aufstellung kommt dafür nur U39 in Frage, zu dem wir seit vorgestern Abend keinen Kontakt mehr hatten. Bislang wird das Boot nur als überfällig geführt, mein Gefühl sagt mir jedoch, dass mit dem Schlimmsten zu rechnen ist. Ich möchte Sie dennoch bitten diese Information vorerst unter Verschluss zu halten, eine Meldung über Verluste könnte die Moral untergraben, und das können wir im Moment nicht gebrauchen.

      Wie dem auch sei. Ich überlasse Ihnen eine Kopie des Feindfahrtberichts von U30 zum Studium. Außerdem war der IWO von U30 so freundlich einige seiner privaten Fotos zur Verfügung zu stellen. Ich hoffe, dass Sie daraus einige nützliche Erkenntnisse ziehen können, Sie werden sie noch brauchen. Also dann, ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Wegtreten!







      Fotoalbum von U30 - 2. Feindfahrt


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      3. September 1939 - Norwegischer Frachter "Stjerne Stavanger" - Abstand 900 Meter



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      4. September 1939 - Britischer Küstentanker "Matchlock" nach Torpedotreffer - 1.100 BRT



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      6. September 1939 - Britischer Frachter "S.S. Brasiloide" sinkt nach Torpedotreffer und nach fast 2 Stunden auf ebenem Kiel - 4.700 BRT



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      6. September 1939 Nachmittags - Auch der Frachter "White Squall" kann U30 nicht entkommen - 4.300 BRT



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      7. September 1939 - Ein Schiff in Flammen - Die "S.S. China Mail" mit 1.900 BRT



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      7. September 1939 - Die "S.S. Mokambo" sinkt nach Artilleriebeschuss - 1.800 BRT



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      8. September 1939 - Fächerschuss bei Nacht - Britischer Frachter Tureby brennt und sinkt - 4.300 BRT



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      9. September 1939 - Ein schwerer Schlag - Mit der "S.S. Circe Shell" sinken 10.000 BRT



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      10. September 1939 - Angriff aus dem Nichts - Der Britische Zerstörer "St. Laurent"



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      10. September 1939 - U30 schlägt zurück - Zerstörer "St. Laurent" sinkt nach Volltreffer binnen Sekunden



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      10. September 1939 - Minuten später sinkt auch die "HMS Gurkha" - Ein Sonntagsschuss