G20 2017 in Hamburg

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    • "Wir wollen die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich halten" :thumbsup:
      Hier geht nix mehr. Der Verkehr im erweitertem Innenstadtbereich, also fast der ganzen Stadt, ist komplett zum Erliegen gekommen. Die ersten Buslinien haben den Dienst eingestellt. Dabei haben die G20-Gegner noch nicht mal mit ihren Störaktionen gegen die Logistik begonnen. Das ist irgendwie verwunderlich, wo doch nur die ersten Gäste vom Flughafen im Norden in die City "geschleust" werden und dadurch die Stadt in unüberwindbare 2 Teile geschnitten wurde.
      "Welcome 2 hell" startet erst heute Abend..wo es nochmal zu mächtigen Störungen im Zentrum und Westen der Stadt kommen wird. :teufel1:

      Öffis: immer mal wieder werden S- und U-Bahnstrecken gesperrt wegen verdächtiger Objekte.

      Ruhe: Seit Wochen kreisen Hubis über der Stadt. Dazu ab und an Flieger der Amis knappe 100Meter hoch, die die Stadt kartieren. Dann noch CH43 und CH-53 der US-Army im Formationsflug. Was machen die hier und warum dürfen die nachts fliegen? Die sind megalaut.

      Egal, dann wird eben gesegelt. Ach geht ja nicht, da der Steg soeben versiegelt wird.

      20k Polizisten sind nicht so viele auf 1.85Mio Einwohner. Allerdings stehen gefühlt jede 2 . Kreuzung 4Wannen und ein Wawe.

      Erbärmlich ist der Umgang mit den Campern. Demonstrieren erlaubt, exklusiv der wirklich riesigen Demoverbotszone, aber schlafen is nich...entgegen der Entscheidungen der Gerichte . :thumbdown: Weil es ein Hort der Organisatoren gewaltbereiter Chaoten sein könnte.
      Wenn denn Gewalt ausbrechen sollte, dann soll die Staatsmacht gerne mit aller Härte dagegen vorgehen, aber nicht im Vorfeld normale Demonstranten durch Schlafmangel in einen rasenden Mob verwandeln.

      Welcome 2 Hell wurde quasi ohne Auflage und Routenbeschneidung genehmigt. Dies kann eigentlich nur bedeuten, dass die Polizei nicht vermutet, dass der Zug sein Ziel erreichen wird. Ich vermute er schaft max 2Km.

      Am Ende kostet das Hochglanzphoto der Mächtigen mindestens 130 Mio€ wahrscheinlich viel mehr :stimmt:

      /Edit - die Polizei beginnt den Handyempfang und GPS mit Störsendern zu blockieren. Dann kann man im Notfall wohl keinen Notarzt oder Feuerwehr rufen. Egal, die kommen eh auch nicht durch.
      Militem aut monachum facit desperatio

      Guds hjælp, Folkets kærlighed, Danmarks styrke
    • Wieso gibt es eigentlich keinen Thread zu diesem Unfug? Das ist doch arg verwunderlich .... :grübel:

      Aber zu "den News" - ich bin gestern schon abgereist, hatte aber bereits am Vormittag Schwierigkeiten mit der U-Bahn. Als ich vor meiner Heimreise noch nach Wandsbek-Gartenstadt wollte, fuhr die U3 aus irgendeinem Grund nur unregelmäßig (ohne dass ersichtlich war warum), sodass ich einen Termin im BwK nur mit Mühe pünktlich erreichen konnte. Auf dem Rückweg blieben wir dann mit der U1 kurz vor dem Hauptbahnhof sogar fast 5 Minuten stehen, und das auch ohne Info was denn eigentlich das Problem sei. Ich hatte schon die Befürchtung, dass irgendwas passiert ist und ich vielleicht gar nicht mehr aus der Stadt komme - aber zum Glück hat's dann ja doch noch geklappt. ^^

      Gestern Nachmittag war wohl die Autobahn rund um den Elbtunnel dicht, denn einige unserer Truppen kamen aus Steinwerder nicht auf die Autobahn und mussten einen riesen Umweg fahren. Da das aber angekündigt war, waren die meisten vorbereitet. Nichtsdestotrotz ist das Ganze schon arg ärgerlich, denn nicht nur die Sperrungen nerven, sondern auch die angesprochenen Hubschrauber. Die haben schon seit Wochen entlang der Elbe Patrouillen geflogen, und das rund um die Uhr (allerdings waren das überwiegend Polizei Helikopter). Ich mache drei Kreuze, wenn der Schwachsinn endlich vorbei ist.

      Das einzig Positive: Dank des Ministerialbefehls von vor zwei Wochen habe ich ein sehr langes Wochenende. Schließlich muss sich die Kampfstärkste Organisation des Bundes vor den Anarchisten verstecken ....
    • Likedeeler schrieb:

      Draconarius schrieb:

      G-Wochenende
      Joa, aber Donnerstags müssen kleine Piraten leider arbeiten :)
      Achso, ich dachte die hätten schon Boat-Office... :w00t: (kann deinen Ärger aber vollends verstehen. Ich find schon normale Großereignisse schlimm, wenn dann noch so ein Ausnahmezustand dazukommt :cursing: )
      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.
    • boa.
      Gut ist, dass einige Straßen im Osten komplett autofrei sind. Ich bin einige der schönsten Strassen der Stadt super entspannt mit dem Fahrrad gefahren. Never before.
      Danach G20 Bier holen.

      Schlecht ist, dass im Westen riesige Rauchschwaden zu sehen sind und ich da hin muss und unterwegs Panzer unterwegs sind und über mir die US-Airfoce :jaeger:
      Fck, die Idiots sollen woanders ihre Frisur fönen.
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    • Gestern Abend lief auf NTV eine Quasi-Live Übertragung der Kampfhandlungen Demonstrationen, wo, aus meiner Sicht erstaunlicherweise die Reporter vor Ort und die Kommentatoren im Studio doch sehr merkwürdige Äußerungen tätigten. Man beschwerte sich da nämlich, dass die Polizei im Befehlston die Reporter aufforderte die Marschroute zu verlassen und einigen Abstand zum Demonstartionszug zu nehmen. Man sah das Recht auf Pressefreiheit eingeschränkt - was völliger Quatsch ist/war. Die Aufforderungen wurden in genau dem Bereich ausgesprochen, in dem der gewaltbereite Anteil der Demonstranten unterwegs war, sodass man die Aufforderung eher als Sicherheitshinweis verstehen musste. Völlig bekloppt diese Medienvertreter, sie glauben ernsthaft, dass sie über dem Recht stehen und sich alles herausnehmen dürfen, immer unter dem Deckmäntelchen der Pressefreiheit. :blöd:

      Allerdings:

      Likedeeler schrieb:

      Welcome 2 Hell wurde quasi ohne Auflage und Routenbeschneidung genehmigt. Dies kann eigentlich nur bedeuten, dass die Polizei nicht vermutet, dass der Zug sein Ziel erreichen wird. Ich vermute er schaft max 2Km.

      Das hat sich ja fast bewahrheitet. Darauf zu bestehen, dass die Vermummten Arschkrampen sich der rechtmäßigen Anzugsordnung unterwerfen ist für mich ein geniales Argument den Umzug faktisch endlos aufzuhalten (und klingt auch nach einem Plan, den man durchaus von Anfang an verfolgt hat). Schade daher, dass man eingeknickt ist, und schade auch, dass es bei den daraus resultierenden Krawallen wieder friedliche Demonstranten, Ladenbesitzer und Polizisten getroffen hat, und keine der "Black Block Deppen".


      Fairas schrieb:

      Ich sehe das sehr zweischneidig. Gewalt als Form des Protests ist nicht gut aber den Gipfel innerhalb einer Großstadt abzuhalten ist einfach auch komplett bescheuert.

      Man hat das in eine Stadt gepackt, weil in kleineren Ortschaften nicht die nötige Anzahl an Hotels, Tagungsräumen und Turnhallen für die Unterbringung der Polizei zur Verfügung stehen. So dämlich das klingen mag, für mich ist das ein durchaus nachvollziehbares Argument. Man muss objektiv aber auch zugeben, dass eine Verlegung an einen Ort wie zum Beispiel Helgoland von der Logik her und aus Sicherheitstechnischen Gründen sehr viel besser wäre, auch wenn dann wieder das Argument "die Leute müssen ihren Protest vor Ort vortragen können" kommt.
    • Es bleibt dennoch komplett bescheuert, eine Großstadt und deren Bewohner für den Firlefanz auf Tage und Wochen massiv zu beeinträchtigen. Ich kenne alle Argumente pro Großstadt, aber organisatorisch wäre ein fester Standort für die künftigen G 20/ G 7 / G 36 / G w.e. - Gipfel nebst notwendiger Infrastruktur optimal, in jedem Fall kostengünstiger und sicherheitstechnisch besser zu überwachen.
    • Man kanns doch ewig in Heiligenhaus stattfinden lassen....etc.
      Da ist doch genug Platz.

      @Lucius

      Ja sehr nett von der Polizei.
      Man wollte die Trottel vom schwarzen Block bis aufs äu´ßerste reizen und dann zusammenschlagen und zusammenpfeffersrayen, um zu zeigen wer der Chef im Ring ist.
      Wie eben auch in den letzten Tagen. Deeskalation am Arsch. Eskalation und dicke Eier! Null Toleranz gegenüber Terroristen.
      Dass man da keine Reporter drunter haben wollte. Verständlich. Eine Gruppe ohne Reporter schlägt sich halt leichter zusammen.

      deutschlandfunk.de/hamburg-gew…e.html?drn:news_id=765626
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand

      gruene.de/landingpages/bundest…dnis-90die-gruenen.html#/
    • Lucius Vantarius schrieb:

      Man hat das in eine Stadt gepackt, weil in kleineren Ortschaften nicht die nötige Anzahl an Hotels, Tagungsräumen und Turnhallen für die Unterbringung der Polizei zur Verfügung stehen. So dämlich das klingen mag, für mich ist das ein durchaus nachvollziehbares Argument.

      Man hat es speziell nach Hamburg gepackt weil man schöne Bilder mit Hillary Clinton wollte und danach dann Olympia.

      Wenn man den Gipfel an einem ruhigeren Ort abhält braucht man auch weniger Personal, somit auch weniger Unterkünfte.

      Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau war doch auch kein Problem.

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      Habe die Demo auf CNN (nur den Hauptteil, später haben die was anderes gesendet), N24 und RT parallel verfolgt um mir verschiedenen Perspektiven einzufangen.

      Im Ergebnis sehe ich das wie Twiggels. Da waren vermummte Personen ja, aber die Randale gingen erst los als man die blockiert hat. Und von den angeblichen 8.000 gewaltbereit Linken habe ich auch nichts gesehen, das waren ein paar hundert, höchsten Eintausend.

      Und richterlich erlaubte Camps oder Demos zu verbieten ist halt auch Mumpitz.

      Meinem Kenntnisstand nach sind Kollektivstrafen übrigens in Deutschland verboten. Also allen friedlichen Demonstranten ihre Demonstration zu verbieten, wegen ein paar Vermummten, ist damit ganz klar gesetzeswidrig.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Nonsensification schrieb:

      Es bleibt dennoch komplett bescheuert, eine Großstadt und deren Bewohner für den Firlefanz auf Tage und Wochen massiv zu beeinträchtigen. Ich kenne alle Argumente pro Großstadt, aber organisatorisch wäre ein fester Standort für die künftigen G 20/ G 7 / G 36 / G w.e. - Gipfel nebst notwendiger Infrastruktur optimal, in jedem Fall kostengünstiger und sicherheitstechnisch besser zu überwachen.
      Das steht denke ich außer Frage, nur wo will man hin? Mir fällt da nur dieses Gelände bei Rostock ein, wo schon mal so ein Ereignis stattfand. Mir fällt aber der Name nich mehr ein .... :grübel:



      Twiggels schrieb:

      Ja sehr nett von der Polizei.
      Man wollte die Trottel vom schwarzen Block bis aufs äu´ßerste reizen und dann zusammenschlagen und zusammenpfeffersrayen, um zu zeigen wer der Chef im Ring ist.
      Richtig, sehr nett von der Polizei die Reporter zu warnen. Denn wie ich NICHT schrieb sollten die nicht verschwinden, sondern WIE ICH SCHRIEB lediglich zur Seite und aus dem Gefahrenbereich heraustreten.

      Und die Provokationen zuzuordnen ist mal nicht ganz so eindeutig möglich, wie Du augenscheinlich staatsfeindlicher Mensch es gerne hättest. Mit Steinen, Glas und Sprengmitteln zu werfen ist ganz gewiss nicht Verfassungskonform, vor allem auch dann nicht, wenn die Leute sich vermummen. Denn wie der rechtlich gebildete Mensch weiß, ist das laut Gesetz verboten - unabhängig des Themas eines Protestes. Wenn also jemand sich gegen geltendes Gesetz stellt, und der Aufforderung seine gesetzwidrige Handlung einzustellen nicht nachkommt, ist es wohl eher ER der provoziert, und nicht die von Amtwegen zur Aufrechterhaltung von Gesetz und Ordnung abgestellten Beamten.

      Aber es ist immer das gleiche bei solchen Ereignissen. Es gibt jene Menschen, denen die Existenz des Staates als Institution zuwiderläuft, und es gibt die Spießer wie mich, die die Existenz der Institution begrüßen. Hoffen wir daher mal nicht, dass irgendwann der Tag kommt, an dem ein Ereignis Menschen wie Dir die Frage entlockt, wo denn der Staat war um exakt jenes Ereignis zu verhindern. Das wäre dann auch der Tag, an dem ich betreffende Leute lauthals auslachen müsste. :kaffee:


      Fairas schrieb:

      Meinem Kenntnisstand nach sind Kollektivstrafen übrigens in Deutschland verboten. Also allen friedlichen Demonstranten ihre Demonstration zu verbieten, wegen ein paar Vermummten, ist damit ganz klar gesetzeswidrig.

      Deswegen hat man die Leute am Abend ja auch versucht zu trennen, damit die friedlichen Leute den einen Zug nehmen können, und die anderen von erheblich stärkerer Polizeipräsenz begleitet einen anderen. Von Kollektivstrafe würde ich hier also nicht reden, sondern vom exakten Gegenteil.




    • Dafür haben wir Olympia.....




      nicht.

      Noch vorgestern wurden in der Zeit (?) die spießigen Hamburger Eltern veräppelt, dass sie abseits der Messe ihre Kinder nicht zur Schule schicken wollten. Da oben ist weit von der Messe weg.

      Die Polizei HH fordert übrigens Verstärkung an. Aha...
      Militem aut monachum facit desperatio

      Guds hjælp, Folkets kærlighed, Danmarks styrke
    • Welcher Vollhorst lässt da eigentlich sein Auto stehen? Ich würde das während dem Gipfel irgendwo im Umland parken und alle nötigen Fahrten mit dem Taxi erledigen. Ist immer noch günstiger als ein neues Auto.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda