Die SPD

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    • Seit einigen Jahren geht es mit der SPD bergab.

      Ich würde gerne von euch die Gründe für die Talfahrt erfahren.
      Durch die Hartz-Gesetze gab es eine Abspaltung von der SPD und die Gründung einer neuen Linkspartei. Das Ergebnis ist heute DieLinke.

      Doch schon vorher hatte die SPD einen Mitgliederschwund zu verzeichnen, von denen auch andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens betroffen sind. Ich denke da an Gewerkschaften, aber auch an Vereine und ähnliches.

      Gerhard Schröder war ein starker Kanzler und strahlte was aus. An so einem Mann schieden sich die Geister, aber er repräsentierte was. Unter ihm hat die SPD die letzte Bundestagswahl zwar verloren, aber nur knapp. Heute fehlt der SPD eine Persönlichkeit, die vielleicht ein wenig polarisiert. Ich sehe in der SPD aktuell keinen Menschen, den ich mir als Kanzler vorstellen kann. Bei jedem stimmt irgendwas nicht. Umgekehrt hat die CDU einige Leute in der Reihe, die auf mich einen anderen Eindruck vermitteln.

      Wo genau liegen also die Gründe für den Niedergang der SPD?
    • Einen sehr wichtigen Grund hast du ja schon selbst aufgezählt, der SPD mangelt es an Leitfiguren, seit Müntefering abgedankt hat, sinkt die Popularität der Partei. Ein Kurt Beck, der ja noch nicht mal erste Wahl war, birgt eben nicht die Fähigkeiten, die ein Parteichef in solchen Zeiten benötigt. Es fehlt an Entschlusskraft und wohl auch an politischer Weitsicht, dadurch resultiert eine gewisse Unsicherheit, die die Wähler auch spüren können. Zudem wackelt somit auch die Position Beck's in seiner eigenen Partei, Andrea Nahles zieht immer mehr Fäden im Hintergrund. Persönlich kann ich mich mit ihr nicht anfreunden, doch scheint allein sie kann zurzeit die SPD aus dem Tief lotsen.

      Unglückliche Entscheidungen wurden in letzter Zeit getätigt, Gesine Schwan als Präsidentsschaftskandidatin, ihrer Bedarf es zurzeit nicht, das ewige Hin- und Her mit der Linken, es fehlt hier an eindeutiger Einstellung, die Einverständnis in die Große Koaltion, man hätte in der Opposition mehr erreichen können und die Personalentscheidung Beck als Parteichef, ein Klaus Wowereit hätte mehr Strahlkraft eingebracht.

      Ferner muss man berücksichtigen, dass Merkel vom Volk geliebt werden will, so kann man sie getrost als soziale Öko Kanzlerin bezeichnen, ergo gräbt die CDU den Grünen, aber eben auch der SPD das ureigene Wasser ab.
    • Sicher fehlen der SPD zur Zeit die großen vordergründigen Persönlichkeiten, allerdings könnte eine Andrea Nahles dies durchaus ändern. Dem Steinmeier traue ich diesen Effekt eher nicht zu. Beck ist auf Landesebene gut, aber auf Bundesebene fehlt ihm das nötige Ausstrahlung.

      Die SPD leidet immer noch immer unter der Neuausrichtung durch Schröder/Clement und ist seitdem förmlich hin und her gerissen wohin es gehen soll. Ohne klaren Kurs wird es problematisch, aber die CDU verliert mittlerweile in den Umfragen auch massiv den beide Volksparteien stecken in einer Krise. SPD, wie CDU.
    • Crusader schrieb:

      Die SPD leidet immer noch immer unter der Neuausrichtung durch Schröder/Clement und ist seitdem förmlich hin und her gerissen wohin es gehen soll.


      Wieso machst du die Misiere an Schröder fest? Die CDU unter Merkel proklamiert doch nun den Erfolg SEINER Arbeit für sich und der Pöbel glaubt diesem schlechten Schauspiel.


      Ohne klaren Kurs wird es problematisch, aber die CDU verliert mittlerweile in den Umfragen auch massiv den beide Volksparteien stecken in einer Krise. SPD, wie CDU.


      Exakt, Herr Pofalla und Herr Huber sollten mal lieber vor der eigenen Haustür kehren. Man kann als einigermaßigen gut informierter Bürger nur hoffen, dass der Rest nicht darauf hereinfällt. Schön wie die Print Medien vom Untergang der SPD berichten, dabei wird der gleichzeitige Verfall der anderen großen Volkspartei außer acht gelassen. Das deutsche Volk ist ihrer überdrüßig, Zeit für Streiks wie momentan in Spanien und Portugal, dort kostet das Benzin ca. 1 Euro 30, also rund 20 Center weniger als bei uns, dennoch geht man auf die Straße.
    • Unter Schröder ist die SPD immer mehr zur Mitte hin gerückt und hat sich dadurch immer mehr von einen großen Teil ihrer Wählerschaft entfernt. Dumm nur das auch die CDU verstärkt in die Mitte wollte und so bleibt für beide Parteien nicht genug übrig. Ergo verlieren sie mehr und mehr an Boden. Die kleineren Parteien freuts und sogar die FDP profitiert von den CDU-Verlusten. Den zum Ende der 90er Jahre war die FDP fast erledigt, aber mittlerweile ist sie wieder da.
    • Hallo Alexios,

      ich hab' lange nachgedacht, wann fing der Niedergang der SPD an? Ich denke den bei Schröder anzusetzen ist zu kurz gegriffen.

      Bis 1982 hatten wir den besten Kanzler der Republik: Es war Helmut Schmidt. Er war mal einer der Wenigen, die einen hohen wirtschaftspolitischen Sachverstand hatten und der bereit war pragmatisch zu handeln! Die Situation war damals, daß Willi Brandt die Partei führte, Schmidt war Kanzler und Wehner hatte die Fraktion in einem eisernen Griff. Die SPD regierte seit 1969 mit der FDP in einer Koalition. 1980 führte die FDP mit der Parole Wahlkampf, "FDP wählen, damit Helmut Schmidt Kanzler bleibt!"

      In der SPD gab es einen sehr starken linken Flügel, der von Brandt gefördert wurde. Es kam zum Natodoppelbeschluß, Schmidt hat richtiger Weise eine Verteidigungslücke entdeckt und diese versucht zu schließen. Das war die Stunde der Linken. Sie haben ihm auf dem Parteitag von 1981 oder 1982 nicht mehr unterstützt, gleichzeitig schürte Lambsdorf in der FDP heftig gegen die Koalition und drängte Genscher dazu diese platzen zu lassen. Gleichzeitig ging er in das Lager von Kohl über. In meinen Augen glich das mehr einem Putsch, als dem "Konstruktiven Misstrauensvotum ". Wenn Genscher sich aus der Koalition hätte lösen wollen, wäre es nur fair gewesen, daß er den Weg für Neuwahlen freigemacht hätte. Aber davor hatte die FDP höllische Angst. Sie wären im November 82 nicht mehr in das Parlament gekommen.
      Dann kam es wie es kommen musste. Der letzte bedeutende SPD Kanzlerkandidat war Jochen Vogel, dem allerdings die Ausstrahlung fehlt. Bei den Wahlen pröckelten die Stimmen der SPD immer mehr.
      Allerdings haben nicht nur die SPD sondern auch die beiden anderen Parteien große Probleme gehabt.
      Bis zur Neuvereinigung gab es in der SPD den Übervater Willi Brandt, danach kam lange Zeit nichts. Dann nach dessen Tod, hat die SPD noch Engholm verheitzt, der gegen den Politgangster Barschel die Wahl in Schleswig- Holstein gewonnen hatte. Engholm war der Traum einer jeden Schwiegermutter!
      Dann kam die Schlaftablette Scharping, der von dem quirligen Oskar abgelöst wurde, aus Niedersachsen meldete Schröder seine Ansprüche an. Bis dahin war die SPD wieder im steigen. Es kam zur bekannten Wahl 1998 in der Schröder Kanzler wurde. Die Beschlüsse die diese Koalition mit den Grünen hervorbrachten hatten alle das gleiche Ziel, nämlich der Krötenwanderung, also dem Bürger noch ein paar Pfennige aus den Taschen zu ziehen. Die Leute die einen Aushilfsjob, für ich glaube damals 400 DM hatten, mussten plötzlich Kranken- und Rentenversicherung zahlen, die Ökosteuer wurde eingeführt, damit der Staat noch mehr Geld dem Bürger aus der Tasche zieht, die Sparerfreibeträge immer mehr gekürzt. Zwischendurch blökte Schröder auf einer Wahlveranstaltung: Deutschland werde sich nicht am Krieg gegen den Irak beteiligen....nun, das hatte Busch gar nicht verlangt.
      Dann kam die berüchtigte Agenda 2010, die die Verelendung der Arbeitslosen durch Harzt4 einleitete, ausgerechnet die Partei mit dem Anspruch, sich für den kleinen Mann einzusetzen schröpft mal wieder seine eigene Wählerschaft. Wir hatten damals bei 250 000 offenen Stellen ca 4,8 mill. Arbeitslose. Hier haben sich Münte und Clemens besonders hervorgetan, den Arbeitslosen die Verantwortung ihrer eigenen Arbeitslosigkeit zuzuschieben. Ich habe bei der SPD und vielen Gewerkschaftlern eine Tendenz beobachtet, daß sie immer bemüht waren, sich die Manager der Großbetriebe anzudienen, damit sie voll genommen werden. Als Dank dafür, setzen die immer mehr Arbeiter an die Luft. Die SPD hat scheinbar nie begriffen, daß in den mittleren, kleineren Betrieben die Arbeitsplätze geschaffen werden. Sicher sind diese Unternehmer besonders schwieriges, teilweise dummes, neureiches, bauernschlaues, stures, tumbes, proletenhaftes Klientel. Es lohnt sich aber mit denen sich auseinanderzusetzen. Besonders gut scheint, weil ähnlich gestrikt, der Michael Glos von der CSU, mit denen auskommt. Das macht auch die Stärke der CSU in Bayern aus!
      Bereits vor Schröder hatten die drei "alten"Parteien keine guten Führungskräfte mehr. Man kann heute sogar Helmut Kohl als letztes Staatsmännchen bezeichnen den die CDU gestellt hatte. Soweit ist unser Volk heruntergekommen!
      Seht euch doch die Nachfolger an, die Eintagsfliege Platzeck, der Problembär aus der Pfalz "Staufen" Beck...oder andere.Nales, die nie richtig gearbeitet hatte, Frau XY, die schwachsinnige Ulla Schmidt, ich find sicher noch erheblich mehr, wenn ich mir die Partei genauer ansehe... . Ulla Schmidt kommt mir vor, wie Dr.Eisenbart. Sie lässt die Lahmen sehen, die Blinden laufen und greift dafür aber immer tiefer in die Tasche der Versicherten.

      So sehe ich die Geschichte des Verfalls der SPD. Sicher kann man die Frage stellen, warum werden wir von den Mittelmäßigen regiert? Nun, ich denke weil die guten Wirtschaftspolitiker in irgendwelche Schmiergeld- und Steuerhinterziehungsaffairen verwickelt sind.
      In diesem Sinne,
      bleibt Wachsam..
    • Wie hier ja schon durchklang, ist ja nicht nur die SPD von einem Niedergang betroffen, bei ihr merkt man dies aber besonders und ich hab da auch eine These zu.
      Ich zitiere mich mal selbst aus einem andere Forum:

      Vor einem halben Jahr habe ich einen sehr interessanten Artikel auf der Zeit-Homepage gelesen. Dort wird der heutige Generation, also den Jugendlichen von heute und Personen bis ca. 28 Jahren (Einschränkung von mir, geht aber aus dem Artikel hervor) nachgesagt, dass sie eine "Scheißegal-Mentalität" haben. Sie würden alles so hinnehmen wie es ist, sich nicht zur wehr setzen und kaum Verantwortung übernehmen usw. Verglichen würde diese Generationen mit anderen, z.b. den 68er, die fast gegen alles protestierten, was ihnen nicht passten. Weiter wird "unserer" Generation nachgesagt, dass wir zu angepasst sind und uns in zu viele Rollen reinpressen lassen würden. Wer von uns ist schon freiwillig in der Gesellschaft (Parteien, Verbände, Vereine usw.) aktiv?
      Ich erinnere mich an eine Szene in meiner Schulzeit, in der anläßlich der Kommunalwahl in NRW die hiesigen Kandidaten der großen Parteien uns in der Aula, also vor ca. 500 Schülern, besuchten, um unsere Fragen zu beantworten. Als die Fragerunden eröffnet wurden kam aber nichts. Dieses Schweigen der 500 Schüler (mich eingeschlossen), der Lehrer und Kandidaten war ein sehr peinlicher Moment. Nach einiger Zeit fragten doch mal 2 Schüler die Kandidaten, diese Fragen waren aber lächerlich (aus politischer Sicht) und hätte man sich auch sparen können, da sie nur gestellt wurden, um das peinliche schweigen zu beenden.


      Diesen Teilbeitrag habe ich vor ca. 1 Jahr geschrieben und passt jetzt ganz gut. Nur wenige Jugendliche und Kinder sind in Vereinen, Gruppen usw. engagiert. Während es früher fast schon Plicht war in der Gewerkschaft zu sein, laufen diesen heute die Mitglieder weg, auch wenn sich die Situation in den letzten Monaten gebessert hat.
      Dennoch halte ich an der Grundaussage fest, dass der heutigen Generation vieles egal ist und sie eine "Scheiß-egal-Mentalität" entwickelt haben. Dies trifft vor allem die SPD, weil der "soziale Gedanke" in der Gesellschaft kaum noch einen Wert hat. Es fällt zunehment schwerer sein Recht durchzusetzen und man muss sich ja fast schon schämen, wenn man es doch macht. Gerade in der Arbeitswelt findet man viele Beispiele: Eigentlich müssen Praktikanten bezahlt werden, aber kaum einer macht es. Auch Mini-Jobber haben ein Recht auf bezahlten Urlaub, doch kaum einer hält sich dran. Dies sind nur zwei Beispiele, die ich in meinem Umfeld erfahren habe.
      Versucht ein Praktikant oder ein Mini-Jobber sein Recht durchzusetzen, läuft er Gefahr, dass er rausgeschmissen wird und der nächste genommen wird.

      Ähnlich wird es auch in anderen Bereichen des Arbeitslebens sein. Bei vielen Millionen Arbeitslosen hat der Arbeitnehmer kaum gute Karten, es sein denn er hat eine tragende Funktion im Betrieb. Vielleicht sind diese kleinen Dinge es, von denen die Menschen enttäuscht sind. Dadurch haben sie keine Motivation sich zu engagieren, weil "es ja eh nichts bringt". Von der CDU und der FDP erwartet man diesen sozialen Gedanken weniger als von der SPD, weswegen die SPD besonders davon betroffen ist? :grübel:
    • Würde Schröder auch die Schuld am Niedergang der SPD geben, denn die Partei steht einfach nicht mehr für das, wofür sie jahrzehntelang stand. Ich bin kein Arbeits- oder Wirtschaftsexperte, aber für die Befürworter der Agenda 2010 waren die unter seiner Führung auf den Weg gebrachten Reformen die einzige Rettung, für die Gegner sind die Hartz IV Gesetze der programmierte Weg in die Armut. Sehr schwer zu sagen, wohin der Weg ohne die Agenda 2010 geführt hätte, vielleicht hätten wir 3 Mio Arbeitslose mehr? Keine Ahnung, ich weiß es nicht.

      Nach neuesten Umfragen ist der Absturz der SPD wohl gestoppt ( kann ja kaum noch mieser kommen ) und man hat sich ein wenig erholt, dennoch befürworten sage und schreibe 11% der eigenen Wähler Beck als Kanzlerkandidaten. Es sollte jetzt mal wirklich die Reißleine gezogen werden.
      Vokale sind schwul!
    • spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,561122,00.html

      Jetzt geht`s bei der SPD richtig zur Sache:



      Soll Außenminister Steinmeier den glücklosen SPD-Chef Beck ablösen? In der SPD haben Vertreter des rechten Parteiflügels nach SPIEGEL-Informationen über einen Putsch gegen den Vorsitzenden beraten - der nötige Neuanfang könne nur noch durch einen "Befreiungsschlag" erreicht werden.

      Ich verstehe ja auch nicht, warum der Pfälzer nicht einfach sein Amt zur Verfügung stellt, alleine schon um der SPD nicht noch mehr zu schaden, als er ohnehin schon tut. Seit Monaten befindet er sich im Umfragetief und das wird immer schlimmer. Wenn man schon parteiintern an einen Putsch denkt, ist wohl der Tiefpunkt erreicht. Angefangen mit dem Debakel der Landtagswahl in Hessen, der Liebäugelei mit der Linken ( oder nicht ), der Kandidatin Schwan, sucht man wohl einen Neuanfang, um die Partei strategisch neu aufzustellen, schließlich haben wir in 15 Monaten wieder Bundestagwahl. Mit Beck als Vorsitzenden würde dies wohl zum Desaster werden; ob allerdings Steinmeier der richtige Mann ist, na ja: schlechter kann es nicht werden.
      Vokale sind schwul!
    • nun, ein Befreiungsschlag der SPD müsste bei der Rücknahme der Hartz4 Verelendung anfangen, oder deutlich umstellen, keine Sippenhaft der "Bedarfsgemeinschaft" mehr, Zusammen mit der Linken den Abzug unserer Soldaten aus Afganistan und dem Balkan, dem Libanon usw. einleiten, damit würde viel Geld für soziale Programme frei, eine deutliche Senkung der Mineralölsteuer oder Abschaffung des Soli. eine Entschuldigung für Hartz4 an die betroffen richten!
      Dazu sollte die SPD einen Mann zum Kandidaten wählen mit der Autorität und dem Wissen eines Helmut Schmidt an die Spitze bringen und mit der Ausstrahlung von Willy Brandt.
      Nur dann wird die SPD wieder eine Chance haben, in die Nähe der 30% zukommen.
    • Die Rücknahme der Hartz IV - Gesetze wird wohl unter einer großen Koalition nicht möglich sein, als noch rot/grün herrschte hatte man auf den kleineren Koalitionspartner einen großen Einfluß, ist jetzt im Moment gar nicht gegeben.

      Ob der Rückzug unserer Soldaten aus Afghanistan, dem Kosovo oder auch an der Levante zu mehr Stimmen für die SPD führen würde, wage ich auch zu bezweifeln. Schließlich identifizieren sich die allermeisten Wähler über ihr direktes Umfeld und da insbesondere über finanzielle Aspekte, auf deutsch: die hohen Steuern und Spritpreise, sinkende Renten und Sozialleistungen interessieren Herrn Müller mehr und werden stimmentscheidend sein, als wenn Herr Mayer in Afghanistan bei einem Abschlag umkommt.

      Dazu sollte die SPD einen Mann zum Kandidaten wählen mit der Autorität und dem Wissen eines Helmut Schmidt an die Spitze bringen und mit der Ausstrahlung von Willy Brandt.

      Klar, nur sehe ich einen solche Person im Moment nicht. Die SPD hat leider nicht die Zeit, sich eine Führenfigur mit Einfluß hochzuziehen, in einem Jahr ist Bundestagswahl. Die inneren Grabenkämpfe sorgen auch nicht gerade für eine Beruhigung des Lage. Jedes Lager hat einen "Kandidaten", Steinmeier oder auch Nahles, mehr ist im Moment nicht drin. Vielleicht hätte Müntefering noch etwas gerissen, aber auch nur vielleicht.
      Vokale sind schwul!
    • Du hast recht lieber Mogges, aber dann wird die SPD sich nicht erholen. Das ist mir auch klar. Die Gesetze werden von dieser Koalition nicht zurück genommen! Die Preise, vor allem die Benzinpreise sind für Ottonormalverbraucher z.Zt. ein wichtiges Thema...natürlich für mich auch! Der Abzug unserer Soldaten aus dem Ausland würde wieder Geld freimachen für soziale Programme.
      Die Benzinpreise werden nach meinen Informationen hauptsächlich von Kapitalspekulationsterroristen angeheizt, hier wird es Zeit, daß die Staaten das Geld dieser Heuschrecken einfach kassiert und die Manager in Lager wie Guantanamo zur Rechenschaft zieht. Überlegt mal, wie viel Elend sie in der Welt verursacht haben!
      Immer mehr wird Brechts Wort war, wer eine Bank eröffnet, begeht ein schwerers Verbrechen, als der, der eine Bank ausraubt!!
      Die Hartz4- Verelendungsgesetze sind eine Steilvorlage für die Linke, wie es Tschernobyl für die Grünen war.
      Was bitte will das Volk mit Nahles? Die hat in ihrem Leben noch nicht gearbeitet!!! Abi, Studium u. dann Bundestag, ist natürlich Arbeit, aber sie hat nie um ihren Job bangen müssen!!
    • RAINALD von Dassel schrieb:

      Die Hartz4- Verelendungsgesetze sind eine Steilvorlage für die Linke, wie es Tschernobyl für die Grünen war.
      Was bitte will das Volk mit Nahles? Die hat in ihrem Leben noch nicht gearbeitet!!! Abi, Studium u. dann Bundestag, ist natürlich Arbeit, aber sie hat nie um ihren Job bangen müssen!!

      Laß uns mal bei der SPD bleiben und nicht wieder Grundsatzfragen zur Weltwirtschaftspolitik erörtern, auf die die SPD wohl kaum Einfluß hat, genauso wie auf die OPEC und die Ölspekulanten an der Wallstreet und schon gar nicht auf die Ölreserven.

      Natürlich arbeitet die Nahles auch, muß ja nicht jeder am Fließband stehen oder unter Tage. ;) Und wenn es mit der SPD so weiter geht, wird schon der eine oder andere Parlamentarier nächstes Jahr um seinen Job bangen. Bei den momentanen Umfragen werden einige auf der Strasse stehen, die Nahles mit Sicherheit nicht, steht sie doch auf den Listen etwas höher als einfache Abgeordnete. Das Problem einer jeden großen Koalition ist doch, daß viele Entscheidungen nur sehr, sehr schleppend vorankommen und beide Partner viel mehr auf Kompromisse angewiesen sind als wenn ein großer Partner mit einem kleineren koaliert, das sehen wir im Moment doch auch. Die Hartz IV Gesetze können und werden nicht ruckgängig gemacht werden, meiner Meinung nach das einzige Instrument, um die SPD aus dem Tief zu holen, neben einer starken Führungsperson, die auch nicht da ist. Nun was tun? Die SPD hat sich selber in ein ziemliches Dilemma manövriert, zum einen die Regierungsverantwortung mit einem konservativen Partner, auch hier existieren Verträge, an die man sich halten muß, wurde schließlich alles im Koalitionsvertrag hinterlegt und zum anderen das Abdriften in die Mitte, während die klassischen sozialen Themen von der Linke thematisiert werden, schwer da wieder rauszukommen.
      Vokale sind schwul!
    • Auch wenn Threadtitel über die SPD handelt, man darf ja nicht außer acht lassen, dass die zweite große Volkspartei ebenso mit Stimmverlusten zu kämpfen, sicherlich nicht in solch krassem Ausmaße wie die SPD, aber 35 % sind auch für die CDu enttäuschend, grade weil die SPD am Boden liegt. Hier ist ein Trend zu beobachten, Parteien wie die FDP, die zur Jahrtausendwende als so gut wie ausgestorben galt, erlebt große Stimmgewinne und avanciert zum Zünglein an der Waage.
    • RAINALD von Dassel schrieb:

      mein lieber nonsens,
      die fdp hat über 35 jahre mit 5,9 bis 12% regiert....sie waren oft das zünglein an der waage.
      ja mogges, die spd durch die linke ersetzen, wäre nicht schlecht, da die spd durch ihre2010 agenda sich selbst ins aus geschossen hat...


      Meine Augen.... :wall:

      Klemmt bei dir die Großschreibtaste? Wie soll man so einen Beitrag den bitte lesen?