Entwicklung der (Ur-)amerikanischen Völker

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Entwicklung der (Ur-)amerikanischen Völker

      Angeregt durch eine andere Diskussion führt es mich zu dieser selbst schon oft gefragten Frage.

      Warum sind die Metallzeitalter an Uramerikanischen Völker (Natives) vorbei gegangen? Zumindest die Mittel- und Südamerikanischen Völker waren hochentwickelt. Es fehlte auch nicht an Reibung mit konkurrierenden Völkern. War allein die Astronomie, Architektur und Agrarpolitik hochentwickelt? Leider fehlen uns durch die Vernichtung ihrer "Bücher' ihr Wissen.

      Was ist eure Meinung? Was ist dort so anders gelaufen trotz vorhandener Hochkulturen.
    • Ich denke es hat einfach der "Anreiz" von fremden Kulturen gefehlt. Die Metallverarbeitung ist meines Wissens nach in Mesopotamien um 4000 vor Christus entstanden, das war ca. 6000-10000 Jahre nachdem die amerikanischen Völker vom Rest der Welt getrennt wurden. Da kein Gegner tolle neue Waffen hatte, mussten die Völker in Amerika in der Richtung keine Entwicklung durchmachen um mitzuhalten. Die Entwicklung lief dann in Süd und Zentralamerika eher in Wirtschaft und Nahrungsversorgung um die Konkurrenz mit mehr Manpower auszustechen, und im Norden stagnierte Sie durch die relativ kleine Bevölkerungszahl.

      Viele Entwicklungen in der alten Welt (Asien, Afrika und Europa) wurden eben von einzelnen Stellen aus verbreitet, Schießpulver aus China durch die Mongolen, Metallwaffen durch die Handelswege zwischen dem nahen Osten und Griechenland, vielleicht auch über die Bernsteinhandelswege.

      Die Isolation der Amerikas hat diese Fünkchen eben verhindert.

      Wobei Anzumerken ist, das gerade in Südamerika durchaus auch Metall verarbeitet wurde, aber nur zu Schmuck und Ähnlichem (Gold und Silber) während die reichen Kupfer- und Zinn-Vorkommen unangetastet blieben bis die Europäer kamen.

      Gruß
    • Moin,

      sicherlich fehlte hier der kulturelle Austausch. Und wenn ich mit einer Stein- oder Holzaxt meinen Gegner ausreichend totschlagen kann, wozu sollte man neues erfinden? Zumal die Metallverarbeitung auch kein Kinderspiel ist, welches man sich so nebenbei aneignet.
      Erstaunlicher finde ich, dass die pueblos indígenas nicht das Rad zur Erleichterung des Lastentransports erfunden haben, obwohl sie es im Sinne des Zahnrades kannten. Der Grund hierfür könnte auch wieder der Mangel an Nutzen sein, die mangelhafte Infrastruktur/Straßen (das Straßennetz war schon gut ausgebaut, aber eben nur fußläufig), die einen Wagen nicht nützlich oder erforderlich machten, bzw. die zwingend den Ausbau des Straßennetzes erfordern würden. Wenn dann noch die menschliche Kraft zum Pyramiden und Städtebau einfach abzugreifen ist...
      Die Hochkulturen Amerikas sind im Prinzip alle in Hoch- und/oder Urwaldregionen und nicht in den für den Wagenbau prädestinierten Steppen entstanden. In diesen "Wagenregionen" fehlten zu allem Übel auch noch die passenden Zugtiere. Ein weiterer Grund für die Nichterfindung des Rades könnte die Religion gewesen sein, die die Sonne (das Rad) als heilig erachtete und daher diese Form nicht für so etwas triviales wie den Transport verschmutzt werden sollte. Dies sind leider nur Spekulationen, da, wie schon geschrieben, die meisten Aufzeichnungen, sofern vorhanden, zerstört worden sind.

      Farvel - Like
      Militem aut monachum facit desperatio

      Guds hjælp, Folkets kærlighed, Danmarks styrke
    • Benutzer online 1

      1 Besucher