An die Autofahrer

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    • Ich verfolge eure Diskussion zu weilen mit einigem amüsant. Naja bis Twiggels sein Totschlag Argument mit dem Vergleich Terror Angst und Tote durch vergasung brachte. Da musste ich mich mal wieder am Hinterkopf kratzen und überlegen wie scheissegal der Menschheit unnatürliche Tode durch geliebte Dinge (Zucker, Tabak, Alkohol, das AUTO) gegenüber unnatürlichen Tode welche auf einmal wie Anschläge usw. Sind.

      Ich glaube die oben genannten zusammen bringen in Jahr mindestens eine halbe bis ganze Million Menschen in Deutschland um. Dem gegenüber gestellt was da plötzlich passieren KANN. Ist das irgendwie :blöd:

      Und ganz ehrlich anfangs war ich doch eher auf Seiten von Mogges und hatte schon einige Male den Gedanken Twiggels zu sagen: "Man hör auf du übertreibst!" Aber ganz ehrlich nein das tut er nicht. Nur merken wir es nicht weil wir nicht selbst bisher bewusst betroffen sind.

      Besucht einmal Krankenhäuser und geht auf die Stationen auf denen die betroffenen liegen und nehmt es bewusst auf was hier passiert und durch lobbyarbeit keine große mediale Aufmerksamkeit erhält.

      In diesem Sinne danke Twiggels für deine Standhaftigkeit und lass dich nicht unterkriegen! :hallo:

      An die anderen hier, überlegt mal genau was euch Twiggels hier versucht näher zu bringen. Unter Umständen macht es ja "klick". Mag sein das das ganze hier "nur" aus einer "kleinen" Wut im Bauch heraus entstand aber aus eben jenen Dingen entwickeln sich meistens größere Gedanken.

      Es geht (denke ich) nicht um einen sofortigen Radikalen Umbau (auch wenn es wünschenswert ist) Aber darum sich doch Gedanken zu machen und unter Umständen etwas selbst zu bewegen. Sei es durch Nutzung anderer Verkehrsmittel, schärfere gesetzte zum Schutz der Verkehrsteilnehmer, umweltschonendder Autos oder seine Stimme politisch Gesellschaftlich einzubringen um wenigstens in kleinen Schritten den Menschen die Sicherheit zu bringen die ihnen zusteht. Es klein oder als Unabänderlich darzustellen ist Hohn auf die Gräber der Toten und trauernden Verwandten.
    • Saladin schrieb:

      Es klein oder als Unabänderlich darzustellen ist Hohn auf die Gräber der Toten und trauernden Verwandten.
      Geht´s nicht ne Nummer kleiner?
      Der Thread hatte damit angefangen, daß das Verhalten so manches Autofahrers gegenüber Fahradfahrern nicht tolerierbar ist und jetzt sollen wir "im Kleinen" die Welt retten?
      Ich verstehe ja Dein Anliegen, doch den Bogen, den Du da schlägst, ist schon ein wenig arg übertrieben.
      Vokale sind schwul!
    • [/quote] und jetzt sollen wir "im Kleinen" die Welt retten?[/quote]
      Was spricht dagegen?

      Naja durch die Diskussion ist mir klar geworden wie wenig das Leben von Menschen mit einer schwachen lobbyarbeit Wert ist. Twiggels sagt eigentlich nichts anderes als das er Angst um sein Leben hat. Dies wird ihm jedoch kleingeredet. Das das Bewusstsein das der benachteiligte und schwächere eineres größeren und besseren Schutzes bedarf. Wird ihm auch kleingeredet.

      Oder hat einer von euch Lösungsansätze geboten? Oder gar Einsicht?

      Eure ganzen antworten zuletzt sind doch nur: ach hör auf zu übertreiben. Mehr kam zuletzt nicht rüber. Anstatt sich sinniger mit seinen substanzielleren antworten auseinander zu setzen.
    • Na ja, etwas extrem über die Kacke gebrochen eben.
      Die Menschheit hat tausende von Problemen, jetzt schon. Überbevölkerung, Kriege, Dürren, eine Natur, die völlig aus den Latschen kippt, Katastrophen aller Art.
      Da sind eben rechtsabbiegende Autofahrer noch das kleinste Problem ( auch wenn es für den betroffenen Radfahrer sicherlich im Moment des Zusammenstoßes eher anders ist ).
      Vokale sind schwul!
    • Die Diskussion wird ein bisschen übertrieben geführt. Die meisten Menschen in Deutschland brauchen ihr Auto, weil sie damit zur Arbeit fahren müssen. Für Familien ist es häufig auch sehr wichtig. Kinder in den Kindergarten oder Schule bringen und wieder abholen. Einkäufe erledigen. Die Großeltern besuchen. Am Wochenende mal raus aus der Stadt ins Grüne fahren usw. usf.. Also ich möchte jedenfalls auf keinen Fall auf ein Auto verzichten. Das ging im Studium, weil man es sich nicht leisten konnte. Aber ein Auto bietet schon eine enorme Bewegungsfreiheit. Ich bin nicht unbedingt der Typ, der begeistert Busfahrpläne studiert usw.. In Ländlichen Regionen ist es ohnehin unerlässlich, weil der öffentliche Nahverkehr dort nur sehr sporadisch unterwegs ist.

      Die ganze Aufregung über Radwege usw. finde ich etwas übertrieben. In den 70ern gab es so gut wie keine Radwege und die Leute sind auch mit dem Fahrrad von A nach B gekommen. In China und anderen Ländern schafft man es auch irgendwie ohne Radwege. Keine Frage, ich finde Radwege super. Aber jetzt die Autos abschaffen zu wollen, damit ein paar Leute ungestörter Fahrradfahren können, finde ich etwas unrealistisch und überdreht.

      Im Übrigen ist es leicht erklärbar, warum Unfalltode bspw. nicht zu einer Abschaffung des Autos geführt haben. Ganz einfach, weil unsere Gesellschaft von Personenkraftverkehr abhängig ist. Siehe Arbeitnehmer und Weg zur Arbeit. Das ist doch die Hauptnutzung des Autos. Im übrigen besteht sehr wohl ein Unterschied darin, ob ein Unfall passiert oder eine Tötung willentlich herbeigeführt wird, durch einen Anschlag usw.. Verstehe gar nicht, was für verdrehte Argumente hier inzwischen gebracht werden. Das hat meiner Ansicht nach nun wirklich nichts miteinander zu tun.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • @Salah: Hey, mach mal locker hier.
      Ich habe mit keinem Ton gesagt, daß ich es nicht toll finde, wenn jemand im Kleinen bei sich anfängt, die Welt zu verbessern: vegan leben, Öffis fahren, Die Grünen wählen, sich für Flüchtlinge engagieren, mit dem Rauchen aufhören etc.

      Ich fand nur den Move von den rechts abbiegenden Autofahrern hin zum Welt retten etwas schräg.

      Und der Lösungsansatz für das Weltklima und durchdrehende Politiker fehlt mir im Moment, da haste recht.
      Vokale sind schwul!
    • Dann ließ zwischen den Zeilen :P

      Elektroauto? Selbstfahrer Fahrzeuge? Usw. Es gibt vielfältige Lösungsansätze an welche nicht aufgrund fehlendes Könnens sondern vielmehr fehlenden Drucks nicht ausgereift oder bereits marktreif sind.

      Menschengerechte verkehrsgesetzte? Bessere Gestaltung des Verkehrsraumes?

      Edit: du weißt schon das sich gewisse zahlen über die Jahre ändern oder?


    • Dann ließ zwischen den Zeilen :P

      Elektroauto? Selbstfahrer Fahrzeuge? Usw. Es gibt vielfältige Lösungsansätze an welche nicht aufgrund fehlendes Könnens sondern vielmehr fehlenden Drucks nicht ausgereift oder bereits marktreif sind.

      Menschengerechte verkehrsgesetzte? Bessere Gestaltung des Verkehrsraumes?

      Edit: du weißt schon das sich gewisse zahlen über die Jahre ändern oder?




      Ich hab auch schon von Anfang an mitgelesen und eine Weile damit gehadert ob ich jetzt wirklich darauf etwas antworten solle. Aber ich denke dazu will ich mich dann doch äußern.

      Das nimmt langsam eher Ausmaße fern ab jeder Realität an. Auch wenn man sich als Radfahrer über Autos beschwert es geht nicht ohne, auch nicht ohne größere Autos, LKWs, Traktoren, selbstfahrende Arbeitsmaschinen etc. klar jeder Beschwert sich über jeden, auch ich Wundere mich manchmal über das Fahrverhalten von manchen Menschen, aber ich bin dafür zu ruhig um mich ernsthaft darüber aufzuregen.

      Jedoch wie gesagt, wenn es eine Möglichkeit für uns gebe ohne technische Hilfsmittel auszukommen, dann würden wir immer noch alle auf Pferden reiten.

      Aber selbst wenn du sagst du stellst alles auf Elektroautos dann ist es ja eher das Problem, wo kommt der Strom her? Wenn der wieder nicht aus erneuerbarer Energie kommt sondern eben aus Fossilen oder problematischen wie Atomkraftwerken bei andern Ländern dann ist das eben nur Wischerei. Aber auch muss ich sagen das die Autos nun mal nicht so ausgereift sind wie es notwendig wäre oder nicht im leistbaren Rahmen, zumindest nicht diese Streckentauglichkeit die ich persönlich brauchen würde, sonst hätte ich eventuell ein Elektroauto.

      Und ebenso ist beim Verkehrsraum Grenzen gesetzt, durch Bäume und Grünflächen (die man meistens zu schnell verschwinden lässt, was ich persönlich Schade finde) oder eben Keller, Häuser und sonstige Dinge und man braucht eben einen gewissen Mindestplatz für alle, auch wenn nicht jeder so viel bekommt wie er vielleicht gerne hätte, siehe Traktor, LKW usw.
      Soldaten: Menschen die offene Rechnungen der Politiker mit ihrem Leben bezahlen; Ron Kritzfeld
    • Wenn es nach eurer Argumentation gehen würde hätten wir heute noch nicht das Pferd als fortbewegungsmittel und wären zu Fuß unterwegs.

      Aber wieder das gleiche anstatt mit Lösungen einzusteigen lieber einfach kontra geben und passiv bleiben.

      Habe ich gesagt das das elektro Auto die einzige Möglichkeit ist? Ich habe EINE Möglichkeit aufgezählt welche dann sogleich niedergemacht wird. Dann der verkehrsraum statt zu überlegen und zu diskutieren wie dieser besser genutzt werden könnte? Nein. Niedermachen. DEM SIND GRENZEN GESETZT. Schluss basta.

      Also ganz ehrlich, das ist keine konstruktive Diskussion welche es durchaus hätte werden können. Nur einfordern ohne zu geben funktioniert nicht.

      Auf Wiederholungen habe ich keine Lust und werde erst bei konstruktiven Beiträgen wieder einsteigen.

      Edit:

      Was glaubst du warum das elektro Auto noch nicht ausgereift genug ist?

      Was glaubst du warum Alternative Energien noch nicht weit genug sind?

      Es fehlt der politische gesellschaftliche Wille und die lobbyarbeit tut ihr übriges.
    • ;( :rolleyes: :D
      Man man man wegen euch bekomme ich mehr graue Haare als ich bereits habe.

      Habe lobbyarbeit geschrieben denke ich oder?????????

      Ging ja auch darum das gesagt wurde: geht nicht! Als wenn es einfach derzeit nicht möglich wäre dort etwas zu erreichen und die Diskussion darüber abgewürgt OHNE NEUEN input beizutragen.

      Also gleich deinem... :P
    • Keiner hier will das Auto abschaffen.
      Auch ich nicht.
      Alles andere wäre auch bigott, da ich selbst noch fahre.
      Und sowieso politisch natürlich nicht durchzusetzen in Deutschland.

      Ein etwas bewusstere Umgang mit dem Auto, wie ich es nutze, wie oft ich es nutze, was ich für eins kaufe, wie ich mich im Verkehr verhalte ist jetzt aber so eine Sache die man auch wirklich leisten kann, wenn man noch Auto fährt.

      Jeder einzelne hat eben auch Einfluss auf die Gesamtsituation.
      Leider sind für viele die Opportunitätskosten zu hoch. (der Gewinn wenn der einzelne weiter Auto fährt ist höher als wenn er aufhört/es einschränkt, da der Gewinn wenn er dies tut, vor allen ein gesamtgesellschaftlicher ist. Die Kosten aber persönlich anfallen) (mal davon abgesehen, dass die meisten die Kosten für so ein Auto unterschätzen. Man glaubt gar nicht, was man an Geld sparen kann)
      Der gesamtgesellschaftliche Gewinn ist/wäre aber natürlich da, wodurch der Nutzen des Einzelnen insgesamt auch steigt, wenn sich alle dran halten
      Daher sei es mir wenigstens erlaubt auf diesen Zusammenhang hinzuweisen und vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken anzuregen.

      Man kann aber natürlich in jedem Falle gewisse Schritte gesellschaftlich und politisch durchsetzen.
      Das fängt bei ÜBERPRÜFTEN! Abgasnormen an, geht über Fahrradwege und Fahrradautobahnen! (Radschnellweg Ruhr - RS1 - rs1.ruhr), einem ausgebauten ÖPNV System --> Strukturen erschaffen die es den Menschen ermöglichen zu marginalisierten Opportunitätskosten auf andere Verkehrsmittel auszuweichen,
      es geh dann zu Weichenstellungen für neue Technik und erneuerbare Energien und endet in einer utopischen Gesellschaft in dem niemand mehr geschadet wird aufgrund von Luftverschmutzung, schlecht konstruierten Straßen und rücksichtslosen oder unaufmerksamen Verhalten.
      Dazu gehört dann natürlich auch, dass Fahrradfahrer verantwortungsbewusst ihr Fahrzeug bewegen.


      Um noch auf ein paar Vorwürfe einzugehen:

      Das es früher keine Radwege gab ist falsch.
      Bochum, meine Heimatstadt, hatte früher zum Beispiel ein gut ausgebautes Netz, bis alles der "Autostadt" geopfert wurde.

      Rad fahren in Bochum: Die Zukunft war gestern. - ADFC NRW - Kreisverband Bochum e. V.
      Fahrradwege wurden zu Parkplätzen und Autostraßen. Das Ergebnis war ein Zusammenbrechen des Radverkehrs.


      In Bochum hat der Fahrradverkehr zuletzt übrigens auf den Strecken wo Fahrradwege eingerichtet wurden massiv zugenommen.
      Auf der Wittener Straße z.b. konnte seit der Errichtung eine Verdoppelung festgestellt werden.

      Auch dass es in China keine Radwege gibt ist falsch;
      Erlebnisbericht Radtour in Beijing (Peking) - Mrz 2012 - www.nach-gedacht.net
      "Der Straßenverkehr in Chinas Hauptstadt wirkt zwar meist chaotisch, das ist aber für Radfahrer nicht unbedingt schlimm. Denn: an allen größeren Straßen gibt es gesonderte Radfahrstreifen. Oft sind die sogar durch mehr oder minder große Zäune und andere bauliche Maßnahmen sowohl zu den Autos, als auch zu den Fußwegen abgetrennt"



      In Städten in denen wir fahrradfreundliche Strukturen haben wie Münster, Amsterdam, Kopenhagen...etc. sehen wir wie natürlich mehr Menschen mit dem Fahrrad als mit dem Auto fahren, was sich freilich positiv auf die Lebnsqualität aller auswirkt.
      Und ich behaupte auch auf die der Autofahrer, da diese natürlich viel weniger im Stau stehen und weniger Feinstaub atmen müssen.
      Es sind also nicht nur ein paar Hansel John.



      Am Beispiel VW sehen wir im Übrigen, was die Politik erreichen kann.
      Freilich nicht die Deutsche, sondern die US-Amerikanische.
      WEil hier ordentlich Druck gemacht wird, wird es demnächst ein Autobauer zweimal überlegen ob er bei den Abgasen bescheißt und so allen schadet um etwas mehr Gewinn zu machen.
      Die deutsche Politik knickt da ja naturgemäß direkt vor der Autolobby ein.
      Da hilft auch nicht, dass Niedersachsen Großaktionär von VW ist.




      Ansonsten war ich heute im NRW Landtag.
      Gab eine Vortrags- und Diskussionsrunde über die Energiewende und explizit: Energiespeichersysteme.
      Mit vielen Modellvorführungen und Vorträgen von Professoren und Arbeitsgruppen diverser Forschungseinrichtungen.

      Zusammengefasst kann man sagen.
      Die Möglichkeiten sind da für eine 100% erneuerbare Energieenversorgung. Kein großes Problem.
      Man muss sie nur nutzen wollen.
      Die Vorkehrungen und die Art der Weichenstellungen von Schwarz Rot gehen aber zu Teilen in die falsche Richtung, oder sind nicht ausreichend.


      Ich möchte schließlich mit einerm Apell schließen

      Fahrt mehr Farrad! Es macht Spaß, ist nachhaltig, günstig und gesund.....solange einen niemand umfährt oder man in der dichtesten Abgaswolke steckt.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Twiggels ()

    • Unsere Herren Politiker könnten im Grunde auch mit Smarts fahren obwohl die gepanzert bestimmt Scheiße aussehen, oder mit der Bahn. ( Das Geld was eingespart wurde können Sie ja in Personenschützer stecken).Wobei unsere Mutti und der zierliche Sigmar das natürlich eher nicht in Betracht ziehen sollten. :D