Flucht nach Europa

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    • Flucht nach Europa

      Wir haben ja zur Zeit die wahrscheinlich größte Flüchtlingswelle seit dem zweiten Weltkrieg. Ich finde in den letzten Monaten hat das Thema unheimlich an Fahrt aufgenommen.

      Man hört, dass alleine am Kanaltunnel von Calais seit Juni mindestens 9 Flüchtlinge dabei ums Leben kamen, als sie versuchten auf Züge nach England aufzuspringen.

      Im Mittelmeer kommen täglich tausende an die europäischen Küsten. Vor allem aus Afghanistan, Syrien, Pakistan, Somalia und Libyen. Daran dass fast wöchentlich wohl hunderte Männer, Frauen und Kinder ertrinken oder bei der Überfahrt ersticken haben sich die Nachrichten schon fast gewöhnt. Es gibt nur noch Meldungen, wenn die Anzahl der Opfer besonders hoch ist.

      Griechenland ist völlig überfordert mit der Anzahl der dort eintreffenden Flüchtlinge. Teilweise sollen schon auf griechischem Boden Flüchtlinge verdurstet sein, aufgrund der mangelnden Versorgung durch die griechischen Behörden. Ungarn will bis Ende diesen Monats seine gesamte Südgrenze mit einem Grenzzaun gegen Flüchtlinge abdecken. Dies führte zu einem enormen Anwachsen der aktuellen Fluchtbewegungen im Balkan, weil alle es vorher noch schaffen wollen. Im Dänischen Wahlkampf sprechen nahezu alle Politiker davon, dass sich das Land schützen müsse. In Großbritannien geht die Regierung massiv gegen Flüchtlinge und Menschen vor, die diesen helfen. Es gibt dort hohe Strafandrohungen und es wird über die Einführung der Meldepflicht nachgedacht. Österreich wurde vor kurzem vom UN-Menschenrechtsbeauftragten ermahnt, weil die Bedingungen in den österreichischen Auffanglagern so erschreckend schlecht seien. Vor einigen Tagen beklagte der UN-Flüchtlingsbeauftragte, dass es nicht sein könne, dass Schweden und Deutschland alleine einen Großteil der Flüchtlinge aufnähmen, hier sei mehr europäische Solidarität gefragt. In Berlin leben die Flüchtlinge bereits auf der Straße, weil es an Unterbringungsmöglichkeiten fehlt. In Bayern und anderen Bundesländern leben die Flüchtlinge inzwischen in großen Zeltlagern, da sie anders nicht untergebracht werden können. Ärzte beklagen auch in Deutschland eine mangelhafte Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge gerade in diesen Zeltstädten. In meiner eigenen Heimatstadt wird zu Spenden aufgerufen, um die dortigen 50 Flüchtlinge zu unterstützen. Inzwischen stand sogar irgendwo in der Zeitung, dass man langfristig über Zwangseinquartierungen von Flüchtlingen in leerstehenden Privatwohnungen nachdenke. Also gegen den Willen der Eigentümer. Und jetzt ist noch Sommer. Wie soll das erst im Winter werden?

      Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals seit dem zweiten Weltkrieg eine so extreme Situation hatten. Und ich glaube es fängt ja gerade erst an. Das wird ja nicht im nächsten Jahr plötzlich alles aufhören. Ich denke wir erleben gerade eine historische Situation, über die wir in Zukunft noch in den Geschichtsbüchern lesen werden. Wie nehmt ihr die Situation wahr? Wie sieht es in eurer Heimatstadt aus?


      "Wenn wir alle Muslime über einen Kamm scheren, gehen wir denen auf den Leim, die einen Krieg zwischen dem Islam und dem Westen oder den USA wollen, dann erledigen wir die Arbeit der Terroristen." -
      Barack Obama 14.06.2016

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von John ()

    • Hier in Wiesbaden ists schon immer sehr Bunt, weswegen Ich wahrscheinlich nicht viel von den Flüchtlingen mitbekomme, aber Ich weiß das der Wohnteil der Ami-Siedlung wohl zur Unterbringung von Flüchtlingen von der Stadt gekauft wurde.

      Ansonsten merke Ich hier nicht viel^^

      Gruß
    • Denke mal wenn man nicht gerade in der Nähe von solchen Flüchtlingslagern (hier in Österreich Traiskirchen) lebt, dann bemerkt man nicht viel, liegt aber wohl auch daran, dass hier in Wien der Anteil an Bevölkerung mit ausländischen Wurzeln mittlerweile bei etwa 50% liegt. Das Flüchtlingsproblem dominiert aber in der Tat die österreichische Politik, das tut sie aber gewissermaßen auch schon seit Jahren, insofern auch hier keine Änderung. Es treffen hier einfach die Finanzkrise in der EU und die Kriege in Afrika und dem Mittleren Osten aufeinander, die beide zusammen den Staaten Probleme machen. Wobei man auch sagen muss, dass die Politik sich zumindest hier zu Lande querer stellt als sie es müsste, die "Flüchtlingsprobleme" zur Zeit der Öffnung des Eisernern Vorhangs hat Österreich mit Bravour gemeistert, momentan kann man sich für die schlechte Lage in Traiskirchen eigentlich nur schämen.
      „The Wheel of Time turns, and Ages come and pass, leaving memories that become legend. Legend fades to myth, and even myth is long forgotten when the Age that gave it birth comes again."
    • John schrieb:

      Im Mittelmeer kommen täglich tausende an die europäischen Küsten. Vor allem aus Afghanistan, Syrien, Pakistan, Somalia und Libyen. Daran dass fast wöchentlich wohl hunderte Männer, Frauen und Kinder ertrinken oder bei der Überfahrt ersticken haben sich die Nachrichten schon fast gewöhnt. Es gibt nur noch Meldungen, wenn die Anzahl der Opfer besonders hoch ist.

      Um der Diskussion gleich mal einen falschen Bogen zu nehmen; der unterstrichene Teil Deiner Aussage ist schlichtweg falsch. Die Realität ist nämlich eine ganz andere, die ich hier mal aus erster Hand wiedergebe (zur Erinnerung: Im Mai war ich mit meinem Schiff Teil des allerersten Einsatzkontigents im Mittelmeer, das Flüchtlinge aufgenommen hat. Ich war dabei, als wir die Flüchtlinge aufgenommen haben (und zwar so dicht, dass ich diese Leute anfassen musste), und ich weiß auch wie die Schlepper operieren, zum einen aus den Berichten der Aufklärung und zum anderen aus eigener Erfahrung/Wahrnehmung).

      Die Flüchtlinge, die morgens in die Boote gesetzt werden, werden zunächst einmal von einem Schlepper begleitet - der nämlich auch nach Europa will. Dabei haben diese Leute IMMER ein GPS-Geräte zur exakten Positionsbestimmung, und ein hochmodernes Satellitentelefon dabei. Sobald das Boot in internationalen Gewässen ist (also außerhalb der 12 Meilen-Zone) ruft der Schlepper in Rom oder Valetta an und meldet seine Position an das Maritime Rettungszentrum. Er erwähnt dann auch, dass er keinen Sprit mehr hat und Hilfe braucht. Daraufhin werden die Schiffe von Triton oder der EU-Mission direkt auf die Position geschickt, von der der Anruf kam und die Flüchtlinge werden gerettet - fertig.

      Dabei kommt auch eine ganz spezielle Taktik zum tragen. Am Montag wird ein einzelnes, oder auch mal drei oder vier Boot(e) geschickt, mit relativ wenigen Menschen und sehr gut ausgerüstet (Verpflegung und Wasser, sowie die bereits erwähnte Technik). Sobald das Boot gerettet wurde, starten an den folgenden drei Tagen bis zu zwanzig Boote - PRO TAG - die dann wieder gerettet werden (die Schlepper wissen dann nämlich, dass die Rettungskräfte wieder vor Ort sind). Am Freitag ist Gebetstag, da kommen kaum Boote, und am Wochenende ist es fast immer ruhig. Dazu kommt, dass ab 1 Meter Seegang keine Boote rausfahren. Der Grund dafür ist schlichtweg, auch die Schlepper sind auf PR angewiesen. Sterben Menschen, lassen sich die Leute von anderen Schleppern transportieren. Man hat also einen Ruf zu verlieren.

      Deine Aussage, dass wöchentlich Hunderte sterben ist - sorry - Schwachsinn, bzw. Populistisch. In jedem Fall aber falsch. Dass einzelne Boote untergehen mag vorkommen, aber gewiss nicht wöchentlich. Man möge dies bedenken, wenn man diese Diskussion hier seriös weiterführen will, anderenfalls müsste man das Thema in das Sub-Forum für Verschwörungstheorien verschieben. Fakt ist: Keiner der von uns geretteten Flüchtlinge war mehr als 16 Stunden auf See. Und das ist schon beinahe zu wenig Zeit, um dort zu sterben - sofern das Boot nicht kentert.
    • Danke Lucius. Interessant.

      Nun.
      Trotzdem sind bereits alleine in diesem Jahr ca. 2300 Menschen im Mittelmeer gestorben.
      Mittelmeer: Italiens Marine findet viele tote Flchtlinge auf einem Boot - SPIEGEL ONLINE
      Flüchtlingsboot im Mittelmeer: Mindestens 40 Tote - taz.de

      Das sind immerhin ca. 100 pro Woche in diesem Jahr.


      Ansonsten wurden bei mir gegenüber in den Häusern Flüchtlinge einquartiert.
      Die Nachbarn lästern ordentlich und man hört auf einmal tatsächlich Kinder spielen.
      Sowas kennt man ja gar nicht mehr.

      Zu Beginn gab es auch öfter lautere Musik.
      In den letzten Wochen verstummte die interessanterweise.


      Desweiteren engagiere ich mich gerade etwas in der Flüchtlingshilfe in Bochum.
      Eins ist jedenfalls sicher.
      Es sind alles Menschen.

      Angst habe ich höchstens vor irgendwelchen Rechten die hier Randale machen wollen.
      Ist bis jetzt zum Glück nicht passiert.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand

      gruene.de/landingpages/bundest…dnis-90die-gruenen.html#/
    • Twiggels schrieb:

      Ansonsten wurden bei mir gegenüber in den Häusern Flüchtlinge einquartiert.
      Die Nachbarn lästern ordentlich und man hört auf einmal tatsächlich Kinder spielen.

      Sowas kennt man ja gar nicht mehr.
      Heute war an unserer Haustür in etwa folgendes zu lesen:

      Vielen Dank liebe Nachbarn das Ihr so aufmerksam wart die Polizei zu rufen, aber X & Y aus Eritrea sind meine neuen Mitbewohnerinnen.
      Ausländer haben hier also so was wie Seltenheitswert, im Vergleich zu einer Westdeutschen Großstadt, wundert mich also nicht das hier die Angst vor Überfremdung am größten ist. Keine Ahnung was man tun kann um die Situation wirklich zu verbessern, auf dauer besteht halt die Gefahr, dass die populistischen Parteien, die durch die Finanzkrise Aufwind bekommen haben nochmal massiv von der Situation profitieren.
    • @ Lucius:

      Ich habe auf diese Meldung von 40 erstickten Flüchtlingen von vor 4 Tagen angespielt.

      Außerdem gibt es ja nicht nur die Flüchtlinge aus Libyen. Im Seengebiet zwischen Syrien, der Türkei und Griechenland spielen sich ja ähnliche Dramen ab. Dort versuchen sie es teilweise in Gummibooten.

      Außerdem gehe ich von einer relativ hohen Anzahl an Booten aus, die sinken und von denen man vielleicht nie etwas hört, weil die Boote einfach zu schnell gesunken sind.


      Generell habe ich große Sorge vor dem Winter. Heute wurde gemeldet, dass alleine in diesem Jahr 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden. So viele Flüchtlinge gab es in der gesamten Nachkriegszeit nicht innerhalb eines Jahres in Deutschland. Das ist schon eine extreme Situation, zumal man davon ausgehen muss, dass es in den nächsten Jahren ähnlich viele Flüchtlinge werden.

      Ich persönlich glaube, dass diese Flüchtlinge langfristig eine Bereicherung für Deutschland sein werden. Das sind zu großen Teilen hochgebildete Leute. Wirtschaftswissenschaftler, Ärzte usw.. Zumindest was die Syrer angeht. Entscheidend ist, wie man sie jetzt empfängt und ihnen hilft sich einzugliedern. Denn ist wohl klar. Die Syrer werden hier zum großen Teil wahrscheinlich über Jahrzehnte oder für immer bleiben. Eine Perspektive für Syrien sehe ich in absehbarer Zeit kaum. Leider.

      Mir geht es ähnlich wie Twiggels. Es gruselt mich, mit welchem Hass die Leute teilweise auf die Flüchtlinge reagieren. Ich bin nur froh, dass das nicht die Mehrheit der Menschen ist und dass die Hilfsbereitschaft vieler Deutscher so groß ist.


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      Barack Obama 14.06.2016

    • Ich merke da bisher nichts von. Ich lebe etwas abseits von der Zivilisation. Im nächsten Ort, sieben Kilometer entfernt, wohnen aber mittlerweile unter den 500 Einwohnern ein paar Syrer, die auch etwas Fußball spielen.

      Dort steht auch weit mehr Wohnraum als Nachfrage zur Verfügung, es könnten sicherlich noch 20-30 Leute hinzuziehen.
    • Ausnahmezustand in Mazedonien - Militär soll Flüchtlinge an der Einreise aus Griechenland hindern.

      Lustig. Die Slowakei hat sich großzügig gezeigt und dazu bereit erklärt etwa 200 Flüchtlinge im Land aufzunehmen. Einzige Bedingung: es sollen bitte nur Christen sein.

      Peinlicher geht es ja schon fast nicht mehr. :rolleyes:

      Nachtrag:

      Mazedonien hat heute den Ausnahmezustand ausgerufen und sein Militär in Bereitschaft versetzt.
      Mazedonien hat wegen des starken Flüchtlingsandrangs den Ausnahmezustand erklärt: Die Regierung erklärte, der "verstärkte Druck" auf die südliche Landesgrenze mache dies erforderlich. Immer mehr Flüchtlinge wollen aus Griechenland Richtung Norden. An der Grenze werden die Truppen aufgestockt.

      Das Militär soll Tausende Flüchtlinge an der südlichen mazedonischen Grenze an der Einreise hindern. Die Regierung teilte am Donnerstag mit, man habe den Ausnahmezustand ausgerufen, um zusätzliche Soldaten entsenden zu können.
      Quelle: Tagesschau.de Spiegel.de

      Jetzt werden also in einem europäischen Land schon Soldaten einberufen, um die Flüchtlinge an der Einwanderung zu hindern. Beängstigend. Wo uns das alles wohl noch hinführt? Wie soll man sich das konkret vorstellen? Wie sollen die Soldaten die Flüchtlinge aufhalten? Mit der Waffe?


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    • John schrieb:


      Jetzt werden also in einem europäischen Land schon Soldaten einberufen, um die Flüchtlinge an der Einwanderung zu hindern. Beängstigend. Wo uns das alles wohl noch hinführt?
      Beängstigend finde ich ehr sowas hier:
      spiegel.de/panorama/justiz/suh…tlingsheim-a-1048975.html

      Wo uns das alles hinführt wenn wir jedes Jahr zwischen einer halben und einer millionen Flüchtlinge aufnehmen sollen würde mich dann allerdings auch brennend interessieren.
      - Wo sollen die alle unterkommen ? Zeltstädte fallen im Winter ehr aus und wenn ich mir dann noch den knappen Wohnraum in vielen Städten ansehe (naja die steigenden Mieten wird wenigstens die Vermieter freuen).
      - Was sollen die alle machen, Arbeitsplätzte gibt es eh schon viel zu wenige und ob die Flüchtlinge dann wirklich alle die entsprechenden Qualifikationen haben wie behauptet wird wage ich zu bezweifeln von den fehlenden Sprachkentnissen gar nicht erst zu reden. Aber was solls dann geht wenigstens das deutsche Lohndumping in die nächste Runde die Arbeitgeberverbände feiern sicher schon.
      - Wer soll das alles bezahlen ? Alleine die Unterbringungs und Verpflegungskosten sind schon enorm, der ganze Verwaltungstechnische Aufwand drumherum gar nicht mitgerechnet. Wo soll das Geld dafür herkommen ?
      - Und zu guter Letzt was ist mit den krassen kulturellen unterschieden die zB. in dem von mir verlinkten Artikel zu etlichen Verletzten und Sachschäden und ohne Eingreifen der Polizei wohl auch zu Toten geführt hätten ?

      Ich weiß das jetzt sehr wahrscheinlich einige versuchen werden mich in die rechte ecke zu drängen aber ich kann diese friede, freude Eierkuchen Stimmung die überall verbreitet wird leider nicht nachvollziehen. :lehrer:

      Im übrigen finde ich den Beitrag von Lucius sehr aufschlußreich, hier verdienen sich Schlepper Banden eine goldene Nase und wir helfen ihnen auch noch dabei. :facepalm:

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Auf Facebook hat das für Social Media zuständige Team des Bundespresseamtes eine Stelungnahme zur aktuellen Flüchtlingssituation abgegeben.

      facebook.com/Bundesregierung/posts/884825834942487

      Ich finde es ist ein vergleichsweise klares Statement, und imho sehr lesenswert


      Wo uns das alles hinführt wenn wir jedes Jahr zwischen einer halben und einer millionen Flüchtlinge aufnehmen sollen würde mich dann allerdings auch brennend interessieren.

      Irgendwann sind die Kriege in Syrien und Lybien auch vorbei. Dann werden sich die Zahlen auch wieder verringern.



      - Wo sollen die alle unterkommen ? Zeltstädte fallen im Winter ehr aus und wenn ich mir dann noch den knappen Wohnraum in vielen Städten ansehe (naja die steigenden Mieten wird wenigstens die Vermieter freuen).


      Zuallererst einmal in Gebäude die in irgendeiner Form dem Staat ( Bund, Land, Kreis, Kommune etc ) gehören, und aktuell zur Verfügung stehen, oder demnächst stehen werden.
      Herford zum Beispiel beratschlagten noch vor kurzem was es mit den gerade von den Tommys geräumten Kasernen und sonstigen Gebäuden anfangen soll. Die Entscheidung ist Herford dann von der Bezirksregierung abgenommen worden.

      Knapper Wohnraum und steigende Mieten hin oder her, da gibt es zwischen den Städten im Land gewaltige Unterschiede. Nicht jede Stadt hat den Mietspiegel und das Wohnraumproblem von Hamburg, Berlin oder München. Da gibt es deutlich mehr Städte die mit sinkenden Einwohnerzahlen zu kämpfen haben. Die haben dann zwar icht alle eine U-bahn Netz, aber das fürs erst esollte das reichen. Daher denke ich, dass eine Verteilung in der Fläche jetzt nicht so das Problem ist, außer vielleicht im Osten.

      Und wenn es dann wirklich für uns zuviel wird, sollten wir doch in Europa genügend Einfluss haben um eine effektiverre Verteilung von Flüchtlingen auf EU Ebene durchzusetzen. Bei Griechenland haben wir uns doch auch durchgesetzt!


      - Was sollen die alle machen, Arbeitsplätzte gibt es eh schon viel zu wenige und ob die Flüchtlinge dann wirklich alle die entsprechenden Qualifikationen haben wie behauptet wird wage ich zu bezweifeln von den fehlenden Sprachkentnissen gar nicht erst zu reden. Aber was solls geht das deutsche Lohndumping halt in die nächste Runde die Arbeitgeberverbände feiern sicher schon.

      Asylbewerber dürfen ja erstmal sowieso nicht arbeiten, von daher machen die erstmal nichts. Den Asylstatus mit Arbeitserlaubnis bekommen hinterher deutlich weniger als ihn ursprünglich beantragen, von daher ist die Menge, die auf den Arbeitsmarkt drückt dann auch wieder kleiner. Und bei welchen Jobs sollen Flüchtlinge mit Asylstatus und Arbeitserlaubnis den Lohn drücken? Die müssen doch auch nach deutschem recht dem bezahlt werden? Haben wir nicht gegen das Lohndumping gerade den Mindestlohn eingeführt?
      Wegen der Jobgeschichte etwas Polemik mit einem Fakezitat von Louis C.K.

      Of course, foreigners steal your jobs. But maybe, if someone without contacts, money, or speaking the language steals your job, you're shit.



      - Wer soll das alles bezahlen ? Alleine die Unterbringungs und Verpflegungskosten sind schon enorm, der ganze Verwaltungstechnische Aufwand drumherum gar nicht mitgerechnet.

      Wir alle, und Europa. Mit Geld, Sach und Dienstleistungen. Mein kleiner Bruder betreut ehrenamtlich Asylbewerber in einem Erstaufnahmezentrum in Berlin. Er ist Student und hat dementstprechend Zeit. Er bezahlt mit seiner Zeit.
      Ich arbeite und habe weniger Zeit ( und bin als introvertierte, ungesprächiger Nerd, nicht unbedingt der ideale Betreuer für Fremde jedweder Art ), aber ich bezahle Steuern an den Staat und erwarte, dass diese unter anderem dafür genutzt werden um Flüchlingen aus anderen Ländern Aufnahme und Schutz zu gewähren. Wir sind hier schließlich in Deutschland und nicht in Quatar oder Burkina Fasa oder so. Es mag einzelnen bei uns schlecht gehen, aber in der Masse sind wir immer noch sehr wohlhabend.
      Mal ganz abgesehlen davon, dass das vom Staat für Flüchtlinge ausgegben Geld sofort wieder in der deutschen Wirtschaft landent, und die ganze Organisation Arbeitsplätze schafft.


      - Und zu guter Letzt was ist mit den krassen kulturellen unterschieden die zB. in dem von mir verlinkten Artikel zu etlichen Verletzten und Sachschäden und ohne Eingreifen der Polizei wohl auch zu Toten geführt hätten ?

      Es fliehen alle. Es fliehen auch kriminelle, brutale, verrückte, böse. Daneben werden die Konflikte nicht in der Heimat zurückgelassen. Sie kommen auch hierher. Das ist so, und dagegen können wir wenig tun, die Frage ist nur wie groß diese Problem eigentlich ist. Afaik gab es bisher mehr Gewalt von unseren eigenen Kriminellen gegenüber den Flüchtlingen, als von den Flüchtlingen untereinander. Aber dafür haben wir letzen Endes die Polizei. Die ich übrigens auch genau dafür bezahle.



      Ich halte dich übrigens definitiv nicht für rechts, und es ist auch nicht alles Friede, Freude Eierkuchen, sondern eine große schreckliche Herausforderung mit vielen bisher ungelösten Problemen. Aber wir haben imho definitv die Ressourcen diese Probleme zu lösen, oder wenigstens zu verkleinern.
      I'm a leaf on the wind, watch how I soar!
    • Irgendwann sind die Kriege in Syrien und Lybien auch vorbei. Dann werden sich die Zahlen auch wieder verringern.
      Da komme ich durch die Praxis der letzten Jahrzehnte aber zu einen anderen Schluß. Zum einen wollen die Meisten wenn sie erst mal ein paar Jahre hier waren gar nicht mehr zurück und zum anderen werden ja selbst Flüchtlinge deren Asylantrag abgelehnt wurde kaum oder gar nicht abgeschoben sondern hier stillschweigend geduldet.

      Zuallererst einmal in Gebäude die in irgendeiner Form dem Staat ( Bund, Land, Kreis, Kommune etc ) gehören, und aktuell zur Verfügung stehen, oder demnächst stehen werden.
      Richtig und diese Gebäude werden dadurch eben dem "normalen" Wohnungsmarkt entzogen und damit wird sich die Lage auf dem Wohnungsmark zwangsläufig weiter verschlechtern das kannst du drehen wie du willst. Außer natürlich du packst alle Flüchtlinge irgendwo in die Ostdeutsche Provinz wo seit der Wende etliche Wohnblöcke lehrstehen da wird die "PEGIDA und Co Party" dann aber so richtig abgehen.

      Bonny schrieb:

      Asylbewerber dürfen ja erstmal sowieso nicht arbeiten, von daher machen die erstmal nichts. Den Asylstatus mit Arbeitserlaubnis bekommen hinterher deutlich weniger als ihn ursprünglich beantragen, von daher ist die Menge, die auf den Arbeitsmarkt drückt dann auch wieder kleiner. Und bei welchen Jobs sollen Flüchtlinge mit Asylstatus und Arbeitserlaubnis den Lohn drücken? Die müssen doch auch nach deutschem recht dem bezahlt werden? Haben wir nicht gegen das Lohndumping gerade den Mindestlohn eingeführt?
      Joa das ist aber noch nicht sicher da die Arbeitgeber ja schon kräftig drängeln diese Regelungen aufzuweichen. Zum anderen führt ein Überangebot immer zu sinkenden Preisen und der von dir erwähnte Mindestlohn unterbindet eben kaum das Lohndumping, kannst dir ja mal ausrechnen was dir bei 8,50 die Stunde da netto im Monat übrig bleibt. Außerdem sprach ich nicht expliziet davon das die Ausländer den Deutschen die Jobs weg nehmen sondern das schlicht kaum Jobs da sind weder für Deutsche noch für Ausländer also was sollen die alle machen ?

      Bonny schrieb:

      Wir alle, und Europa. Mit Geld, Sach und Dienstleistungen. Es mag einzelnen bei uns schlecht gehen, aber in der Masse sind wir immer noch sehr wohlhabend.
      Jop und wenn es das nächste mal wieder um die Harz4 Sätze geht wird wieder Monate in den Vermittlungsausschüssen gestritten um dann eine "saftige" Erhöhung von 1,50 € zu beschließen, wegen knappen Kassen und so, is klar.

      Bonny schrieb:

      Mal ganz abgesehlen davon, dass das vom Staat für Flüchtlinge ausgegben Geld sofort wieder in der deutschen Wirtschaft landent, und die ganze Organisation Arbeitsplätze schafft.
      Naja in Bayern schon mal nicht hier schreibt man pensionierte Beamte an und fordert sonstige Ehrenamtliche auf das zu machen, neues bezahltes Personal Fehlanzeige. Die paar mehr produzierten Lebensmittel werden im übrigen auch kein Jobwunder bewirken, bestenfalls ein paar Überstunden für die Mitarbeiter der Lebensmittelindustrie.

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Da komme ich durch die Praxis der letzten Jahrzehnte aber zu einen anderen Schluß. Zum einen wollen die Meisten wenn sie erst mal ein paar Jahre hier waren gar nicht mehr zurück und zum anderen werden ja selbst Flüchtlinge deren Asylantrag abgelehnt wurde kaum oder gar nicht abgeschoben sondern hier stillschweigend geduldet.


      Mal die Fakten dagegen:
      Staat & Gesellschaft - Wanderungen - Wanderungen - Statistisches Bundesamt (Destatis)
      Klar bleiben einige. Aber die Meisten gehen wieder.


      Richtig und diese Gebäude werden dadurch eben dem "normalen" Wohnungsmarkt entzogen und damit wird sich die Lage auf dem Wohnungsmark zwangsläufig weiter verschlechtern das kannst du drehen wie du willst. Außer natürlich du packst alle Flüchtlinge irgendwo in die Ostdeutsche Provinz wo seit der Wende etliche Wohnblöcke lehrstehen da wird die "PEGIDA und Co Party" dann aber so richtig abgehen.


      Die lange leerstehenden Gebäude (Eisenbahnerhäuser) vor meiner Tür die zu einem Asylantenheim wurden, wurden sicher nicht dem normalen Wohnungsmarkt entzogen.

      Aber klar, wenn die Bevölkerung in Deutschland steigt, steigt die Nachfrage nach Wohnungen.
      Aber Moment. Die Bevölkerung sinkt doch eigentlcih deutlcih ohne Zuwanderung.
      Und mit Zuwanderung prognostiziert immer noch.
      Also bleibt die Nachfrage gar gleich? Oder sinkt sie einfach nur nicht so stark?
      Pressemitteilungen - Neue Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland bis 2060 - Statistisches Bundesamt (Destatis)


      Keine Jobs?
      Moment
      Gabs nicht gerade eben Lehrlingsmangel?
      Statistik: So wenig Lehrlinge in Deutschland wie noch nie - Nachrichten - DIE WELT
      Mangel bei den Krankenpflegern?


      Jop und wenn es das nächste mal wieder um die Harz4 Sätze geht wird wieder Monate in den Vermittlungsausschüssen gestritten um dann eine "saftige" Erhöhung von 1,50 € zu beschließen, wegen knappen Kassen und so, is klar.


      Und wie kommst du auf diesen amüsanten GEdanken, dass das Geld, wenn nicht für Asylsuchende ausgegeben, auf einmal dazu benutzt wird Hartz IV zu erhöhen`? Glaubst du das ernsthaft, dass das so wäre?

      Naja in Bayern schon mal nicht hier schreibt man pensionierte Beamte an und fordert sonstige Ehrenamtliche auf das zu machen, neues bezahltes Personal Fehlanzeige. Die paar mehr produzierten Lebensmittel werden im übrigen auch kein Jobwunder bewirken, bestenfalls ein paar Überstunden für die Mitarbeiter der Lebensmittelindustrie.


      Du musst dich schon entscheiden.
      Entweder kosten die Asylanten wahnsinnig viel (wobei das investierte Geld natürlich eine Konjunkturspritze ist) oder nicht.
      Beides geht nicht.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand

      gruene.de/landingpages/bundest…dnis-90die-gruenen.html#/
    • Bonny schrieb:

      Ich arbeite und habe weniger Zeit ( und bin als introvertierte, ungesprächiger Nerd, nicht unbedingt der ideale Betreuer für Fremde jedweder Art ), aber ich bezahle Steuern an den Staat und erwarte, dass diese unter anderem dafür genutzt werden um Flüchlingen aus anderen Ländern Aufnahme und Schutz zu gewähren. Wir sind hier schließlich in Deutschland und nicht in Quatar oder Burkina Fasa oder so. Es mag einzelnen bei uns schlecht gehen, aber in der Masse sind wir immer noch sehr wohlhabend.
      Ich finde das ein erfrischend soziales Statement, dass in dieser Thematik mal nicht von Polemik trieft :thumbup:
    • Ich finde die Zahlen auch sehr beunruhigend. Wenn das jetzt Jahr für Jahr so weitergeht, dann haben wir in der Tat ein riesiges Problem vor uns.

      Andererseits sollte man diese Flüchtlinge nicht verwechseln mit ehemaligen Gastarbeiterfamilien armer Bauern aus Ostanatolien, die sich teilweise heute noch nicht angepasst haben. Ich glaube die meisten Flüchtlinge kommen aus eher wohlhabenden Kreisen der oberen Mittelschicht. Die anderen hätten sich eine Flucht bis nach Europa gar nicht leisten können. Unter den 50 Syrern in meiner Heimatstadt sind bspw. Ärzte, Wirtschaftsinformatiker und Rechtsanwälte.

      Mal ehrlich, wenn so eine Scheiße bei uns passieren würde, dann wäre ich sicherlich auch einer der ersten, die ihren Koffer packen würden.

      Überall um Europa herum ist zur Zeit die Hölle ausgebrochen. Wir leben in einer Situation, die es so noch nie nach dem Zweiten Weltkrieg gab. Ergo sind die Probleme auch ganz andere. Die Alternative zu den Flüchtlingen wäre vermutlich ein sehr groß angelegter internationaler Militäreinsatz in Syrien. Aber das bedeutet dann mit Sicherheit viele Särge junger Soldaten die nach Hause kommen und Milliarden Kriegskosten. Erfolgsaussichten unsicher. Also Flüchtlinge unterbringen oder Särge unserer Soldaten. So lautet doch leider inzwischen die Wahlmöglichkeit.

      Angesichts einer solchen Katastrophe kann ich mir nicht vorstellen, wofür ich meine Steuergelder lieber eingesetzt sehen würde, als für Flüchtlinge in existenzieller Not. Ist mir jedenfalls lieber, als damit Banken zu retten oder noch mehr Straßenschilder zu bauen. Und bei DEN Summen für die Banken, sind wir noch LANGE nicht angekommen.

      Mich ärgert im Zusammenhang mit der Berichterstattung in Suhl übrigens auch, dass schon seit Wochen darüber berichtet wurde, wie extrem überbelegt gerade dieses Flüchtlingsheim war. Dass das irgendwann zu Reibungen und Konflikten unter den psychisch ohnehin angeschlagenen Flüchtlingen führt war quasi mehr als vorhersehbar bzw. wurde schon damals vorhergesehen. Jetzt wird in den Medien aber wieder der Eindruck erweckt: Seht ihr, die Muslime können sich mal wieder nicht benehmen. - DAS ärgert mich wirklich.

      Zum Thema Arbeitsplätze:
      Zur Zeit herrscht absolut kein Mangel an Arbeitsplätzen. Wir haben praktisch Vollbeschäftigung. Das, woran es fehlt, ist ein Mangel an Fachkräften. Das betrifft inzwischen insbesondere handwerkliche Betriebe und mittelständische Firmen. Außerdem haben wir einen Ärztemangel in ländlichen Regionen. Und zu guter Letzt hat das deutsche Rentensystem insgesamt ein großes Problem, weil die Bevölkerung nach bisheriger Prognose deutlich sinken soll in den kommenden Jahrzehnten. Wenn es uns gelänge jedes Jahr etwa eine halbe Million Flüchtlinge erfolgreich in unsere Wirtschaft zu integrieren, so dass die dann langfristig auch Steuern zahlen, wäre das vielleicht sogar die Lösung für das deutsche Rentensystem. Ich habe jetzt übrigens schon von mehreren Flüchtlingen gehört, die relativ schnell einen Ausbildungsplatz angeboten bekommen haben. Stand gestern noch in der Zeitung. Die Betriebe bemühen sich da teilweise wirklich enorm. Und das ist gut so.

      Was jetzt gefragt ist, ist viel Solidarität und ehrenamtliches Engagement. Und das ist in diesem Fall wirklich alternativlos. Denn alle anderen "Alternativen" wären unmenschlich und grausam.


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      Barack Obama 14.06.2016

    • Twiggels schrieb:

      Mal die Fakten dagegen:
      Staat & Gesellschaft - Wanderungen - Wanderungen - Statistisches Bundesamt (Destatis)
      Klar bleiben einige. Aber die Meisten gehen wieder.
      Nur das deine Statistik eben nicht explizit die Flüchtlinge ausweist sondern die Gesamtzahlen. Das heißt hier sind auch die ganzen Fachkräfte wie Ärzte, Ingenieure, Facharbeiter usw. mit bei die Abwandern weil sie keinen Bock mehr auf die Miese Bezahlung/Arbeitsbedingungen in Deutschland haben.


      Twiggels schrieb:

      Keine Jobs?
      Moment
      Gabs nicht gerade eben Lehrlingsmangel?
      Statistik: So wenig Lehrlinge in Deutschland wie noch nie - Nachrichten - DIE WELT
      Mangel bei den Krankenpflegern?
      Richtig, das liegt aber primär nicht daran das es zu wenig Leute gibt sondern das die Arbeitsbedingungen und das Gehalt in vielen Bereichen heute ein Witz sind und die Jungen Leute dann verständlicherweise lieber was anderes machen. Und dank der billigen Ausländer die mann jetzt da reinbuttern kann haben es die Arbeitgeber natürlich nicht nötig an diesen miesen Bedingungen und den Löhnen etwas zu ändern.

      Die Bevölkerung sinkt doch eigentlich deutlcih ohne Zuwanderung.

      Und mit Zuwanderung prognostiziert immer noch.

      Also bleibt die Nachfrage gar gleich? Oder sinkt sie einfach nur nicht so stark?

      Pressemitteilungen - Neue Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland bis 2060 - Statistisches Bundesamt (Destatis)
      Dumm nur das dies erst bis 2060 der Fall sein wird wir leben aber im Jahre 2015 und da ist der extreme Wohnungsmangel in vielen Städten nun mal Fakt was in 50 Jahren vielleicht sein wird ist mir gerade herzlich wurst und außerdem ziemlich spekulativ.

      Twiggels schrieb:

      Und wie kommst du auf diesen amüsanten GEdanken, dass das Geld, wenn nicht für Asylsuchende ausgegeben, auf einmal dazu benutzt wird Hartz IV zu erhöhen`? Glaubst du das ernsthaft, dass das so wäre?
      Mir ist schon klar das das nicht passieren wird aber es ist halt für die Bevölkerung ein fatales Signal wenn sie immer vermittelt bekommt es ist für sie kein Geld da und wir müssen sparen aber sobald es um Asylanten und/oder andere EU Staaten geht werden auf einmal quasi über nacht Milliarden locker gemacht. Da braucht mann sich dann auch nicht über Pegida und co. wundern.

      Twiggels schrieb:

      Du musst dich schon entscheiden.
      Entweder kosten die Asylanten wahnsinnig viel (wobei das investierte Geld natürlich eine Konjunkturspritze ist) oder nicht. Beides geht nicht.
      Die Unterbringung und Versorgung verschlingt sicher den größten Batzen, der Punkt war aber das behauptet wurde es würden dadurch jede Menge neue Jobs geschaffen und das habe ich mit meiner Aussage wiederlegt.

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Flo78 schrieb:

      Richtig, das liegt aber primär nicht daran das es zu wenig Leute gibt sondern das die Arbeitsbedingungen und das Gehalt in vielen Bereichen heute ein Witz sind und die Jungen Leute dann verständlicherweise lieber was anderes machen. Und dank der billigen Ausländer die mann jetzt da reinbuttern kann haben es die Arbeitgeber natürlich nicht nötig an diesen miesen Bedingungen und den Löhnen etwas zu ändern, checkt der Michel aber scheinbar nicht.
      Das habe ich bisher anders gehört. Viele Betriebe suchen händeringend nach Auszubildenden. Die sind aber häufig nicht qualifiziert und vor allem nicht motiviert. Die haben schon in der Schule rumgelungert und geschwänzt und meinen jetzt im Betrieb das könne so weitergehen. Und dann kommen plötzlich hochmotivierte junge Spanier, die pünktlich morgens zur Arbeit erscheinen und zeigen, dass sie arbeiten WOLLEN und zack, kriegen eben die ihre Stelle. Wer örtlich flexibel und fleißig ist, der kriegt auch einen Ausbildungsplatz. Hundertprozentig. Aber wenn ich natürlich nur in meiner Heimatstadt suche und generell das Arbeiten eher als lästig empfinde, mir über Vorstellungsgespräche und mein Auftreten dort nicht den geringsten Kopf mache... tja, da muss man sich nicht wundern.

      Betrifft übrigens nicht nur Auszubildende. Bei Lehrern wird ja auch gerne behauptet, es gäbe keine Stellen mehr. Insbesondere Deutsch- und Geschichtslehrer hätten kaum eine Chance. Klar, wenn ich unbedingt nur in meiner Heimat arbeiten will, wenn ich unbedingt nur am Gymnasium unterrichten will. Ja, dann sieht es eng aus. Aber wenn ich bspw. bereit bin in die ostdeutsche Provinz zu gehen, an einer Real- oder Oberschule und nicht an einem Gymnasium zu unterrichten, dann könnte ich ohne Probleme eine verbeamtete Stelle bekommen, sogar übergangslos mit (zukünftig) 300€ monatlicher Prämienzahlung in den ersten 3 Jahren. Nur das wollen eben viele nicht, weil sie sich "auf keinen Fall" vorstellen können, in die ostdeutsche Provinz zu ziehen. Flexibilität. Und in den Zeitungen geben sie dann Interviews, wie schlecht die Lehramtsanwärter in Bayern dran sind.

      Flo78 schrieb:

      Dumm nur das dies erst bis 2060 der Fall sein wird wir leben aber im Jahre 2015 und da ist der extreme Wohnungsmangel in vielen Städten nun mal Fakt was in 50 Jahren vielleicht sein wird ist mir gerade herzlich wurst und außerdem ziemlich spekulativ.
      Sie müssen ja nicht gerade in die Großstädte. Man könnte sie auch über das Land verteilen.


      Flo78 schrieb:

      Mir ist schon klar das das nicht passieren wird aber es ist halt für die Bevölkerung ein fatales Signal wenn sie immer vermittelt bekommt es ist für sie kein Geld da und wir müssen sparen aber sobald es um Asylanten und/oder andere EU Staaten geht werden auf einmal quasi über nacht Milliarden locker gemacht.
      Für wen ist denn hier kein Geld da? Wir haben eine soziale Sicherung in Deutschland, wie es sie in kaum einem anderen großen europäischen Land gibt. Schau doch mal nach England, Italien, Frankreich, Polen oder Spanien, wie es Langzeitarbeitslosen dort geht.


      Hier übrigens mal ein Artikel darüber, welch üble Stimmung gegenüber Flüchtlingen zur Zeit in Großbritannien herrscht. Zur Verdeutlichung: Großbritannien hat im letzten Jahr 26.000 Flüchtlinge aufgenommen. Davon wurde 15.000 ein Asylrecht gewährt.

      Zum Vergleich: ZDF-Politbarometer über Stimmung in Deutschland gegenüber Flüchtlingen

      Übrigens, weil wir ja auch über die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland sprachen:
      Trendwende bei den Geburten? Geburtenrate steigt gegenüber 2013 um 5%. Es werden soviele Kinder geboren wie zuletzt 2004. Zugleich werden mehr Ehen in Deutschland geschlossen.


      "Wenn wir alle Muslime über einen Kamm scheren, gehen wir denen auf den Leim, die einen Krieg zwischen dem Islam und dem Westen oder den USA wollen, dann erledigen wir die Arbeit der Terroristen." -
      Barack Obama 14.06.2016

    • John schrieb:


      Für wen ist denn hier kein Geld da? Wir haben eine soziale Sicherung in Deutschland, wie es sie in kaum einem anderen großen europäischen Land gibt. Schau doch mal nach England, Italien, Frankreich, Polen oder Spanien, wie es Langzeitarbeitslosen dort geht.

      Genau oder schauen wir mal nach Somalia oder Bangladesch was da für Bedingungen herrschen, sorry aber du wirst auf der Welt immer Länder finden wo es den Leuten schlechter geht das ist für mich kein Argument. Fakt ist das dank der Agenda 2010 und den Harz4 Gesetzen sich die Bedingungen für alle Betroffenen extrem verschlechtert haben. Und trotz der nicht enden wollenden Jubelmeldungen und Selbstbeweiräucherung der Politik wie gut es Deutschland doch geht steigt die Zahl der in Armut lebenden oder von Armut bedrohten Kinder, Rentner usw. immer weiter. Die Zahl der Aufstocker ist ebenfalls weiter sehr hoch, kann mann all diesen Leuten verdenken wenn sie es nicht toll finden das für sie "kein/kaum Geld da ist" aber bei anderen die Milliarden rausgehauen werden ?

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    • Flo78 schrieb:

      Fakt ist das dank der Agenda 2010 und den Harz4 Gesetzen sich die Bedingungen für alle Betroffenen extrem verschlechtert haben. Und trotz der nicht enden wollenden Jubelmeldungen und Selbstbeweiräucherung der Politik wie gut es Deutschland doch geht steigt die Zahl der in Armut lebenden oder von Armut bedrohten Kinder, Rentner usw. immer weiter.

      Fakt ist, dass wir in Europa das einzige Land sind, indem der Arbeitsmarkt geradezu brummt. Während alle anderen Länder mit hoher Jugendarbeitslosigkeit zu tun hat. Und Hartz IV hat sogar die Situation für Langzeitarbeitslose deutlich verbessert. Die kriegen durch HartzIV nämlich mehr Geld und Förderung als vor HartzIV. Aber Hartz IV ist hier nicht das Thema. Dafür gibt es andere Threads.


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    • John schrieb:


      Fakt ist, dass wir in Europa das einzige Land sind, indem der Arbeitsmarkt geradezu brummt. Während alle anderen Länder mit hoher Jugendarbeitslosigkeit zu tun hat. Und Hartz IV hat sogar die Situation für Langzeitarbeitslose deutlich verbessert. Die kriegen durch HartzIV nämlich mehr Geld und Förderung als vor HartzIV. Aber Hartz IV ist hier nicht das Thema. Dafür gibt es andere Threads.
      Nö eben nicht zum einen fallen die Langzeitarbeitslosen jetzt einfach schneller aus der Statistik und zum anderen geht es um die Bedingungen zu denen die Leute arbeiten. Wir haben heute Millionen die trotz Vollzeitjob so wenig verdienen das sie vom Staat Aufstockerleistungen bekommen müssen (also eine Milliarden teure Subvention der assozialen Arbeitgeber durch den Steuerzahler), aber das interessiert ja keinen, Deutschland geht es gut und basta.

      So nun zurück zum Thema.

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