Daesh (IS) / Bürgerkrieg in Syrien / Russische Intervention in Syrien

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Crusader schrieb:

      NapCae4 schrieb:

      Meine persönliche Meinung ist soweit, dass wir uns erst wirklich Gedanken darum machen müssen wenn der IS nicht vor Kobane sondern vor Görlitz steht.
      Diese Aussage ist doch deutlich zu kurz gesprungen. Denn wenn der IS vor Görlitz stehen würde, dann wäre die Kacke bereits mächtig am dampfen und alles eigentlich auch schon vorbei. In diesem Fall würde der IS bereits den kompletten Nahen Osten kontrollieren und auch große Teile von Europa. So unahrscheinlich dies auch sein mag, denke ich nicht, das wir es uns leisten können, nichts zu tun.

      Je eher solche Gruppierungen ausgemerzt und klein gehalten werden, umso besser. So weit wie in Syrien und im Irak oder die Taliban früher in Afghanistan, darf man es erst gar nicht kommen lassen.

      Eine Art von UN-Eingreiftruppe mit weltweiten extraterritorialen Vollmachten wäre doch was.

      Ja, vorher würde der NATO Verteidigungsfall greifen - wird jetzt bei der Türkei interresant, denn wenn diese den IS angreifen und der IS dann danach gegen die Türkei vorgeht, müsste man eigentlich von einer Provokation seitens der Türkei ausgehen müssen, welche den NATO Verteidigungsfall , soweit ich mich erinnere, nicht auslösen dürfte.

      Aber auch da ginge es nur um Verteidigung, immerhin eines tatsächlichen Verbündeten. Bei dem, worüber aktuell gesprochen wird, ist das aber nicht der Fall.


      Was geht denn eigentlich in den Birnen von solchen Menschen vor? Was fehlt denen hier in Europa, wo hängt´s?
      intelligente Lehrer

      Den hattest du mal in der Signatur, da warst du aber noch unbeliebter als heute..... ;)
      Ich liebe den Smiley :thumbsup:
      Mich kann halt grds. keiner leiden, damit muss ich schon lange leben - gibt einem aber eben auch Freiheiten wenn man nicht mehr auf die Meinung anderer Menschen achten muss :)
    • Sicherlich hängen mehr Che Poster in Teenie-Zimmern als Flaggen von der IS.
      Doch wer ist denn damals von Europa aus nach Cuba gepilgert und hat vor Ort mitgekämpft? V.a. unter der Prämisse, dass es sich bei der IS um religiöse Glaubensspinner handelt, während es sich bei Che und Castro um reinen politischen Aktionismus gehandelt hat.
      Nein, da besteht ein Riesenunterschied, das kann man meiner Meinung nach nicht mit Idealismus, Akzeptanz oder sonstwegen "romantischen" Idealen erklären. Die Mädels sind stellenweise noch nicht mal muslimisch, wie auch die Jungs erst eine Woche vor Abflug konvertieren.....
      Vokale sind schwul!

    • Doch wer ist denn damals von Europa aus nach Cuba gepilgert und hat vor
      Ort mitgekämpft? V.a. unter der Prämisse, dass es sich bei der IS um
      religiöse Glaubensspinner handelt, während es sich bei Che und Castro um
      reinen politischen Aktionismus gehandelt hat.
      Schwierig zu vergleichen - damals war fliegen noch deutlich teurer als 29,99 ;)
    • Wer warst du den Nap?


      Klar gabs früher auch schon Kämpferwanderungsbewegungen.
      Vor allen aus Idealismus und Abenteuerlust (hatte ich auch vergessen).

      Für Deutsche z.b. war Spanien vorübergehend als Ziel mal sehr beliebt:
      Internationale Brigaden ? Wikipedia


      Deutsche kämpften zudem auch in Yoguslawien und in jedem Krieg in den Frankreich am Rande involviert war. Und das sind nicht wenige.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand
    • @USA haben ISIS geholfen.
      Die Amerikaner hatten schon vor Monaten kleinlaut verkündet, man habe bei der einen oder anderen Waffenlieferung mal einen Buchstaben vertauscht, wodurch Kriegsmaterial an Fraktionen ging, mit einem eindeutigen terroristischen Hintergrund. Desweiteren wurden zahlreiche Rebellenfraktionen beliefert, deren Gesinnung nicht eindeutig war und überraschenderweise in ISIS aufging. Joe Biden hat das letzte Woche aber schön alles auf Saudi Arabien und die VAE abgeschoben.
      Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es die US Strategen für unmöglich hielten, dass die amerikanischen Waffen in einem Bürgerkriegsgebiet irgendwie in die Hände von bedenklichen Personen geraten. Sind ja schließlich keien idioten die dort arbeiten, dass Risiko hat man bewusst in Kauf genommen.
      Und was die Türken alles über die Grenze geschafft haben will ich gar nicht wissen. Wenn einer Assad unter allen Mitteln gestürzt sehen wollen, dann wohl Ankara.

      Die einzige wirklich säkulare syrische Fraktion mit annähernd westlichen Vorstellung in Form der Freien Syrischen Armee hat nur ein Bruchteil der Lieferungen bekommen und ist inzwischen irrelevant für den Konflikt, nachdem sie in harten Kämpfen gegen Regierungstruppen und Islamisten ausgeblutet sind
      Inzwischen gibt es eigentlich nur noch die Al Nusra Front als bedeutende Rebellenfraktion, welche in ihrem Gebieten fröhlich die Sharia einführt, auch wenn man derzeit (noch) von der Entfernung von körperteilen aus Strafe absieht. Für ein freies Syrien stehen diese Leute gewiss nicht.

      @Kurden beliefern, ja oder nein?
      Machen wir uns nichts vor, die Waffen, die auch wir an dieses unterdrückte Völkchen geliefert haben, wenn denn die Transall endlich mal wieder fliegt, werden wir in den Nachrichten wieder sehen: bei Anschlägen in der Türkei, im iran und in dem was vom Irak übrig bleibt. Nichtsdestotrotz haben die Kurden derzeit einen Symphatiebonus bei uns, weil sie für die Verhältnisse der Region als verdammt moderat und tolerant erscheinen und sich freiwillig in die NATO Politik einbinden. Kurdistan spielt in der Langzeitstrategie eine wichtige Rolle, denn das Vertrauen in Ankara schwindet zum einen, da Erdogan immer weitere populistische Züge annimt. Die Demonstrationen in den letzten paar Jahren von den jungen, europaorientierten Türken werden brutal unterdrückt und seine Machtbasis liegt letztendlich im ländlichen Anatolien. Interessante Parallelen zum Iran und dessen Studentenbewegung in Teheran übrigens. Sobald ein kurdischer Staat etabiert ist, werden die Diaspora dieser Ethnie wichtiger und für weiteres Konflikpotentia sorgen, die man dann bei Bedarf hervorholen kann, um die Interessen Washingtons durchzusetzen in der Region.

      Nochmal zu ISIS allgemein, ich denke nicht, dass die Strategen in Amerika unbedingt alles Nötige tun möchten, um diesen Leuten einhalt zu gebeten.
      Sieht man mal von der öffentlichen Blamage ab handelt ISIS fast schon im Interesse der USA:
      Der Syrische Bürgerkrieg war lange zeit festgefahren und stand eher zu Gunsten Assads. ISIS hat die Karten neu gemischt und ein Sturz des Diktators ist durchausim Bereich des Möglichen.
      Im Irak ist man endlich den unbequemen Maliki losgeworden und das Chaos durch die ganzen ethnischen und religiösen Konflikte der letzten Jahre hat nun abgenommen, da es mit ISIS eine größere Berohung gibt.
      Der Iran wurde in einen Konflikt direkt vor seiner Haustür verwickelt und wird deren Folgen noch zu spüren bekommen, wenn das Problem IS nicht bald gelöst wird.
      Zudem hat man nun immer einen grund dort in der Region zu intervenieren, solange die Dschihadisten dort ihr unwesen treiben.
      Geostrategischen gesehen hat ISIS dort mMn einige Möglichkeiten geöffnet um dort in den nächsten Jahren und, Gott bewahre, Jahrzehnten in der Region aktiv zu sein.
      Die Türkei ist leider nicht das einzige Land, was eine knallharte und opportunistische Realpolitik betreibt.

      @Freiwillige aus aller Herren Länder
      Ich denke nicht dass die meisten dieser Freiwilligen nach Syrien und in den Irak reisen mit der Vorstellung Ungläubige mit einem rostigen Buttermesser zu enthaupten. Oft reicht es schon, wenn man ein gemeinsames Feindbild hat. Ich denke die meisten Menschen haben jahrelang die Bilder aus dem okkupierten Palästinensergebieten und zuletzt Afghanistan und Irak gesehen und sind einfach vom Westen und seinem selbstgerechten Anspruch auf Freiheit und Gerechtigkeit desillusioniert und nun kommt halt dieses selbsternannte Kalifat daher und erklärt dieser "Doppelmoral" den kampf und verspricht en Himmel auf Erden. Ein muslimischer Staat, von Muslimen, für Muslime. Keine korruote, sich selbstbereichernde Diktaturen die sich den dem dekadenten Westen unterwerfen zum Nachteil der einfachen Gläubigen, sondern ein Staat, der den Quaran hoch in Ehren hält. Hat zwar nichts mit der eigentlichen Realität zu tun, aber so wirds dargestellt ud da die meisten gegenstimmen von westlicher Seite kommt, entsteht bei vielen schnell der Eindruck, dass es sich um feindliche propaganda handeln muss. Ein Moslem muss kein hardcore Islamist sein, um diese Versprechungen nicht reizvoll zu finden. Dass Schema hatten wir schon oft genug ind er Geschichte und da sind ganz andere Leute drauf reingefallen. Die Aktionen mit den Buttermessrer kommen erst später, sobald die Verrohung durch die kriegserlebnisse und die Indoktrinationen bei den Gebeten einsetzt.
      War ja in der Ostukraine teilweise auch nicht anders, da haben auch dutzende Franzosen, Deutsche, Spanier etc. auf Seiten der Seperatisten gekämpft, nicht etwa weil sie Putinverehrer waren, sondern weil sie diesen Unabhängigkeitskampf als gerechte Sachen ansahen und das gemeinsame Feindbild, eine westliche Marionettenregierung, welche nicht im Interesse der Bürger handelt, die größere Bedrphung war und man es im Kauf nahm, sich zu einer Marionette Moskaus zu machen.

    • Sieht man mal von der öffentlichen Blamage ab handelt ISIS fast schon im Interesse der USA:
      Die Annahme ist eigentlich nur Quark.
      Mit Assad wissen die USA was man hat - schaut man sich den IS an, dann wissen die USA, dass sie da keinerlei guten Stand haben und eher noch bei Assad Chancen haben Geschäfte zu machen als mit den Fundamentalisten die alles westliche strikt ablehnen. Gerade wenn die USA an sicherer Öl- und Gasversorgung (von Außerhalb) interresiert wären, würden Sie den IS fürchten wie Karl Rove (wuuuuh :rofl: ) das Weihwasser.


      Zudem hat man nun immer einen grund dort in der Region zu intervenieren, solange die Dschihadisten dort ihr unwesen treiben.
      Gerade das, wollen die Amerikaner ja auch nicht mehr. Man braucht die Truppen früher oder später an der Heimatfront.
    • NapCae4 schrieb:

      Die Annahme ist eigentlich nur Quark.
      Mit Assad wissen die USA was man hat - schaut man sich den IS an, dann wissen die USA, dass sie da keinerlei guten Stand haben und eher noch bei Assad Chancen haben Geschäfte zu machen als mit den Fundamentalisten die alles westliche strikt ablehnen.

      Assad war nach den vermeintlichen Gasangriff bereits geschichte für die USA, zudem hatte Syrien noch immer gute beziehungen zu Moskau und Russland war auch das einzige Land, was sich gegen Waffenlieferungen an syrischen Rebellena aussprach.
      ISIS ist nur ein Mittel zum zweck, um in Syrien einen regiemwechsel durchzuführen, das kann man später leicht ändern.

      NapCae4 schrieb:

      Gerade das, wollen die Amerikaner ja auch nicht mehr. Man braucht die Truppen früher oder später an der Heimatfront.

      Nationalgarde und Polizei quellen nur so über vor automatischen Waffen und gepanzerten Fahrzeugen, siehe Ferguson, da braucht man keine regulären truppen.
    • Assad war nach den vermeintlichen Gasangriff bereits geschichte für die
      USA, zudem hatte Syrien noch immer gute beziehungen zu Moskau und
      Russland war auch das einzige Land, was sich gegen Waffenlieferungen an
      syrischen Rebellena aussprach.

      ISIS ist nur ein Mittel zum zweck, um in Syrien einen regiemwechsel durchzuführen, das kann man später leicht ändern.
      Das kann man getrost unter Verschwörungstheorie verbuchen. Assad ist berechenbar für die USA - IS nicht, deswegen sind die USA eher weniger daran interresiert das der IS dort einen Regimewechsel durchführt. Jedenfalls wäre das eine außerordentlich teure Fassade die sie da um Kobane abziehen, wenn es so wäre wie du meinst.



      Nationalgarde und Polizei quellen nur so über vor automatischen Waffen
      und gepanzerten Fahrzeugen, siehe Ferguson, da braucht man keine
      regulären truppen.

      Die Nationalgarde war stark am Truppenkontigent in Asien beteiligt + handelt es sich dabei mehr um eine Bürgerwehr in den einzelnen Staaten. Also nichts zentral kontrollierbares. Die Polizei ist Kommunal gegliedert und damit noch uneinheitlicher zu kontrollieren.
    • NapCae4 schrieb:


      Nationalgarde und Polizei quellen nur so über vor automatischen Waffen
      und gepanzerten Fahrzeugen, siehe Ferguson, da braucht man keine
      regulären truppen.

      Die Nationalgarde war stark am Truppenkontigent in Asien beteiligt + handelt es sich dabei mehr um eine Bürgerwehr in den einzelnen Staaten. Also nichts zentral kontrollierbares. Die Polizei ist Kommunal gegliedert und damit noch uneinheitlicher zu kontrollieren.
      Nationalgarde ist wohl etwas mehr als eine Bürgerwehr. Im großen und ganzen ist sie eine Reservearmee mit nicht mehr aktuellen Waffen der US Army. Allein die Air National Guard verfügt über 106 000 Soldaten und ausser Stealthbombern fliegt da wohl so alles was mal bei der Air Force war. 1300 Flugzeuge sprechen wohl für sich. Desweiteren kann die Nationalgarde auch unter bestimmten Umständen sehr wohl vom Bund/Präsidenten angefordert werden.

      Quelle:
      Nationalgarde der Vereinigten Staaten ? Wikipedia
      Air National Guard ? Wikipedia
    • Russia Today gilt für US Waffenlieferungen nach Syrien nicht als seriöse Quelle Twilight.


      Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es die US Strategen für unmöglich hielten, dass die amerikanischen Waffen in einem Bürgerkriegsgebiet irgendwie in die Hände von bedenklichen Personen geraten. Sind ja schließlich keien idioten die dort arbeiten, dass Risiko hat man bewusst in Kauf genommen.


      Deswegen wurden da eben auch nur ganz wenig Waffen geliefert und nur an handverlesene Fraktionen, nachdem Waffenlieferungen immer wieder aufgeschoben worden sind.


      z.b.
      USA versorgen syrische Rebellen erstmals mit modernen Waffen - WSJ.de

      Man achte auch auf das Datum.


      Sieht man mal von der öffentlichen Blamage ab handelt ISIS fast schon im Interesse der USA:

      Äh nein. ISis haut allen Kräften auf die Fresse auf die die USA gesetzt hat und sorgt für Entwicklungen die auch einfach nicht im Sinne der USA sind.

      Obamas ganzes Vermächtnis geht dabei auch den Bach runter. Jetzt wo seine Abzugsstrategie aus diesem Raum als extremer Fehlschlag zu gelten hat.
      Was Obama sicher nicht wollte, war dass da erneut alles esklaliert.
      Er wollte es stabil haben. Und wenn es nur deswegen ist, um der WElt und den Amis zu beweisen, dass er keine schwacher Präsident ist, der mit dem Abzug alles versaubeutelt hat.

      Der Syrische Bürgerkrieg war lange zeit festgefahren und stand eher zu Gunsten Assads. ISIS hat die Karten neu gemischt und ein Sturz des Diktators ist durchausim Bereich des Möglichen.

      Naja. Wenn dann durch ISIS. Und du meinst ernsthaft dass die USA Isis, Assad vorziehen würden?


      ISIS ist nur ein Mittel zum zweck, um in Syrien einen regiemwechsel durchzuführen, das kann man später leicht ändern.


      Klar. Die Amis machen isch Illusionen und hoffen auf die Entstehung des Kalifats, weil man das dann, einmal existent dann viel leichter besiegen kann.
      Ja ne. Genau. Das die Taktik der Amis.

      Zudem hat man nun immer einen grund dort in der Region zu intervenieren,

      Und ich behaupte. Nichts würden die USA im MOment lieber tun, als dort nicht mehr zu intervenieren.
      Zur Erinnerung.
      Die USA brauchen das Erdöl von dort nicht mehr wirklich. Die USA ist NEttoexporteur von Energie.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand
    • MistyBronco schrieb:

      NapCae4 schrieb:


      Nationalgarde und Polizei quellen nur so über vor automatischen Waffen
      und gepanzerten Fahrzeugen, siehe Ferguson, da braucht man keine
      regulären truppen.

      Die Nationalgarde war stark am Truppenkontigent in Asien beteiligt + handelt es sich dabei mehr um eine Bürgerwehr in den einzelnen Staaten. Also nichts zentral kontrollierbares. Die Polizei ist Kommunal gegliedert und damit noch uneinheitlicher zu kontrollieren.
      Nationalgarde ist wohl etwas mehr als eine Bürgerwehr. Im großen und ganzen ist sie eine Reservearmee mit nicht mehr aktuellen Waffen der US Army. Allein die Air National Guard verfügt über 106 000 Soldaten und ausser Stealthbombern fliegt da wohl so alles was mal bei der Air Force war. 1300 Flugzeuge sprechen wohl für sich. Desweiteren kann die Nationalgarde auch unter bestimmten Umständen sehr wohl vom Bund/Präsidenten angefordert werden.

      Quelle:
      Nationalgarde der Vereinigten Staaten ? Wikipedia
      Air National Guard ? Wikipedia

      Die Nationalgarde ist eigentlich nichts anderes als die Armee des Bundesstaates. Ursprünglich dazu gedacht, für den Fall, dass sich in Washington ein Präsident zum König macht (wie aktuell Obama) gegen diesen vorgehen zu können. Das ist aber schon lang lang her und deswegen ist die US Army den Nationalgarden in jeder Hinsicht deutlich überlegen. Ausgerüstet wird die Nationalgarde auch von den Bundesstaaten und nicht von der Union - die gibt zwar in aller Regel Zuschüsse, die reichen aber (siehe Berichterstattung bzgl. Irakkriegsopfer unter den Nationalgardisten) nicht mal Ansatzweise aus.

      Two days a month, two weeks a year - die Nationalgarde ist keine Berufsarmee. Nationalgardist ist man eigentlich neben dem Beruf. Die Ausrüstung ist bei der Frage eher zweitrangig.
    • Nö. Ich lese da ja auch.
      Die Frage ist nur. Hast du auch seriöse Quellen, dass die Amis in großen Maße Waffen an dubiose Gruppierungen geliefert haben?
      Alles was ich weiß ist eben dass sie damit sehr lange zögerten und dann auch nur sehr vorsichtige Waffen lieferten an handpicked Empfänger.

      Andere Aussagen, sofern glaubwürdig würden mich in der Tat sehr interessieren.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand
    • Twilight schrieb:

      @Freiwillige aus aller Herren Länder
      Ich denke nicht dass die meisten dieser Freiwilligen nach Syrien und in den Irak reisen mit der Vorstellung Ungläubige mit einem rostigen Buttermesser zu enthaupten. Oft reicht es schon, wenn man ein gemeinsames Feindbild hat. Ich denke die meisten Menschen haben jahrelang die Bilder aus dem okkupierten Palästinensergebieten und zuletzt Afghanistan und Irak gesehen und sind einfach vom Westen und seinem selbstgerechten Anspruch auf Freiheit und Gerechtigkeit desillusioniert und nun kommt halt dieses selbsternannte Kalifat daher und erklärt dieser "Doppelmoral" den kampf und verspricht en Himmel auf Erden.
      Mmh....viele sind ja noch gar nicht konvertiert, einige haben noch nicht einmal einen muslimischen Hintergrund, also meinetwegen Großeltern, die nach Deutschland gekommen sind. Es sind nicht wenige dabei, die man als langweilige Standardchristen bezeichnen könnte, 2 x im Jahr in die Kirche und das war´s dann mit dem Glauben. Spätestens nach einem 3/4 Jahr morden und vergewaltigen, mittlerweile sollte jedem hier bekannt sein, was die IS so treibt.
      Abenteuerlust, raus aus dem langweiligen Leben hier bei uns, Bedeutung und Anerkennung, vielleicht schon eher. Erinnert mich irgendwie daran, wenn sich desillusionierte Kids einer brutalen Motorradgang anschliessen oder einer Neonazivereinigung.
      Christliche Mädels, die sich für die IS-Soldaten prostituieren und erst nach einigen Wochen merken, wo sie da gelandet sind.....irgendwie geht das völlig an meinem Verständnis vorbei.
      Vokale sind schwul!
    • Kann mir nur vorstellen das gerade die jungen Menschen die dort runter gehen um sich rekrutieren zu lassen geködert wurde. Falsche Propaganda usw. wie in jedem anderen Krieg auch. Neu-konvertierte sehen sich selbst oft als Brücke zwischen den Religionen und wenn dann so falsche Propaganda am Start ist geht es schnell das solche Menschen dem verfallen.
      Ist für die meisten kaum vorstellbar das es so einfach ist, aber diejenigen sind dann auch nicht in der Situation dieser Personen.
      quod sumus hoc eritis

      Refugees welcome!!!
    • Ich bin ja ja eigentlich immer ein ziemlich provokanter Verfechter des Islam gewesen, aber in diesem Fall muss ich wohl doch auch einmal in die andere Schublade greifen.

      Der Eingangspost zum Thema IS ist ziemlich amüsant, muss ich zugeben. In den Medien wird das Thema IS so aufgebauscht, dass man auf den Gedanken kommen könnte, ein 4. Reich sei angebrochen oder der dritte Weltkrieg ausgebrochen. Sind wir mal ehrlich. Wer von euch hat vor den ganzen Medienspektakeln jemals was von Al Quaida oder IS gehört? Also ich noch nie.


      Wie kann es sein, dass türkische Panzer direkt an Grenze zur syrischen Stadt stehen und dennoch dem Schlachten tatenlos zusehen? Was für Menschen lassen soetwas ungehindert geschehen?


      Die Türkei wird sich hüten da etwas zu unternehmen, da sie ganz zum Schluss dann alleine dasteht und den Mist ausbaden wird.

      Werde mich noch intensiver zu dem ganzen äußern, wenn ich mehr Zeit habe.

      -Ma fi shajara hazzaha l hawa-

      Es gibt keinen Baum der noch nicht von einer Brise geschüttelt wurde-
    • Ich war gerade beim Nachrichten lesen etwas geschockt als Ich "Türkische Luftwaffe bombardiert PKK-Stellungen" gelesen habe.

      Man mag ja von der PKK halten was man will, aber im Moment sehe Ich die IS als deutlich größere Gefahr. Das nun die türkische Luftwaffe in den Kampf Paschmerga und PKK gegen den IS zu Gunsten des IS eingreift ist doch nur Öl ins Feuer für diejenigen die der Türkei Unterstützung des IS und Doppelzüngigkeit vorwerfen...

      Das die PKK einen Türkischen Stützpunkt angegriffen haben soll, kann Ich nicht wirklich glauben, diese Leute mögen Fehler haben, aber Ich halte Sie nicht für beschränkt genug sich in dieser Bedrängung durch den IS noch mit der Regionalmacht nebenan anzulegen, obwohl man deren Hilfe braucht und man schon ohne diese Front Logistikprobleme hat.

      Gruß
    • Wer hat bevor die Medien darüber berichtet haben was von IS und AL Kaida gehört?

      Du bist lustig.

      Wer hat denn bitte bevor die Medien was darüber berichtet haben was von Merkel gehört?
      Wer von Ebola?
      Wer von Computern?

      Ja der IS ist überhaupt kein Problem.
      Sieht man ja an den Zusammenstößten und Straßenschlachten in Deutschland.

      Die gesamte arabische Welt kann man ja auch ignorieren, nach deiner Aussage, Hat ja keine BEdeutung für uns.
      Der Islam ist ja auch nicht Teil von Deutschland, daher interessieren auch nicht extreme Auslegungen dieses die auch in Deutschland ihre Anhänger finden.

      Und ja. Der dritte Weltkrieg läuft seit Jahren. Der Krieg gegen den Terror wie er so schön heißt. Ein schneller Sieg ist hier anscheinend nciht möglich. Auch hat sich dieser auf die ganze Welt ausgeweitet.
      Er wurde in dem Moment ausgerüfen als Bush den Verteidigungsfall für die Nato ausrief und diese im folgte.
      Schröder mit uneingeschränkter Solidarität.
      Dieser Kriegszustand wurde übrigens nie aufgehoben. Auch nicht vom deutschen Bundestag.
      Die Linke versuchts immer mal wieder. Scheitert aber regelmäßig.
      Deutschland ist damit seit über einem Jahrzehnt im Krieg.

      Wer ist daran beteiligt?
      De facto ganz Nordafrika. Auch Teile Zentralafrikas. Nigeria, Somalia, Kenia, Sudan...etc.
      Die ganze arabische Welt.
      Die gesamte NAto.
      Pakistan, Afghanistan, Russland, Australien, Neuseeland...etc.

      Die IS Sache ist die jüngste Eskalationsstufe in einem andauernden Konflikt.

      Was soll das denn sein, wenn kein Weltkrieg?


      P.S. Die Türkei hat übrigens jetzt Stellungen der PKK angegriffen.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand
    • Antiochus IV schrieb:

      Sind wir mal ehrlich. Wer von euch hat vor den ganzen Medienspektakeln jemals was von Al Quaida oder IS gehört? Also ich noch nie.
      Ja, das ist schon ne spaßige Truppe dieser IS. Würde ohne Medienspektakel und Berichterstattung wahrscheinlich genauso verschwinden wie die FDP bei Landtagswahlen.
      Also scheinbar bekommst du neben deren Existenz sonst auch nicht besonders viel mit....
      Vokale sind schwul!
    • NapCae4 schrieb:

      Einzelne Salafistengruppen welche sich polizeylich bekämpfen lassen sind schwerlich mit den bewaffneten Terrorstreitkräften da um/in Kobane zu vergleichen.


      Diese Auffasung ist entweder zu kurz gedacht oder ignoriert die Erfahrung der vergangenen 25 Jahre im Kampf gegen den Terrorismus. Durch das Einsetzen der Globalisierung schließt sich der Kreis in Europa, unserer Heimat wieder. Diese "einzelnen" Salafistengruppen haben sich in den vergangenen zwei Wochen immer wieder zu Hunderten in deutschen Städten zusammengerottet und offen für die Überzeugungen des Islamischen Staates agiert. Der Verfassungsschutz geht von mindestens 5.500 Salafisten in Deutschland aus, da sind die Sympathisanten noch nicht mal festgehalten. Vielen von ihnen sind bereit für die "gerechte Sache" in den Kampf zu ziehen. Seit den Beginn der Kämpfe in Syrien zählt der Verfassungsschutz die Ausreisen nach Syrien, sie steigen stetig an. Aktuell geht der von Verfassungsschutz von über 400 Fällen aus. Dort sammeln diese Individuen Kampferfahrung und kehren noch stärker radikalsiert zurück in unser Land, sofern sie sich nicht selbst in die Luft gejagt haben. Was machen sie also, wenn sie wieder in Europa sind?

      Tagesschau schrieb:

      Der Verfassungsschutz zählt die Ausreisen nach Syrien seit dem Ausbruch der Kämpfe 2011. Den Großteil der Reisebewegungen beobachten sie jedoch seit 2013. Die Zahlen der Ausreisen steigen seitdem kontinuierlich: Mitte 2013 zählte der Verfassungsschutz noch gut 60 Ausgereiste aus Deutschland, Ende 2013 waren es schon viermal so viel und im Frühjahr des laufenden Jahres schließlich rund 320. "Der Strom der aus Deutschland nach Syrien ausreisenden Dschihadisten ist ungebrochen", erklärte Maaßen. "Wir müssen uns auf die Möglichkeit von Anschlägen einstellen", warnt Verfassungschutzchef Maaßen. Besondere Sorgen bereiten den Verfassungsschützern die Rückkehrer, die oft radikaler sind als zuvor. Zum Teil sind sie militärisch ausgebildet und kampferprobt. "Der Anschlag in Brüssel vor einigen Wochen hat gezeigt, dass die Rückkehr von Syrienkämpfern sich zu einem europäischen Problem entwickelt hat", sagte der Verfassungsschutzchef. "Wir müssen uns auf die Möglichkeit von Anschlägen in Europa einstellen." Diese Dimension sei eine große Herausforderung für die Sicherheitsbehörden, bei der eine enge Kooperation unabdingbar sei.

      Auf das Jüdische Museum in Brüssel war Ende Mai ein Anschlag verübt worden, bei dem vier Menschen ums Leben kamen - ein israelisches Touristenpaar, eine Französin und ein Belgier. Tatverdächtig ist ein junger Islamist aus Frankreich. Es gilt als sicher, dass der Mann zuvor als Dschihad-Kämpfer in Syrien war.


      Die Islamische Staat ist längst in Deutschland angekommen. Die Saat reift in den Köpfen gescheiterter Existenzen, er wird sicherlich schon bald Früchte tragen. Siehe z.B. die Türkei, hier hat man das Treiben des IS jahrelang gedauert und sogar im Kampf gegen Assad unterstützt. Mittlerweile ist der Süden der Türkei wirtschaftlich eng an den Islamischen Staat gebunden, schließlich werden hier das Öl umgesetzt und ein guter Teil der benötigten Lebensmittel in die besetzten Gebiete des IS transferiert. Dazu hat der IS ein Netzwerk über die gesamte Türkei gespannt, sie wirbt hier offen nach Rekruten für den Kampf des IS. Gleichzeitig gibt es genügend Augenzeugenberichte über die medzinische Behandlung von verwundeten IS-Kämpfern in türkischen Krankenhäusern. Lang, lang hat die türkische Regierung zugesehen, jetzt scheint es für sie wohl zu spät, entschieden gegen den IS zu handeln. Deutschland sollte daraus lernen...und die Türkei endlich ihren Arsch hochbekommen.

      NapCae4 schrieb:


      Darüber hinaus hat es immernoch einen Hauch von Kulturimperialismus, wenn wir der Auffassung sind, wir dürften entscheiden welcher Seite mit welchen Wertvorstellungen und Meinungen wir helfen dürften die andere zu vernichten. J

      Außerdem sollte man sich dabei mal in der Konsequenz hinterfragen. Wieso greifen wir in Kobane ein aber nicht in China wo derartiges auch vorkam und kommt? Oder Weißrussland oder Norkorea? Warum marschieren wir nicht in Nordkorea ein um das Volk vor Mord, Folter und Versklavung zu schützen? :weg:


      Die Bilder und Berichte sprechen klare Worte. Der IS ist eben kein souveräner Staat, kein homogenes Volk, sondern nur eine Ansammlung von tollwütigen Fanatikern, denen ich jede Menschlichkeit abspreche. Ich muss hier nicht lang überlegen, ob sie gut oder böse sind. Bestenfalls kann man sie noch als Terroristen bezeichnen, auch hier muss ich nicht lang überlegen. Als der am weitesten entwickelte Erdteil ist es sogar unsere Pflicht einzugreifen, da die Regierungen in Syrien und dem Irak ihnen nichts entgegensetzen können. Der Islamische Staat agiert ähnlich wie ein Virus, all die menschenverachtenden Verbrechen gebieten eine Unterstützung der dortigen Bevölkerung, egal ob Moslem, Jude oder Christ. Wir können wesentlich mehr machen, dazu bedarf es nicht mal deinen propagierten Bodentruppen.

      Antiochus IV schrieb:

      Werde mich noch intensiver zu dem ganzen äußern, wenn ich mehr Zeit habe.


      Du gibst dir hoffentlich mehr Mühe als in deinem ersten Beitrag, da stand nur Scheiße drin. ;)