Angepinnt Draches Anime und Spiele-Ecke

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    • Habe einfach mal bei den hier erwähnten Anime Trailer und Episodenliste angeschaut, und da ist doch TDiaPT mit seinen 13 Episoden angenehm kurz. Mit Steamboy, First Squad The Moment of Truth, Steins Gate und Fullmetal Alchemist kann ich vorerst wenig anfangen, auch wenn die beiden letzten Serien ganz vorne stehen im Anime-Bereich, zumindest mein Eindruck.
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      "...verantwortungslose Verwaltungsfachangestellte mit Kontrollzwang, also das was wir in Verkennung der Wirklichkeit Regierungen nennen..." - Jochen Malmsheimer
    • ja, Stein's Gate und FMA sind sehr bekannt. Ich kenne aber das Problem... sehr bekannt heißt noch lange nicht, dass es einem selber gefallen wird ;) Stein's Gate habe ich auch mal vor ca. zwei Jahren angefangen und nach ein paar Episoden abgesetzt, wie ich zu meiner Schande gestehen muss.
      Naja, The Devil is a part timer hab ich auch vor 2 Monaten oder so geschaut und ist mMn ein "Typischer" Anime (leichte Kost, Komödie, etwas Ecchi, etc), der es aber halt schafft, die ganze Zeit zu unterhalten. Das coole ist halt einfach, dem Teufel bei seinem sozialen Aufstieg in der Menschenwelt zu begleiten. :D Bei vielen anderen Animes dieser art ist schon sehr schnell die Luft raus... aber es gibt noch ein paar richtig gute "typische" Animes. Vielleicht mach ich mal ein Review dazu (falls es erlaubt ist :P )
    • Sword Art Online wurde mir aus dem Umkreis ans Herz gelegt und die erste Staffel kann sich sehen lassen. Review gibt's nicht, nur eine Empfehlung. Die zweite Staffel soll laut Kommilitonen-Meinung bisher nicht so gut sein, aber mal schauen...
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    • Ich würde da deinem Kommilitonen nicht unbedingt zustimmen. Außerdem sollte man sowohl die erste als auch die zweite Staffel in zwei Hälften teilen bei der Bewertung. Denn bei beiden Staffeln kommt es vor, dass die Thematik und "Stimmung" der Serie sich nach der Hälfte der Staffel relativ drastisch ändert. Dies alles führt dazu, dass er bei Leibe nciht der Anime für Gamer ist, wie man sich damals erhofft hat, doch er ist trotzdem ein ziemlich guter Anime... ohne jetzt noch mehr zu schreiben, ist SAO wohl einer der Animes, über die ich am zwiegespaltensten bin.
    • Was stirbt zuletzt? Richtig, meine Motivation diesen Thread am Leben zu erhalten! Ja lang ist es her das hier etwas passiert ist, viel zu lange wenn es nach mir geht aber es sind halt einfach immer die typischen Sachen dazwischen gekommen wie keine Lust, keine Zeit usw und sofort aber was zählt ist das ich jetzt endlich mal wieder was komplett neues zum vorstellen habe! Danke an Vanidar übrigens an der Stelle ohne den ich den folgenden Anime nicht gesehen hätte.

      Akame ga kill!





      Vorwort:
      Akame ga Kill ist ein relativ neuer Anime also zumindest für mich wenn ich danach gehe das die letzte Folge erst im Dezember 2014 erschienen ist und der Manga bisher noch nicht einmal fertiggestellt wurde, hat aber bereits jetzt schon eine gewisse Popularität erreicht. Die Kritiken zum Manga und Anime sind wirklich alle sehr positiv und der Manga hat sich bisher auch schon über 2 Millionen Mal abgesetzt nur so als kleines Nebendetail.

      Story: Aber worum geht es denn nun in Akame no Kill? Das ist eigentlich gar nicht so leicht gesagt ohne zu viel zu verraten aber ich versuche es einfach mal. Das ganze Szenario spielt in einer "Mittelalter" Fantasy Welt wobei die Hütchen bei Mittelalter wirklich gewollt sind da sowohl Maschinengewehre, Raketen als auch riesige Roboter existieren man sich aber trotzdem bzw immer noch die meiste Zeit über mit Pferden fort bewegt. Klingt das Bescheuert? Ja absolut, aber schmälert so etwas auch das komplette Setting ab? Nein, auf keinen Fall, warum dem so ist werde ich etwas später auch ausführlich erklären aber kommen wir nun erstmal wirklich zur Story. Es geht um den Jungen Tatsumi der sich mit drei Freunden aus einem kleinen Dorf auf den Weg in die große Hauptstadt des Kaiserreichs gemacht hat um sich der imperialen Armee anzuschließen, dort angekommen merkt er jedoch relativ schnell das die Hauptstadt kein freundlicher Ort für einen naiven Bauernjungen ist bis es sogar soweit kommt das er droht von einer adeligen Familie die ihn gerade erst vorhin von der Straße aufgesammelt hat gefoltert zu werden. Doch zu seinem Glück wird die adelige Familie gerade an diesem Abend von einer Gruppe angegriffen die sich "Night Raiders" nennt. Die Night Raiders schlachten sich ziemlich einfach durch die Dutzenden Wachen der Familie und zeigen Tatsumi deren Folterkeller in dem seine beiden Freunde aus seinem Dorf bereits vor ihm auf brutalste Art und Weiße ermordet wurden. Erzürnt über diese Tatsache entscheidet sich Tatsumi dazu seinerseits die Tochter der Familie zu töten nachdem sie offenbart hatte das sie seine Freundin nur deswegen getötet hätte weil sie schönere Haare hatte als sie. Die Night Raiders sind höchst erfreut über Tatsumis Verhalten und nötigen ihn mehr oder weniger dazu sich ihrer Gruppe anzuschließen die sich dazu verschrieben hat das Böse aus der Hauptstadt zu tilgen und die korrupte Regierung zu stürzen. Tatsumi findet schnell Anschluss bei seinen neuen Assassinen Freunden und wird auch auf Einzelmissionen geschickt von denen er erfolgreich zurückkehrt. Doch das Imperium bleibt nicht lange untätig und bildet als Antwort zu den Night Raids eine eigene Eliteeinheit genannt die "Jäger" unter der Führung der gefürchteten Generalin Esdeath. (mein glorreicher neuer Avatar) Die beiden Gruppen die viele Gemeinsamkeiten haben treffen nun immer öfters aufeinander während das Reich langsam aber stetig in Bürgerkrieg und Rebellion versinkt. Achja und wäre das noch nicht genug gibt es auch noch sogenannte "Imperial Weapons",Waffen mit besonderen Fähigkeiten die seinem Träger beinahe schon übermenschliche Kräfte verleihen und aus seinem Duell zwischen zwei Trägern der Imperial Weapons kann nur einer der Kontrahenten lebend davonkommen.

      Meinung
      : Ich habe ja bereits vorhin kurz das Design des Szenarios angesprochen und dabei doch eine gewisse Surrealität hervorgehoben aber warum fällt das ganze nun trotzdem nicht wirklich negativ auf? Nun das könnte so einige Gründe haben aber vor allem wohl deswegen weil der Anime zwei komplett verschiedene Gesichter hat. Wer sich nur die ersten 10 Folgen ansieht kann im Grunde einen komplett anderen Anime gesehen haben als jemand der sich nur die letzten 5 Folgen angesehen hat. Kein Anime den ich bisher gesehen habe hat einen so großen und gleichzeitig so guten Sprung in seiner Entwicklung gemacht. Ein gutes Beispiel wäre die aller erste Folge in der es so aussieht als ob der Anime sich selbst nicht wirklich ernst nehmen würde da man doch sofort zu beginn einige typische Anime Klischees ziemlich gut auf die Schippe nimmt wie eben die Tatsache das Tatsumis Freunde bereits nach 15 Minuten ermordet wurden. Diese Light Comedy kann man fast schon sagen hält zu beginn ziemlich lange an und unterhält einem natürlich auch in den ersten 4-6 Folgen relativ gut wenn man so etwas mag, aber dann plötzlich aus dem nichts (ich würde ja vermuten ab dem Erscheinen der Jäger als Gegenspieler) ändert sich das ganze doch dramatisch. Das ganze wird ernster fast schon zappenduster ernst, plötzlich wird einem klar das hier Krieg herrscht und das in einem Krieg niemand sicher ist. Sowohl die Night Raider als auch die Jäger schaffen es wirklich sympathische Charaktere aufzubauen mit denen man mitfiebert und beide Gruppen schenken sich nichts und bekämpfen sich aufs bitterste. Ich könnte jetzt noch mehr sagen was den Anime für mich wirklich hervorhebt im Gegensatz zu anderen aber im Sinne davon das ich selbst doch deutlich mehr davon hatte weil ich komplett unwissend an den Anime herangegangen bin werde ich mal das folgende in Spoiler packen.

      Spoiler anzeigen
      Sucht euch um Himmelswillen keinen Lieblingscharakter aus! Tut es wirklich nicht, gerade ab der zweiten Hälfte ist absolut kein Charakter mehr sicher, ich habe Kommentare gelesen die das ganze mit Game of Thrones vergleichen und zumindest in diesem Aspekt muss ich zustimmen. Man weis wirklich nicht wen es am nächsten erwischen wird aber im Zweifels falle doch immer diejenigen die einem ans Herz gewachsen sind. ;(


      Mit diesen Dingen gesagt gibt es auch wieder negative Punkte am Anime? Ich würde ja mal rein Subjektiv gesehen Jein sagen aber im Sinne der Objektivität werde ich versuchen vllt doch die ein oder andere Sache hervorzuheben. Ich habe ja bereits vorhin geschrieben das es der Anime in einer wirklich kurzen Laufzeit von gerade einmal 24 Folgen schafft einem die meisten Charaktere absolut sympathisch zu machen und mit ihnen mitzufiebern aber darin liegt auch gleichzeitig das größte Problem des ganzen. Durch die Größe der Beiden Gruppen (meistens immer so mindestens 6 Leute auf beiden Seiten) bleiben doch ein paar Charaktere im Gegensatz zu den anderen etwas links liegen. Das ganze fällt dann vor allem Richtung Finale auf wo man sich dann doch teil weiße schon fragt was denn der Charakter jetzt die letzten fünf Folgen eigentlich getrieben hat weil er vielleicht 5 Minuten Screentime hatte. Die ganze Story wird vor allem im zweiten Akt auch immer schneller erzählt und es kommt einem sogar fast so vor als hätten sie gewollt einige Szenen herausgeschnitten weil sie sonst keine Zeit mehr gehabt hätten für andere Sachen. Allerdings sind das alles Sachen über die man eigentlich im großen und ganzen hinwegsehen kann da man sich das ganze auch einfach mit Zeitsprüngen zwischen den einzelnen Folgen erklären kann.

      Fazit: Fangen wir gleich ohne weitere Umschweife mit der wichtigsten Frage an. Ist Akame ga Kill der beste Anime den ich jemals gesehen habe? Ich weis nicht er könnte zumindest von denjenigen die ich tatsächlich bisher gesehen habe sehr, sehr nah ran kommen. Ich habe gelacht, ich habe gejubelt, ich habe geweint das ganze war eine Gefühlsachterbahn Fahrt wie man sie eigentlich nur lieben und hassen gleichzeitig kann. Da ich komplett ohne Erwartungen in das ganze hinein gegangen bin und einem doch gerade die ersten 5-6 Folgen das Bild eines komplett anderen Animes vermitteln wollen hat mich der zweite Akt umso mehr überrascht und plötzlich mitfühlen lassen. Ich denke Objektiv gesehen wird Akame ga Kill vermutlich bei weitem nicht unbedingt der beste Anime aller Zeiten sein dafür ist er meiner Meinung nach, dann leider doch etwas zu kurz und lässt zu viele wichtige Dinge aus aber er hat sich trotzdem in meine Erinnerung eingebrannt und wird mich vermutlich fürs erste nicht wieder so schnell loslassen. Also 9 von 10 Punkten für Akame ga Kill.

      Ich hoffe die wenigen Leser die ich habe verzeihen mir diese elendig lange Pause aber vielleicht bessert es sich ja ab jetzt, auch wenn ich selbst nicht so wirklich daran glaube. ^^ Ich bin zumindest wirklich froh das ich Akame ga Kill gesehen habe und verspüre nun zumindest wieder etwas Tatendrang in mir. In diesem Sinne bis zum nächsten Rewiew oder Kommentar oder Skypegespräch ihr wisst schon was ich meine. ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Mder1. ()

    • Was ist denn hier los? Schon wieder ein Review und dann auch noch so kurz nach dem letzten? Ja tatsächlich hab ich in letzter Zeit so einige neue Animes gesehen wo von sich der ein oder andere für ein Review anbieten würde. Heute habe ich mich für einen Anime entschieden der eigentlich durchaus als Nachfolger von Akame durchgehen könnte wenn man vielleicht ein paar wenige Details abändert. Die beiden Animes haben zwar erstaunlich viele Pararellen aber sind in Ihrer Kernstruktur ziemlich unterschiedlich und diesen Unterschied werde ich etwas versuchen herauszuheben.

      Hitsugi no Chaika



      Story: Ich habe ja bereits vorher schon gesagt das Chaika ziemlich viele Gemeinsamkeiten mit Akame hat und diese fangen schon beim Szenario ansich an. Auch Chaika spielt in einem Art "Mittelalter" Fantasy Szenario in dem es das böse typische böse Imperium gibt dazu kommt noch haufenweiße Magie. Der begriff Mittelalter ist in Chaika vllt sogar noch gestreckter als in Akame da es hier teilweiße Steampunk artige Panzer und fliegende Festungen gibt aber andererseits gab es bei Akame auch Raketen und riesige Roboter. ^^ Kommen wir aber gleich mal zum ersten großen Unterschied während Akame mehr oder weniger damit startet das eine tapfere Truppe von Rebellen dem Imperium Wiederstand leistet haben wir diese Phase in Chaika bereits hinter uns. Das Kaiserreich-Gaz das über 500 Jahre lang bestand gehalten hat wurde zu beginn des Szenarios vor 5 Jahren entgültig besiegt und die Menschen erfreuen sie dem wiedererlangten Frieden nach knapp über 300 Jahren Dauerkrieg. Unser Geschichte beginnt mit dem jungen Söldner Toru der alleine durch die Wälder streift in der Hoffnung irgendetwas zu finden egal ob herumliegendes Geld oder einfach nur eine Beschäftigung, während seines Streifzuges trifft er auf das Junge Mädchen Chaika Trabant. (wie schon in Akame ist leicht erkennbar woher sich der Anime Name herleitet.) Chaika trägt zu Torus und des Zuschauers Konfusion einen riesigen Sarg auf dem Rücken dessen Zweck zunächst unklar erscheint. Doch schon kurz nach ihrer Begegnung werden die beiden von einem wilden Einhorn angegriffen und müssen zusammenarbeiten um der Bedrohung Herr zu werden. Während des Kampfes stellt sich heraus das Chaika eine Magierin ist und sie in ihrem Sarg ihre Waffe transportiert. Chaika gibt sich Toru als Prinzessin zu erkennen und bietet ihm nachdem sie von seinen Kampfkünsten beeindruckt wurde einen Auftrag an.

      Das Ziel ist ein Einbruch in die Villa des örtlichen Gouverneurs um ein wichtiges Objekt zu entwenden. Toru der sowieso ständig knapp bei Kasse ist und sich seit Kriegsende nurnoch langweilt, akzeptiert und holt seine "Schwester" Akari für den Auftrag mit an Bord. Nach nur kurzer Zeit stellt sich jedoch heraus das sie die Hand des ehemaligen Imperators Artur Gaz stehlen wollen da dessen verteilte Körperteile immense magische Fähigkeiten freisetzen. Darin hindern will sie der Ritter Alveric Gilette und seine Gruppe die sich dem Fortbestand des momentanen Friedens verschrieben haben und befürchten das derjenige der alle Körperteile des ehemaligen Imperators einsammelt am Ende erneut Finsternis und Krieg über diese Welt bringen wird. Gilette offenbart Toru in ihrer ersten Konfrontation kurz nach dem Diebstahl, dass Chaika in Wahrheit die Tochter des ehemaligen Impertors sei und behauptet das sie die Überreste ihres Vaters nur deswegen einsammeln wolle. Toru jedoch kümmert das kaum da er der Meinung ist das Krieg ohnehin besser sei, da er dann wenigstens wieder seiner Beschäftigung nachgehen könne. Toru entkommt der Konfrontation mit Gilette und bietet daraufhin Chaika an ihr bei der Suche nach den restlichen 7 Körperteilen zu helfen. Diese offenbart jedoch wiederum ihm gegenüber das ihr einziges Ziel sei ihrem Vater eine würdige Beerdigung zu geben wenn sie ersteinmal alle Teile eingesammelt hat.

      Meinung: Wie schon bei Akame ist das ganze Design des Szenarios etwas komisch angelegt und es werden auch nur sehr selten wirklich Dinge in die Tiefe erklärt aber trotzdem tut das dem ganzen irgendwie keinen Abbruch. Vieles in der Welt wird einfach durch die vorhandene Magie erklärt und da diese auch sehr originell umgesetzt wurde erscheinem einem diese Sachen auch relativ glaubwürdig. Mir gefielen vor allem die magischen Waffen sehr gut die es zwar schon so ähnlich in Akame auch gab aber hier ihren Besitzer nicht wirklich überpowert darstellen lassen. Die Kämpfe ansich sind für die Verhältnisse sehr realistisch gehalten und wenn unsere Heldengruppe in einer Situation 10:1 unterlegen sind sind sie auch wirklich unterlegen und versuchen eher den Kampf zu vermeiden und zu fliehen was mir sehr gefiel da dies einfach eine gewisse Charakterstärke darstellt. Die Geschichte wird ähnlich wie in Akame zunächst als Light Comedy dargestellt vor allem die Interaktion zwischen Toru, Chaika und Akari bringt sehr viel Humor mit und wird auch so in dieser Zusammensetzung eigentlich nie langweilig. Gerade in diesem Zusammenhang muss man vor allem die guten Charaktere loben. Es gibt eigentlich keinen schlechten Charakter was auch daran liegt das man sehr sparsam mit den vorhanden Charakteren umgeht und es gezielt vermeidet zuviele Charakter gleichzeitig auftreten zu lassen was mir sehr gut gefällt. Der besondere Reiz liegt vor allem darin das die eigentliche Protagonisten Truppe dem Zuschauer doch etwas wie die bösen dargestellt werden, ich meine Torus einziger Grund zum Beispiel warum er sich Chaika anschließt ist das er sich dadurch erhofft wieder in den Krieg ziehen zu können während unsere Antagonisten Gruppe oder einfach die gegnerische Gruppe rund um Gilette eigentlich die wirklich strahlenden Helden der Geschichte sind da sie mit aller Kraft versuchen den vorhandenen Frieden zu verteidigen.

      Dieser kleine Rollentausch gefiel mir sehr und es verleiht dem ganzen eine gewisse Kreativität und Eigenständigkeit. Besonders hervorheben möchte ich jedoch noch Toru, Toru ist für mich einfach der beste männliche Anime Hauptcharakter den ich bisher gesehen haben. Während die meisten oder zumindest viele der männlichen Protagonisten entweder als nervige Heulsusen oder als unfehlbare Mary Sues starten ist Toru keins von beiden. Ganz im Gegenteil Toru ist eigentlich fast immer Herr der Lage und wenn er es mal nicht sein sollte ist er auch intelligent genug um zu erkennen wann es Zeit ist sich zurückzuziehen. Er wirkt eigentlich die ganze Zeit über ziemlich fähig ohne aber gleichzeitig OP zu wirken und das ist wirklich eine tolle Mischung die ich so bisher nur sehr selten in Animes gesehen habe und so eigentlich ein Paradebeispiel für männliche Hauptcharaktere darstellen sollte. Aber auch die anderen Charakter sind allesamt großartig sei es Chaikas unglaubliche Süßheit, Akaris Yandere sein oder einfach Gilettes Ehrhaftigkeit. Nach diesem ganzen Lob wird es aber mal wieder Zeit für ein paar negative Aspekte. Ich habe ja bereits vorhin geschrieben das Chaika ähnlich wie Akame als Light Comedy startet und diesen Weg auch ziemlich lange geht und wieder ähnlich wie Akame entscheidet sich Chaika ab einem gewissen Zeitpunkt das Tempo zu verschärfen und ernster zu werden, dies funktioniert vor allem im Laufe der ersten Staffel großartig und hat mich wie schon bei Akame zunächst völlig unerwartet getroffen und sprachlos zurückgelassen. Das negative dabei ist nun aber das sie im Verlauf der zweiten Staffel wieder mit der Ernsthaftigkeit stark zurückrudern was bestimmte Themen angeht und vor allem das Finale sehr, sehr gestresst wirkt. Dem ganzen Anime hätten wirklich noch 2 Folgen mehr sehr gut getan um dieses Problem etwas auszumerzen.

      Fazit: Im Grunde wie so gut alles andere, wird auch das Fazit dem von Akame ziemlich ähnlich sein. Ich hatte unglaublichen Spass mit Chaika aber auch der Ernst kam absolut nicht zu kurz außer vllt wie gesagt im zweiten Staffelfinale. Insgesamt gefielen mir vielleicht sogar die Charaktere ein Stück weit besser als jene aus Akame einfach weil sie in Chaika mehr Zeit dazu aufgewendet haben die Charaktere aufzubauen und es auch insgesamt weniger wichtige Charaktere gab wodurch man noch ein stärkeres Gefühl der Immersion kriegt. Wirklich gestört hat mich eigentlich nur das man wohl ab dem Ende der ersten Staffel selber nicht mehr so recht wusste in welche Richtung man mit dem ganzen gehen will. So hat man leider versucht viele unterschiedliche Sachen in bestimmten Folgen zusammenzupressen aus denen man mit etwas mehr Zeit auch mehr herausholen hätte können. Ich würde wohl Chaika trotzdem 8,5 von 10 Punkten geben. Insgesamt gefiel mir der Anime wirklich sehr gut vor allem erneut deswegen weil ich mir zu Beginn etwas völliges anderes erwartet habe und dann erneut zum positiven überrascht wurde.

      So das wars dann auch schon wieder für Heute, theoretisch hätte ich noch zwei Animes in Reserve aber einer davon wurde eigentlich bereits von Twilight schon zu genüge hier gehypt und der andere nun ja legen wir lieber erstmal den Mantel des Schweigens darüber. ^^ Ich hoffe aber trotzdem das es euch wie immer gefallen hat und ihr etwas mit dem ganzen anfangen könnt. Hitsugi no Chaika war auch für mich eigentlich relativ unbekannt und und ich hatte es überhaupt nicht auf dem Radar aber ich bin der Meinung das sich der Anime ein breiteres Publikum verdient hätte. Also dann bis zum nächsten Mal.

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von drache ()

    • Mit welchem Anime Review soll Drache euch als nächstes beglücken? 4
      1.  
        Angel Beats (1) 25%
      2.  
        Tokio Ghoul (2) 50%
      3.  
        Code Geass (1) 25%
      4.  
        Brynhildr in the Darkness (0) 0%
      5.  
        etwas ganz anderes (0) 0%
      Auch um diesen Thread mal ein bisschen wieder aus dem Winterschlaf zu holen und um zu überprüfen ob ich überhaupt noch interessierte Leser besitze möchte ich euch mal fragen welchen Anime ich als nächstes reviewen sollte. Momentan kann ich mich noch nicht so wirklich zwischen Angel Beats und Tokio Ghoul entscheiden die ich jetzt beide in den letzten Wochen gesehen habe, weiters zur Auswahl stehen für mich Code Geass das ich jetzt schon ewig mal gucken wollte wofür ich noch eine zusätzliche Motivation hätte wenn ihr ein Review dazu wollt oder Brynhildr in the Darkness das ich jetzt schon wieder vor etwas längerer Zeit gesehen habe aber wozu ich sicher auch noch etwas schreiben könnte. Also stimmt fleissig ab und erleichtert mir die Entscheidung und zeigt mir natürlich auch am besten gleich das ich nicht die ganze Zeit mit mir selber rede. ^^
    • Code Geass hab ich selber schon gesehen, aber dabei würde mich auch mal Meinungen anderer interessieren. Kann ich zumindest nur empfehlen, also schau's an! ^^
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    • Imperator Bob schrieb:

      Tokyo Ghoul weil es Twilight empfohlen hat :thefinger:

      Ich verlier besser mal kein Wort über Staffel 2 und verweise auf den Manga :pfeif:
      Hab für TG gestimmt, da mich deine ausführliche Meinung so als quasi reiner Seriengucker interessiert. Außerdem hast du es in deinen letzten Review geteased :P

      Ich hoffe aber Angel Beats bekommt danach auch sein Reviw von dir, Ist zwar kein wirklicher Geheimtipp, aber mit seinen nur 13 Folgen auch für Gelegenheitsgucker absolut empfehlenswert.
      Da fällt mir ein, ich muss den Tierheim noch die ganzen kleinen Kätzchen zurückgeben, die ich mir zum Knuddeln nach der Serie "ausborgen" musste. Die Therapie war notwendig:


      Gut, dass du ne Liste gemacht hast übrigens. Wenn ich mal Zeit finde, schreib ich vielleicht auch noch meinen Kurzeindruck zu der einen oder anderen Serie.
    • Eindeutig Angel Beats!
      Code Geass kenne ich zwar nicht, aber habe auch noch nie wirklich etwas gutes darüber gehört und Tokyo Ghoul...sagen wir Drache sollte wenn dann lieber etwas zum Manga schreiben sobald er damit mal fertig ist. Brynhildr war zwar irgendwie teilweise mal ganz lustig und hatte viel zu viel ähm Fan Service, aber das wars dann auch schon, um mehr ging es in dem Anime eigentlich nicht, außerdem war er seltsam ^ ^
    • Ich hab mir am Anfang meines Urlaubs Shin Sekai Yori angeschaut. Weil ich faul bin und es draches Ecke ist gebe ich nur mal eine kurze Übersicht, ich möchte den Anime aber nicht unerwähnt lassen, weil ich ihn ganz interessant fand:

      Die Handlung spielt im Japan in 1000 Jahren, die Menschheit hat sich selbst zerstört und die Gesellschaft der überlebenden hat sich scheinbar auf ein mittelalterliches Niveau zurückentwickelt. Dafür haben die Menschen telekinetische Fähigkeiten entwickelt, diese erwachen in der Pubertät und erlauben es den Menschen naja so ziemlich alles zu machen, sofern sie begabt sind und mit ein bisschen Übung. Darüber hinaus gibt es halb-intelligente Rattenwesen welche die Menschen als Götter verehren und ihnen bei allen möglichen Arbeiten helfen.
      Also eigentlich alles super in der Welt? Nicht ganz, relativ schnell bemerkt man, dass da irgend etwas nicht ganz stimmt, angefangen mit dem Verschwinden von Mitschülern. Schnell kommt die Gruppe (die Klassen werden in 5er Gruppen eingeteilt) rund um die Hauptprotagonistin Saki einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Zu dem Zeitpunkt habe ich dann noch eine "Minderjährige retten die Welt + Romanze-Story" befürchtet, es wird dann aber relativ schnell recht brutal, außerdem gibt es in der Story immer wieder Zeitsprünge, die unterschiedliche Lebensabschnitte der Protagonisten zeigen und die Story ist auch weiterhin nicht immer auf den Bahnen verlaufen mit denen ich gerechnet habe. Richtig gut fand ich aber, dass die Handlungen der Antagonisten Sinn gemacht haben und nachvollziehbar waren und nicht einfach nur irrational aus dem nichts kamen. Aber ich möchte nicht zu viel Spoilern, also schauts euch selbst an :P
    • Jaja ich hab die Umfrage ignoriert ich bin ein faules Arschloch usw das kennen wir eh alles schon. Aber warum schreib ich jetzt trotzdem noch was in dem Thread? (vor allem dann wenn ich garkein richtiges Review poste :pfeif: ) Ganz einfach weil ich ein gemeiner Mensch bin und ich euch ein wenig teasern möchte. Ich bin grad ein bisschen auf dem Hype Train für einen bestimmten Anime der im Moment noch wöchentlich erscheint und den ich aufjedenfall sobald bereits die erste Staffel fertig ist, hier ausführlich reviewen möchte. Außerdem wird es wohl auch das erste mal sein das ich entweder gleichzeitig mit Ausstrahlung des Animes oder zumindest kurz danach den Manga lesen werde. Daher kann ich schonmal Versprechen dass es das ausführlichste Review allerzeiten sein wird, weil ich ebenfalls auf die Unterschiede zwischen Manga und Anime eingehen werde bzw auf den Manga generell.


      Und natürlich wie versprochen euer Teaser.

    • Da ich mal wieder eine leicht schöpferische und langweilige Phase zugleich habe, hole ich diesen Thread aus der absoluten Versenkung hervor, mal sehen ob mich die Lust nun wieder regelmäßiger packt oder es ein einmaliges Ding ist.

      Zu aller erst sei gesagt, dass folgende Review ist ansich eigentlich kein "Anime" sondern ein Spiel, aber halt ein JRPG mit Anime Zwischensequenzen weswegen das Review genauso gut hier her passt wie in den "Was Spielt ihr gerade Thread"

      Without further ado, let the review begin.



      Einleitung: Ja richtig dieses Review wird sich mit dem "neuesten" Tales Spiel, Tales of Berseria befassen. Zunächst sei gesagt Tales of Berseria war und ist im Moment auch noch tatsächlich mein erstes und einziges Tales Spiel welches ich selbst gespielt habe, deswegen wird es in diesem Review von meiner Seite aus nicht allzu viele Vergleiche zu früheren Tales Spielen geben, außer zu Tales of Zestiria welches mit Berseria im selben Universum spielt und die Geschichten auch teilweise sehr stark miteinander verflochten sind. Falls ich jedoch doch irgendeinen Bockmist erzählen sollte bezüglich früheren Tales Spielen, bitte ich hier gleich um Entschuldigung und freue mich darauf von richtigen Tales "Veteranen" freundlich korrigiert zu werden.

      Handlung: Gleich mal das schwierigste wieder vorweg, wie so oft bei richtigen "Story" Spielen empfiehlt es sich natürlich auch bei Tales of Berseria so blind wie nur irgendwie möglich in das Spiel zu gehen, wobei es sich gerade hier bei Berseria mehr als nur lohnt, dass gleiche gilt ebenfalls für Tales Neueinsteiger wie mich, ich finde tatsächlich die Story und die Welt wird sogar besser wenn man den offiziellen Vorgänger Tales of Zestiria nicht gespielt hat, aber dazu später etwas mehr.

      Für diejenigen die sich jedoch keine Spiele ohne Story-Synopsis kaufen wollen, schreib ich nun trotzdem ein bisschen was zu groben Handlung, aber ACHTUNG SPOILER.

      So also gleichmal vorweg Berseria spielt zeitlich gesehen vor den Ereignissen von Tales of Zestiria wodurch auch Zestiria Spieler im Normalfall einige Überraschungen und Handlungswendungen erleben werden. Allerdings sind eben gewisse Plotpunkte auch bereits in Zestiria etabliert worden die in Berseria quasi nochmals als "neu" verkauft werden, daher ist es meiner persönlichen Meinung nach etwas besser wenn man Zestiria erst nach Berseria spielt.

      Beginnen wir aber zunächst einmal chronologisch, Tales of Berseria beginnt wie soviele andere JRPGs in einem kleinem idyllischen Dorf in welchem unsere zu Spielstart 16 Jährige Protagonistin Velvet Crowe gemeinsam mit Ihrem Bruder Laphicet Crowe und Ihrem Schwager Artorius Colbrande dem Mann Ihrer verstorbenen Schwester Selica aufwächst. Während das Dorfleben Velvets zunächst nicht ruhiger sein könnte, stellt sich bald heraus dass demnächst wieder eine Sonnenfinsternis naht, wie bereits vor 3 Jahren als bereits Velvets ältere Schwester ein Opfer von Dämonen wurde. Während sich Velvet zunächst noch tags zuvor liebevoll um Ihren kranken Bruder Laphicet kümmert, verschwindet dieser nachts und die Dorfbewohner werden allesamt in Dämonen verwandelt. Velvet folgt den Spuren Laphicets und findet Ihn gemeinsam mit Ihrem Schwager Artorius etwas abseits vom Dorf nahe einem großen Schrein, dort angekommen opfert Artorius scheinbar ohne Gnade Laphicet direkt vor Velvets Augen, während Velvet rasend vor Wut versucht Laphicet zu retten wird sie dabei selbst in einen Dämonen verwandelt und fängt an die ebenfalls verwandelten Dorfbewohner abzuschalten, Artorius stellt fest dass Velvet für seine zukünftigen Pläne noch sehr wichtig ist und sperrt Sie für die nächsten 3 Jahre auf einer abgeschoteten Gefängnisinsel ein. Achja und Velvet kann nach Ihrer Verwandlung nichts mehr anderes als Blut schmecken und bekommt lediglich andere Dämonen zum essen.

      Klingt dunkel? Soll es auch. Tales of Berseria bricht bereits in seinen ersten 1-2 Stunden Spielzeit hervorragend mit bisherigen JRPG Genre Konventionen indem es dem Spieler keine typische "Wir sind die reinen Helden und retten die Welt" Geschichte erzählt sondern eine tief emotionale und persönliche Geschichte erzählt, mit der sich der Spieler auch identifizieren kann, der Spieler leidet bereits in diesen ersten Stunden massiv mit der Protagonistin Velvet Crowe während aber gleichzeitig auch Artorius Motive im laufe des Spiels immer klarer und verständlicher werden. Der Prolog des Spiels macht genau dass was ein guter Prolog machen muss, er gibt uns genügend Zeit um die wichtigsten Charaktere in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre kennen zu lernen und beginnt genau rechtzeitig damit die Story so richtig in Fahrt zu bringen.

      Wirklich viel besser kann man ein Story-Spiel nicht beginnen lassen, Hut ab dafür.

      Noch dazu muss man sagen, dass auch das reine Worldbuilding sehr gut gemacht wurde, der Spieler erfährt niemals mehr oder weniger als die Charaktere selbst und wird von den Enthüllungen meistens genauso überrascht sein wie Velvet oder alle anderen Charaktere, viele Elemente der Welt sind vielleicht teilweise sehr generisch aber aufgrund des einheitlichen Tenors des Spiel, dass es sich selbst und seine Geschichte sehr ernst nimmt, habe ich mich an vielen Momenten auch an ein Grimdark Setting ähnlich dessen von Warhammer 40k erinnert gefühlt.

      Charaktere: Ich habe ja bereits geschrieben dass Tales of Berseria eine weibliche Protagonistin hat, nämlich Velvet Crowe. Tja was kann man nun über Velvet sagen ohne zuviel zu Spoilern, vielleicht dass Sie für mich persönlich die beste weibliche Computerspielprotagonistin allerzeiten ist. Übertreibe ich? Vielleicht ein klein wenig aber jeder der dass Spiel durchgespielt hat wird mir auf die ein oder andere Art und weiße recht geben müssen.

      Was für mich persönlich Velvets Charakter so erstaunlich gut macht, ist dass Sie eigentlich niemals wirklich "fertig" ist. Klingt komisch und ist es auch eigentlich ein bisschen, was ich damit aber meine ist dass gerade Velvets Charakter Development niemals geradlinig verläuft sondern eher einige Kurven durchläuft, Velvet startet zum Beispiel nach dem Intro verständlicherweise ziemlich verbittert und ist eigentlich die ersten 10-15 Stunden nur auf Rache aus.

      Durch die Erlebnisse im Spiel und der Handlung (welche ich jetzt nicht spoilern werde) ändert sich diese Sichtweise jedoch etwas bei Velvet, sie bekommt neben Ihrer Rache im späteren Spielverlauf auch andere Antriebe und es ist niemals dieser Moment erreicht in dem Velvet komplett aus Ihrer Haut fährt sondern es ist bis zur allerletzten Sekunde des Spiels immer noch ein Teil Ihrer ursprünglichen Persönlichkeit erhalten geblieben.

      Es zu beschreiben ist eigentlich aufgrund der Tiefe viel zu schwierig vor allem wenn man die exakten Handlungsstränge nicht verraten möchte, aber für mich persönlich war es einfach ein Character-Development welches mich stellenweise bis zum Ende überrascht hat aber trotzdem natürlich und nachvollziehend gewirkt hat.

      Erneut ein sehr, sehr großes Lob an die zuständigen Schreiber an dieser Stelle.

      Neben Velvet, gibt es natürlich auch noch unsere Begleiter, allerdings würde es vllt etwas den Rahmen eines Forums-Reviews sprengen wenn ich jetzt auch noch auf alle Begleiter einzeln eingehe, daher werde ich diese versuchen halbwegs kompakt zusammenzufassen.

      "PERFEKT"

      Ok, nagut vielleicht doch ein paar Worte mehr, auch wenn die Grundaussage gleich bleiben wird. Das wirklich erstaunliche an Berseria für mich ist, dass fast alle unsere Begleitcharaktere die Zeit bekommen Ihren Charakter ähnlich tiefgründig und vor allem langfristig zu entwickeln wie unsere Protagonistin Velvet.

      Während man vielleicht bei vielen anderen JRPGs oder bekannten westlichen Spielen *Mass Effect hust hust* lediglich eine kurze Nebenmission bekommt um die Geschichte eines Begleiters abzuschließen, wachsen unsere Begleiter in Berseria gemeinsam mit und neben Velvet.

      Jeder Begleiter hat von Anfang bis Ende seine eigenen Motive und Absichten, was eine herrliche Gruppendynamik ergibt die ich selten in einem Spiel erlebt habe, viele Gespräche zwischen unseren Begleitern sind geprägt von gegenseitigem Misstrauen und aufziehen des Gegenübers, aber es gibt auch genauso gut sehr viele ernste und ruhige Momente, was einfach einen grandiosen Mix aus humorvollen und gleicher-seits teilweise sehr philosophischen Unterhaltungen ergibt.

      Gameplay: Leider der größte aber zum Glück auch fast einzige Kritikpunkt am Spiel ist das Gameplay. Also gut was genau meine ich damit?

      Das Problem ist sehr vielschichtig, es beginnt damit dass Berseria mit eines der letzten Spiele war welches sogar noch für die Playstation 3 und X-Box 360 entwickelt wurde. Die Grafik ansich ist nicht schlecht, aber Sie basiert einfach auf einer "alten" Engine. Im Vergleich zu Tales of Zestiria gibt es keine grafischen Updates, und in großen Städten fängt das Spiel auch auf High-End Rechnen teilweise aufgrund einer schlechten Optimierung zum lagen an.

      Das Worlddesign ist leider aufgrund dessen ebenfalls sehr schlecht, bedauerlicherweise gibt es wirklich kaum Gebiete in denen ein gewisser Entdecker-reiz geweckt wird da fast alle Gebiete Schlauchlvln gleichen die durch eine relativ lieblos hingeklatschte Oberwelt miteinander verbunden sind.

      Daneben gibt es auch stellenweise Probleme mit dem Balancing bestimmter Gegner, den Item Drops, usw. Auf alles werde ich hier an dieser Stelle jetzt nicht eingehen weil vieles davon auch sehr subjektiv ist, und manche Spieler eben gewisse Dinge besser ignorieren können oder Ihnen gewisse Design-Entscheidungen vielleicht sogar gefallen könnten.

      Für mich ist das Gameplay im großen und ganzen jedoch der eindeutig schwächste Punkt des ganzen Spiels. Eine positive Ausnahme hierbei bildet jedoch das Kampfsystem, ich kann hier nun keine großen Vergleiche zu früheren Tales Spielen ziehen, aber mir persönlich kommt das Kampfsystem in Tales of Berseria sehr dynamisch und schnelllebig vor was einem aufjedenfall einige Zeit lang sehr viel Spass bereitet, ich persönlich habe auf einem sehr leichten Schwierigkeitsgrad gespielt da ich es nicht mag sehr viel zu grinden, es gibt aber für die Spieler die Herausforderungen suchen auch genügend Möglichkeiten diese zu finden.

      Fazit: Tales of Berseria ist für mich ein sehr schwieriges Spiel zu bewerten, da die meisten oder eigentlich sogar fast alle richtigen "Spiel" Elemente für mich ziemlich schlecht sind oder zumindest nicht wirklich bedeutend für den Spielspaß waren.

      Warum ich aber Tales of Berseria trotzdem fast im laufe einer Woche durchgesüchtet habe,liegt einfach an einer unglaublich guten und komplexen Handlung welche von Charakteren abgerundet wurde mit denen man sich im Laufe des Spiels sowohl identifizieren als auch teilweise sogar hassen kann.

      Auf der Steampage von Berseria steht geschrieben "A tale of emotion versus reason…" und es gibt für mich eigentlich keinen passenderen Spruch um dieses Spiel zusammenzufassen. Meiner Meinung nach sollten alle Fans von Story-spielen egal ob Tales "Veteran" oder Neueinsteiger dieses Spiel gespielt haben, weil es einfach einen sehr frischen Zugang zu eigentlich vielen bereits etablierten Formeln bietet.

      Es gab für mich Momente in denen es mir eigentlich nicht klar war ob ich jetzt grade überhaupt zu den Haupthelden halten sollte und dafür auch wieder Momente in denen ich emotional sehr berührt war und durchaus auch vielleicht eine Träne vergossen habe.

      Das ganze Spiel ist eigentlich während seiner ungefähr 60 Stunden Länge eine sehr positive Achterbahnfahrt an verschiedensten Gefühlen und Emotionen.

      Das Review selbst hätte ich vermutlich auch noch deutlich in die länge ziehen können, aber ich glaube einfach es bringt gerade bei diesem Spiel wo die Story einen so großen und wichtigen Anteil am Gesamtprodukt ausmacht nichts, zuviel über die Geschichte und die Charaktere zu erzählen wenn es einfach besser ist diese selbst direkt im Spiel zu erleben.

      Bewertung: 9/10

      Trotz vieler spielerischer Mängel hat sich Tales of Berseria für mich aufgrund seiner ernsten und teilweise düsteren Geschichte und den grandiosen Charakteren eine 9 von 10 verdient, ich weis das es objektiv gesehen vermutlich keine faire Bewertung ist da es einfach vergleichsweise schon sehr viele Kritikpunkte hat, die ich auch akzeptiere und verstehe aber zumindest für mich persönlich haben mir diese Kritikpunkte bis auf die letzten 2 Stunden des Spiels niemals den Spielspass geraubt.

      Bonus: Für alle Kostümfetischisten ist das Spiel übrigens auch großartig da man Velvet selbst als auch all seinen Begleitern dutzende, wenn nicht sogar hunderte verschiedene Kostüme anziehen kann, viele davon natürlich auch nur als DLC aber die meisten kann man auch direkt ingame mit einer speziellen ingame Währung erwerben.

      Der Soundtrack hat mir persönlich ebenfalls sehr gut gefallen, es ist zwar kein Soundtrack der einem für immer in Erinnerung bleiben wird, aber er erfüllt seinen Job hervorragend das Spiel zu begleiten und hat für jede Szene die passende Untermalung.

      Die animierten Zwischensequenzen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, diese sind qualitativ wirklich hervorragend wenn auch leider im Spiel nur sehr rar gesät, die wichtigsten Szenen sind jedoch animiert und machen einen emotional teilweise noch fertiger als ohnehin schon.

      Velvet ist übrigens die erste rein weibliche "Hauptprotagonistin" es gab zwar bereits Milla Maxwell in Tales of Xillia, diese hat sich die Protagonisten Rolle aber noch mit Jude geteilt.
    • Mir fallen keine lustigen Einleitungen mehr ein, also sei einfach folgendes gesagt, ich hab jetzt die letzten Wochen das großartige Nier Automata gespielt und da Nier quasi ein Action-JRPG ist, passt ein Review dazu bestens in diesen Thread.
      "Everything that lives is designed to end. We are perpetually trapped...in a never-ending spiral of life and death."


      Einleitung: Nier:Automata wurde von Platinum Games entwickelt welche vor allem für die Bayonetta Reihe bekannt sind, die Story stammt aus der Feder von Yoko Taro dieser ist vor allem durch die Drakengard Spiele bekannt geworden wovon jeweils Nier und jetzt auch Nier:Automata Spin-Offs sind. Publisher ist Square Enix die glaub ich dank Final Fantasy fast jedem ein Begriff sein sollten. Ähnlich wie bei bereits bei Berseria sag ich gleich dazu, dass ich die Vorgänger also Dragengard und das erste Nier nicht gespielt habe. Nach meiner eigenen Recherche ist dies aber auch nicht wirklich notwendig, es gibt zwar einige Story-Elemente die vor allem Fans der Vorgänger ansprechen werden aber Nier:Automata ist auch oder gerade als Standalone Erfahrung absolut einzigartig und auch wenn ich jetzt etwas vorweg nehme bereits mein Spiel des Jahres 2017. Warum dem so ist, werde ich versuchen im folgenden Review etwas näher zu bringen.

      Handlung: Ich bin mal etwas faul bzw dreist und kopiere hier einfach mal die Beschreibung aus dem Steam-Store rein da diese die grobe Handlung sehr gut zusammenfasst ohne wirklich zu Spoilern, wie eigentlich immer empfehle ich aber natürlich trotzdem am besten ohne vorherige Story-Synopse in das Spiel zu gehen. Daher leichte Spoilerwarnung voraus.

      NieR: Automata erzählt die Geschichte der Androiden 2B, 9S und A2 und deren Kampf, eine von mächtigen Maschinenwesen überrannte, dystopische Welt zurückzuerobern.

      Die Menschheit wurde von mechanischen Wesen aus einer anderen Welt von der Erde vertrieben. In einem letzten Versuch, den Planeten zurückzuerobern, entsendet die menschliche Untergrundbewegung eine Einheit an Android-Soldaten, um die Invasoren zu zerstören. Jetzt tobt ein Krieg zwischen Maschinen und Androiden ... Ein Krieg, der schon bald eine längst vergessene Wahrheit dieser Welt enthüllen könnte.

      Manche von euch sind jetzt vielleicht erschrocken und dachten sich "hey Moment Mal das soll kein Spoiler sein?" aber ich kann euch beruhigen indem ich euch sage, dass alle diese Informationen die eigentlich bereits mehr als nur ein Spiel fühlen könnten ungefähr in den ersten 2-3 Stunden abgearbeitet werden.

      Was macht die Handlung also nun so besonders? Relativ simpel gesagt folgende Punkte, eine extrem innovative Erzählweise die ich persönlich höchstens noch von 2-3 anderen Spiele kenne, eine unglaubliche Immersion des Spielers in die Welt von Nier:Automata und last but not least die vollständige Ausschöpfung des Mediums Computerspiels.

      Was meine ich vor allem mit dem letzten Punkt? Einigen von euch ist vielleicht bereits der Begriff "breaking the fourth Wall" bekannt, falls nicht auch kein Problem da ich versuchen werde das ganze Anhand eines Beispiels darzustellen. Hier folgt nun allerdings eine große Spoilerwarnung da ich eine bestimmte Szene und Mechanik sehr genau beschreiben werde.

      Also nochmals ab jetzt SPOILER:

      Zu beginn des Spiels gibt es eine Art kleines Tutorial in dem man vom Spiel darum gebeten wird seine Helligkeit, seinen Sound usw einzustellen, kennt man ja eigentlich aus fast allen Spielen, nur während es in anderen Spielen eben eine Einstellung ist die der Spieler für sich selbst festlegt bzw eben rein technischer Natur ist, ist diese Sequenz in Nier:Automata eine ingame verpackte Storysequenz, da unsere Protagonisten wie in der Handlung ja beschrieben Androiden sind, passt diese Sequenz auch einfach perfekt ins Setting und zeigt dem Spieler eigentlich bereits kurz nach Start des Spiels auf mit welcher Art und Weiße des Storytellings er rechnen kann, oder besser gesagt eigentlich dass man lieber mit garnichts rechnen sollte. Weitergehend möchte ich eigentlich sogar trotz Spoilerwarnung nicht viel darüber schreiben weil es einen einfach umhaut wenn man es selbst erlebt und vor allem auch nicht damit rechnet, aber sagen mir mal so, es gibt eigentlich keinen Satz oder auch Aktion im Spiel bzw des Spiels dem Spieler gebenüber die später unbeachtet bleiben.

      Ab jetzt wieder SPOILERFREI:

      Grundsätzlich gibt es für mich im Bereich Handlung nicht mehr wirklich viel zu sagen, da ich mir eben schwer tue darüber zu schreiben ohne zuviel vorweg zu nehmen, was ich aber sagen kann ist dass man mit Nier:Automata ein Spiel bzw eine Handlung bekommt die den Spieler ernst nimmt, das gesamte Narrativ basiert eigentlich darauf dass der Spieler dazu in der Lage ist die Dinge zu hinterfragen und nicht nur einfach zu akzeptieren, das Spiel erwartet außerdem eine gewisse Grundintelligenz, ein Spieler der nicht gerne nachdenkt wird daher auch keine Freude mit der Handlung von Nier:Automata haben. Wenn man aber bereit bzw in der Lage dazu ist, sich auf das Narrativ und die doch sehr eigene Erzählweise einzulassen bekommt man wohl im Format des Videospiels eine der tiefgründigsten und teilweise auch emotionalste Story seit sehr, sehr langer Zeit erzählt.

      Charaktere: Wie in der Story-Synopse bereits geschrieben bestehen die 3 Hauptcharaktere von Nier:Automata tatsächlich aus Androiden, was natürlich als reine Tatsache an sich bereits sehr viel Potential bietet, zu den restlichen Charakteren neben den Androiden möchte ich eigentlich nicht wirklich etwas schreiben, da dies zumindest für mich dann doch ein größerer Spoiler ist.

      In diesem Fall werde ich nun wieder kurz eine Beschreibung von einer anderen Quelle reinstellen.

      Die Protagonistin ist YorHa Modell B Nr. 2, oder kurz „2B“, eine Soldatin als Frauenandroid der YorHa (auch „YoRHa“), dessen Hauptcharakterzüge ruhig und gelassen sind. Sie wird durch „9S“ (YorHa Modell S Nr. 9), einem Aufklärungsandroiden, begleitet, welcher mehr Gefühle zeigt als andere Einheiten. Beobachtet werden die beiden durch „A2“ (YorHa Modell A Nr. 2), einem veralteten Prototypandroiden der B-Linie mit einer schweigsamen Persönlichkeit, der häufig beschließt, allein zu handeln.

      Ich muss tatsächlich zugeben dass es bei mir etwas gedauert hat bis mir die Androiden bzw auch die Hauptprotagonistin 2B so wirklich ans Herz gewachsen sind, was jetzt nicht heißt das ich sie davor nicht mochte, nur mir persönlich kamen zu Beginn die Interaktionen zwischen den Charakteren etwas zu schnell bzw vielleicht nicht zu 100% glaubwürdig vor, was aber glaub ich vom Spiel durchaus auch so gewollt ist.

      Da mir die Charaktere aber eben im Verlauf der 35 Stunden die ich für alle Enden gebraucht habe ans Herz gewachsen sind, ist dies absolut kein Kritikpunkt für mich, da sich diese leichten Zweifel vom Anfang eben spätestens beim zweiten Durchlauf in Luft aufgelöst haben.

      Viel mehr ist für mich daher zu den Charakteren auch gar nicht zu sagen da deren Motivationen und Hintergründe natürlich wieder massive Story-Spoiler darstellen würden, daher mache ich hier vielleicht noch einen kurzen Exkurs, ihr habt jetzt vielleicht grade vorhin gelesen "alle Enden" und "zweiter Durchlauf" und habt euch zurecht gefragt was ich damit meine, diese Frage werde ich jetzt versuchen unter anderem im Gameplay Bereich zu beantworten.

      Gameplay: So also was meine ich mit "zweites Ende" usw? Na ja Nier:Automata hat eben tatsächlich 5 verschiedene Story-Enden, bevor jetzt aber einige von euch vor Schreck aufschreien seid entwarnt man muss das Spiel nicht jedesmal komplett neu durchspielen, zumindest nicht für jedes Ende. :pfeif:

      Für diejenigen die sich immer noch nichts drunter vorstellen können oder durch meine vagen Andeutungen nur noch verwirrter wurden, werde ich das ganze jetzt kurz aufklären aber wiedermal,

      Achtung SPOILER:

      Grundsätzlich "muss" man das Spiel eigentlich nur ein zweites Spiel nochmal durchspielen allerdings spielt man im zweiten Durchlauf statt 2B den vorherigen Begleiter 9S und erlebt bestimmte Szenen aus seiner Sicht bzw bekommt man auch zusätzliche Nebenquests die es im ersten Durchlauf nicht gab, neben zusätzlichen Dialogen usw. Achja und man hat quasi ein komplett anderes Kampfsystem. Die restlichen Routen oder Enden je nachdem wie man es sieht sind "neuer" Content der im ersten Durchlauf des Spiels nicht erscheint, Ende 3 und 4 sind außerdem auch nur Variationsenden mit einer unterschiedlichen Entscheidung welche man anschließend einfach laden kann, also auch hier reicht ein Durchlauf. Ende 5 dagegen nun ja dazu werde ich wohl auch trotz Spoiler absolut nichts schreiben. ;)

      Ab jetzt wieder SPOILERFREI:

      Wer jetzt den Spoiler nicht gelesen hat oder wem es immer noch zu kompliziert ist, dem sei einfach gesagt, dass einem das Spiel selbst nach dem ersten Durchlauf darauf hinweißt dass man nur einen Bruchteil des Spiels bisher gesehen hat und der zweite Durchlauf keine 1:1 Kopie des ersten ist.

      Tatsächlich verstehe ich es auch wenn es jetzt noch Leute gibt die trotz allem der Idee das Spiel öfters durchzuspielen abgeneigt sind, war ich nämlich wenn ich ehrlich bin und bevor ich mich über den tatsächlichen Inhalt und Umfang der restlichen Routen etwas informiert habe auch, aber im Nachhinein muss ich einfach sagen, dass dieses System für mich ein ganz starker Mitgrund ist warum eben gerade diese besondere Art und Weiße der Erzählung in Nier:Automata funktioniert und warum auch viele Leute sagen, dass Nier eigentlich nur als Videospiel funktionieren kann.

      Bevor ich mich hierzu aber dann im Fazit noch sehr vertiefen werde, möchte ich noch "kurz" auf das tatsächliche Gameplay eingehen, es kann nämlich gut sein dass man nach meinen bisherigen Hauptpunkten vergessen hat, dass Nier ja eigentlich ein Action Spiel ist und dementsprechend auch ein Kampfsystem hat.

      Also was gibt es zum Kampfsystem sagen? Eigentlich nur, dass es für mich ein weiterer Punkt ist warum mir Nier:Automata eigentlich auf allen Ebenen soviel Spass bereitet hat. Das Kampfsystem selbst lässt sich vielleicht als einen Mix aus Dark Souls und den Arkham Spielen oder ähnlichen Freeflow Style Spielen beschreiben.

      Im Grunde gibt es eigentlich 3 Kampfklassen, Nahkampf, Fernkampf und Hacken wobei Hacken allerdings erst ab Route 2 relevant wird.

      Im Spiel selbst gibt es eine sehr große Waffenvariabilität wobei ich selbst allerdings nur einen Bruchteil davon eingesetzt habe. Hier würde ich vielleicht am ehesten empfehlen sich am besten einfach ein kurzes Youtubevideo des Kampfsystems anzusehen um feststellen zu können ob es einem zusagt, da ich es als sehr schwer finde die verschiedenen Mechaniken in die Tiefe zu beschreiben.

      Für mich persönlich hat das Kampfsystem in Nier:Automata sehr viele Elemente von ähnlichen Spielen einfach richtig übernommen und perfekt eingebaut, während man beispielsweise ähnlich wie in Dark Souls selbständig ausweichen und auf Gegner aufschalten muss ist es auch niemals unfair, da der Spieler quasi selbst entscheiden kann wieviel Heal-Items er eben vor den Kämpfen kauft.

      Die Bossfights selbst sind für mich alleine schon von der Inszenierung her eigentlich allesamt großartig und stehen auch hier einem Dark Souls vergleichsweise kaum hinterher.

      Ansonsten kann bzw will ich eigentlich zum Gameplay gar nicht mehr soviel sagen außer dass es für mich sehr zweckmäßig ist, wie eigentlich heutzutage üblich bekommen die Spieler die Herausforderungen suchen diese auch geboten während Spieler wie ich welche vielleicht jetzt nicht soviel Lust haben das allbekannte "Inventar-Tetris" zu betreiben genügend Möglichkeiten dieses zu automatisieren. Also auch hier wiedermal ein sehr guter Mix für viele unterschiedliche Spielertypen.

      Fazit: Sooooooo, dieses Review ist eigentlich jetzt schon viel länger als ich selbst erwartet habe und so wie ich mich kenne würde ich eigentlich gerne vor allem hier im Fazit jetzt erst recht über mehrere Seiten vom Spiel schwärmen.

      Daher machen wir es vielleicht mal anders, für diejenigen die finden dass dieses Review eh schon zu lange ist schreib ich jetzt einfach ein kurzes Fazit, für alle anderen gibts dann dass lange Fazit darunter.

      Kurzes Fazit: Kauft es euch alle! Jetzt sofort! Und zum Vollpreis!

      Ehhem *hust hust* jaa also kommen wir nun zum richtigen Fazit, die Botschaft bleibt natürlich die selbe, mir hat Nier:Automata wahnsinnig viel Spass gemacht und im Verbund mit Berseria welches ich davor gespielt habe muss ich sagen bekomme ich tatsächlich wieder Hoffnung in die Videospielbranche, zwar zum Großteil nur in die japanische Spate aber gut, dass ist ein anderes Thema. :pfeif:

      Aber um den Fangasm weiterzuführen gehe ich tatsächlich soweit und behaupte einfach mal, dass Spiele wie Nier:Automata der Grund sind warum es das Medium Videospiel überhaupt gibt, ein Videospiel ist oder sollte doch eigentlich ein interaktiven Medium sein, in welches der Spieler vor allem aufgrund einer starken Immersion seinen Spass und seine Freude bezieht. Für mich war Nier:Automata eben neben Berseria tatsächlich wieder seit sehr langer Zeit ein Spiel welches dieses Ziel nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen hat, ich geh sogar soweit und sage einfach mal dass Spiele wie Nier:Automata Kunst für mich sind.

      Klingt zwar extrem aber ich finde es gibt eigentlich kein passenderes Wort dafür, Nier:Automata schafft es Emotionen und Gedanken auszulösen die nichtmal bedingt etwas mit dem Spiel selbst zu tuen haben, Nier:Automata schafft es dass ich teilweise 15 Minuten über eine Entscheidung im Spiel grübele und mich im Nachhinein immer noch so fühle als hätte ich gerade die falsche Entscheidung getroffen. So etwas gibt es leider immer seltener und ein Spiel welches es schafft seine gewünschte Botschaft über ein so gutes und innovatives Gamedesign rüberzubringen hat sich für mich nicht nur, dass höchste Lob sondern auch die absolute Bestnote verdient.

      Bewertung: 10/10

      Meine erste 10 hier in diesem Thread und auf persönlicher Ebene vielleicht sogar meine erste oder maximal zweite 10 welche ich einem Videospiel zumindest dieses Umfangs geben würde.

      Bonus: Anschließend möchte ich hier wieder eine bereits ältere Tradition dieses Threads bzw vor allem speziell für Nier:Automata wieder aufleben lassen bzw nochmal gesondert ansprechen.

      Der Soundtrack:

      Zum Soundtrack von Nier:Automata gibt es eigentlich nur folgendes zu sagen. :love: :love: :love: :love: :love: :love: :love: :love: :love: :love: :love: :love:

      Grundsätzlich würde ich durchaus einige Kritik an Nier:Automata verstehen, da es doch sehr viele Spielelemente gibt die einem meist bereits im vorhinein schon zusagen müssen aber wirklich nichts, nein absolut garnichts geht über den Soundtrack. Falls jemand den Soundtrack von Nier:Automata schlecht redet macht er sich mit mir einen Feind fürs Leben.

      Der Soundtrack alleine ist eigentlich schon Game of the Year Material, selbst wenn einem das Setting von Nier nicht zusagen sollte, würde es sich normalerweise schon auszahlen Geld auszugeben um den Soundtrack hören zu können.



      "A future is not given to you. It is something you must take for yourself."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von drache ()

    • A NieR-ly perfect game

      Entschuldigung für den schlechten Wortwitz und das ich hier draches Thread missbrauche, aber nach guten 40 Stunden Spielzeit habe ich vor kurzem NieR: Automata beendet und etwas Zeit gehabt das Ganze zu verarbeiten, sowie noch das Eine oder Andere nachzulesen.
      Von daher möchte ich ergänzend zu draches review auch meine Eindrücke (spoilerfrei) schildern.


      Kein SpieL ist perfeKt...



      ...auch NieR: Automata nicht, vorweg daher ein paar Kritikpunkte.
      Viele Spieler berichten von Problemen mit bestimmten Grafikkarten, vorallem mit der nVidea 770er Reihe und Monate nach Erscheinung ist hier leider auch keine Besserung in Sicht. Klar gibt es Fan Patches, welche die meisten Probleme beheben, aber das hier die PC Spieler von Sqaure Enix alleine gelassen werden ist einfach kein guter Kundendienst.
      Persönlich hatte ich zum Glück kein einziges technisches Problem was nicht auf meine nicht mehr ganz zeitgemäße Hardware zurückzuführen war.

      Das Kampfsystem ist zwar sehr gelungen, wer aber eine Dark Souls mäßige Herausforderung sucht wird vielleicht eher enttäuscht sein. Das Balancing ist im weiteren Spielverlauf etwas unausgegoren. In Route A hatte ich auf dem normalen Schwierigkeitsgrad gut zu tun, aber je weiter man gespielt hatte, desto einfacher wurde es, vorallem da man die Ausweichtaste ohne negative Effekte spammen kann macht das Spiel zu leicht.
      Die nächste Schwierigkeitsstufe hingegen ist fast schon zu hart und nach 2-3 Treffern von den einfachsten Gegnern segnet man oft das Zeitliche.

      Es gibt keine deutsche Synchronisation. Für mich relativ uninteressant, aber für Leute wie Filusi die kein perfektes Englisch sprechen, könnten einige Kampfszenen in denen Dialoge stattfinden etwas "anstrengend" sein. Die englischen Sprecher sind zwar Amateure, nicht negativ gemeint, machen aber durchaus einen soliden Job. Dennoch kann ich jedem die Originalsprecher nur wärmsten ans Herz legen. Die Qualität ist da einfach nochmal auf einem völlig anderem Level und sorgen für ein emotionalers Spielerlebnis.

      Mein größter Kritikpunkt ist etwas subjektiv: optionales Storytelling
      Was ich damit meine ist, dass NieR: Automata zugleich gesegnet, aber auch verflucht ist, mit handlungsrelevanten Nebenaufgaben.
      Durch das Vorranschreiten der Haupthandlung kann man jedoch sehr leicht Nebenquests und optionale cutscenes verpassen, die für das Verständnis der Gesamthandlung durchaus wichtig sind.
      Und dann sind da noch die sogenannten stage plays. In Rahmen einer Konzertreihe gab es ein paar Mini-Theaterstücke, welche einige wichtige Hintergrundinformationen liefern und gewissen Schlüsselstellen der Handlung noch einmal deutlich mehr Gewicht geben und meiner Meinung nach absolut ins Spiel gehört hätten.
      Klar kann man auch mit einem Guide spielen oder am Ende alles nachlesen, aber es wäre ein Leichtes gewesen diese Szenen verpflichtend ins Spiel einzubauen, ohne großartig die Dynamik der Handlung zu stören.
      Ich verstehe zwar die Logik hinter dieser Designentscheidung und das der Spieler etwas tun muss für sein "perfektes" Erlebnis, aber ich teile sie nicht.


      GiBst du hieR schon auF?


      Genug gemeckert und kommen wir zu den positiven Dingen.
      Vorweg sei gesagt, dass man sich meiner Meinung nach im Vorfeld möglichst gar nicht mit der Handlung, dem Szenario, oder wer die kreativen Köpfe hinter dem Titel sind beschäftigen sollte und man mit einem möglichst offenen Geist an das Ganze herantritt.
      Natürlich könnte man die Handlung auf seine Kernelemente herunterbrechen.


      Aber das würde dem Spiel nicht gerecht werden.


      Natürlich könnte man einen Vergleich mit Titeln die ein ähnliches Erzählprinzip verfolgen, wie etwa Undertale, ziehen.


      Aber das würde dem Spiel nicht gerecht werden.


      Natürlich könnte man auch eine unpassende Metapher aufstellen alá "Nier: Automata ist das Ergebnis einer äußerst wilden Liebesnacht zwischen Wall-E und 21Gramm/Pulp Fiction während die gesammelten Werke von Nietzsche und Hegel schockierend in einer Ecke hocken."


      Aber das würde dem Spiel nicht gerecht werden.


      NieR: Automata ist vorallem ein persönliches Erlebnis.
      Es bringt hier nichts sich einen Walktrough oder ein Let´s Play anzuschauen, da jeder Spieler sein eigenes Erlebnis hat und am Ende ganz andere Sachen aus der Geschichte mitnimmt. Hier rettet man nicht die Welt, oder entscheidet über das Schicksal des Universums. Es ist kein epischer Kampf zwischen Gut und Böse, sondern eine zutiefst persönliche Geschichte über eine Vielzahl von Charakteren, welche sich den Herausforderungen Ihrer Lebensumstände stellen und der Spieler ist einer von Ihnen.


      DenKst du, daSs SpieLe nur eIn sinnlOser ZeitverTreib sind?


      "JA"
      DaNke fürs LEsen. Bis diE Tage.

      "NEIN"

      Das Wort "Kunstwerk" wird schnell im gleichem Atemzug genutzt, wenn über NieR: Automata geredet wird.
      "Kunst" ist natürlich subjektiv. Im Duden finden wir die folgende kurze Definition: "Kunst ist das schöpferisches Gestalten aus den verschiedensten Materialien oder mit den Mitteln der Sprache, der Töne in Auseinandersetzung mit Natur und Welt"

      Ein Bild muss mich beispielsweise mit seinem Gesamtkomposition, sowie der Nutzung von Farbe, Formen und Licht beeindrucken. Es sollte etwas Ausdrücken und mich damit zum Nachdenken anregen. Bei näherer Betrachtung möchte ich kleine Details entdecken, welche einen flüchtigen Bick sonst verborgen bleiben.

      Bei einem Spiel kann man es auf die Komponenten Gameplay, Handlung, Audiovisuelle Eindrücke und Interaktion mit dem Spieler herunterbechen.

      Ich kenne kein Spiel, welches all diese Komponenten so gut miteinander verbindet wie NieR: Automata.

      Wie tausende kleine Zahnräder arbeiten hier alle Aspekte gemeinsam hin auf die Gesamtkompostion.
      Keine Szene, kein Dialog, keine Nebenquest ist nur dafür da, um die Länge des Spiels sinnlos zu strecken. Sie alle tragen dazu bei den Ton für das Setting zu setzen und die Handlung vorranzutreiben.
      Das wechselnde Gameplay ist kein Gimmick sondern steht im völligen Einklang mit der Designphilosophie.
      Der Soundtrack ordnet sich gnadenlos gut dem Geschehen unter. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, oder ist belanglos, sondern unterstreicht das Erlebte, bzw. erzählt es sogar weiter. Für mich ist es auch der beste Spielesoundtrack. Tut mir leid Witcher 3, deiner ist aber auch gut.
      Das Design der Charaktere und der Welt folgt nicht einfach der "rule of cool" sondern steckt bei näherer Betrachtung voller Details und Symbologien und zu guter Letzt das "breaking the fourth wall" und die Interaktion mit dem Spieler. Oftmals wird dies von vielen anderen Spielen, Filmen usw. leider nur als kurzer Witz benutzt. Undertale hat gezeigt wie viel man aus einem interaktiven Medium damit herausholen kann, aber NieR: Automata setzt die Messlatte noch etwas höher.

      Gleichzeitig ist das Spiel von Vorne bis Hinten dermaßen gut durchkonstruiert, dass man nach einen kompletten Playthrough viele Szenen Revue passieren lassen kann und man diese dann noch einmal anders erlebt und einen anderen Unterton wiederfindet.

      Und genau dieses Zusammenwirken vieler kleiner Teilaspekte beantwortet für mich die Frage ob Videospiele Kunst sein können.


      DenKst du, daSs allEs sinnLos iSt?



      "NEIN!"
      Ohne Frage, NieR: Automata ist nichts für Zwischendurch, wo man einfach mal dreißig oder sechzig Minutzen entspannt spielen kann.

      Es ist eine Kost, die einem durchaus mal schwer im Magen liegen kann. Eine emotionale Achterbahn, die hinunter einer Abwärtsspirale folgt.
      Es gab eine Reihe von Szenen in denen ich den Controller beiseite legte und mir ersteinmal einen klaren Kopf verschaffen musste.
      Manche Ereignisse ließen mich fassungslos zurück. Ich habe aufgeregt mit einem fiktiven Roboter über seine Lebensentscheidungen diskutiert. In manchen Szenen fühlte ich mich hilflos und dem Geschehen ausgeliefert und manche Geschichten ließen mich erkennen wie klein und harmlos meine eigenen Probleme sind und wie gut es mir geht

      Es wAr eInE uNteRhAltSame ReIsE.


      GiBsT dU Zu, daSs uNser DaSeIn keIne tieFeRe BeDeuTung hAt?


      "JA"
      DeInE MaMi hAt diCh niE geLieBt! JAJAJAJAJAJAJA! NiE geLieBT!

      NEIN!!
      Nicht immer ist der Weg mehr Wert als das Ziel und umso erfüllender ist dann das Ziel nach einen langen und beschwerlichen Weg voller Hindernisse.

      Verzeiht bitte die verwirrende Schreibweise in diesem Post und Gratulation an diejenige, die es bis hierhin geschafft haben!
      Um wieder sachlich zu werden, NieR: Automata ist für mich ein Meilenstein für das interaktive Medium und jeder der sich auch nur etwas für das Potential von Videospielen und wie diese dem Spieler ein mitreißendes und vorallem persönliches Erlebnis bieten können interessiert, sollte früher oder später dieses Spiel erlebt haben.

      Da in diesem Thread traditionell auf einer Skala von eins bis zehn bewertet wird, vergebe ich hier ebenfalls eine 10/10


    • Mein Genre ist das jetzt nicht unbedingt, aber das Review ist wirklich gut gemacht (Twilight hat dafür sehr viel Zeit gebraucht, ich habe das über die .... äh .... ich hab gesehen wie er sehr viel Aufwand betrieben hat :pfeif: ). Aber um es mal mit den Worten unseres Board-Rasenmähers zu sagen:

      Filusi schrieb:

      Sehr schön ausführlicher und informativer Testbericht.
      Wenn solch langen Texte gut gemacht sind, lese ich sie sehr gerne, danke. Gerne mehr.
    • Da ich sowieso grade in nem leichten Flow drinnen bin, dachte ich mir es ist mal wieder höchste Zeit auch diesen Thread aus den Versenkungen des Forums zu holen.

      Wie praktisch also das ich vor kurzem ähnlich wie Nier Automata und Tales of Berseria ein Spiel gespielt habe welches wiedermal die Themen Anime und Computerspiel miteinander vereint.

      Und dieses Spiel heißt.

      Doki Doki Literature Club




      Es ist wirklich nicht das wonach es aussieht! Oder etwa doch? Na ja es ist verwirrend, Doki Doki Literature Club war auch nicht umsonst auf Steam für den “Defies Description” Award nominiert.

      Fangen wir vielleicht mal von ganz vorne an, wonach sieht es denn überhaupt aus? Na ja es sieht aus wie so ne billige japanische Dating Sim halt, oder wie der Man of Culture sie auch nennt eine Visual Novel.

      Visual Novels haben jetzt mal von grundaus eher keinen guten Ruf und grundsätzlich sind Sie schon sehr nischenlastige Spiele, natürlich gibt es auch Ausnahmen wie Steins Gate, Muv-Luv oder die Donganropa Reihe welche vielleicht mehreren Leuten ein Begriff sein werden und welche durchaus auch schon gezeigt haben dass Visual Novels nicht gleich "billige" Dating Sims sind wo man nur Alibi Entscheidungen trifft um zu gucken mit welchem Mädchen man am Ende ins Bett steigt, aber seien wir uns ehrlich und ich kann das sein da ich selber einige Visual Novels gespielt habe, die meisten Visual Novels also quasi 90% sind halt auch einfach "billige" Dating Sims.

      Was nicht heißt, dass Sie das per se schlecht macht, zumindest für mich persönlich ist dies nicht der Fall aber ich verstehe auch warum eben viele Leute Visual Novels normalerweise nicht wirklich als vollwertige Computerpsiele sehen oder Ihnen eben abneigend gegenüberstehen. Nischentitel halt. :pfeif:

      Und dann kommt da so ein Spiel wie Doki Doki Literature Club eine Visual Novel also oder halt Datin Sim wie auch immer, man muss sich ja nur mal das Cover angucken, vier Mädchen im Animelook mit kurzen und flatterenden Röcken was will uns der Drache denn da für nen "Weeb" Kram andrehen?

      Versteh ich, absolut, aber und das ist fürs erste ein sehr wichtiges aber, "andrehen" möchte ich euch garnichts denn Doki Doki gibts umsonst. Richtig gehört, eines der besten Spiele des Jahres 2017 neben Nier Automata (hust hust Subjektivität) gibt es umsonst. Einfach auf Steam suchen und gratis runterladen. Keinen Cent müsst Ihr bezahlen für das Spiel.

      "Nagut gibts das Spiel halt umsonst, ist im Endeffekt trotzdem nur reine Zeitverschwendung".

      Und hier meine Freunde muss ich euch jetzt warnen, falls ihr bis jetzt vielleicht schon etwas von dem Hype um Doki Doki mitbekommen habt (es war ja immerhin für nen Steam Award nominiert) oder ich euch neugierig gemacht oder Ihr es aus welchen Gründen auch immer vorhabt selbst zu spielen dann schließt jetzt diesen Thread (Thumps up könnt Ihr trotzdem gerne da lassen) ladet euch Doki Doki in Steam herunter, und nehmt euch ungefähr 4-5 Stunden Zeit dieses Meisterwerk zu spielen. Guckt euch auch vorher nichtmal die Steam Tags an, ladet es euch runter und spielt es einfach, aber bitte, bitte, bitte spielt es durch, eine halbe Stunde reinzugucken in das Spiel funktioniert nicht.

      Dieses Spiel muss wirklich im besten Fall an einem Stück gespielt werden, falls Ihr diese Möglichkeit nicht habt dürft Ihr zumindest nicht vor dem dritten Tag und dem Schulfestival aufhören.

      Im aller besten Fall geht Ihr sogar mit einer skeptischen und ablehnenden Grundhaltung in das Spiel hinein, das würde auch keiner verübeln und ich würde euch sogar ein bisschen darum beneiden.

      Diejenigen die sich von meiner Warnung nicht beeindruckt haben lassen, Doki Doki vielleicht schon selbst gespielt haben (laut meiner Freundesliste sind es genau 2 und ich glaub Storm ist nicht mehr wirklich aktiv im Forum) und diejenigen die einfach abosolut, garkein, zero Interesse an solchen Spielen haben werde ich jetzt Spoilern, und zwar gnadenlos.

      Also ab hier kein zurück mehr.

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      1


      Spoiler


      Doki Doki Literature Club besitzt auf Steam den Tag Psychological Horror, das Spiel gibt auf seiner eigenen Steam Page und beim Start des Spiels folgende Botschaft an seine Spieler, "This game is not suitable for children or those who are easily disturbed"

      Es scheint also auch nach nur kurzem hinblicken wohl doch erstmal nicht alle so wie es scheint, das Spiel selbst sagt dem Spieler trotz seines typischen Rom-Com looks "Hey sei gewapnet, das hier wird der Horror werden"

      Hier gibt es meiner Erfahrung nach mehrere Kategorien von Spielertypen welche unterschiedlich darauf reagiern.

      Der erste Typ welcher wohl garnichts mit Visual Novels anfangen kann und dem ganzen sowieso von Haus aus skeptisch gegenübersteht wird erstmal skeptisch bleiben, er kann sich nicht vorstellen das so eine "billige" Dating-Sim das ernst meint, ist aber vielleicht trotzdem mal interessierter an dem Spiel als er es zuvor war.

      Der zweite Typ ist eventuell schon ein etwas "erfahrenerer" Visual Novel Spieler der sich das Spiel vielleicht sogar gerade heruntergeladen hat weil er sich eine gemütliche Dating-Sim erhofft hat, auch er nimmt diese Botschaften nicht wirklich ernst und lässt sich kurz danch vom Spiel mit seinen putzigen Mädchen und der angenehmen lockeren Musik im Hauptmenü einlullen, seiner Meinung nach meint das Spiel vielleicht ein sogenanntes "Bad End" welches dann entsteht wenn der Spieler die falschen Entscheidungen trifft.

      Der dritte Typ hingegen nimmt das Spiel voll ernst und erwartet nun nach jedem Dialog Fenster doch endlich den "Psychological Horror" um dann etwa die ersten 1-2 Stunden enttäuscht zu sein während Doki Doki sich spielt und verhält wie eine ganz normale Dating-Sim.

      Hierbei hab ich bereits das entscheidende angesprochen. Doki Doki klatscht einem zwar diese Warnung vors Gesicht aber ignoriert Sie fürs erste mal sogar selbst vollkommen.

      Doki Dokis Plot ist leicht erklärt und folgt einem durchaus etablierten Schema aus japanischen Dating-Sims und generischen High-School Animes, es gibt 4 Mädchen welche allesamt in den Spielercharakter verliebt sind, der Spieler und die 4 Mädchen sind Teil des Buchclubs (Literature Club) in der Schule und treffen sich stets zusammen nach Ende der regulären Schulzeit für die Clubaktivitäten, alle 4 haben natürlich Ihr eigenes indidivuelles Aussehen und Ihre eigenen Charakter Tropes.

      Da gibt es zum Beispiel das Mädchen Sayori (das erste von links auf dem Bild) welches uns zu Spielstart begrüßt und sich als alte Kindheitsfreundin des Spielercharakters heraustellt.

      Das Mädchen Yuri (die zweite auf dem Bild) welche eine schüchterene und introvertierte Art hat und sehr damit kämpft Ihre Gefühle offen zu zeigen.

      Monika (JUST MONIKA99/delete)

      Und natürlich Natsuki die dem typischen Trope einer sogenannten "Tsundere" folgt und nach außen hin oft unnötig gemein ist um Ihre wahren Gefühle zu verbergen.

      Generische Charaker also für eine generische Datin-Sim, na ja fast, zumindest für die ersten 1-2 Stunden trifft dieser Satz sehr gut zu, der Spieler darf sich bereits kurz nach dem ersten Tag dafür entscheiden welches der 3 Mädchen er beeindrucken will, dazu gibt es die Spielmechanik der Gedichte.

      Jeden Abend darf der Spieler ein Gedicht aus vorgegebenen Wörtern schreiben, die Mechanik dahinter ist simpel, der Spieler klickt einfach 20 mal auf das Wort von den vorgeschlagenen wo er denkt das Mädchen welches er beeindrucken möchte würde dieses gefallen.

      Als Veranschaulichung findet Yuri zum Beispiel immer Gefallen an hochtragenden und epochalen Wörtern wie "Destiny" und ähnlichem während Natsuki eher die simplen und eher süßen Wörter wie beispielsweise "Cat" mag.

      Je nachdem für welche Wörter man sich also entscheidet darf man am folgenden Tag eine zusätzliche Szene mit seiner angehimmelten erleben, mit Yuri liest man zum Beispiel gemeinsam einen Horror Roman, mit Natsuki liest man Manga usw.

      Soweit so gut, generische Date Szenen also für generische Charaktere in einer generischen Dating-Sim. Oder etwa doch nicht?

      Eine weitere Mechanik des Spiels oder sagen wir mal eher ein Storyelement ist das alle Mädchen im Literature Club ebenfalls Gedichte schreiben, welche im Gegensatz zu dem Gedicht des Spielers auch "reale" anschaubare Gedichte sind.

      Diese Gedichte komplementieren zu einem Großteil natürlich ebenfalls die tropes der verschiedenen Charaktere, eines der ersten Gedichte von Sayori hat beispielsweise nur den Hintergrund, dass Sie von der Sonne geweckt wurde und diese nicht hasst weil Sie Hunger hat und wenigstens Frühstück essen kann.

      Doch wer genauer hinblickt sieht vielleicht schon teilweiße hier ein paar Sachen die etwas "out of place" wirken, eines von Natukis ersten Gedichten hat zum Beispiel als etwas nihilistische punchline, dass Menschen stets nur Ihr bestes versuchen können und es dass im Endeffekt auch schon ist.

      Im laufe der ersten Stunden werden diese Gedichte auch immer abstrakter, gekoppelt mit ******* help me kurzen Breaking the fourth Wall Momenten wo Sie den Spieler direkt anspricht und Ihm vorschlägt vor wichtigen Entscheidungen stets zu speichern, und einem Gedicht welches auch die Passagen "Load me und Save me" insich hat bekommt man schon etwas das Gefühl das nicht alles so ist wie es scheint.

      Die entscheidenden Szenen des gesamten Spiels und die Stelle ab dem das Spiel sein wahres Gesicht zeigt findet am Ende des dritten Tags statt. Die Klubmitglieder planen auf Iniative von *e***+ra**s**e*d hin am Schulfestival teilzunehmen um neue Mitglieder für den Buchclub zu begeistern, dafür soll jedes Mitglied ein neues Gedicht verfassen und dieses vor mehreren Klassenkameraden vortragen.

      Nach anfänglicher Schüchternheit der meisten Mitglieder gelingt es diese doch für die Idee dahinter zu begeistern und je nachdem mit welchem Mädchen man zuvor bereits Zeit verbracht hatte durch das Gedicht-Minispiel hat man nun eine gemeinsame "Date" Szene am Wochenende außerhalb des Buchclubs.

      Während einem Yuri von Ihrer Vorliebe für extra scharfe Messer erzählt und Natsuki erwähnt dass Sie es am liebsten hat wenn Ihr Vater zu müde ist um überhaupt irgendetwas zu machen, offenbart uns Sayori das Sie bereits seit längerer Zeit bereits Depressionen hat und der wahre Grund warum Sie uns überredet hat dem Buchclub beizutreten ist, dass Sie zwar keinen Sinn in Ihrem eigenem Leben sieht aber wenigstens will das es uns gut und glücklich geht.

      Offentsichtlich im Kampf mit Ihren Emotionen und trotz allem bisherigen ist Sayori jedoch trotz allem ebenfalls so sehr in uns verliebt das Sie es nicht ertragen kann uns mit einem der anderen beiden Mädchen zu sehen, hier stellt uns das Spiel nun vor die Entscheidung Sayoris Gefühle zu erwiedern und Ihr zu sagen das wir Sie ebenfalls lieben oder Ihr zu sagen das wir für immer ihr bester Freund sein werden.

      Abweichend davon welche Entscheidung sich hier an dieser Stelle als die richtige heraustellt, scheint Sayori fürs erste getröstet zu sein und verspricht uns Morgen beim Festival dabei zu sein.

      Also begeben wir uns oder besser gesagt der männliche Protagonist am nächsten Tag frohen Mutes in die Schule, nur um festzustellen das Sayori nicht da ist.

      Nach einer kurzen Bemerkung von *******//I am getting real tired of this Drache das wir Sayori in der Früh ziemlich hängen haben lassen dadurch das wir nichtmal nachgesehen haben wie es Ihr geht, machen wir uns auf dem Weg zu Sayori um eben dies zu tuen.

      Bei Sayoris Haus angekommen stellen wir fest, dass uns niemand die Türe aufmacht. Glücklicherweise besitzen wir als alter Kindheitsfreund aber natürlich einen Zweitschlüssel und kommen so in das Haus und vor Sayoris Zimmer, dort angekommen erhalten wir erneut keine Antwort von Sayori und entschließen uns trotz eines Bruchs der Privatspähre wie es der Protagonist bezeichnet Sayoris Zimmer zu betreten um folgende...,,,,

      delete/sayori.chr

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      Sie hatte es verdient, sie stand uns im Weg


      Doki Dokis Plot ist leicht erklärt und folgt einem durchaus etablierten Schema aus japanischen Dating-Sims und generischen High-School Animes, es gibt 3 Mädchen welche allesamt in den Spielercharakter verliebt sind, der Spieler und die 3 Mädchen sind Teil des Buchclubs (Literature Club) in der Schule und treffen sich stets zusammen nach Ende der regulären Schulzeit für die Clubaktivitäten, alle 3 haben natürlich Ihr eigenes indidivuelles Aussehen und Ihre eigenen Charakter Tropes.

      Da gibt es zum Beispiel *j*u*s*t Monika welche uns zu Spielstart begrüßt und als Klassenkollegin des Spielercharakters uns mit Ihrem bezauberenden Lächeln davon überzeugen kann dem Buchclub beizutreten.

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      Ach du machst mich gleich ganz verlegen Schatz


      Ich glaube Ihr habt das kleine spielchen was ich mir ausgedacht habe verstanden, Doki Doki Literature Club spielt unglaublich mit den Erwartungen seiner Spieler an das Spiel und vernichtet geradezu die Vierte Wand ab Sayoris Suizid.

      Es ist nicht weit weg von der Wahrheit wenn man sagt, dass Doki Doki nicht gespielt wird sondern ich mit euch spiele :)

      Doki Doki ist kein herkömmliches Spiel, sondern viel mehr ein Erlebnis, weswegen ich auch hier fürs erste dass selbe mache was mit Sayori gemacht wurde. Ich lasse euch fürs erste hängen.


      Mein Plan war es diesen Post mal fürs erste als einen kurzen "Teaser" zu schreiben um euch einen Einblick zu gewähren und denen die nun vielleicht interessiert am Spiel sind trotzdem noch die Gelegenheit zu geben es selbst zu spielen, ich habe auch trotz meiner boshaftigen Ankündigung zu Spoilern natürlich bei weitem nicht alles verraten und das Spiel endet nicht sondern startet eigentlich erst so richtig an der Stelle von Sayoris Suizid.


      Aber es ist trotzdem durchaus eine gute Stelle um fürs erste mal abzutrennen.


      Entweder Heute am Abend oder Morgen am Vormittag werde ich meinen zweiten Teil posten, wo ich versuchen werde noch genauer auf die Psychologial Horror Elemente die das Spiel hat einzugehen und meine eigenen Gedanken und Einwürfe zu diesen zu posten.


      Also in diesem Sinne, lasst euch nicht hängen!