
Ägypten

»Erbe, Unabhängigkeit, Macht«
Das Ptolemäische Ägypten hat enge kulturelle Verbindungen zur hellenistischen Welt, wobei es auch viele ägyptische Traditionen beibehält. Nach dem Tod von Alexander dem Großen im Jahr 350 v. Chr. von Ptolemäus gegründet, entwickelte sich das Land unter dem Einfluss seiner mazedonischen Herrscher zu einem Zentrum der Kultur und des Handels.
Ptolemäus war ein General unter Alexander und danach bestrebt, nach dem plötzlichen Tod seines Königs Ägypten zu regieren. Als das Reich von Alexander zerfiel, erklärte Ptolemäus seine Unabhängigkeit und verteidigte Ägypten gegen die macht-hungrigen rivalisierenden Generäle in den Erbfolgekriegen von 322 bis 275 v. Chr.
Die Ptolemäer behielten die Religionen und Bräuche Ägyptens bei und erklärten sich zu Pharaonen. Dabei setzten sie die große Tradition des Tempel- und Monumentalbaus fort. Die griechische Kultur und Bildung wurden jedoch aktiv etabliert und sorgten für die Entstehung einer elitären Klasse der Greco-Ägypter. Doch das Leben war nicht immer harmonisch. Die Stationierung griechischer Truppen, das Ansiedeln von Veteranen über das gesamte Territorium und die Privilegien griechischer Bürger sorgten häufig für blutige Aufstände der einheimischen Bevölkerung.

Die Mischung aus griechischen und ägyptischen Kampfstilen bietet den Ptolemäischen Pharaonen eine Armee, die sowohl fortgeschritten als auch ausgeglichen ist, die zeitgleich aber auch die Rolle des Generals betont. Ihre Armee macht großen Gebrauch von Speeren und Piken. Ihre Truppentypen sind dennoch breit gefächert: ausgebildete Schwertkämpfer, Sichelwagen und exotische Einheiten wie afrikanische Kriegselefanten. Ägyptens Lage am Mittelmeer erfordert zudem eine starke Flotte, um seine kolonialen und handelspolitischen Interessen zu schützen.
Während Alexandria ein Leuchtfeuer der Zivilisation und der Bildung wurde, sind seine Herrscher machthungrige Opportunisten. Diese neue Dynastie erweitert vielleicht noch ihr Herrschaftsgebiet und ihren Einfluss – vielleicht um alle griechisch-sprechenden Völker zu vereinen? Oder vielleicht gen Westen, um einer Bedrohung durch Karthago zuvor zu kommen?
Als Nachfolgestaat ist das Ptolemäische Ägypten progressiv und zukunftsweisend. Sie sind geschickte Staatsmänner und Wissenschaftler, ihr maritimes Können ist zudem unbestritten. Doch als neu gegründete Dynastie auf fremden Boden wird der gebürtige Ägypter zunächst von seinen neuen Herrschern überzeugt werden müssen.
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