[R2TW] Multiplayer in Rome 2 Total War: Spekulationen, Wünsche, Umsetzung

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  • [R2TW] Multiplayer in Rome 2 Total War: Spekulationen, Wünsche, Umsetzung

    Über den Multiplayer in Rome 2 haben wir noch nicht viel diskutiert. Klar ist, dass es in Rome 2 erneut einen Multiplayer geben wird, das wurde von CA bereits kommuniziert.

    Allerdings dürfte das ein heikles Feld werden, speziell was den Spagat zwischen Realismus und Spielspass angeht. Die Römer waren nunmal auf dem Feld zur damaligen Zeit einfach das Nonplusultra. Unter "normalen" Bedingungen war eine Römische Armee praktisch nicht zu besiegen. Wenn man das also realistisch umsetzen will, müssten die Römer mit ihren Einheiten eigentlich sämtlichen anderen Fraktionen deutlich überlegen sein. Das wiederum würde aber den Multiplayer so ziemlich langweilig machen, weil dann jeder mit den Römern zocken würde. Was in Shogun 2 aufgrund der Ähnlichkeit der Fraktionen sehr gut funktionierte, wäre also in Rome 2 ein extremes Hindernis.

    Andererseits wäre es auch doof, wenn zugunsten einer Balance im MP die Römischen Einheiten "künstlich" schlechter gemacht würden. Es darf meines Erachtens nicht sein, dass eine Einheit Hastati oder Principes von einer Horde zotteliger Barbaren einfach weggeputzt wird.

    Die Frage ist nun: Wie löst CA dieses Problem?

    Mir fällt so auf die Schnelle kein geeigneter Lösungsansatz ein. Am naheliegendsten wäre es - wie bereits erwähnt - die Stats der Römer soweit abzuschwächen, resp. die Stats der anderen Fraktionen soweit zu erhöhen, dass sich die Armeen im MP auf gleicher Augenhöhe begegnen könnten. Aber das wäre dann ein ziemlich massiver und unrealistischer Einschnitt. Das Avatarsystem aus Shogun 2 liesse sich durchaus auch in Rome 2 anwenden. Die entsprechenden Retainerkarten und Upgrades für Einheiten und Generäle müssten dann aber je nach Fraktion unterschiedlich ausfallen. Eine skythische Armee müsste also andere Upgrades haben als eine römische und ein skythischer General müsste einen anderen Avatar-Fähigkeitenbaum haben als ein römischer. Bei konsequenter Anwendung würde das aber bedeuten, dass wir letztlich praktisch für jede Fraktion individuelle Retainerkarten und Upgrades hätten, die ein Spieler in einer MP-Kampagne freischalten könnte. Das würde dem Multiplayer eine enorme Tiefe verleihen und klingt rein theoretisch hammermässig. Aber eben: Ich zweifle daran, dass CA sich einer derartigen Herkulesaufgabe stellen wird. Ausserdem kommen dabei wieder die bereits erwähnten Abstriche beim Realismus ins Spiel.

    Was denkt, resp. wisst ihr zu diesem Thema?
    Je lay emprins – Karl der Kühne nach der Schlacht von Murten 1476
  • Naja, ganz so unbesiegbar war die römische Armee ja nicht.
    Alleine gegen Reitervölker hatten die echt ihre Probleme und wären ohne ihre Auxiliar-Truppen da nicht weit gekommen.

    Der Vorteil der Römerischen Truppen lag ganz klar im Formationskampf.
    Eine Zenturie, die in geschlossener Formation kämpft, kann locker einem vielfachen Standhalten, sofern die Gegner von vorne kommen.
    Linie halten, mit dem Schild pushen und immer wieder kleine Stichattacken durchführen.

    Dem entsprechend waren die Legionäre aber auch anfällig im Zweikampf.
    Der große Schild ist beim wendigen Zweikampf unhandlich und das Gladius ist nunmal eine Stich, keine Schlag- oder Parierwaffe.

    Deswegen denke ich mir, dass die Römer in Formation die überhand haben werden, aber wenn dann eine Formation bricht, oder eine Einheit von mehreren Seiten gleichzeitig angegriffen wird, dass die römischen Einheiten dann stärkere defizite einfahren werden als andere Einheiten.
    Und natürlich dann die große Anfälligkeit gegen Kavallerie :D
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    Offizieller Sieger des Shogun 2 Turniers 2011 vom Totalwar-Forum
  • Blackprinz™ schrieb:

    Deswegen denke ich mir, dass die Römer in Formation die überhand haben werden, aber wenn dann eine Formation bricht, oder eine Einheit von mehreren Seiten gleichzeitig angegriffen wird, dass die römischen Einheiten dann stärkere defizite einfahren werden als andere Einheiten.
    Und natürlich dann die große Anfälligkeit gegen Kavallerie :D


    Das wär natürlich ein möglicher Ansatz. Generell fände ich es gut, wenn die Römer nicht mehr so starke Kavallerie hätten, wie noch in Rome Total War. Da waren eigentlich nur die frühen römischen Kavallerieeinheiten (Equites) wirklich realitätsnah, die später verfügbaren Kavallerie-Einheiten (bsp. die Prätorianer-Kav) waren ja sowas von überpowert. Sowas hatten die Römer in der Realität niemals, zumindest nicht in ausreichender Stärke auf dem Schlachtfeld.

    Wobei die von dir erwähnte Anfälligkeit der Römer für Seiten/Rückseitenangriffe ja genau durch den Einsatz von Auxiliartruppen stark reduziert werden kann. Die Legionäre sind und bleiben absolute Elitesoldaten, egal wie mans dreht und wendet.
    Je lay emprins – Karl der Kühne nach der Schlacht von Murten 1476
  • Wenn die so etwas wie den Ava-Modus machen, können die ja auch von jeder Fraktion Einheiten in den Pool werfen, die man freischaltet und man hat dann einfach eine Mischarmee. Klar, sieht das komisch aus, wenn neben einer Schildkröte ein paar Skythen in die Weltgeschichte schauen, aber das wäre in meinen Augen die sinnvollste Lösung für den Ava-Modus.
    Oder man hat verschiedene Möglichkeiten eines Avatars (als Vergleich: FotS und S2), aber diesmal mit vollkommen unterschiedlichen Talentbäumen und Boni. Aber das kommt mir zu umfangreich vor...

    Bei klassischen Gefechten im MP ist es aber abzuwarten, den Spagat, den du, Alpi, schon erwähnt hast.

    Im Kampagnen-Multiplayer erwarte ich aber diesmal, dass mehr als zwei Spieler mal eine Partie bestreiten können. Noch schöner wäre natürlich ein Hotseat. :rolleyes:
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  • DarthFrankiboy schrieb:

    Im Kampagnen-Multiplayer erwarte ich aber diesmal, dass mehr als zwei Spieler mal eine Partie bestreiten können. Noch schöner wäre natürlich ein Hotseat. :rolleyes:


    Das fände ich auch super. Endlich mal ein richtiger, funktionsfähiger Kampagnen-Multiplayer, der nicht komplett unspielbar ist wegen technischer oder sonstiger Probleme. Hotseat? Müsste eigentlich auch dabei sein, angesichts des Erfolges nach Kingdoms. Wobei es die Funktion dann vermutlich als DLC freizuschalten gibt...
    Je lay emprins – Karl der Kühne nach der Schlacht von Murten 1476
  • Alpinus schrieb:

    Sowas hatten die Römer in der Realität niemals, zumindest nicht in ausreichender Stärke auf dem Schlachtfeld.
    Du Oströmer hatten sehr gute Kavallerie :P


    Klar ist es schwierig im Multiplayer eine Balance zu finden, bei vielen unterschiedlichen Völkern wird das auch niemals 100% gelingen, es sei denn man macht die Stats völlig gleich, aber das wäre Schwachsinn. Ich denke aber man kann sehr viel über den Preis regeln, wenn die römischen Legionäre so viel kosten wie 2 normale Barbareneinheiten sollte sich das eigentlich gauz gut wieder ausgleichen.
    Aber im Grunde genommen ist mir der normale Multiplayer vollkommen schnuppe, ich möchte nur einen richtig funktionsfähigen Kampagnen-Multiplayer, bin ja scheinbar auch nicht der einzige der das gerne haben will^^
  • Imperator Bob schrieb:


    Ich denke aber man kann sehr viel über den Preis regeln, wenn die römischen Legionäre so viel kosten wie 2 normale Barbareneinheiten sollte sich das eigentlich gauz gut wieder ausgleichen.


    Die Idee ist echt gar nicht so schlecht. Ausrüstung und Ausbildung der Legionäre und auch von Auxiliartruppen ist viel teurer als ne Gruppe Barbaren zusammenzurufen.

    Für den Singleplayer könnte ich mir gut vorstellen, dass man nur in bestimmten Provinzen gewisse Hilfstruppen ausheben könnte.
    Im Multiplayer könnte man das dann vielleicht auch durch den Preis ausgleichen.
    Als gescheite römische Kavallerie gibt es nur Auxiliar-Reiter, welche aber sehr teuer sind.
    Infanterie-Hilfstruppen sind zwar gut, aber auch teurer als gewöhnliche Barbaren Infanterie, und Römerkavallerie sollte sich nur zum verfolgen oder leichtem Flankieren eignen, nicht aber dazu, voll in die gegnerische Armee reinzupreschen.

    Dann könnte man natürlich noch mit den verschiedenen Gegebenheiten in den Schlachten spielen.
    Eingezwengte, bzw. abgeschnittene Legionäre kämpfen viel schlechter und fliehen schneller, als zum Beispiel vom Tross abgeschnittene Barbaren.
    Gut inwieweit das jetzt der Realität entsprach, ist jetzt Disskusionssache, aber mit Kosten und spezifischen Boni/Mali könnte man Völker in gewisse Armeenstandarts zwingen (Römer = Großteil schwere Inf / Barbaren = Großteil leichtere, billige Inf oder sowas in der Art)
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  • Imperator Bob schrieb:

    Ich denke aber man kann sehr viel über den Preis regeln, wenn die römischen Legionäre so viel kosten wie 2 normale Barbareneinheiten sollte sich das eigentlich gauz gut wieder ausgleichen.


    Meiner Meinung nach die Plausibelste Erklärung bzw. Möglichkeit eine gute Balance im Multiplayer zu erreichen.
    Die Idee Abgeschnittenen Legionen oder Umfassungsangriffen finde ich auch logisch, in der Varusschlacht wurden ja dadurch (Ich glaube 3 warens) römische Legionen vernichtet.
  • Blackprinz™ schrieb:


    Eingezwengte, bzw. abgeschnittene Legionäre kämpfen viel schlechter und fliehen schneller, als zum Beispiel vom Tross abgeschnittene Barbaren.
    Gut inwieweit das jetzt der Realität entsprach, ist jetzt Disskusionssache, aber mit Kosten und spezifischen Boni/Mali könnte man Völker in gewisse Armeenstandarts zwingen (Römer = Großteil schwere Inf / Barbaren = Großteil leichtere, billige Inf oder sowas in der Art)


    Nuja. Das wäre durchaus eine Lösung. Nur hätten wir speziell im Multiplayer wieder die Situation, dass es mit einer Römerarmee viel einfacher ist zu gewinnen als mit einer Barbarenarmee. Zugespitzt formuliert: Mit den Römern reicht Formation halten plus Rechtsklicken. Mit den Barbaren hingegen braucht es aufwendige Täuschungs- und Flankierungsmanöver (sprich hohe Skills) um überhaupt eine Chance zu haben.
    Je lay emprins – Karl der Kühne nach der Schlacht von Murten 1476
  • Alpinus schrieb:

    Blackprinz™ schrieb:


    Eingezwengte, bzw. abgeschnittene Legionäre kämpfen viel schlechter und fliehen schneller, als zum Beispiel vom Tross abgeschnittene Barbaren.
    Gut inwieweit das jetzt der Realität entsprach, ist jetzt Disskusionssache, aber mit Kosten und spezifischen Boni/Mali könnte man Völker in gewisse Armeenstandarts zwingen (Römer = Großteil schwere Inf / Barbaren = Großteil leichtere, billige Inf oder sowas in der Art)


    Nuja. Das wäre durchaus eine Lösung. Nur hätten wir speziell im Multiplayer wieder die Situation, dass es mit einer Römerarmee viel einfacher ist zu gewinnen als mit einer Barbarenarmee. Zugespitzt formuliert: Mit den Römern reicht Formation halten plus Rechtsklicken. Mit den Barbaren hingegen braucht es aufwendige Täuschungs- und Flankierungsmanöver (sprich hohe Skills) um überhaupt eine Chance zu haben.


    Ich finde die Idee durchaus brauchbar.
    Man könnte Es so regeln, das die üblichen Moralboni (Flanke gesichert, General in der Nähe etc.) bei Barbaren kleiner ausfallen oder nicht vorhanden sind, und dafür deie Basismoral deutlich höher liegt, als bei Römern (niedriger, als bei Römern mit Boni). Dadurch wären römische Armeen weit weniger Mobil, und einfacher vorhersehbar, wärend Barbaren durchaus auch gesplittete Armeen, Flankenmanöver, Hinterhalte etc. durchziehen könnten.
    Wenn man Römer also zur Aufgabe der Formation bewegt sind Sie geschwächt, wärend Barbaren dagegen in Formation keine nennenswerten Vorteile haben, dafür aber deutlich beweglicher und flexibler sind.

    MfG
  • Der Haken ist nur, das römische Armeen dank Disziplin und die Aufteilung in Manipeln deutlich flexibler waren als die meisten ihrer Gegner. Keltische Nicht-Elite Einheiten sind vergleichbar mit dem frühmittelalterlichen Fyrd. Unmotiviert, schlecht (bzw. gar nicht) ausgebildet aber groß in der Zahl. Solche Truppen zu führen war deutlich schwerer als römische Legionäre mit einer striktdurchdachten Befehlskette. Barbarische Fraktionen sind vermutlich eh die schlechteste Wahl gegen Rom, Reitervölker oder griechische Successorstaaten haben da vermutlich bessere Chancen.

    Mir ist nur wichtig, dass die Einheitenbalance vom Multiplayer nicht den Singleplayer tangiert.
    Topping from the bottom.
  • Mder1. schrieb:

    Mir ist nur wichtig, dass die Einheitenbalance vom Multiplayer nicht den Singleplayer tangiert.


    Genau die Gefahr besteht aber, wenn CA zugunsten der MP-Balance die Einheitenwerte anpasst.

    @Azaghal
    Man könnte Es so regeln, das die üblichen Moralboni (Flanke gesichert, General in der Nähe etc.) bei Barbaren kleiner ausfallen oder nicht vorhanden sind, und dafür deie Basismoral deutlich höher liegt, als bei Römern (niedriger, als bei Römern mit Boni). Dadurch wären römische Armeen weit weniger Mobil, und einfacher vorhersehbar, wärend Barbaren durchaus auch gesplittete Armeen, Flankenmanöver, Hinterhalte etc. durchziehen könnten.


    Das wäre aber komplett an der historischen Realität vorbeiprogrammiert. Die Römer waren die disziplinierteste Armee der damaligen Welt. Das schliesst auch die Kampfmoral mit ein. Eine der grössten Schwächen der Barbaren hingegen war deren Moral. Die rannten teils schon weg, wenn ein Schwarzer Rabe zum falschen Zeitpunkt übers Schlachtfeld flog :rolleyes:
    Je lay emprins – Karl der Kühne nach der Schlacht von Murten 1476
  • Trotzdem war die Legion auf Formationskampf ausgelegt. Die Truppen waren zwar extrem gut trainiert und sehr diszipliniert, aber eben hauptsächlich im Formationskampf.
    Und eben als Legion, nicht als Kohorte oder Zenturie.

    Eine Legion konnte schwenken, vorrücken, und kämpfen wie ein Mann, aber die einzelnen Teile waren für sich gesehen nicht sonderlich stark.

    Barbarentruppen waren zwar im gesamten deutlich schwächer, aber die Stärken lagen in Hinterhalten.
    Barbarenheere waren häufig aus Abordnungen der verschiedenen Stämme/Dörfer zusammengesetzt, die jede für sich eine eigene Armee unter eigenem Anführer war.

    Ich denke daraus könnte man durchaus für den MP sowas machen.
    Mit hist. Korrektheit kann man keine Balance machen.

    Im SP könnte man durchaus historisch korrekter bleiben, aber daran zweifle Ich^^

    MfG
  • Alpinus schrieb:

    Nuja. Das wäre durchaus eine Lösung. Nur hätten wir speziell im Multiplayer wieder die Situation, dass es mit einer Römerarmee viel einfacher ist zu gewinnen als mit einer Barbarenarmee. Zugespitzt formuliert: Mit den Römern reicht Formation halten plus Rechtsklicken. Mit den Barbaren hingegen braucht es aufwendige Täuschungs- und Flankierungsmanöver (sprich hohe Skills) um überhaupt eine Chance zu haben.
    Darin sehe ich eigentlich kein Problem, wenn wir mal einen Blick auf den e-Sport Strategie-Titel Nr. 1, Starcraft 2, wagen, dann ist es dort auch so das z.B. ein schlechter Spieler mit den Terranern und ihrer extrem defensiven Ausrichtung und einem Mech-Build der auf wenige, aber starke Einheiten setzt, mehr reisen kann als wenn er versuchen würde die Zerg mit ihren Massen an Einheiten und Basen zu kontrollieren. Dann bleiben Spieler mit wenig Skill halt bei den Römern und gute Spieler schnappen sich eine Barbaren-Fraktion und hauen einen trotzdem in die Pfanne, oder sogar erst recht, weil man es eher gewohnt ist gegen Römer zu spielen. Ich sehe also nicht wirklich ein Problem darin das eine Fraktion mehr Skill benötigt als eine andere, kann sogar eher etwas gutes sein.
  • Ja, bei Gefechten, die aus der Rangliste fallen, können sich ja die Kontrahenten ausmachen, wer was spielt, bzw. wie du schon sagtest, ihren Skill prüfen. Das wird hoffentlich auch in der Kampagne: Unterschiedlich schwere Fraktionen...aber darüber habe ich mich, glaube ich, schon geäußert.

    Bei Ranglistengefechten verzichten Spieler wohl kaum auf einen Vorteil, der von der Armee/Fraktion an sich schon ausgeht. Das kann man eigentlich gar nicht mit Starcraft 2 vergleichen. Weil dort die Mobilität von Zerg z.B. ein klarer Vorteil im Bezug auf Expos ist. Was bringt es in einer Schlacht, wo nirgends gewirtschaftet wird, ein Mobile Armee zu haben, die gegen eine harte Formation rennt? Die Anti-Camper-Versuche wie in S2 sind zwar gut, aber letzten Endes braucht der Camper nur etwas Intelligenz und kann die umgehen.
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  • Schon klar, aber es gibt eben einen Unterschied ob eine Fraktion einfach nur mehr Skill braucht oder op ist, wenn z.B. eine Fraktion Einheit hätte die zwar von den Werten her schwächer sind als die feindlichen, aber über Spezialfähigkeiten verfügt, welche dieses Manko mehr als ausgleichen, dann muss man für die Führung dieser Einheiten mehr tun, ist aber z.B. Flexibler, was einem letztendlich den Sieg einbringen kann. Wenn man das richtig hinbekommt ist das Balancing trotz den Unterschieden gegeben und keine Fraktion ist op, sondern eine braucht lediglich etwas mehr Skill zur Beherrschung. Auch wenn natürlich trotzdem jeder Noob der damit verprügelt wird gleich op schreien dürfte, aber das ist normal :D
    Allerdings muss man auch sagen das es ziemlich schwer ist so ein Balancing hinzukriegen, wird auch selten genug geschafft, wenn man nicht 10 Jahre zum testen hat wie Blizzard.

    Das kann man eigentlich gar nicht mit Starcraft 2 vergleichen. Weil dort
    die Mobilität von Zerg z.B. ein klarer Vorteil im Bezug auf Expos ist.
    Klar kann man es nicht 1:1 vergleichen, aber bei den Zerg musst du dich z.B. eher um viele Sachen gleichzeitig kümmern als bei den Terranern und Protoss (natürlich immer etwas abhängig vom build), bekommst dafür aber an anderer stelle den entsprechenden Ausgleich, wie z.B. die größere Mobilität, so das die balance unterm Strich trotzdem gegeben ist.
  • Azaghal schrieb:

    Eine Legion konnte schwenken, vorrücken, und kämpfen wie ein Mann, aber die einzelnen Teile waren für sich gesehen nicht sonderlich stark.
    Manipel und Kohorten waren die kleinsten taktischen Einheiten. Diese konnten flexibel auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden. Durch die fehlende Disziplin konnten Kelten und Germanen sich das nicht leisten, ebenso fehlte die Organisation durch Offiziere, was Barbaren zu schwerfälligen Manövern auf dem Schlachtfeld nötigte.
    Topping from the bottom.
  • Die Manipel konnte innerhalb der Legion flexibel eingesetz werden.

    Wiki sagt hierzu:

    Die entscheidende Stärke der Legion gegen weniger organisierte „Barbaren“-Heere war ihre unbedingte Geschlossenheit, durch die jeder von seinem Nebenmann gedeckt wurde, und die Tiefe der Glieder, die ein Durchbrechen der Linie verhinderte. Im Vergleich zu anderen Aufstellungen, z. B. der Phalanx, konnte die Legion dabei taktisch flexibler eingesetzt werden. Sie konnte im Gefecht schwenken, versetzt vorrücken und (eingeschränkt) sich kämpfend zurückziehen. Letzteres ist, soweit bekannt, mit einer Phalanx nur ein einziges Mal (unter Philipp II. von Makedonien) gelungen.


    Da steht nichts von unabhängig operierenden Manipeln. Die Legion war meines Wissens nach in Formation sehr Flexibel (Schwenken, drehen, rotieren, versetzt kämpfen) aber eben meines Wissens nach nur dafür ausgebildet.
    Mich würde Es wirklich erstaunen, wenn die Truppenteile neben einer perfekten Disziplin in Formation auch noch unabhängig einsetzbar gewesen gewesen wären, Für spähaufgaben und Flankenschutz hatte man ja die Hilfstruppen.

    MfG
  • Die Legion kämpfte sowohl in geschlossener Schlachtordnung, so dass der
    einzelne Soldat nur von vorn angreifbar und sehr gut durch den großen
    Schild gedeckt war, als auch – im Gegensatz zur Phalanx
    – in lockerer Schlachtordnung, in der der Legionär keinen Kontakt zu
    Nachbarn, Vorder- und Hintermann hatte. Dies erforderte unter Umständen
    größere Disziplin, als in den dichten Reihen der Phalanx zu kämpfen. Die
    normale Schlachtordnung wies dabei eine Gliederung in drei Reihen auf.
    Zwei Zenturien wurden zu einem Manipel unter dem Befehl des dienstälteren Centurio zusammengefasst. Später erfolgte die Aufstellung nur noch in Kohorten.
    Die fest geschlossene einheitliche Phalanxaufstellung wurde seit
    ungefähr dem 4. Jh. v. Chr. zugunsten einer als Manipulartaktik
    bezeichneten aufgelockerteren Aufstellung aufgegeben. Die (je nach
    Zeitraum) 160 Mann starken Manipel standen dabei in gestaffelten Treffen. Die Formation wurde dadurch flexibler und die Schlachtaufstellung insgesamt beweglicher einsetzbar. Durch die Gaius Marius zugeschriebene Heeresreform setzte sich dann die Kohortentaktik
    durch. Die taktische Grundeinheit hatte damit jetzt knapp 500 Mann.
    Dies zog eine Straffung der Organisation auf dem Schlachtfeld und damit
    die Möglichkeit einer effektiveren strategischen und taktischen
    Planung nach sich, denn durch die Verringerung der Befehlskette um eine
    Ebene wurde die Anzahl der zu überschauenden Verbände verringert und
    den Führern der Manipel und Kohorten mehr Eigenverantwortlichkeit
    zugewiesen. Dennoch wurde die Kohortentaktik nicht starr überall
    angewandt, wenn beispielsweise Gelände oder Gegner ein Vorgehen in
    kleineren Gefechtsformationen erforderten.
    Quelle.

    Nach dem Sieg von Zama löste die neue Treffentaktik im römischen Heer
    die ältere Manipeltaktik ab und blieb auch bei der späteren Entwicklung
    der Kohortentaktik organischer Bestandteil dieser neuen Kampfform.
    Zunächst die Manipel, später die Kohorten wurden bevorzugt
    schachbrettartig aufgestellt. Durch die Lücken konnten die Plänkler
    sich bei Beginn der Schlacht zurückziehen. Das Zweite Treffen konnte
    danach in die Lücken des Ersten Treffens einrücken, um die Front zu
    schließen. Die Flexibilität des in mehrere Treffen gegliederten Heeres
    gestattete dem Feldherrn spätestens mit Aufkommen der Kohortentaktik,
    auf jede Situation rasch und wendig zu reagieren. Aus den hinteren
    Treffen konnten stets Abteilungen für die Verstärkung der Front, für
    Stöße gegen die feindliche Flanke oder andere Aufträge herausgezogen
    werden.
    Quelle.

    Erst durch Disziplin wird Unabhängigkeit erst möglich. Schlecht disziplinierte Truppen muss man eng führen um sie vom fliehen zu hindern.
    Topping from the bottom.