[WH40K] Dawn of War III

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    • Ich sehe Dawn of War 3 mit gemischten Gefühlen. Einerseits freue ich mich wirklich, dass es mal wieder einen gut produzierten Titel im Echtzeitstrategie-Genre gibt (auch wenn ich historische Szenarien bevorzuge). Strategie wird ja immer wieder als totes Genre bezeichnet. Andererseits habe ich Probleme mit diesen unruhigen, aufdringlichen Effekten.

      Vielleicht ist es das aber nur das zunehmende Alter bei mir. :rolleyes: :D
    • Mir gefällt die gesamte Optik von DOW III nicht, zum einen finde ich die ganzen Animationen als seltsam und extrem störend (ich hab bei Space Marines das Gefühl die hüpfen überall hin). Zum Beispiel finde ich die Schussanimationen und Effekte sehr statisch und sie brechen jegliche Immersion für mich.
      Mir gefällt auch der Grafikstil überhaupt nicht,ich finde da von der Optik DOW I besser, welches ich auch noch gelegentlich spiele.
      Insgesamt werde ich es mir nicht anschaffen, da ich gegenüber DOW I&II keinen Mehrwert sehe und alles was ich bisher gesehen habe mich nur frustriert.
      "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
      aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
      - Albert Einstein

      "Kirche und Naturwissenschaften haben soviel miteinander zu tun wie Gruppensex und Bratkartofflen"
      -Werner Gruber
    • Hat denn jetzt schon jemand die Kampagne ausprobiert? Mein Download läuft noch ein weilchen, sodass ich wohl erst in den nächsten Tagen mit dem Ausprobieren beginnen kann. Die Reviews sind mit nur 52% Zustimmung aber jetzt schon recht mies, wobei die meisten sich über den Comic-Stil und den dümmlichen Mehrspieler-Modus aufregen. Allerdings liest man auch, dass sich das WH40K-Gefühl nicht einstellen will, weil sich das Spiel nicht wie ein DoW spielen lässt. :unsure:

      Alles in Allem also keine guten Anzeichen. Ich hoffe daher, dass ich nicht auch eine Rückgabe in Erwägung ziehen muss, so wie es viele andere bereits getan haben.

      P.S.: Die Verkaufszahlen kann ich nicht wirklich interprätieren, da mir Bezugswerte fehlen. Aber nur 70.000 verkaufte Spiele am Tag nach der Veröffentlichung erscheinen mir doch arg wenig, vorallem wenn man bedenkt, dass das Spiel einen ganzen Monat als Vorbestellung zu haben war. Im Vergleich dazu die Zahlen zu DoW II: Das Basisspiel besitzen 2,6 Millionen Spieler, Chaosrising 1,8 Millionen Spieler, Retribution ebenfalls 1,8 Millionen Spieler (wobei hier das Spiel von bis zu 1.000 Leuten am Tag zeitgleich gespielt wird). Bei einer so großen Fan-Basis, sind weniger als 100.000 Käufer wohl kein gutes Ergebnis.
    • Gestern Abend habe ich mir mal die Tutorials angetan, und danach die erste Mission im normalen Schwierigkeitsgrad. Dabei ist mir deutlich bewusst geworden, dass ich das Spiel auf keinen Fall so mögen werde, wie ich DoW II mit seinen drei Teilen mag. Dazu ist mir das Spiel zu schnell, zu wuselig, grafisch bzw. optisch zu dicht an einem Comic, und vor allem der Multiplayer ist definitiv nichts für mich.

      Was mir direkt negativ aufgefallen ist, man hat hier ganz klar beim Design von CoH geklaut. Das verwundert einen zwar nicht, weil CoH bekanntlich auch von Relic ist, ich finde das aber dennoch doof, weil ich ein WH40K-Spiel spielen will, und keinen CoH-Klon im WH40K-Setting. Ebenso nervig finde ich die Animationen, die zum Beispiel bei rennenden Orcs den Eindruck erwecken, man würde einer Horde watschelnder Enten zuschauen. Es kann sein, dass das früher auch schon so war, aber bei DoW III springt einem das förmlich ins Auge.

      Zur Story kann ich bisher nicht viel sagen. Fakt ist, die Inquisition ist schon von Beginn an da und blockiert den Planeten. Warum das so ist wird sich erst im Kampagnenverlauf zeigen, aber interessant ist das schon. Leider weiß man nicht von welchem Orden Inquisitor Holt ist, sonst könnte man erkennen, ob man es mit einem Dämonen oder einem Alien zu tun bekommen wird, aber letztlich ist das auch egal. Schön finde ich aber, dass man aus dem Kampagnenmenü die freigeschalteten Missionen erneut spielen kann, ähnlich wie bei DoW I.

      Soweit ich das gesehen habe wird man in der Kampagne wohl alle drei Völker spielen (in Mission zwei muss man mit den Orcs eine Festung erobern). Das hat in meinen Augen weniger Vor- als Nachteile. Wie ich finde, war gerade eine zusammenhängende Story aus Sicht einer Fraktion die große Stärke aller Teile von DoW II. Ich kann zwar verstehen, dass es schön ist eine Kampagne mit einer anderen Fraktion zu spielen, als mit den Space Marines (siehe dazu DoW Retribution), aber trotzdem ist das für mich ein kleines Minus.

      Technisch gesehen ist das Spiel noch nicht ausgereift. Bei meiner ersten Mission flog ein Thunderhawk durch eine Wand, und mein Cybot stapfte munter duch meine Kaserne, wobei in beiden Fällen die Texturen verwischten. Ebenfalls unschön ist, dass die Ladezeiten elendig lang sind, und man das Spiel selbst mit guten Geräten nur auf mittleren Einstellungen spielen kann. Ganz schlimm ist, dass man tatsächlich einen Online-Zwang hat, wie ich gestern auch gleich mal ausprobiert habe. Als ich offline war, also keine physische Verbindung zum Internet hatte, konnte ich mein Profil nicht laden. Das ist ganz großer Mist, weil das nämlich auch heißt, dass das Spiel permanent Daten an Relic/SEGA sendet. Für mich ist der Online-Zwang ein ganz großen NoGo, lässt sich aber wohl auch nicht mehr unterbinden.

      Zurückgeben werde ich das Spiel nicht. Zum einen wäre ich mit 2,7 Stunden inzwischen auch schon über das maximal erlaubte Limit, zum anderen will ich die Geschichte der Kampagne sehen. Dafür nehme ich auch erstmal die Mängel hin, selbst wenn die stellenweise echt nervig sind. Ich empfehle aber allen die das Spiel noch nicht besitzen noch etwas zu warten, bis die ersten Patches raus sind (der erste Patch ist tatsächlich sogar schon raus - er half gegen einen Bug, durch den man seine Grafikeinstellungen nicht speichern konnte - wie dilettantisch :thumbdown: ). Außerdem ist der Umfang des Spiels (eine Kampagne mit 18 Missionen und 1!!!!!! Multiplayer Modus) viel zu wenig, um einen Preis von 60€ zu rechtfertigen. Diese Kritik findet man auch häufig in den Reviews, die noch immer bei 54% Zustimmung dümpeln, bei über 1700 Einträgen.
    • Inzwischen habe ich die ersten 5 Missionen durch und kann mich nur wiederholen. Es ist extrem wuselig, sehr viel schneller als DoW II und die auf die drei Rassen verteilte Kampagne hilft kaum sich an die Einheiten und deren Fähigkeiten zu gewöhnen. Man spielt tatsächlich keine zwei Missionen in Folge mit der selben Armee, zumindest nicht bis Mission 6. Das ist auch deshalb ein Nachteil, weil sich die Völker völlig verschieden spielen. Sie haben was den Basisbau angeht verschiedene Konzepte, und auch die Armeen sind verschieden stark (Space Marines haben die kleinste, aber robusteste Armee, Orcs sind so viele, dass nicht mal alle Einheitenkarten in die Leiste unten passen, und Eldar spielt man wohl am Besten wie Plänkler). Für sich genommen machen die Armeen zwar Spaß, aber in der Kampagne fehlt einem die Zeit sich mit ihnen vertraut zu machen.

      Die Geschichte ist derweil nicht schlecht, obwohl ich den Erzählstil in den Zwischensequenzen ein wenig übertrieben mystisch bzw. episch finde. Wenn man die Videos gesehen hat, weiß man was ich meine. Allerdings muss ich auch sagen, dass sie (die Geschichte) sich doch erkennbar an die Bücher von einst anschließt, wo der Konflikt zwischen Gabriel Angelos von den Blood Ravens und den Runenprophetinnen Taldeer und Macha höchst anschaulich erzählt wird. Ich denke daher, dass zumindest die Story das Spielen lohnt, denn Intrigen, Verrat und Stumpfsinn sind bereits jetzt deutlich zu erkennen.
    • Es gibt keinen Plänkel-Modus, es gibt nur den Dota-Modus. Den kann man zwar auch gegen die KI spielen, aber ob das jetzt was bringt .... keine Ahnung. Ich spiele erstmal nur die Kampagne, und da habe ich schon genug mit zu tun. Selbst im Schwierigkeitsgard "Normal" hat man stellenweise ganz schön zu knabbern, auch wenn ich inzwischen herausgefunden habe, dass es immer eine gute Idee ist die Sekundärziele schnell zu erfüllen, um dann mehr Zeit zu haben eine Basis zu bauen, Ressourcen zu sammeln und eine Armee aufzustellen, um dann die Primärziele anzugehen.

      Edit:

      ICH HAB'S GEWUSST!!! ICH HAB'S GEWUSST!!! WHUHUHUHU ..... ICH HAB'S GEWUSST!!! Was für ein Spaß! Ich habe meine ersten beiden Missionen auf Acheron absolviert, und ich bin mir sicher: Ich weiß was der Kern der Geschichte ist. Und ich hatte recht - weil ich die Bücher gelesen habe. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie gespannt ich auf die kommenden Missionen bin, am liebsten würde ich heute die ganze Nacht durchzocken. :happy clapping:

      Ich würde euch gern verraten, was ich da entdeckt habe, aber das würde die ganze Geschichte spoilern, glaub ich, und das wäre wohl nicht nett, oder?! Ach was soll's: Acheron ist gfhui GrxicUDSsUK .... na sowas, vertippt. :lol5:

      Spaß beiseite, das Spiel lohnt sich definitiv, wenn es um die Story geht. Wobei ich mich schon frage, ob man das Ende der Geschichte nicht erst in einem Addon erfahren wird. Bis Mission 10 plänkelt man mit den Fraktionen rum, ohne dass die Story Anzeichen aufweist in den noch ausstehenden 7 Missionen zum Abschluss zu kommen. Ich denke daher, dass man sich auf den einen oder anderen DLC einstellen werden muss, der angesichts des zu erwartenden Story-Elements auch nicht billig ausfallen wird. Aber naja, eigentlich hätte man das auch erwarten können, schließlich pfuscht man hier ja unter der Flagge des SEGA-Konzerns rum, nicht wahr? Siehe dazu die jüngsten TW-Titel .... :kaffee:

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    • Lucius Vantarius schrieb:

      Was mir direkt negativ aufgefallen ist, man hat hier ganz klar beim Design von CoH geklaut. Das verwundert einen zwar nicht, weil CoH bekanntlich auch von Relic ist, ich finde das aber dennoch doof, weil ich ein WH40K-Spiel spielen will, und keinen CoH-Klon im WH40K-Setting. Ebenso nervig finde ich die Animationen, die zum Beispiel bei rennenden Orcs den Eindruck erwecken, man würde einer Horde watschelnder Enten zuschauen. Es kann sein, dass das früher auch schon so war, aber bei DoW III springt einem das förmlich ins Auge.
      DoW II war ein CoH Clon und da hat es dich ja anscheinend nicht gestört. :confused:
      Topping from the bottom.
    • Nein, weil ich CoH I nicht kenne. Und ich glaube nicht, dass man bei diesen beiden Spielen von einem Klon reden kann, dazu waren die Spielmechaniken zu verschieden. Anders ist das zwischen CoH II und DoW III. In beiden gibt es einen erstaunlich identischen Basisbau, und wie gesagt die Einheitendarstellung in den Einheitenkarten ist nur thematisch verschieden 8logisch, bei CoH gibt's keine Orcs). Relic mangelnde Kreativität zu unterstellen, ist da wohl durchaus zulässig.
    • Also ich fand DoW 2 war noch eher ein Klon, gerade das Handling der Einheiten war doch sehr ähnlich, auch das Kampfsystem und der hauptsächliche Spielmodus. Lediglich der Basisbau hat gefehlt. In Teil 3 ist das Einheitenhandling anders und auch der Spielmodus. Klar gibt es jetzt den Basisbau, aber der ist eher uninspiriert und war in CoH irgendwie besser umgesetzt, zumindest in Teil 1, Teil 2 erinnere ich mich nicht mehr so recht, ich meine aber auch da musste man eher mal auf ein Gebäude sparen. Das man sehr ähnliche UIs verwendet würde ich den Entwicklern nicht vorwerfen wollen, funktioniert ja immerhin gut.

      Mal davon abgesehen, hat auch CoH 1 damals sehr stark an DoW 1 erinnert, wie DoW 1 hat mir auch CoH 1 besser als Teil 2 gefallen. Gewisse Ähnlichkeiten zwischen allen Teilen der Reihe sind auf jeden Fall vorhanden.
    • Nachdem ich die Kampagne heute beendet habe, möchte ich ein paar zusammenfassende Worte verlieren. Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen hier eine Kaufentscheidung zu treffen, sofern er das noch nicht getan hat.

      Gleich vorneweg, meine Bewertung fällt letztendlich leicht positiv aus. Grund dafür ist schlichtweg die sehr gut erzählte Geschichte, auch wenn diese – wie immer – einige Logikfehler aufweist. Wer sich gern spoilern lassen möchte öffnet den folgenden Spoiler, allen anderen sei gesagt: "Die Geschichte ist so ähnlich wie in DoW I, nur dass sie auch so ähnlich ist wie in DoW II".


      Warnung - Spoiler beinhaltet die Geschichte von DoW III, inklusive einem Hinweis auf die zu erwartende Erweiterung!

      Spoiler anzeigen
      Zur Geschichte. Zu Beginn erreichen die Blood Ravens den Planeten Cyprus Ultima, der zum einen massiv von Orks angegriffen wird, und um den andererseits die Inquisition eine Blockade errichtet hat. Gabriel Angelos, der inzwischen Ordensmeister der Blood Ravens ist, weigert sich den Planeten sich selbst zu überlassen, und greift stattdessen munter in den Kampf ein. Auf der Oberfläche kämpfen allerdings nicht nur Space Marines gegen Orks, sondern auch Orks gegen Eldar (und später Eldar gegen Space Marines), wobei die Eldar eigene, und wie immer undurchsichtige Pläne verfolgen.

      Im Zuge dieser Kämpfe stehen sich schon nach kurzer Zeit die Runenprophetin Macha und Ordensmeister Angelos gegenüber. Beide verbindet eine wechselhafte Vergangenheit, die, aufgrund der Engstirnigkeit Angelos', für beide Fraktionen blutig verlaufen ist. Als es zum finalen Kampf kommt, taucht die "Wandernde Welt" Acheron aus dem Warp auf, womit der eigentliche Grund für die Anwesenheit aller Protagonisten auf den Plan tritt.

      Auf der Welt Acheron soll sich nämlich "Der Speer des Khaine" befinden, eine uralte Reliquie des Kriegsgotts der Eldar. Dass die Eldar diesen haben wollen ist klar. Dass die Orks davon wissen ist hingegen eine nette Überraschung, und dass die Inquisition den Speer den Eldar vorenthalten will ist logisch. Und so kommt es im Spielverlauf zu weiteren Gefechten, wobei diese nun auf Acheron stattfinden und zunehmend blutiger werden.

      Zum Ende des zweiten Drittels des Spiels, das heißt während Mission 13, wird offenbart: Der Planet ist zugleich ein Gefängnis für einen Dämon, und ein Blutaltar zu Gunsten seiner Befreiung. Kein Wunder also, dass genau in dem Moment, in dem der Führer des Klingensturms (das ist eine Bezeichnung der Eldar von Biel Tan für ihre Armee) den Speer erreicht, der Dämon befreit wird, sodass man am Ende des Spiels gezwungen ist diesen zu besiegen. Im Grunde ist das auch schon alles, nur dass es in und zwischen den einzelnen Missionen die eine oder andere spannende Wendung gibt, sodass die Geschichte eine hervorragende Erzählung ist, wie man sie auch aus den anderen DoW-Titeln kennt

      Das wichtigste an der letzten Mission ist aber wohl ein kleiner Hinweis nach dem Abspann. Schaut man den bis zum Ende wird einem "mitgeteilt", dass man mit den erbrachten Blutopfern die Aufmerksamkeit anderer Mächte geweckt hat. Untermalt wird dieser kurze Hinweis mit dem Bild eines Gesichts, das eindeutig einem Necron zuzuordnen ist. Man darf daher davon ausgehen, dass in einem zukünftigen DLC eine Kampagnenerweiterung erscheinen wird, in der die Necrons eine wichtige Rolle spielen werden – ganz so wie sie es in den Büchern zu DoW I bereits getan haben.


      Anders als in den Vorgängern spielt man die Kampagne mit allen drei Fraktionen zugleich. Von den ersten 15 Missionen sind mit jedem Volk jeweils 5 Missionen zu absolvieren, die Mission 16 wird mit allen drei Völkern nacheinander absolviert, und die finale Mission spielt man ausschließlich mit den drei Anführern. Dass ich das nicht so gut finde, habe ich bereits vor einigen Tagen erklärt, im Nachhinein muss ich aber sagen, dass diese Herangehensweise vielleicht auch notwendig ist, weil sich die Geschichte sonst nicht so erzählen ließe, wie sie erzählt wird. Ein zweischneidiges Schwert also, dass nicht von allen gemocht wird, für mich aber zumindest stilistisch nachvollziehbar ist.

      Die Gefechte verlaufen in den Missionen zumeist nach dem Muster ab: Baue eine Basis, erstelle eine Armee, erkunde die Karte, mache alles platt, und huch, schon hat man gewonnen. Dumm ist nur, es gibt in den meisten Missionen Nebenziele zu erfüllen, die einem das Leben erheblich erleichtern, denn zumeist geht es dabei darum zusätzliche Einheiten zu bekommen, oder aber feindliche Angriffe auf die eigene Basis zu verhindern. Die Verteidigung der Selben ist in beinahe jeder Mission elementarer Bestandteil der Missionsziele, und kann stellenweise echt schwer sein, selbst wenn man wie ich nur auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad spielt.

      Neu ist, man hat für jede Fraktion 9 Helden, die in den Missionen Erfahrungspunkte sammeln (können). Jeder Held kann dabei 9 Stufen aufsteigen und schaltet dabei nützliche Dinge wie Schädel, Fähigkeiten und Doktrinen für die gesamte Armee, oder nutzlosen Kram wie eine Einheitenumrandung auf dem Schlachtfeld, eine Farbe für den Armeedesigner oder ein Profilbild für das eigene Profil frei. Leider kann man in den meisten Missionen nur einen der Helden frei wählen und muss zumeist mit vorgegebenen Einheiten spielen, im Multiplayer stehen einem aber alle freigeschalteten Helden zur Verfügung. Die Freischaltung erfolgt dabei mit Schädeln, die man für den Abschluss von Missionen, gelegentlich bei einem Level-Aufstieg eines Helden oder für absolvierte Mehrspielerpartien bekommt. Ebenfalls freischaltbar sind pro Armee ca. 30 Armee-Doktrinen, die einem das Spiel erheblich erleichtern können, sofern man denn ein paar Schädel dafür erübrigen kann.

      Im Grunde ist das auch schon alles, was es inhaltlich zu berichten gibt, denn mehr hat das Spiel leider nicht zu bieten. Es gibt die erwähnten 17 Missionen, sowie einen Mehrspieler-Modus, der wie ein Dota-Klon daher kommt (zerstöre einen Schild, dann zerstöre ein Geschütz, dann zerstöre einen Energiekern, dann hast Du gewonnen). Die meisten Leute, und das schließt mich mit ein, finden das viel zu wenig für ein Spiel, das den Namen "Dawn of War" trägt – und 60€ kostet. Sicher, die Kampagne ist nicht schlecht, und mit knapp 20 Stunden nicht ZU kurz, aber irgendwie fühlt man sich doch ein wenig betrogen, für so viel Geld so wenig zu bekommen. Verstärkt wird das Gefühl wenn man bedenkt, dass es klare qualitative Abstriche zu den Vorgängern gibt, wie zum Beispiel das Fehlen einer Synchronisation der Videos und Sprachausgabe. Zwar gibt es Deutsche Untertitel, das ist aber gerade im Gefecht deutlich zu wenig bzw. unzureichend, weil man oft gezwungen ist den Untertitel zu lesen, anstatt sich auf das Geschehen zu konzentrieren.

      Ein anderes Manko ist die technische Unreife des Spiels. Im Forum zum Spiel wurde von sehr vielen Spielern berichtet, dass nach einer Mission keine Erfahrungspunkte an die Helden vergeben wurden. Tatsächlich ging es mir da genauso, und zwar bei fast allen Missionen der Eldar. Das ist ein echtes Problem, da man in den späteren Missionen mit schwachen Helden antreten muss, sodass wichtige Fähigkeiten fehlen, um die Missionen absolvieren zu können. Ein anderes Problem ist, dass manchmal Schädel nicht vergeben werden, sodass man keine Helden oder Doktrinen freischalten kann, was im Grunde einen ähnlichen Effekt hat, wie das Fehlen der Erfahrungspunkte. Das dritte Problem sind gelegentliche Abstürze in einer Mission, oder gar das Ausbleiben von Triggern, was es manchen Spielern unmöglich macht mit einer Mission fortzufahren. Es gibt Leute, die die finale Mission mehr als 5-mal spielen mussten, weil es ihnen nicht möglich war die Gesundheit des Endgegners unter 1000 HP zu drücken. Leider hat Relic es nicht geschafft diese Probleme mit einem Hotfix zu lösen, sodass bei vielen Leuten der Unmut hoch ist.

      Mein größtes Problem war hingegen eine Kuriosität, die ich so noch nirgends gesehen habe. Immer dann, wenn eine der Einheiten spricht, kann man nämlich nicht speichern. Drückt man die ESC-Taste und wechselt ins Hauptmenü, ist die Speichern-Funktion gesperrt. In den letzten beiden Missionen ist häufiges Speichern aber unumgänglich, weil eine Fehleinschätzung der Situation oder ein kleiner Irrtum die Mission scheitern lässt. Und da gerade in den letzten beiden Missionen die Helden ständig am sabbeln sind, steht man vor einem echten Problem, wenn man nicht speichern kann, da man die entscheidenden Momente nicht mehr korrigieren kann, nur weil man sich mal verklickt hat. Ich hoffe hier zwar auf eine Änderung der Praxis, bin mir aber sicher, dass diese nicht erfolgen wird.

      Für die kommende Woche hat Relic angekündigt etwas für das Balancing zu tun. Tatsächlich ist selbst mir aufgefallen, dass die Space Marines ein ganz klein wenig zu stark sind, wenn man seine taktischen Trupps mit Plasmawerfern ausrüstet, was bezogen auf die dafür notwendigen Ressourcen gar nicht mal schwierig oder teuer ist. Um einen Helden zu besiegen benötigt man nur vier Trupps mit Plasmawerfer, und Schwupps schon ist man im Vorteil. In meinen Missionen mit den Space Marines habe ich den Vorteil immer ausgenutzt, was den ansonsten erheblichen Schwierigkeitsgrad massiv gesenkt hat. Es bleibt daher zu hoffen, dass es Relic gelingt das Spiel ausgeglichen zu gestalten (und das schließt auch die Beseitigung mancher unfairer Spielmomente in der Kampagne mit ein), bzw. dort wo es ausgeglichen ist dies zu erhalten, sodass der Spielspaß nicht verloren geht bzw. besser wird.

      Abschließend fasse ich noch kurz meine Pro- und Kontra-Punkte zusammen:

      Pro: Eine super Geschichte, mit insgesamt 17 fordernden Missionen, sowie einem spannenden Ausblick auf die kommende(n) Erweiterung(en). Dazu eine gelungene Vielfalt an Helden, die sich verschiedenartig spielen lassen, sodass für jeden Spieler etwas dabei sein dürfte.

      Kontra: Ein zu hoher Preis für den Umfang des Spiels (insbesondere im Multiplayer-Bereich), zu viele ärgerliche Fehler (vor allem technischer Art), der von mir bereits früher angesprochene Comic-Stil (der aber irgendwann egal wird, je weiter man in der Story fortschreitet), und zum Schluss der unverzeihliche Online-Zwang.

      Müsste ich dem Spiel eine Schulnote geben, wäre das eine 3+, oder auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (sehr gut) müsste ich mich auf eine 6,5 bis 7 festlegen. Es ist also nicht wirklich schlecht, aber herausragend gut ist es auch nicht. Es ist solide, mehr aber auch nicht. Wer sich das Spiel kaufen will muss daher ein echter Fan der Reihe sein (für die ist es auf jeden Fall etwas), oder er muss auf einen Preisnachlass von 25-33% warten, was ich angesichts der noch vorhandenen Mängel für angemessen halte.

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    • Hallo.

      Habe mal zu Dawn of War 3 ein paar Fragen:

      • Wollte mal hier nachfragen, wie bei euch das Spiel Dawn of War 3 läuft?
        [Eure Einstellungen, FPS-Werte und System-Komponenten)
      • Wie spielt sich der Multiplayer Modus, kann man diesen empfehlen, gibt es genug Spieler?
      • Lohnt sich der Kauf momenan oder sollte man doch lieber abwarten bis es günstiger ist?

    • Zu den letzten beiden Punkten habe ich in der Tat schon genug gesagt, daher verzichte ich auf weiterführende Erläuterungen. Zum technischen Zustand kann ich nur sagen, dass viele Leute auch mit relativ modernen Rechnern nicht ganz flüssig spielen können. Das liegt vermutlich am hohen Leistungsbedarf des Spiels, sodass man durchaus abstriche machen muss. Wer aber nicht unbedingt auf maximalen Detailstufen spielen muss (was von vielen die das tun allerdings auch mit vielen bösen Kommentaren versehen wurde) sollte eigentlich zurechtkommen.

      Bei dieser Gelegenheit mal ein kleines Update. Das Spiel ist nach wie vor in einem unausgeglichenen Zustand. Zwar wurde für diese Woche ein Balance-Patch angekündigt, inzwischen wurde der aber auf nächste Woche verschoben. In einem zweiten Patch, den es vor zwei Wochen gab, hatte man u.a. versucht einige Probleme zu beheben, hat dabei aber offenbar genau das Gegenteil erreicht. Es berichten immer mehr Spieler von Bugs, die es unmöglich machen Missionsziele zu erfüllen, weil Trigger nicht ausgelöst werden oder Zwischensequenzen nicht enden (ein endlosen Bombardement ist hier das wohl beste Beispiel). Man muss daher sagen, dass der Zustand des Spiels noch immer keinen Kauf rechtfertigt, sofern man das Spiel nicht wirklich unbedingt haben will.

      Ich finde das zunehmend entnervend, weil sich nach einem Monat schlichtweg nichts getan hat, das die Situation verbessert. Das zeigt sich dann auch in den noch immer magen 55% Zustimmung zum Spiel, wie auch in den weniger als 3.000 Spielern, die das Spiel laut Statistik im Schnitt spielen. Ich habe zwar inzwischen über 50 Stunden mit dem Spiel verbracht, aber auch mir ist der Spaß inzwischen ein wenig verloren gegangen. Daher werde ich auch erstmal die Finger davon lassen, bis die nächsten Updates da sind, anderenfalls würde ich mich vermutlich nur aufregen, so wie es die große Mehrheit inzwischen tut.
    • Es gibt Neuigkeiten. Da man bei Relic offenbar mitbekommen hat, dass derzeit niemand das Spiel mehr spielt, hat man sich die Mühe gemacht und das Feedback im DoW III Forum, dem Forum auf Steam und die Nutzereviews zu lesen. Basierend auf den so gewonnenen Erkenntnissen hat man entschieden, dem Multiplayer einen Annihilation-Modus hinzuzufügen, da die meisten Leute mit dem Dota-Zeugs nichts anzufangen wissen. Neben diesem Spielmodus sollen neue Doktrinen eingeführt werden, die dem Spiel mehr Defensiv-Optionen hinzufügen werden, sodass Spieler mit einer Definsiveren Spielweise mehr Chancen haben ihren Gegnern standzuhalten. Des Weiteren wird es neben den üblichen Balance-Updates eine neue Mehrspielerkarte geben, sowie ein Skinpack für die drei Superschweren Einheiten der drei bislang verfügbaren Völker.

      Mein letzter Satz spricht allerdings ein weiterhin bestehendes Manko an, nämlich das Fehlen weiterer Rassen. Davon ist in der heute veröffentlichten Mitteilung nicht die Rede, was ich persönlich sehr schade finde. Allerdings denke ich, sollte man im Moment auch nicht zu viel erwarten, denn die angekündigten Änderungen sind sehr viel wichtiger, um den virtuellen Tod des Spiels abzuwenden. Mit einer Spielerbasis von rund 800 Spielern in der Spitze, und das auf einen Samstag!, steht dieser nämlich offenbar bevor. Das dürfte dann auch der Grund sein, wieso man sich derart geäußert hat, wie es eben heute der Fall ist.

      Die Mitteilung im Ganzen kann man hier nachlesen, veröffentlicht werden soll der neue Spielmodus dann am kommenden Dienstag (20. Juni). Hoffen wir also das Beste, denn ich will noch das eine oder andere Fraktionen DLC im Spiel haben, und nicht zu vergessen die Erweiterung mit den Necrons. :klopp: