Chinas Frühling? Eine rote Sonne geht auf?

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    • Chinas Frühling? Eine rote Sonne geht auf?

      Nach den Unruhen in Arabien und dem Sieg des Volkes über die antiken Diktatoren und möchtegern Präsidenten, scheinen nun auch die Chinesen die sanfte Frühlingsluft gewittert zu haben. Werden auch sie in Raserei verfallen und das eiskalte Regime stürzen, um die rote Sonne endlich über die Ebenen Asiens aufsteigen zu lassen?

      Die Mächtigen der roten Partei scheinen dies gar zu befürchten.

      Und auch die Anhänger des phösen Dalai Lamas wollen ihr Unterdrücker scheinbar nicht mehr so ganz akzeptieren, wei China das gerne hätte.

      Etc...

      Was wird aus der bevölkerungsstärksten Volksrepublik werden? Wird China seine tyrannische Vergangenheit hinter sich lassen? Wird es einen Bürgerkrieg geben und vor allem, was wird dies für Auswirkungen auf weitere Revolutionen bzw. auf die Wirtschaftskraft Chinas haben?
      Facebook, das größte Übel für die Menschheit.
      Warum?
      Ich bin drin.
      ... und ich hasse es.

      von Gottkeks aus dem TWF, 22.2.2011
    • Wenn du diese Fragen beantworten kannst, kannst du nen Vermpögen an der Börse machen ;-).

      Aber ich sehe das so. Das Schicksal Chinas ist vollkommen offen, aber das die Chinesen sich, einige Randgruppen mal außen vor, sich in näherer Zukunft zu einem großen Aufstand zusammenzurotten halte ich als ferner Beobachter für fast ausgeschlossen. Dafür sind die viel zu sehr damit beschäftigt gerade alle reich zu werden, oder es zumindest zu versuchen.

      Aber langfristig wird bei anwachsender Mittelschicht auch die politische Freiheit zunehmen, Allerdings nur wenn man bis dahin nicht weitere wirksame Manipulationstechniken entdeckt hat und einsetzt.


      GErade weil China mittel bis langfristig vor enormen Herausforderungen steht.
      Die Kluft zwischen Reich und Arm wird immer grpößer und hat mittlerweile Dimensionen angenommen die soziale Unruhen als hpöchstwarhscheinlich erscheinen lassen, wenn man nur diesen Wert betrachtet.
      Die starke Überalterung der GEsellscahft ist ebenso ein riesiges Problem wie die Umweltverschmutzung und potentielle ethnische Konflikte in der Peripherie.
      Eine weitere große GEfahr kpönnte für China ein kollabierendes Nordkorea darstellen.
      Deutschland – mein Herz in Flammen
      Will dich lieben und verdammen
    • Ducatus schrieb:

      Was wird aus der bevölkerungsstärksten Volksrepublik werden? Wird China seine tyrannische Vergangenheit hinter sich lassen? Wird es einen Bürgerkrieg geben und vor allem, was wird dies für Auswirkungen auf weitere Revolutionen bzw. auf die Wirtschaftskraft Chinas haben?
      Nunja, das Problem ist: China war schon immer eine Tyrannei.
      Schon bei Qin Shihuangdi, im dritten Jh. v. Chr. findet man den Legalismus als Staatsphilosophie.
      So etwas prägt, und im Vergleich zur Kaiserzeit muss gesagt werden, dass Rotchina nach Mao doch vielleicht eine kleine Verbesserung gegenüber der Vergangenheit ist.
      Da hilft nichts, sich drüber aufzuregen oder gar Chang Kai-Tchek oder wie auch immer das geschrieben wird zu idealisieren, auch er wäre wohl kaum besser gewesen als Mao es schließlich wurde, zumal auch Taiwan und Südkorea lange Zeit eine Diktatur waren.
      Im letztgenannten Beispiel gab es glaub in den 80ern oder 90ern einen Volksaufstand, der mit vermutlich ebenso vielen Opfern zu Buche schlägt wie das Massaker nicht auf, sondern um den Platz des "himmlischen Friedens".

      Fakt bleibt letztendlich natürlich, dass China nach dem zweiten Weltkrieg die schlimmsten Diktaturen aufgestellt hat und selbst eine unterhält.
      Pol Pot, der später auch von den USA unterstützt wurde, ist ebenso Chinas Freund gewesen wie auch Nordkorea.
      Rotchina ist und bleibt letztendlich jedoch auch fest im Obrigkeitsdenken der Chinesen verwurzelt, und wird uns so schnell nicht verlassen, auch ist es keine Diktatur mehr, sondern eine Oligarchie.
      Ein Unterschied, auf den ich Wert lege.
    • Mein Gott ihr hohlt ja wirklich die dicken Geschütze raus hm? Ein Thema komplexer als das nächste.

      Naja.

      Für eine Revolution muss eine kritische Masse an Bevölkerung dafür sein, das muss nicht viel sein, die Meisten Quellen nennen da 3-5%, der Rest wird so aufmerksam und schließt sich oft an. 3-5% der Bevölkerung sind in China eine Menge. Bei Lokalaufständen sieht es anders aus, laut meinem Leomonde hat China große Minderheiten an: Hui, das sind gut eingebundene Chinesische Muslime, Tibeter, einen Anteil Vietnamesen (in Guanxi) und Uriguren. China verfolgt hier die Position bis auf die Hui alle Gebiete mit Han Chinesen zu besiedeln, sollte es also einen Aufstand der entsprechenden Bevölkerungsgruppe geben steht die Bevölkerungsgruppe auf die sich China stützt dagegen - weil sie etwas zu verlieren hat.
      Veränderungen können also von Minderheiten untersützt aber nicht ausgelöst werden, es geht rein um die Han Chinesen. In deren traditionellen Bevölkerungsgebieten befindet sich auch die Industrie. Es kommt nicht von Uungefähr das die Ch. Zentralregierung die Rohstoffe aus den Urigurengebieten dort zwar ausbeutet aber sie durch ganz China transportiert und dort verarbeitet, zu Spielzeug, Autos, Benzin und Waffen.
      Die Han erleben aber tortz der Schere Arm/Reich eine Wohlstandszunahme die sie NOCH ruhig hällt. Das gro der Ökonomen schätzt das China ein jährliches Wachstum von mindestens 6, eher 9% benötigt um den Wohlstand für alle steigen zu lassen und somit für Ruhe unter den Han zu sorgen. Das Problem von starken Wachstum ist aber auch starke Inflation. Deswegen ist der Rimimbi zum Beispiel nicht frei tauschbar, in und exportierte Inflation und der Aufwertungsdruck würde die Chinesische Volkswirtschaft regelrecht verdampfen, das würde zu Aufständen führen.

      Geisterstädte resultieren aus dem Wertgewinn dieser, so suspekt das auch ist. Selbst wenn die Gebäude leer stehen, solange viele Personen als Geldanlage diese Gebäude und Wohnungen erwerben wollen steigen sie im Wert auch wenn niemand drin wohnt. Es ist also ein selbstverstärkender Kreislauf solange bis mehr Verkaufen als Kaufen wollen. Richtig, eine Imobilienmarktblase vom feinsten.

      Grüsse

      TauPandur

      P.S.: Toll, mein erster Post hier in der Politik in dem ich mal nicht aufs Militär eingehen musste. :D
      DIESER BEITRAG WURDE MASCHINELL ERSTELLT UND IST OHNE UNTERSCHRIFT GÜLTIG
    • Hab ich glaub schon was im Geo-Heft was von gelesen.
      Klar, das ist krank, gigantisch und ziemlich merkwürdig, allerdings meiner Meinung nach auch halb so wild.
      Wie in Bonnys System-gefährdend Video erklärt wird, ist es nicht die breite Masse die sich solche Appartments leisten kann (sonst wären die ja bewohnt :D ), sondern eine vergleichsweise kleine Gruppe, die da investiert.
      Wenn ihre Ersparnisse draufgehen, ist es erstmal nicht allzu schlimm.
      Jedenfalls keineswegs System-gefährdend.

      @Taupandur: Noch ein Novum, ich widerspreche dir :D

      Ich halte allgemeine Prozentzahlen, wie du sie nennst, für unsinnig.
      Es spielen da ein Haufen weiterer Faktoren mit rein.
      Logischerweise gibt's dann auch einige Gegenbeispiele, die deine Zahlen widerlegen, ein Beispiel sei die russische Oktober"revolution" von 1917.
      Gerade mal 25% der Russen unterstützte diesen Putsch, ein wirkungsvoller Widerstand gelang nicht, obwohl die Zahl der Antipathisanten doch die von dir genannte Zahl bei weitem überstieg, Bauern, die sich gegen den sog. Arbeiter- und Bauernstaat auflehnten, wurden niedergemetzelt.
      Komm mir aber bitte bei diesem Beispiel nicht mit den Weißen.
      Der Kampf zwischen den Weißen und Roten war erstmal ein Kampf zwischen Militärs, eine wirkliche Volksarmee hatte keine der Seiten; worauf ich mich mit diesem schlechten Beispiel beziehe, ist jetzt mal das Volk :D
    • Wie in Bonnys System-gefährdend Video erklärt wird, ist es nicht die breite Masse die sich solche Appartments leisten kann (sonst wären die ja bewohnt :D ), sondern eine vergleichsweise kleine Gruppe, die da investiert.
      Wenn ihre Ersparnisse draufgehen, ist es erstmal nicht allzu schlimm.
      Jedenfalls keineswegs System-gefährdend.
      Sagt ja auch keiner, eine Imobilienblase ist es aber alle mal und je nachdem wie gross diese ausfällt kann sie den (schmalen) gehobenen Mittelstand in China wieder den Bach runterspülen.


      Ich halte allgemeine Prozentzahlen, wie du sie nennst, für unsinnig.
      In 50% der Fälle würde ich dir zustimmen. ;)

      Es spielen da ein Haufen weiterer Faktoren mit rein.
      Natürlich, ich schreibe hier aber nur Beiträge und keine Bücher zur politischen Bildung. ;)

      Logischerweise gibt's dann auch einige Gegenbeispiele, die deine Zahlen widerlegen, ein Beispiel sei die russische Oktober"revolution" von 1917.
      Gerade mal 25% der Russen unterstützte diesen Putsch, ein wirkungsvoller Widerstand gelang nicht, obwohl die Zahl der Antipathisanten doch die von dir genannte Zahl bei weitem überstieg, Bauern, die sich gegen den sog. Arbeiter- und Bauernstaat auflehnten, wurden niedergemetzelt.
      Komm mir aber bitte bei diesem Beispiel nicht mit den Weißen.
      Der Kampf zwischen den Weißen und Roten war erstmal ein Kampf zwischen Militärs, eine wirkliche Volksarmee hatte keine der Seiten; worauf ich mich mit diesem schlechten Beispiel beziehe, ist jetzt mal das Volk :D
      Du kommst mir mit den Roten, ich soll aber nicht mit den Weißen argumentieren, danach sagst du das der Kampf primär vom Militär ausgetragen wurde und somit kein "richtiger" Volksaufstand war und das Beispiel damit obsolet ist. Du schießt dir selbst ins Knie.

      Volksaufstände sind eigentlich nur erfolgreich wenn das Militär zum überwiegenden Teil auf der Seite des Volkes steht oder sich min. neutral verhält.

      Aber wir sind wohl zu extrem, gilt weiter nach dem zarten Chinesischen Antikurroptions und Demokratisierungsplänzchen zu schauen und wenn es geht zu gießen.

      Grüsse

      TauPandur
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    • Heute finden die ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen statt. Diese sollen zukünftig regelmäßig zwischen Deutschland und China abgehalten werden. Wen Jiabao kommt immerhin mit bis zu 13 Ministern nach Deutschland. Ich finde es schon außergewöhnlich, dass es solche regelmäßigen Konsultationen gibt. Das zeigt, wie wichtig Deutschlands wirtschaftlicher Status in der Welt ist. Für gewöhnlich macht China so etwas nicht. Ich denke das ist eine gute Sache um das gegenseitige Verständnis zu erhöhen. Ich frage mich inzwischen auch, ob deswegen wohl die zwei Menschenrechtler freigelassen wurden, um nun für gutes Wetter im Vorfeld zu sorgen. Andererseits könnten sie auch mit genau diesem Ansinnen bereits verhaftet worden sein... das wäre dann natürlich ein beinharter Poker.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • John schrieb:

      Heute finden die ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen statt. Diese sollen zukünftig regelmäßig zwischen Deutschland und China abgehalten werden. Wen Jiabao kommt immerhin mit bis zu 13 Ministern nach Deutschland. Ich finde es schon außergewöhnlich, dass es solche regelmäßigen Konsultationen gibt. Das zeigt, wie wichtig Deutschlands wirtschaftlicher Status in der Welt ist.
      Ich denke, das ist nur ein Weg sich mehr Einfluß zu sichern, und da kommt man um Deutschland nun mal nicht drum herum. Nicht umsonst kauft China parallel dazu Staatsanleihen aus Portugal, Spanien oder auch Ungarn. Das hilft den angeknacksten Volkswirtschaften im Moment und erhöht den Einfluß Chinas.
      Bin mal gespannt, wann sie die Bombe platzen lassen und von den USA ihre Schulden zurückbezahlt bekommen möchten.
      Ich wäre da sehr vorsichtig, weiß doch China nur zu gut, daß bei uns politisch nix dafür getan wird, den Binnenkonsum zu fördern; es wird nur exzessiv auf Export gesetzt, das kann nicht ewig so weiter gehen. Wie die Geier rennen unsere Konzerne nach China, lassen sich sogar mächtig in die Karten gucken, den Staat Einfluß nehmen, Patente gewähren, machen sich abhängig etc. nur um Produktionsstätten errichten zu können. Scheuklappen auf und los geht´s.
      Bei China bin ich da sehr skeptisch geworden in den letzten Jahren; da steckt mehr als nur politisches Kalkül dahinter.


    • Skeptisch bin ich auch. Ich glaube aber, dass es China vor allem um die Märkte geht. Stell dir mal vor die wollen die Schulden zurück und die USA erklären sich zahlungsunfähig. Dann stehen die Chinesen genauso blöde da wie alle anderen auch. Das bringt ihnen nämlich nichts.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Naja, China, Deutschland, Japan machen 2/3 der Weltweiten (!!!) Exportüberschüsse aus, der Rest entfällt auf die Erdölexportnationen. Deutschland ist wirtschaftlich eine Supermacht, ebenso sind die Bereiche in dennen in Deutschland produziert wird zum Teil sehr speziel. Das wird von anderen Ländern gern "vergessen". Ebenso ist Deutschland noch vor Frankreich das führende Land in Europa, das wenn sich die EU weiter konsolidieren sollte den Führungsanspruch hat.
      Also sehr klug von China sich mit Deutschland zusammen zu setzen.

      Mogges:
      Nicht umsonst kauft China parallel dazu Staatsanleihen aus Portugal, Spanien oder auch Ungarn. Das hilft den angeknacksten Volkswirtschaften im Moment und erhöht den Einfluß Chinas.
      China hat aber selbst definiert nur so viele zu kaufen wie es nötig ist um einen strategischen Einfluss auf das Land nehmen zu können. Die Margen sind also nicht besonders gross.

      Bin mal gespannt, wann sie die Bombe platzen lassen und von den USA ihre Schulden zurückbezahlt bekommen möchten.
      Das hätten die Amerikaner im gewissen Maße gern da es den Dollar im Verhältnis zum Euro und Rimimbi extrem abwerten würde was zum "Kaltstart" der Amerikanischen Wirtschaft genutzt werden könnte. China hat den Dollar gekauft um diese Abwertung eben NICHT zuzulassen. Wenn sie sagen wir mal, die lächerliche Summe von 10 Mrd. auf den Markt werfen würden hätte das Signalwirkung, der Dollar wäre in einer Abwertungsspirale und dadurch würden auch die restlichen Billionen die die Chinesen gebunkert haben wertlos. Sie versuchen schon seit geraumer Zeit sich in den USA einzukaufen, das wird aber von der Regierung mit dem Hinweis auf die "Nationale Sicherheit" verhindert.

      Ich wäre da sehr vorsichtig, weiß doch China nur zu gut, daß bei uns politisch nix dafür getan wird, den Binnenkonsum zu fördern; es wird nur exzessiv auf Export gesetzt, das kann nicht ewig so weiter gehen.
      Ist in Cina im Moment noch nicht viel anders. Die Steigerung der Mindestlöhne (ja die haben in einigen Regionen sowas!) war aber schonmal ein positives Signal. China hat es aber noch nicht geschaft dafür zu sorgen das sich Arbeiter EIGENTUM schaffen können. Wenn also die Löhne um 10 Euro steigen steigen die Mieten auch um 10 Euro, der Arbeiter hat nichts davon. Hier beginnt China aber langsam zu investieren.

      Wie die Geier rennen unsere Konzerne nach China, lassen sich sogar mächtig in die Karten gucken, den Staat Einfluß nehmen, Patente gewähren, machen sich abhängig etc. nur um Produktionsstätten errichten zu können.
      Und viele kommen wieder zurück weil in der Genauigkeit die gefordert wird in China einfach nicht produziert werden kann. Ausserdem machen im Hochtechnologiebereich die Personalkosten nicht das Gro aus. Aber wenn ein Bolzen nicht auf 0,1 mm genau ist und deswegen ne Achse bricht wirds schnell teuer. Habe neulich einen schönen Vortrag von einem Mittelständler gehört (2500+ Mitarbeiter) der deswegen wieder in Deutschland investiert und die Bemühungen in China eingestellt hat.

      Noch eins zu Wirtschaft: Deutschland hat einen sehr Krisenfesten Exportmarkt weil wir hochwertige Güter herstellen die auch in der Krise gekauft werden, bzw Spezialwerkzeuge etc. die so nur bei uns hergestellt werden, das KnowHow und die Finanzmittel (nicht zu vergessen die Zeit) um da etwas vergleichbares aufzubauen hat kein Land, auch nicht China. Metamaschinen sind so ein Punkt, also Maschinen die Maschinen herstellen, sowas wird in großer Menge und guter Qualität nur in Deutschland hergestellt. Schätzungen von Hansjörg Herr, einem guten Kenner der Chinesischen Wirtschaft gehen hier von 20 Jahren zum aufhohlen aus bis sie auf dem Stand sind den wir Heute haben und das auch nur bei strategischem Interesse.

      Grüsse

      TauPandur
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    • Und viele kommen wieder zurück weil in der Genauigkeit die gefordert wird in China einfach nicht produziert werden kann.
      Es ist nicht die Genauigkeit oder Präzision, sondern die Verwendung völlig anderer Normen.
      Und genau da liegt das Problem: will ein europäisches Unternehmen in China Geschäfte machen, muß es sich auf Gedeih und Verderb den Regeln anpassen, hat man schön bei Google sehen können. So macht man sich Geschäftspartner abhängig und kontrolliert sie. Ist kein normaler Vorgang in einer Marktwirtschaft, in China ein Muß.
      Es ist überhaupt das erste mal, daß wir derartige Geschäftsvolumina mit einem nicht-demokratischen Land tätigen. Anstelle mehr in Indien zu investieren, biedert man sich China an, und ich traue mich wetten, daß das auf Dauer nicht gut gehen wird. Ein staatlich kontrollierter Turbokapitalismus, der sich anschickt die USA wirtschaftlich vom Thron zu stoßen und dies momentan nur +/- dadurch erreicht indem es seine Währung gezielt niedrig hält, kann nicht zum Geschäftspartner der Zukunft der BRD ( sorry John ) werden, und genau das sollte uns ja beim Treffen verkauft werden.
      Wäre nebenbei erwähnt das erste mal in der Geschichte der Menschheit, daß Planwirtschaft über einen längeren Zeitraum funktionieren würde.
      Die Gesetze der Martwirtschaft richtet man sich einfach so ein, wie es politisch opportun ist. Und das Furchtbarste an der Sache ist die, daß unsere Unternehmen so tun, als stünden sie kurz vor dem Bankrott, wenn man den Markt China nicht hätte, scheiß auf Menschenrechte, hier geht´s um´s Business. Gut, jetzt nicht unbedingt etwas Neues, wurde schon immer so gehandhabt, aber es gibt eine ganze Menge anderer Staaten, die mächtig auf dem Sprung sind und deutlich verläßlichere Partner sein könnten als China: Vietnam, Indonesien, Südkorea, Brasilien, Indien, ja selbst Rußland.
      Ich sehe die Sache sehr skeptisch, gar nicht mal so aus der Sicht der Politik, das ist normales Gehabe, sondern eher aus derjenigen der Unternehmen. Dieses "Goldrauschfeeling", welches jedem zweiten Konzernchef das Hirn vernebelt, wird auch bald wieder abebben ( hoffe ich zumindest ) und dann werden wir sehen, was die Sache auf dem eigentlichen Weltmarkt wirklich wert ist. Im Moment wird hier künstlich eine Wirtschaftsblase geschaffen, die ganz schnell wieder crashen kann und dann sind diejenigen Unternehmen im Vorteil, die mehrgleisig investiert haben und sich sicherere Partner als zweites Standbein gesucht haben.

      China hat den Dollar gekauft um diese Abwertung eben NICHT zuzulassen. Wenn sie sagen wir mal, die lächerliche Summe von 10 Mrd. auf den Markt werfen würden hätte das Signalwirkung, der Dollar wäre in einer Abwertungsspirale
      Ist mir schon klar, nur handelt es sich auch hierbei um ein Spekulationsgeschäft, bei dem man auch den Euro nicht aus den Augen lassen sollte, das wissen auch die chinesischen Finanzgenies. Es macht keinen Sinn, mehr und mehr Dollar zu horten, wenn man sie nicht irgendwann zu Geld oder Einfluß machen kann. Insofern werden die Dollar entweder eines Tages nach und nach verkauft oder man benutzt sie, um massiv in das amerikanische Finanzsystem einzugreifen.
      Wenn die FED immer wieder Dollar nachdrucken läßt, wird der Wechselkurs im Vergleich zum Euro noch mehr fallen, das ganze endet in einer Spirale, von der auch China nichts mehr hat.
      Mal gucken, was passiert, wenn die USA das Limit der Verschuldung erreicht haben und die Neuverschuldung weiterhin von den Republikanern blockiert wird, das Zünglein an der Waage hierbei wird wohl China sein.


    • Mogges schrieb:

      der Zukunft der BRD ( sorry John )

      Danke, immerhin denkst du daran! :thumbsup:

      Ich beobachte China auch mit großem Interesse und einigem Unbehagen. Ich halte es auch nicht für ausgeschlossen, dass das System irgendwann fallen könnte. Was dann kommt weiß kein Mensch. Deswegen überlege ich schon, ob man nicht zufrieden sein soll, dass die KPCh die Lage unter Kontrolle hält. Ich weiß erhlich gesagt auch nicht, wie und ob eine Demokratie bei einem 1 Milliardenvolk wirklich gut funktionieren kann.

      China ist sicherlich undemokratisch und in vielerlei Hinsicht sehr rückständig, andererseits hoffe ich darauf, dass der enorme wirtschaftliche Aufschwung und die wirtschaftlichen Verflechtungen mit der gesamten Welt dazu führen, dass die Chinesen eher friedlich gesinnt bleiben und kein Interesse daran haben, ihre Handelspartner in den Ruin zu treiben. Chinesische Politik war immer schon eher auf China konzentriert und fast nie expansiv.

      Andererseits könnte China natürlich auch autark werden und dann ginge es nur noch um Rohstoffmärkte. In Afrika geht China hier schon sehr geschickt vor. Ich denke aber, dass China kein Interesse daran haben kann zu mächtig zu werden. Denn dann würden sich der Westen und Russland ziemlich schnell zusammentun um dem entgegen zu wirken. Naja, auf jedenfall wird dies ein spannendes Jahrhundert.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • John schrieb:

      Ich weiß erhlich gesagt auch nicht, wie und ob eine Demokratie bei einem 1 Milliardenvolk wirklich gut funktionieren kann.

      Ähm, Indien vielleicht?
      Die haben es dazu nicht gerade leicht und besitzen ein haufen innenpolitischer Probleme, trotzdem scheinen sie es einigermaßen hinzubekommen.

      @ Mogges
      In Brasilien, Indien etc. steigen die Löhne und Betriebskosten allerdings schneller als China, da ist dann die Gewinnmximierung nicht so gut.

      John schrieb:

      Naja, auf jedenfall wird dies ein spannendes Jahrhundert.

      So, wie das letzte? :pfeif:
    • Twilight schrieb:

      Ähm, Indien vielleicht?

      Ja, ich weiß dass Indien formal eine Demokratie ist. Aber funktioniert das auch wirklich? Bei dem Armuts- und Bildungsgefälle kann ich mir das irgendwie kaum vorstellen.

      Twilight schrieb:

      So, wie das letzte? :pfeif:

      Ich hoffe nicht, aber... :unsure:
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Auch Indonesien hat 700 Mio Einwohner, gehört zu einem bösen Muslimstaat und schafft es dennoch eine einigermaßen korrekte Demokratie auf die Beine zu bringen.

      @Twilight: ja eben, das nennt sich dann Marktwirtschaft, ist das normale Regulatorium. Und genau da klinkt sich China aus. Die großen Zampanos aus der KP haben das aber scheinbar auch schon kapiert, denn man versucht nun parallel zum Wahnsinnsexport den Innenkonsum zu pushen, ansonsten wäre das wirtschaftlicher Selbstmord.


    • Das frage ich mich auch immer wenn ich deutsche Städte im Bauhausstil, oder SUV`s anschaue.

      Ansonsten ganz klar. Kommunikation mit Außerirdischen. Was sonst.

      Hier noch ein Bild einer andern streng geheimen Forschungsanlage deren Sinn sich mir oft nicht erschließt,
      Gerade die Architektur ist hier auch sehr verdächtig.

      Deutschland – mein Herz in Flammen
      Will dich lieben und verdammen
    • John schrieb:

      Also das sieht wirklich eigenartig aus. Warum sollte jemand so etwas bauen? Und dann auch noch in dieser Größenordnung?


      Was irritierend ist, ist die Farbgebung und bei einem Foto kann man in der Vergrößerung ganz links am Rand sehen, das hier Farbgebende Elemente verwendet wurden, die beim markieren/hervorheben verwendet werden.

      Bei den Strukturen ansich, wundert mich das die Aufnahmen am 17 Mai gemacht wurden und heute für eine Welle sorgen. Ich halte das für eine Ente, da stimmt was nicht mit den Bildern.

      Es ist aber mal festzuhalten, das China seinen industriellen Fortschritt und sein Wachstum hemmungslos auf Kosten der Natur betreibt. Die Wüsten in China haben sich seit der Jahrtausendwende massiv vergrößert. Der Gelbe Fluß liegt im Frühjahr stellenweise trocken. Chemisch verunreinigte Abwässer werden ungeklärt in die Flüsse gepumpt und haben jetzt schon zu erhöhten chronischen Magen-Darm Krankheiten geführt und einer erhöhten Krebsrate z.B der Speiseröhre.

      Die Trinkwasserversorgung ist für weite Teile der Bevölkerung zunehmend gefährdet. Die Luft in den Städten verpestet und der Boden hochbelastet.

      Der Aralsee war der Ökogau des 20 Jhd. Und wie es ausschaut, wird China der Ort sein, an dem der Ökogau des 21 Jhd geschieht. Fragt sich, wie lang die Chinesische Führung dieses repressive System aus Parteidiktatur und Kapitalismus noch aufrecht erhalten kann. Ich schätze mal beliebig lang. Das System ist perfekt.

      Mein Mitgefühl für die Chinesen, welche nicht zu der prozentual geringen Anzahl von Gewinnern der Marktöffnung zählen.

      ABer da fällt schon der Sack Reis um und wir haben uns ja um Griechenland....ah abgehakt... äh Italien zu kümmern.
      Ehemals Minamoto no Yoritomo und das war mir beim einloggen hier zu lang und passt ja auch nicht ins Rome II setting.
      "A patient man stands by the river and watches the bodies of his enemies floating down the stream." Sun Tzu; The Art Of War
    • Mist! Wieder keine Landebahnen für Alf und seine Kumpels und auch keine streng geheimen Atomwaffentestgelände, sondern etwas ganz profanes.

      Die Lösung dese Rätsels ist allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit ganz profan: Wie Jonathon Hill von der Arizona State University der Internetseite Life's Little Mysteries erklärte, handele es sich vermutlich um Kalibrierungshilfen für chinesische Spionagesatelliten.
      http://www.sueddeutsche.de/wissen/raetselhafte-satellitenbilder-orientierungshilfe-fuer-fliegende-spione-1.1191685