Die Linke

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    • Ist Die Linke regierungsfähig? 58
      1.  
        Nein (29) 50%
      2.  
        Ja (16) 28%
      3.  
        Nur in den Städten und Kommunen (10) 17%
      4.  
        Nur in den Landesparlamenten (5) 9%
      5.  
        Nur im Osten (3) 5%
      6.  
        In der Zukunft wird sie regierungsfähig sein (3) 5%
      Klang ja irgendwie hier im Forum schon immer ein wenig an, ohne dass man jetzt in die Tiefe gegangen ist. Ist auch deshalb aktuell, weil in Hessen - und damit zum ersten mal in Westdeutschland - möglicherweise eine Regierungsbeteiligung mit den Linken ansteht.

      Meine Meinung: Man muss die Linke klar in zwei Teile trennen. Einmal in die Ost-Linke und dann noch in die West-Linke. Im Osten hat sich die Partei etabliert und gehört zu einem wesentlichen politischen Bestandteil. Sie ist seit einigen Jahren schon in der Regierungsverantwortung und hat jetzt keine bessere oder schlechtere Arbeit gemacht, als die anderen Parteien. Mit der SED hat diese Partei nichts mehr am Hut, dies ist fast 20 Jahre her. Der eine oder andere wird vielleicht noch zu denken wie damals, die breite Masse ist aber um einiges demokratischer. Sehr Rechte gibt es auch in der CDU, in der CSU und auch in der FDP, dennoch macht man mit ihnen Politik.

      Im Westen sieht es ein wenig anders aus. Dort sind viele Menschen in dieser Partei, die radikal sind (teilweise Kommunisten), von anderen Parteien enttäuscht oder frustrierte Menschen, die ein Auffangbecken gefunden haben. Mit der West-Linke kann man im Moment noch keine Politik machen.

      Allgemein: Ich finde es gut, dass es eine starke Partei gibt, die auch mal eine andere Politik will. Ob dies nun machbar ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass man aufgrund ihrer Thesen auch mal eine andere Sicht der Dinge bekommt und nicht nur den "Einheitsbrei" der anderen Parteiein, vorallem zur Wirtschaftspolitik.
      Schlecht finde ich, dass Die Linke schon vor Wahlen sagt, dass sie in die Opposition will. Mit so einer Haltung ist keinem geholfen. Viele Protestwähler springen auf sowas an. Durch eine starke Linke wird es schwerer, "typische" Koalitionen zu bilden, weil die Stimmverteilung dies in der Regel verhindert.


      (Wenn eine Antwortmöglichkeit noch fehlt, kurz Bescheid sagen, kann man noch ändern)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Alexios ()

    • Mir fehlt eine Option: zukünftig regierungsfähig :D

      Persönlich denke ich, dass der Linken die poltische Erfahrung noch fehlt, es ist gut, wenn sie im Osten schon zur Verantwortung gezogen wird, indem sie eben Regierungsarbeit leistet, um sich selbst ein Bild von der Macht skizzieren zu können. In ein paar Jahren sollte sie dann zu Werke gehen und kann beweisen, dass nicht nur opponieren kann sondern auch regieren. Es ist doch vollkommen vernünftig, wenn sie sagt, sie wolle in die Opposition, wie gesagt sie soll erstmal lernen und gleichzeitig muss sie ihr Image aufpolieren, daher kann es nur von Vorteil sein ein Herrn Lafontaine zu entsorgen. Die anderen Parteien lassen ja zumeist den Inhalt der Linken außer acht und beißen sich an der Person Lafontaine fest, das ist nicht gut. Auch ist es lustig zu sehen, wie das altbewährte 4 Parteien-System ins Wanken gerät und diese Parteien die aktuelle politische Lage vollkommen verkennen, bundesweit würde die Linke zurzeit 12,3 % erreichen, und die Linke als SED Altlast oder Protestpartei titulieren. Sie können eben einfach nicht umgehen, dass es Jm gibt, der nicht ihrer Meinung ist und ihnen die Wähler "klaut". Das muss sich in den anderen Parteien ändern und es will darüber diskutiert werden, wenn die SPD vehement eine Koalition mit der Linken ablehnt, so schließt sich auf Jahre aus der Regierungsebene aus. ;)
    • Würde sich die SPD ein wenig mehr an das halten, was was sie einmal war und auch in der Parteibezeichnung vorkommt, bräuchten wir die Linke wahrscheinlich gar nicht. Auf Landes - und Bundesebene halte ich sie nicht für regierungsfähig, auf Kreisebene scheint sie ja im Osten stellenweise einen ganz guten Job zu machen. Ob die Phrasendrescherei ohne vernüftige Lösungsansätze in den nächsten Jahren abnehmen wird, bleibt wohl bis auf weiteres das Geheimnis von Oskar. Wie ich ja schon mal geschrieben hatte, finde ich Stellungnahmen und Ansätze von Bisky und Gysi gar nicht mal so verkehrt, zumindest ein wenig realistischer und durchdachter als die von anderen Parteimitglieder, bis man der Linke jedoch mehr Verantwortung überläßt, muß noch einiges passieren.
      Vokale sind schwul!
    • Leider reicht das aber nicht, man muß die sozialen Leistungen auch finanzieren können. Bisher sind sie leider ein Konzept schuldig geblieben, und wenn ich mir vorstelle, wie auf Landes - oder Bundesebene Milliarden ausgegeben werden ohne eine sinnvole Gegenfinanzierung, wird mir Angst und Bange.
      Vokale sind schwul!
    • Mogges schrieb:

      Leider reicht das aber nicht, man muß die sozialen Leistungen auch finanzieren können. Bisher sind sie leider ein Konzept schuldig geblieben, und wenn ich mir vorstelle, wie auf Landes - oder Bundesebene Milliarden ausgegeben werden ohne eine sinnvole Gegenfinanzierung, wird mir Angst und Bange.
      Im Gegensatz zu den etablierten Parteien, schreiben die eine Finanzierung nicht in ihr Programm. Die Linke ist sich (als einzige Partei) der Tatsache bewusst, dass die Finanzierung von staatlichen Aufgaben einem stetigen Wandel unterliegt. Man kann nicht pauschal sagen, wir finanzieren das jetzt so und so. Die Partei hat in den Landesparlamenten zur ihren Vorschlägen IMMER konkrete Finanzierungspläne (realistische) vorgelegt. Dabei hat die Linke sehr oft die Vorschläge der Landesrechnungshöfe (bzw. des Bundesrechnungshofs) mit einbezogen.Die Linke ist sich des weiteren auch bewusst, dass man die Ziele nicht mit einem Schlag umsetzen kann, sondern Stück für Stück daran arbeiten muss.

      Ich gebe offen zu, ich habe bisher nur die Linke gewählt, weil ich überzeugter Konservativer bin und mit dem liberalen Mist der anderen Parteien nichts anfangen kann. Es ist schon erschreckend, dass eine Partei wie die Linke als einzige konservative Politik betreibt.

      Ansonsten würde ich gerne darum bitten Mehrfach-Nennungen zu ermöglichen, da sie nicht nur auf Komunalebene sondern auch auf Landesebene defenitiv regierungsfähig sind. Zumindest in einigen. Auf Bundesebene bin ich mir da etwas zu unsicher.
    • Mmh, klingt logisch, bin trotzdem nicht zufrieden. ;) Warum kann ich denn auf Landesebene eine Gegenfinanzierung vorlegen und auf Bundesebene nicht, was beinhaltet denn den steten Wandel dort? Man sollte doch meinen, man kann nur so viel Geld ausgeben, wie man auch einnimmt ( das sollten sich mal die anderen auch auf die Fahne schreiben, weiß ich ), aber von vornerein sagen, das ginge nicht und das Geld ohne Plan unter´s Volk werfen, ist ja auch keine Lösung. Diesen Fehler müßte dann eine Nachfolgeregierung wieder ausbügeln.

      Was ist denn an der Linken konservativ? In einem Punkt scheint sie es ja zu sein: sie plädiert für einen Mindestlohn von 8,- €, zahlt aber ihren Angestellten in Berlin nur 5,50 €, das finde ich mal konsequent.
      Vokale sind schwul!
    • Naja ich bezieh mich bei der Linken immer auf die Linke bei uns vor Ort, und die ist gut Konservativ. Aber im Grunde setzt sich die Partei ja sowieso generell für Sachen ein, für die Bismarck sich damals schon einsetzte. Auch die Art der geplanten Umsetzung hat sich ja vom Sozialismus entfernt und ist in den Konservatismus übergegangen. Eben nicht mehr radikal alles umwerfen, sondern Schritt für Schritt und Stück für Stück.

      Die Linke kann ja auf Bundesebene auch Konzepte usw. vorweisen. Nur ist es eben die Linke ... und auf Bundesebene fänd ich es einfach zu Einflussreich und da habe ich einfach die Angst, dass die Linke vom Konservativen wieder weggeht.

      das ginge nicht und das Geld ohne Plan unter´s Volk werfen, ist ja auch keine Lösung.
      Ich dachte wir sprechen jetzt von der Linken und nicht von den etablierten Parteien kurz vor der Wahl ...
    • Ich denke schon, dass eine Partei in ihrem Programm durchaus einen Hinweis darauf geben kann (und sollte), wie ihre Ideen zu finanzieren sind. Dass Finanzierung einem stetigen Wandel unterliegt, ist natürlich wahr, aber das heißt ja nicht, dass die Finanzierungspolitik des Staates völlig unplanbar ist.

      Auf die Linke auf Bundesebene kann ich auch verzichten. Diese Altkommunisten sind ja noch schlimmer als Schäuble, was unsere individuelle Freiheit anbetrifft. :rolleyes:
    • pacjan schrieb:

      Auf die Linke auf Bundesebene kann ich auch verzichten. Diese Altkommunisten sind ja noch schlimmer als Schäuble, was unsere individuelle Freiheit anbetrifft. :rolleyes:


      Da muss man aufpassen mit den Altkommunisten, die Frau die sowas wie die Stasi wieder haben wollte, war erstmal keine aus dem Osten und zweitens ist sie aus einer anderen Partei.
      Die DKP war nur in den Landeslisten der "Die Linke" vertreten und soll bei der nächsten Wahl nicht mehr dabei sein.


      Signaturen sind wie Frauen:
      Hat man keine will man eine, hat man eine will man ne andere

    • Ja, daran sieht man wohl, dass es bei der Linken noch ein bisschen am Personal hapert, gerade im Westen. Kein Wunder, dass die erstmal nur Opposition machen wollen.

      Ob einer von den Linken jetzt aus dem Osten kommt oder nicht, spielt für mich eigentlich keine Rolle. Die Linke ist mittlerweile ein gesamtdeutsches Phänomen, was ja für die Partei schon ein beachtlicher Erfolg ist.
    • Der Unbeliebte schrieb:


      Die Linke kann ja auf Bundesebene auch Konzepte usw. vorweisen. Nur ist es eben die Linke ... und auf Bundesebene fänd ich es einfach zu Einflussreich und da habe ich einfach die Angst, dass die Linke vom Konservativen wieder weggeht.

      Na dann haste ja bei Versagen der Linken auf Bundesebene nicht viel verloren. ;)

      Eben nicht mehr radikal alles umwerfen, sondern Schritt für Schritt und Stück für Stück.

      Ein Schritt für Schritt Umwurf sollte dennoch einen gewissen "Plan" beinhalten, wo man denn hin möchte, denn kann ich leider nicht entdecken. Das einzige, was mir immer wieder begegnet ist eine konsequente Anti-Haltung, auch auf Bundesebene, womit sich eben nicht regieren läßt und schon gar nicht koalieren, denn da muß man sich mit seinem Partner arrangieren.




      Das Ende des Kalten Kriegs wurde zum Beginn einer Welle neuer Kriege. Der Kampf um die globale Vorherrschaft, den Zugang zu wichtigen Ressourcen und geopolitische Kontrolle wird offen militärisch ausgetragen. Die Rüstungsausgaben weltweit sind auf über 1.000 Milliarden Dollar gestiegen. Durch ihre Kolonialgeschichte und den Raubbau an Ressourcen, durch neoliberale Politik und Militarisierung in diesen Regionen ist auch die EU erheblich für Armut, Bürgerkriege, Umwelt- und ethnische Konflikte in einer ganzen Reihe von Weltregionen mit verantwortlich. Eine Umkehr ist nötig. Unsere Außen- und Friedenspolitik hat ihre Grundlage im Völkerrecht, strebt nach globaler Gerechtigkeit und der Verwirklichung der Menschenrechte, verlangt Abrüstung und das weltweite Verbot von Massenvernichtungswaffen. Nur soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und Demokratie garantieren Stabilität und friedliche Zusammenarbeit




      Das hier ist das Statement auf ihrer Website: die-linke.de/politik/international/ Ist das alles, was die dazu zu sagen haben, na dann haben die wirklich nix verloren in der Aussenpolitik. Auch die Phrasendrescherei "neoliberal" taucht mir viel zu häufig auf, kann mich ja mal hinsetzten und die Worte zählen. 8|
      Vokale sind schwul!
    • Was die Linke will ( oder vielmehr, was sie nicht will ) ist mir durchaus bekannt, manches davon hat ja auch meine Zustimmung, nur leider erzählt sie den Menschen nicht, wer das ganze bezahlen soll und fängt sie nur mit billigen Parolen, das ist das was mich am meisten aufregt.
      Vokale sind schwul!
    • Na und, als ob die anderen Parteien besser wären. Die einzige Partei die ein festes Programm hat ist die FDP und kaum einer mag sie dafür :P .

      Das die Linke immer noch als Phänomen bezeichnet wird lässt vermuten das die Existenz und der Erfolg dieser Partei für das westdeutsche Bildungsbürgertum ein Kulturschock ist. Hoffentlich ein heilsamer.

      Das Bildungsbürgertum mit seinen bürgerlichen Parteien CDU/CSU, FDP u. SPD hat die Linke direkt selbst zu verantworten. Wer Millionen Menschen hinten runter fallen lässt und nichts dagegen tut muss sich nicht wundern das sie für diese Menschen keine brauchbaren Alternativen mehr sind. Selbst schuld.
    • Na dann bin ich ja froh, daß ich seit 20 Jahren Grün wähle, denn die fehlen in Deiner Auflistung. ;) Klar ist das ein Schock für die anderen und vielleicht führt es auch dazu, daß sich etwas ändert. Möglicherweise wird die SPD immer unnötiger, da die wirtschaftlichen Themen von der CDU / CDU wie schon immer übernommen werden und die sozialen von der Linken. Wenn die Linken in eine verantwortliche Regierung wollen, muß sich noch einges ändern, im Zweifelsfall auf einen Koalitionspartner zugegangen werden, reelle Politik gemacht werden ( v.a. Aussenpolitk ) und in 25 Jahren haben wir eine Partei, die wieder da angekommen ist, wo die SPD sich jetzt befindet; auch die SPD war mal anders, vergeßt das nicht.
      Vokale sind schwul!
    • Die Grünen sehe ich immer noch als eine alternative Partei mit einer Mitte-Links-Ausrichtung. Daran dürfte sich auch nichts ändern. Die Grünen haben die Ära Rot-Grün (Schröder-Fischer) weit besser überstanden als die SPD. Das liegt aber auch daran das die Grünen noch über zahlreiche Leitfiguren verfügen. Die zwar nicht immer glücklich agieren, aber sich immer wieder fangen.

      Die SPD hat so jemanden nicht. Selbst wenn Beck verschwindet. Wer soll's den machen. Da gibt es keinen. Die Partei richtet sich zur Zeit selbst zu Grunde. Der einzige Weg den die Partei hat, ist wieder mehr nach links zu rücken und darauf zu hoffen mit der Linken später zu fusionieren. Die Programme, beider Parteien, überschneiden sich ja an vielen Punkten und sie müssten eigentlich gut zusammenarbeiten können.
    • Crusader schrieb:

      Der einzige Weg den die Partei hat, ist wieder mehr nach links zu rücken und darauf zu hoffen mit der Linken später zu fusionieren. Die Programme, beider Parteien, überschneiden sich ja an vielen Punkten und sie müssten eigentlich gut zusammenarbeiten können.
      Willy Brandt dreht sich im Grab um. :Motz: Es ist immer einfacher in der Opposion zu sein als in der Regierung. Regierungen machen immer alles falsch und handeln gegen den "Volkswillen", das war bei Kohl schon so. Mit Schröder kam der Heilsbringer, der aber auch recht schnell auf eine andere Linie eingeschwenkt ist, die sich gar nicht so sehr von seinem Vorgänger unterschieden hat; will sagen: in knapp 10 Jahren wird auch die Linke im echten Politikleben angekommen sein, auch denen werden die Leitfiguren abhanden kommen, dann sieht die Sache anders aus und aus den jetzt noch so sozialen Tugenden werden dann sogenannte "realpolitische Umsetzungen" werden. Wenn sie clever sind, bleiben sie so lange in der Opposition wie möglich, evtl. noch auf Landesebene in einer rot-roten Regierung, aber auf Bundesebene schwimmen denen ganz schnell die Felle weg und wenn sie dort bleiben wollen, bleibt so manches auf der Strecke.
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    • Wenn die SPD nicht das tut, was Crusader hier beschrieben hat, dann wird es bald 3 Volksparteien geben und die SPD sich selber auschließen von der Macht, das nenn ich realpolitische Verhältnisse. Zu Willy Brandts Zeiten bzw. Schmidts Zeiten hätte eine Partei wie die Linke nie soviel Zulauf wie jetzt erhalten, die SPD nicht eine halbe Million Mitglieder eingebüßt und vorallem kein Problem mit ihren Leitfiguren. Es stimmt schon was Lafontaine sagt, Beck ist nicht mehr als ein Dorfbürgermeister, aber es sind eben auch keine Alternativen in Sicht, außer vielleicht Party Klaus.