Bundeswehr / deutsche Rüstungswirtschaft

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    • TauPandur schrieb:

      Jap, wer Medizin studiert hat hat auch nicht zwingend mehr Ahnung von Medizin als jemand der es nicht hat.

      Für die Bundeswehr braucht man einen Hauptschulabschluss (wenn überhaupt)? (Das es auch höhere Laufbahnen gibt ist mir klar...). Medizin zu studieren ist was völlig anderes, da ist es noch naheliegender Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

      Leute die dort gearbeitet haben sind auch indoktrinierter als Außenstehende und das sage ich nicht weil ich die Bundeswehr nicht mag oder sowas. Das gibt es in allen Berufen, habe einige erlebt, die sind im Studium euphorisch und voller Tatendrang (Weltverbesserer etc.) und nach ein paar Jahren im Arbeitsleben sah die Sache schon ganz anders aus.

      -----

      Aber hey, die Bundewehr ist für den Einsatz im Inneren nicht ausgerüstet, die Polizei aber auch nicht, soll die deshalb nicht mehr ausrücken? Und wenn es das nächste mal bei dir brennt sagt die Feuerwehr: Sorry, wir haben hier nicht die neueste Technik, Pech gehabt? Das Argument führt bei genauerer Betrachtung total ins Leere.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Fairas schrieb:

      Ich finde das hört sich eigentlich schon ganz gut an.
      Jo, finde ich auch.

      Was mir außerdem gerade noch eingefallen ist, was ist eigentlich mit dem GSG 9? Haben die nicht eigentlich auch militärisches Material? Panzerfahrzeuge wahrscheinlich eher nicht, aber bei einer Situation wie den Anschlägen in Paris dürften die eigentlich auch ziemlich gut für einen Einsatz ausgestattet sein.
    • Fairas schrieb:

      Für die Bundeswehr braucht man einen Hauptschulabschluss (wenn überhaupt)?
      Und wenn man im Bereich "Medizin" arbeiten will, muss man auch nicht unbedingt studieren. Die Ärzte sind dort lediglich die "höheren Laufbahnen". Darunter gibt es noch andere Berufsmöglichkeiten.
      Und auch die Indoktrinierung kann bei anderen Berufsgruppen vorkommen. Aber nur weil es bei manchen Vertretern diese Indoktrinierung gibt, heißt es nicht, dass man es als Außenstehender gleich besser weiß und dann pauschal die Aussagen einer Gruppe zurückweisen sollte.

      Imperator Bob schrieb:

      Panzerfahrzeuge
      Doch. Gibt es, nennen sich Sonderwägen. Derzeitiges Modell ist der Thyssen TM 170 - SW 4.

      Hat aber schon ein paar Jahre auf den Buckel.
      And before he died, Taran-Ish had scrawled upon the altar of chrysolite with coarse shaky strokes the sign of DOOM.
    • Draconarius schrieb:

      Aber nur weil es bei manchen Vertretern diese Indoktrinierung gibt, heißt es nicht, dass man es als Außenstehender gleich besser weiß und dann pauschal die Aussagen einer Gruppe zurückweisen sollte.
      Wenn Aussagen von angeblichen "Experten" getroffen werden die den gängigen Berichten in den Nachrichten, Dokus und Wikipedia-Artikeln widersprechen, darf wohl noch Zweifel angemeldet werden?

      Auch als Außenstehender.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Fairas schrieb:

      Draconarius schrieb:

      Aber nur weil es bei manchen Vertretern diese Indoktrinierung gibt, heißt es nicht, dass man es als Außenstehender gleich besser weiß und dann pauschal die Aussagen einer Gruppe zurückweisen sollte.
      Wenn Aussagen von angeblichen "Experten" getroffen werden die den gängigen Berichten in den Nachrichten, Dokus und Wikipedia-Artikeln widersprechen, darf wohl noch Zweifel angemeldet werden?

      Welchen hier genannten Berichten widersprechen die denn? - Dokus, die mit Unterstützung des Zentrums für operative Kommunikation – vulgo Propaganda – angefertigt wurden, werden zwangsläufig ein weitgehend positives Bild zeigen.

      Der Mangel an persönlicher Ausrüstung, darunter auch Schutzwesten in Afghanistan, hatte es sogar die Jahresberichte der Wehrbeauftragten geschafft.

      53. Jahresbericht (2011) schrieb:

      Noch immer sind die bereits seit Jahren beanstandeten Probleme hinsichtlich unzureichender persönlicher Ausrüstung der Soldaten nicht zufriedenstellend gelöst. Nach Angaben zahlreicher Soldaten aus dem Einsatz beschaffen die Kontingentangehörigen weiterhin einen erheblichen Anteil ihrer persönlichen Ausrüstung, insbesondere Einsatzhosen, Einsatzkampfjacken (sogenannte Smocks), Combat Shirts und Tragewesten selbst. Sogar Schutzwesten schaffen zahlreiche Soldaten selbst an. In den infanteristischen Verbänden, die ich im Einsatz getroffen habe, nutzten nur einzelne Soldaten kein privat beschafftes Material. Nach Berichten aus der Truppe wenden nicht wenige Soldaten 1 000 Euro, teilweise auch deutlich mehr, für solche Eigenbeschaffungen auf. Grund hierfür ist, dass die vom Dienstherrn zur Verfügung gestellte Ausrüstung oftmals den Einsatzanforderungen nicht genügt. So sind etwa die Taschen der vom Dienstherrn zur Verfügung gestellten Feldhosen und Feldblusen zu klein, um darin die ebenfalls dienstlich gelieferte zusätzliche Sanitätsausstattung oder zusätzliche Kampfmittel unterzubringen.
      Im Jahresbericht für das Vergangene Jahr wurde bereits im Vorwurf darauf verwiesen, dass dieser Mangel weiterhin besteht und auch beim Großgerät zahlreiche Mängel beobachtet werden können:

      57. Jahresbericht (2015) schrieb:

      Bei vielen Truppenbesuchen und Gesprächen berichteten mir Vertrauensleute, Spieße und Kompaniechefs ebenso wie die verantwortlichen Stabsoffiziere von zum Teil existenziellen Ausrüstungslücken, seien es fehlende Panzerhaubitzen in einem Artilleriebataillon oder Nachtsichtbrillen und Schutzwesten oder Transportflugzeuge oder Hubschrauber oder Fregatten oder Bewaffnung und Munition für hochmoderne neue Waffensysteme wie EUROFIGHTER oder TIGER. Es fehlt zu viel, weil altes Gerät sehenden Auges schneller ausgemustert wurde als das neue zuläuft, weil Ersatzteile nicht beschafft wurden, weil 70-Prozent-Sollstrukturen den 100-Prozent-Bedarf nicht abdecken oder weil die Instandsetzung in der Industrie zu lange dauert und eigene Wartungskapazitäten längst zerschlagen sind.
      Das hat es auch in die Medien geschafft, u.a. wurde im Spiegel über die Selbstanschaffungen berichtet.
      Und auch Berichte über Mängel bei Großprojekten oder Ersatzteilen kamen häufig in entsprechenden Reportagen bei Nachrichtenmagazinen im Fernsehen, Themen: Berichte über fehlende Einsatzbereitschaft als damals der Ukraine-Konflikt gerade medial breitgetreten wurde – Stichwort: Schwarzgestrichene Besenstile, G 36, NH 90, A400M, niedrige Einsatzbereitschaft der Tornados vor dem Anti-IS-Einsatz, etc.

      Schließlich sieht der Wehrbeauftragte ebenfalls die Bundeswehr nicht als Polizei Qualifiziert:

      FAZ schrieb:

      Der Wehrbeauftragte des Bundestags lehnt einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren zur Unterstützung der Polizei etwa bei Terroranschlägen ab. „Die Bundeswehr sollte (...) nicht als wohlfeile Personalreserve für die vielleicht zu stark reduzierten Polizeikräfte dienen“, sagte der SPD-Politiker Hans-Peter Bartels der „Nordwest-Zeitung“ (Mittwoch) aus Oldenburg. Das sei nicht im Sinne der Verfassung. „Dafür sind Bundeswehrsoldaten auch nicht ausgebildet, dafür sind sie nicht da.“ Zudem sei die Bundeswehr schon jetzt „in weiten Bereichen am Limit“.
      Und als ebenfalls Außenstehender sehe ich nicht, wo Taus Aussagen den zitierten Texten deutlich widersprechen und wieso sie deshalb als Ergebnis von Indoktrination abgetan werden.
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    • Ich bin wirklich bemüht meine Ansicht zu verdeutlichen, ich schreibe nochmal einen Satz, der meine Meinung hoffentlich sehr präzise wiedergibt:

      Mängel in der Ausrüstung/Ausbildung sind KEIN Argument GEGEN einen Einsatz der Bundeswehr, WEIL es diese Mängel auch bei der Polizei (wahlweise Feuerwehr etc.) gibt und die trotzdem ihre Arbeit macht.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Ich dachte ich klinke mich auch mal in die Diskussion ein und geb auch mal meinen Senf dazu:

      Fairas schrieb:

      Ich bin wirklich bemüht meine Ansicht zu verdeutlichen, ich schreibe nochmal einen Satz, der meine Meinung hoffentlich sehr präzise wiedergibt:

      Mängel in der Ausrüstung/Ausbildung sind KEIN Argument GEGEN einen Einsatz der Bundeswehr, WEIL es diese Mängel auch bei der Polizei (wahlweise Feuerwehr etc.) gibt und die trotzdem ihre Arbeit macht.
      Die Bundeswehr ist schlicht und einfach für einen völlig anderen Aufgabenbereich gedacht und somit auch ausgebildet und ausgerüstet. Das heißt bei der Bundeswehr mangelt es nicht einfach an der für den Polizeieinsatz benötigten Ausrüstung und Ausbildung, sondern diese sind ( mit Ausnahme bei den Feldjägern) einfach nicht vorhanden.

      Die Polizei mag zwar schlecht ausgerüstet und teilweise auch schlecht ausgebildet sein, aber das was sie an Ausrüstung und Ausbildung haben ist auf die Bedürfnisse der Poilzei zugeschnitten.

      Zudem ist die Bundeswehr ja schon kaum dazu in der lage ihre eigenen Aufgaben zu erfüllen, was ebenfalls gegen einen Einsatz der Bundeswehr als Hilfspolizei spricht.

      Insgesamt finde ich die Diskussion ähnlich sinnvoll wie wenn man Diskutieren würde ob man Polizisten nach Afghanistan schicken sollte um die Soldaten zu entlasten.

      Kurz gesagt stimme ich Tau und Draconarius voll und ganz zu und Ich hoffe mal, dass meine Meinung einigermaßen klar rüber kam.
      "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
      aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
      - Albert Einstein

      "Kirche und Naturwissenschaften haben soviel miteinander zu tun wie Gruppensex und Bratkartofflen"
      -Werner Gruber
    • IWST schrieb:

      Wie gesagt, in Österreich war es ein einziger autochthoner Österreichischer Wilderer mit einem militärischen Sturmgewehr und panzerbrechnder Munition, welche die Fahrzeuge der Polizei durchschlagen hat, weshalb es zum erwähnten Assistenzeinsatz mit militärischen Panzerfahrzeugen kam.
      Nunja, die gepanzerten Fahrzeuge der Bundeswehr haben dank des hervorragenden Schutzes weniger Probleme mit dem Beschuss durch Panzerabwehrwaffen (mir ist z.B. ein Vorfall bekannt wo einer der von mir oben genannten Typen von einer RPG getroffen wurde, gegen die er eigentlich nicht gesichert ist, und bis auf den Strahl der Hohlladung ist nichts passiert). Der Schwachpunkt dieser Fahrzeuge sind schwere Maschinengewehre (mit einem höheren Kaliber als 7.62). Ggf. auch Spezialmunition + Maschinengewehr, hier fehlt mir aber die Expertise um auch nur raten zu können.

      ---

      Vielen dank Draconarius das du hier in die Bresche gesprungen bist. Ich hatte einfach weder Motivation noch Zeit dazu. Super!
      Draconarius hat ja sich ja schon zu allen Fachfragen erschöpfend geäußert, deswegen nur noch einige halb private Anmerkungen für Fairas:


      Fairas schrieb:

      Leute die dort gearbeitet haben sind auch indoktrinierter als Außenstehende und das sage ich nicht weil ich die Bundeswehr nicht mag oder sowas. Das gibt es in allen Berufen, habe einige erlebt, die sind im Studium euphorisch und voller Tatendrang (Weltverbesserer etc.) und nach ein paar Jahren im Arbeitsleben sah die Sache schon ganz anders aus.
      Klinge ich etwa so? Oder Lucius? Ich habe ein paar Jahre da gearbeitet und ich bin danach immer wieder (man kann Verträge schließen: 100 Tage Dienst in 2 Jahren sind dann Pflicht) wiedergekommen (für maximal 1200 Euro pro Jahr, so viel Spass für so wenig Geld... (immerhin sind das dann 2 Monate Arbeit, ist echt ne Liebhaberei)).
      Ich habe die Probleme der Bundeswehr beschrieben, insbesondere im Kontext im Bezug zu Inlandseinsätzen und das sehr kritisch. Du warst den Inlandseinsätzen der Bundeswehr weit aufgeschlossener und hast den Materialstand massiv überschätzt, ich habe versucht dich hier auf den Boden der Tatsachen zurück gehohlt.

      Jemanden die Sachkenntnis abzusprechen weil er im entsprechenden Fachgebiet ausgebildet wurde ist an, sorry, Blödheit nicht zu überbieten. Genau das hast du ja u.a. mit deinem Post über deinen Kumpel der nur dummes Zeug erzählt hat - und beim Bund war, getan. Dagegen verwahre ich mich.


      Fairas schrieb:

      Für die Bundeswehr braucht man einen Hauptschulabschluss (wenn überhaupt)? (Das es auch höhere Laufbahnen gibt ist mir klar...). Medizin zu studieren ist was völlig anderes, da ist es noch naheliegender Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
      Und? Mancher Doktor geht hinter dem Pflug. Ist ein Mensch etwa weniger wert wenn er weniger Schulbildung hatte? Ist seine Meinung dann weniger wert? Aber wenn es dir auf Bildungsabschlüsse ankommt: Ich habe mehrere, von mehreren Universitäten, alle in Deutschland. Ich war während meiner Wehrdienstzeit natürlich nur Mannschafter obwohl ich das Qualifkationsniveau für den IT-Feldwebel locker erreicht habe, nach der Wehrdienstzeit + X und dank der Reservistenregeln ging es dann steil Berg auf mit dem Rang.

      Das Gros der Bundeswehrsoldaten ist hervorragend qualifiziert, schau dir bitte mal die Regelungen für das Bildungsniveau eines Feldwebels oder eines Hauptmanns an. Da es dir Wehrpflicht nicht mehr gibt ist das Mindestniveau zwar formal immer noch niedrig, Unteroffiziere sind aber mitlerweile das was früher die Mannschaften waren und auch diese brauchen eine gewisse Bildung.


      Fairas schrieb:

      Aber hey, die Bundewehr ist für den Einsatz im Inneren nicht ausgerüstet, die Polizei aber auch nicht, soll die deshalb nicht mehr ausrücken? Und wenn es das nächste mal bei dir brennt sagt die Feuerwehr: Sorry, wir haben hier nicht die neueste Technik, Pech gehabt? Das Argument führt bei genauerer Betrachtung total ins Leere.

      Natürlich ist die Polzei für den Einsatz im Inneren ausgerüstet, zumindest unendlich viel besser als die Bundeswehr. Weil sie ja auch dafür vorgesehen ist. Dafür ist die Polizei nicht für Kriegseinsätze ausgerüstet und die Feuerwehr kann die Polizei nicht ersetzen. Es geht hier nicht um das neuste Material sondern darum für einen bestimmten Fall überhaupt Material und vor allem die entsprechende Ausbildung zu besitzen und die Bundeswehr besitzt sie eben NICHT für den Einsatz im Inneren.

      Fairas, ich sage das jetzt mal ungewöhnlich deutlich: Jeder kann seine Meinug haben und ich finde es toll wie offen man sich hier über alle möglichen Themen austauschen kann. Naturgemäß haben einige in bestimmten Themengebieten mehr (praktische) Erfahrung als andere, diesen dann, wenn man nicht ihrer Meinung ist, die Objektivität oder Sachkenntnis mit fadenscheinigen Begründungen absprechen zu wollen ist, um es nett zu sagen: kein guter Stil.


      Fairas schrieb:

      Wenn Aussagen von angeblichen "Experten" getroffen werden die den gängigen Berichten in den Nachrichten, Dokus und Wikipedia-Artikeln widersprechen, darf wohl noch Zweifel angemeldet werden?

      Auch als Außenstehender.
      Selbst der Faktenfuchs IWST mit dem ich mir hier schon mehr als eine Zitat und Quellenschlacht bis zur Erschöpfung beider Seiten geliefert habe, hat inhaltlich nichts an den Aussagen von Anderen die meiner Meinung sind finden können, auch nichts direkt in meinen Beiträgen zum Thema. Wenn du also jetzt die Behauptung aufstellst das wir hier nur "Scheiße" erzählen, dann belege das bitte. Ich habe dich aufgefordert meine Fakten zu googlen, darauf gab es keine Reaktion. Welche Wikipediaartikel meinst du den? Welche Nachrichten? Deine Posts hier sind (welch Überraschung) was die Fakten angeht dünn wie ein Blatt Papier. Nimm dir ein Beispiel an Draconarius, das ist ein lesenswerter Artikel mit ordentlicher Quellenlage.

      Beste Grüße

      TauPandur
      DIESER BEITRAG WURDE MASCHINELL ERSTELLT UND IST OHNE UNTERSCHRIFT GÜLTIG
    • Du beschreibst die Bundeswehr als wäre sie eine Dritte Welt-Armee. Sorry dass ich sowas nicht ernstnehmen kann! Würde man eine Art Ranking machen, würde die Bundeswehr es locker in die Top 20 der besten Armeen der Welt schaffen (das ist jetzt nur geschätzt).

      Natürlich sind Berichte über G36 die nicht geradeaus schießen lustig aber die Peschmerga im Nordirak haben anscheinend keine Probleme damit und setzten sie erfolgreich zur Bekämpfung des IS ein.

      Ich bin nicht mal FÜR einen (dauerhaft legitimierten; abgesehen von den Paragraphen die Imperator Bob eingebracht hat) Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Ich zweifle lediglich an, dass die Bundeswehr komplett unfähig dafür sein soll.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Fairas schrieb:

      Ich zweifle lediglich an, dass die Bundeswehr komplett unfähig dafür sein soll.
      Komplett unfähig kann sie alleine durch ihre Anzahl an Personal nicht sein.
      Um "irgendwelche" Aufgaben durchzuführen braucht es Personal.
      Ob ich nun 10 Leute dafür habe oder 12 macht schon einen Unterschied.
      Mit gewissen Material aka Hilfsmitteln erleichtert es die Erfüllung der Aufgaben noch.

      Nun muss man definieren was dies für Aufgaben sind.
      Für unterschiedliche Aufgaben kann die Bundeswehr mehr oder minder geeignet sein.
      Z.B.: Absperren von gewissen Gebieten sollte möglich sein.
      Verkehrkontrollen auf Grundlage der StVo sollte dagegen ohne weitere Qualifizierung nicht so einfach sein.

      Dies wäre mein Grundriss der Beantwortung der gestellten Fragestellung.

      Aber nichts destotrotz würde man dies Alles mit einer personellen Aufstockung bei der Polizei selbstregeln könnte.
      Wobei neue Polizisten auch qualifiziert/ausgebildet/geschult werden müssen...und nicht solche Schnellschüsse wie Hilfspolizisten.

      Bei was soll also die Bundeswehr eingesetzt werden, welches nicht durch eine Aufstockung der Polizei geregelt werden könnte?

      Es gibt noch das THW.

      Und ehrlich.
      Ich fühle mich weniger überwacht, wenn mal zwei Polizisten streife gehen als durch eine permanente Videoüberwachung.
      Auch in Wohnviertel dürfte sich die Polizei gerne mal wieder zeigen.
      Wenn man nicht direkt in der Nähe einer Wache spazieren geht oder Fahrzeuge im Einsatz sieht, wann begegnet man hier noch einem Polizisten?


      Signaturen sind wie Frauen:
      Hat man keine will man eine, hat man eine will man ne andere

    • Ladegos schrieb:

      Wenn man nicht direkt in der Nähe einer Wache spazieren geht oder Fahrzeuge im Einsatz sieht, wann begegnet man hier noch einem Polizisten?

      Ich weiß nicht wo du wohnst aber bei mir gibt es noch Polizisten. Eigentlich sobald ich die nähere Umgebung meiner Wohnung verlasse (ich wohne in einem ruhigen Wohngebiet, da braucht man jetzt nicht durchgehend eine Hundertschaft) begegne ich an größeren Straßen, Bahnhöfen oder der Innenstadt genug Polizei.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • TauPandur schrieb:

      Selbst der Faktenfuchs IWST mit dem ich mir hier schon mehr als eine Zitat und Quellenschlacht bis zur Erschöpfung beider Seiten geliefert habe, hat inhaltlich nichts an den Aussagen von Anderen die meiner Meinung sind finden können, auch nichts direkt in meinen Beiträgen zum Thema.
      Naja, ich habe es gar nicht nach-geprüft, schlicht und ergreifend weil ich denke dass du bei dem Thema recht kompetent bist, und ich einige der Argumente schon ähnlich gehört habe und bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen kann.

      TauPandur schrieb:

      Natürlich ist die Polzei für den Einsatz im Inneren ausgerüstet, zumindest unendlich viel besser als die Bundeswehr. Weil sie ja auch dafür vorgesehen ist. Dafür ist die Polizei nicht für Kriegseinsätze ausgerüstet und die Feuerwehr kann die Polizei nicht ersetzen. Es geht hier nicht um das neuste Material sondern darum für einen bestimmten Fall überhaupt Material und vor allem die entsprechende Ausbildung zu besitzen und die Bundeswehr besitzt sie eben NICHT für den Einsatz im Inneren.
      Nicht in dem Ausmaß wie die Polizei.
      Aber zwischen "die beste-geeignete Organisation" und "nicht geeignet" gibt es halt recht viel dazwischen.
      Und auf dieser Skala würde ich Teile (Militärpolizei, Soldaten die ähnliche Aufgaben im Auslandseinsatz erledigt haben, eventuell Spezialeinheiten, wobei ich nicht weiß wie es beim KSK mit der Anti-Terror Ausbildung aussieht, unser Jagdkommando hat z.B. schon Personenschutz und im Kosovo anti-Schmuggler-Aktionen übernommen) als zwar nicht best- aber doch gut geeignet beschreiben, und den Großteil als für gewisse Aufgaben Situationen (Amokläufer und ähnliches) gut, und für weitere als Lückenfüller halbwegs brauchbar, bewerten.
      Danke an das TWF für die freundliche Unterstützung, die es der TWZ während der steinigen Zeit und bei Serverproblemen gewährt hat/gewährt.
    • Wieder mal ein Skandal bei der Bundeswehr:

      Sadistische Rituale bei der Kampfsanitäter-Ausbildung

      Vor rund 10 Jahren gab es ähnliche Vorfälle, damals wurden Rekruten unter anderem mit Elektroschocks gefoltert.

      Ich war echt der Auffassung sowas würde langsam der Vergangenheit angehören. Bin zutiefst schockiert und entsetzt. Das Militär genießt in unserem Land ohnehin kein sehr hohes Ansehen und solche Vorfälle tragen ganz sicher nicht dazu bei!

      EDIT

      Neue Berichte aus dem Skandal bei der Bundeswehr:

      Bundeswehrausbilder zwangen Soldatin zum Stangentanz
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Gaius Bonus schrieb:

      Was soll man auch von einer Firma halten, der sich höchstens die dümmsten Menschen aus jedem Jahrgang anschließen.
      Name: Lucius
      Jahrgang: 1980
      Eintritt in die Bundeswehr: 2001
      Status: Berufssoldat
      Ergebnis des Intelligenztests im Einstellungsjahr: 134
      Schulabschluss: Realschulabschluss an einem Gymnasium (1997, Notendurchschnitt 2,83)
      Berufsausbildung: Industriemeister für Elektrotechnik in der Fachrichtung Automationstechnik (2008, dabei Lehrgangsbester)

      Angesichts der gelisteten Fakten stimme ich der von mir zitierten Behauptung vollumfänglich zu. Es ist daher auch eine inakzeptable Schweinerei, dass lediglich ein Moderator seine Zustimmung mit einem "Gefällt mir" zum Ausdruck gebracht hat. Schämt Euch. :thumbdown:
      "Im Sturm durch's Feuer zum Sieg" - Schlachtruf der II. Skitarii-Division der Legio Tempestus Ignis
    • Das hätte jeder vorhersehen können, wenn er gewollt hätte. Aber gerade bei den Linken gehörte es ja (leider) zum guten Ton, die Wehrpflicht abschaffen zu wollen, die gerade dafür sorgte, dass ALLE Bevölkerungsschichten ausgleichend vertreten waren.


      "Wenn wir alle Muslime über einen Kamm scheren, gehen wir denen auf den Leim, die einen Krieg zwischen dem Islam und dem Westen oder den USA wollen, dann erledigen wir die Arbeit der Terroristen." -
      Barack Obama 14.06.2016

    • Sorry, aber kingt doch eher nach Stammtischgerede.

      "Hab gehört...."
      "Weiß doch jeder..."
      "Hätte man wissen können..."

      Gibt es belegbare Zahlen wer, von wo, mit welchem Schulabschluß/Bildung zur Bundeswehr geht, wie lange diese dort bleiben, wie die Verteilung der angeblichen "Idioten" auf Mannschaften, Unteroffiziere und Offizieren ist? Wie sieht es aus mit Weiterbildungen und Schulungen innerhalb der Bundeswehr? Wie ist der Vergleich zu anderen Ländern innerhalb wie außerhalb der NATO?
      Meister des Schokimods

    • John schrieb:

      dass ALLE Bevölkerungsschichten ausgleichend vertreten waren.
      Aber war das am Ende der Fall? - Da wurde nach Regierungsbeschluss nur noch T1 und T2 genommen. Wer entsprechende Ärzte im Bekanntenkreis hatte, konnte sich dann auch mit Attesten versehen und T3 oder höher erreichen. Nachprüfen wollte das sowieso keiner der Amtsärzte in den Kreiswehrersatzämtern, weil die für die ganzen Tests keine Mittel hatten bzw. den Aufwand scheuten. Und von denen, die trotzdem tauglich waren, sind sowieso nur wenige zum Bund. Angesichts derartiger Umstände - Stichwort Wehrgerechtigkeit - nachvollziehbar.

      [Trotz evidenter Neurodermitis am Abzugfinger T2 gemustert. Alles was T3 und schlechter gerechtfertigt hätte, hat sich erst deutlich später eingestellt. :unsure: ]
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    • Fairas schrieb:

      Das sich im Mannschaftsbereich in den letzten Jahren aber überwiegend junge (teilweise ansonsten perspektivlose) Menschen aus dem Osten anschließen hast du mitbekommen?
      Vielleicht liegt das aber auch am Arbeitsmarkt und dem Lohnniveau in Ostdeutschland? Einem jungen Brandenburger mag die Vergütung als Mannschafter akzeptabel erschienen, einem Bayer eher nicht.

      "Ansonsten persepektivlose" junge Männer. Eins sage ich mal dazu: Ich habe viel mehr junge Männer aus "besserem" Hause mit Abitur, die sich selbst als Offiziersmaterial sahen, scheitern sehen als junge Männer aus ärmlichen Verhältnissen.
      Den bei aller (berechtigter) Kritik an der Bundeswehr, sie bietet zwei wichtige Dinge die in der heutigen Gesellschaft vollkommen untergehen.

      1. Struktur und Halt

      Der Dienst beginnt (im Regelfall) 7 Uhr. Nicht 7.05, nicht 7.10, 7 Uhr. Wenn du nicht da bist, dann wirst du gehohlt - das ist Diziplin aber das ist auch KÜMMERN. Es wird gegrüßt und zwar jeder und zwar mit Respekt. Niemand drückt sich vor Aufgaben und Pflichten. Was darstellt steht an der Schulter (und ggf. was man kann am Kopf/Brust).

      2. Entwicklungsmöglichkeit und Anerkennung für Leistungen

      Ob es das Schießbuch ist wo der Soldat sieht das er besser wird, das Lehrgangszeugnis, die Belobigung vor der angetretenen Kompanie, die vorzeitige Beförderung wegen hervorragender Leistungen.

      Menschen die nie etwas waren, die im Elternhaus nicht beachtet wurden, die nie für irgendetwas gelobt oder gefördert wurden, für die kann die Bundeswehr genau das richtige sein. Ich habe viele Männer mit bestensfalls mittelprächtigen Elternhaus gesehen die zu beruflichen Diamanten wurden - weil man ihnen eine Chance gegeben hat. Ein Freund von mir z.B. hatte einen mittelprächtigen Realschulabschluss und kein Elternhaus --> während des Bundes Abitur nachgehohlt --> herausragende Leistungen in fast allen Kursen --> Heute ist er Hubschrauberpilot. Das soll erstmal jemand nachmachen.

      Natürlich gibt es genug Blindgänger beim Bund (wie übrigens auch in Privatunternehmen, von Universitäten garnicht zu reden). Aber die Bundeswehr ist nicht umsonst (trotz mangelnder Ausrüstung) bei internationalen Vergleichswettbewerben fast immer in der Spitze zu finden.

      Ich habe beim Bund selbst als Mannschafter angefangen und bin die Ränge (Reservelaufbahn) ein paar Stufen nach Oben gefallen. Dinge die ich da gelernt habe möchte ich nicht missen.

      Zwei Fragen Fairas, wer soll den zum Bund gehen und da Mannschafter werden? Wo soll man Perspektivlosen den dann eine Perspektive bieten?

      Ganz ehrlich, es gibt schon so viele Bürojobs, 23 Stunden Fressbuden und andere sinnbefreite Jobs die Menschen mehr schlecht als recht beschäftigt halten, dann lieber zur Bundeswehr und dort eine halbwege brauchbare Ausbildung und Tätigkeit. Dann sind diese Menschen, wenn die Elbe oder Donau mal wieder über die Elbe tritt oder ein Katastrophenfall eintritt da, trainiert und hoffentlich auch motiviert.

      Beste Grüße

      TauPandur
      DIESER BEITRAG WURDE MASCHINELL ERSTELLT UND IST OHNE UNTERSCHRIFT GÜLTIG
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