Demokratie in Deutschland und seine Parteien

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    • Twiggels, das ist aber nur so weil alle das so machen. Deswegen entsteht der Zwang auch so zu sein. Wir haben so viele Behörden, Beamte, Staatssekretäre und sonstiges Getier, zumindest der alltägliche Betrieb sollte wunderbar weiterlaufen auch wenn alle Politiker mal für 14 Tage von der Bildfläche verschwinden.

      Und in einigen Fragen mal etwas länger nachzudenken könnte der Politik auch nicht schaden. Oder umgekehrt, mit manchen Themen beschäftigen sie sich viel zu lange. Da muss insgesamt mehr Gleichgewicht rein.

      Ich bin mir sicher ein ausgeglichener Politiker macht insgesamt eine bessere Arbeit als jemand der kurz vor dem Burnout steht.

      @John: Verglichen mit der freien Wirtschaft ist die Bezahlung scheiße. Aus meiner "die Politiker sind alle unfähig"-Sicht, ist sie natürlich viel zu hoch.

      Ist doch das selbe als Lehrer oder nicht? Lehrer an einem privaten Gymnasium zahlt sich sicher mehr aus als Lehrer einer normalen Grund- oder Hauptschule in einem Problemviertel.
      "Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite."

      Yoda
    • Na Du musst doch schon konkret benennen können, was an Willy Brandts Politik jetzt so applauswürdig war. Schließlich wird er hier ja immer als das Idealbeispiel linker Politik dargestellt, bzw. dazu hochstilisiert. Dabei hat er letztlich auch nur eine Politik der „neuen Mitte“ gemacht und war keinesfalls so links, wie heute viele es darzustellen versuchen.

      Wenn der gute Willy jedesmal herhalten muss, weil früher angeblich bei ihm alles besser war, dann hätte ich das gerne konkret und faktenbasiert.

      Wollen wir mal nicht vergessen, er war vier Jahre Vizekanzler unter Georg Kiesinger und führte eine sozialLIBERALE Koalition mit der FDP.

      Also da dürften Schröder und Fischer deutlich linker gewesen sein.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Zum Beispiel Atomkraftwerke gebaut.

      Etwas ganz anderes ist entscheidend. Die Ausgabenpolitik Brandts hatte den Staat finanziell überlastet und die Staatsschulden und Inflation hochgetrieben, so dass bereits Helmut Schmidt Teile der Sozialausgaben wieder kürzen musste.

      Guck dir doch an, wie sich die Staatsverschuldung heute auswirkt. Wurde ja nie wieder abgebaut.
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    • Die Sozialliberale Koalition regierte von 1969 bis 1983. Da fing es an mit dem Schulden machen. Danach machten es alle. Keine gute Entwicklung.
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    • Schön auch auf der Grafik zu sehen wie sich die Schulden unter Kohl verdoppelt und die Schuldenaufnahme unter der schwarzgelben Koalition 2009-2013 nochmal "explodiert" ist.
      Und das wo uns seit Jahren von schwarzgeld erzählt wird das die "roten" nicht mit Geld umgehen könnten und deshalb nur Schulden machen würden. :thumbsup: :thumbup:
      Dieser Mythos ist aber leider nicht tot zu kriegen.

      "Arbeiten im Büro das ist wie Sex in der Ehe, am Anfang gibt man sich Mühe und hat Spaß und nach ein paar Jahren macht man immer das selbe und ist einfach nur froh wenn Feierabend ist"


      -Bernd Stromberg- :thumbsup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flo78 ()

    • Die Grafik zeigt auch, dass die Regierungen Merkel die ersten Regierungen der Bundesrepublik überhaupt sind, die mal Schulden wieder abbauen, wenn auch nur gering.
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    • Seit wann sinken in Deutschland die Sozialausgaben?

      In der selben Zeit, in der die Regierungen Merkel die Staatsverschuldung abbauten, stiegen die Sozialausgaben weiter an. Wie eh und je.

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    • John schrieb:

      Na Du musst doch schon konkret benennen können, was an Willy Brandts Politik jetzt so applauswürdig war.
      Als geborener DDR-Bürger finde ich besonders seine neue Ostpolitik in Abgrenzung zu seinen Vorgängern als Kanzler beachtenswert. Während Adenauer noch beim Passieren der Transitstrecke nach (West-)Berlin regelmäßig den Vorhang verschlossen haben soll, empfinden viele ältere (Ex-)DDR-Bürger den Besuch von Brandt (Willy, Willy!) in Erfurt als bedeutendes Ereignis in der Beziehung der beiden deutschen Staaten zwischen 1949 und 1989. Die beginnende Aussöhnung mit Osteuropa haben wir auch ihm maßgeblich zu verdanken. Ich halte Frieden für Europa für applauswürdig.

      Ich denke auch, dass die Bildungsreform unter Brandt erwähnt werden sollte. Die 68er-Generation fand in Teilen ihre Unterstützung in der sozial-liberalen Regierung ab 1969. Grundsätzlich pflegte er jedoch einen kopperativen Führungsstil und hier scheiden sich die Geister, weshalb Schmidt innenpolitisch seine Hausaufgaben übernehmen musste.

      Charakterlich stark finde ich seine 13 Jahre währende Widerstandsarbeit gegen die Nationalsozialisten, aber auch seinen Einsatz für den in Deutschland verfolgten Carl von Ossietzky. Gemeinsam mit den Gebrüdern Mann und Albert Einstein konnte man sogar den Friedensnobelpreis für Ossietzky "erkämpfen".
      :bischof: Anhänger der Bewegung zum Verbleib von Lucius Vantarius und Gegner von Waschmitteln namens Brax :bischof:
    • Ja, alles richtig. Geschenkt. Genau deswegen schrieb ich AUSSER seiner Ostpolitik.

      Bildungspolitik war auch damals schon Ländersache. Gesamtschule kam letztlich auch nicht wirklich gut an.

      Im Übrigen wird Merkel gemeinhin ja auch nicht für ihre Außenpolitik kritisiert. Wäre mir jedenfalls neu.

      Schröder und Fischer haben uns den Irak-Krieg erspart. Interessiert heute auch keine Sau mehr

      Interessanter fände ich, was du konkret an Willy Brandts Sozialpolitik so weltbewegend findest, dass er heute noch angeblich alle Politiker in die Tasche steckt. Und zwar derart, dass heute sogar alle als „unwählbar“ im Vergleich zu Willy erscheinen sollen. Sicher, dass du da nicht einem „Mythos“ anhängst?
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    • John schrieb:

      Seit wann sinken in Deutschland die Sozialausgaben?

      Ich habe "würden" geschrieben. Wenn man die Staatsverschuldung abbauen will, dann sollte man nicht die Ausgaben kürzen, sondern die Einnahmen erhöhen in dem man die höher besteuert die vom Aufschwung profitieren. Meine Meinung.
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      Yoda
    • Also über Desaster wie den BER oder Stuttgart 21 mal gründlich nachzudenken kann sicherlich auch nicht schaden.

      Abgesehen davon nimmt der Staat mehr Geld ein denn eh und je. Und er gibt auch mehr aus, denn eh und je. Siehe oben.

      P.S. Was übrigens auch ein Beleg dagegen ist, dass „seit 13 Jahren Stillstand herrsche“.

      Fakt ist, die Regierungen Merkels geben mehr Geld in Milliarden € für Sozialausgaben usw. aus, als alle Regierungen vor ihr. Das belegen die Zahlen eindeutig.
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    • John schrieb:

      Ja, alles richtig. Geschenkt.
      In meinem älteren Familienteil wird dies nicht so lapidar gehandhabt. Als Geschenk wird die Ostpolitik jedoch gesehen. Hier ist es wohl eine Frage des Standpunktes resp. ostdeutschen Sozialisierung.

      John schrieb:

      Interessanter fände ich, was du konkret an Willy Brandts Sozialpolitik so weltbewegend findest, dass er heute noch angeblich alle Politiker in die Tasche steckt.
      Moment. Ich habe nie diese These aufgestellt. Stattdessen habe ich auch Friedrich Ebert und Helmut Schmidt genannt, selbst die Politik von Rot-Grün habe ich an einer Stelle entsprechend positiv dargestellt. ;)

      John schrieb:

      Im Übrigen wird Merkel gemeinhin ja auch nicht für ihre Außenpolitik kritisiert. Wäre mir jedenfalls neu.
      Ich sehe ihre Außenpolitik kritisch, z.B. die Top-Down-Politik gegenüber den kleineren EU-Staaten, ihre verbesserungswürdige Nahost-Politik, ihre Unterstützung für den Irak-Krieg, genehmigte Waffentransporte in Krisenregionen und den Abbruch des Dialogs gegenüber Russland - dafür eine etwas zu freundliche Politik gegenüber Erdogan.
      :bischof: Anhänger der Bewegung zum Verbleib von Lucius Vantarius und Gegner von Waschmitteln namens Brax :bischof:
    • John schrieb:

      Die Sozialliberale Koalition regierte von 1969 bis 1983. Da fing es an mit dem Schulden machen. Danach machten es alle. Keine gute Entwicklung.
      Die GRafik ist aber mal wieder Lügen mit Statistik.

      Interessant ist, wenn überhaupt nicht die absolute Staatsverschuldung. Die hat de facto keine bis eine sehr begrenzte Aussagekraft, wenn dann ist die Staatschuldenquote interessant.
      Also das Verhältnis zwischen Schulden und BIP.

      Zudem müsste man noch das Geldvermögen und Sachvermögen gegenrechnen und die Investitionsquote betrachten, da Schulden machen natürlich im Zweifel eine INvestition in die Zukunft sind.
      Ach ja. Und dann gab es unter BRandt noch sowas wie die Ölkrise.
      Nationalismus bedeutet am Ende immer Krieg
      Le nationalisme, c'est la guerre


      François Mitterrand
    • John schrieb:

      Fakt ist, die Regierungen Merkels geben mehr Geld in Milliarden € für Sozialausgaben usw. aus, als alle Regierungen vor ihr. Das belegen die Zahlen eindeutig.
      Das liegt unter anderem an den millionen Niedriglöhnern die jetzt vom Staat Aufstockerleistungen bekommen weil ihr winziges Gehalt nicht zum überleben reicht. Früher hatten die Firmen wenigstens den Anstand ihre Arbeiter und Angestellten selbst zu bezahlen seit der Agenda 2010 ist das nicht mehr nötig da darf dies großzügig der Steuerzahler übernehmen hauptsache die Firmengewinne und Dividenden der Anleger sind nicht in Gefahr. ;)

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      -Bernd Stromberg- :thumbsup:
    • Früher hätten die Firmen die Leute gar nicht eingestellt. Früher stand Mami auch noch am Herd und hat Papi nicht Konkurrenz gemacht. Altersarmut war was für alte, alleinstehende Frauen. Aber die wurden früher auch nur 75 und nicht 95. Und der Staat? Hat früher jedenfalls nicht mehr bezahlt als heute.

      (Mist. Ich wollte heute doch gar nicht mehr schreiben. :unsure: )
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      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • John schrieb:

      Früher hätten die Firmen die Leute gar nicht eingestellt.
      Dass ist schlicht ein Mythos, wenn eine Firma Arbeiter für eine Aufgabe im Betrieb braucht dann stellt sie sie ein und wenn nicht dann lässt sie es.
      Keine Firma stellt jemanden ein, auch wenn er nur 8,50 Stundenlohn kostet, wenn es keinen Bedarf für diese Arbeitskraft gibt.
      Das einzige wozu diese Lohndrückerei geführt hat ist das Firmen auf Kosten ihrer Angestellten und des Steuerzahlers ihre Gewinne steigern und das ist schlicht asozial.
      Fakt ist die geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland sind seit Jahrzehnten konstant sprich es ist nicht wirklich neue Arbeit dazugekommen, die vorhandene ist lediglich unter mehr Arbeitern aufgeteilt worden welche jetzt dafür weniger Geld bekommen.

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    • Wenn du mit der Produktion eines Gegenstands Gewinn machen kannst, produzierst du ihn. Werden die Produktionskosten zu hoch, dann nicht mehr. Ganz einfach.
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