Demokratie in Deutschland und seine Parteien

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    • Demokratie in Deutschland und seine Parteien

      WieFindetIhr: 1)parlamentar.Demokr.in Deutschland?/ 2)Demokratiestrukturen innerhalb der heutigen Parteien?/ 3)Wahlsystem?/ 4)seid ihr Parteimitglied? 27
      1.  
        parlament. Demokr. - ist im Verh. zu anderen gut (beibehalten und/od. weiterentwickeln) (15) 56%
      2.  
        parlament. Demokr. - ist im Verh. zu anderen schlecht (ändern und/od. abschaffen) (8) 30%
      3.  
        parlament. Demokr. - keine Meinung bisher/ weder gut noch schlecht (2) 7%
      4.  
        Demokr. in Parteien - ist im Verh. zu anderen gut/Mehrheitsentsch. beibehalten (12) 44%
      5.  
        Demokr. in Parteien - ist im Verh. zu anderen schlecht/Mehrheitsentsch. gibt es gar nicht bzw müssen weg (5) 19%
      6.  
        Demokr. in Parteien - keine Meinung bisher/ weder gut noch schlecht (2) 7%
      7.  
        Wahlsystem (L-Tage; B-Tage) m.Erst- und Zweitstimme - beibehalten u./o. weiterentwickeln (7) 26%
      8.  
        Wahlsystem (L-Tage; B-Tage) m. Erst- und Zweitstimme - abändern (z.b.Erststimme weg) (8) 30%
      9.  
        Wahlsystem (L-Tage; B-Tage) i.d.jetzigen Form ganz umgestalten (z.b. Kanzler/Minister direkt wählen) (6) 22%
      10.  
        Wahlsystem (L-Tage; B-Tage) m. Erst- und Zweitstimme - keine Meinung (1) 4%
      11.  
        Ich bin/werde (demnächst) Parteimitglied (6) 22%
      12.  
        Ich war Parteimitglied (1) 4%
      13.  
        Ich bin kein Parteimitglied (16) 59%
      14.  
        Ich bin nicht nur kein Parteimitglied, sondern auch Gegner davon (1) 4%
      4 Stimmen in der Umfrage!!!
      jeweils eine für:
      - parlamentarische Demokratie als Ganzes
      - innerparteiliche Demokratiestrukturen der heutigen (Groß-)Parteien, wie CDU;SPD;FDP;Grüne;LINKE
      - Das Wahlsystem in seiner jetzigen Form
      - Parteimitgliedschaften

      Bin gespannt auf die Votes und hoffentlich vielen Kommentare!
      Ich hoffe, dass sich auch die melden werden, die gegen das jetztige System sind und warum.
      Vllt hat ja jemand sogar gute Vorschläge, wie man es anders machen sollte



      tT:
      Da doch unwahrscheinlich viele Menschen einen Eindruck machen, dass sie mit der Demokratie im Land nicht zufrieden sind und
      teilweise Vorschläge wie der folgende kommen, möchte ich hier den Thread nutzen, um eure Meinungen zu erfahren, was ihr zu
      der politischen und demokratischen Situation in Deutschland haltet.

      Ist die parlamentarische Demokratie in Deutschland überholt, bzw gibt es derzeit ein besseres System?
      Sollte das Wahlsystem geändert werden?
      Funktioniert die Demokratie in Parteien so, wie sie jetzt ist?
      Macht es Sinn in einer Partei aktiv zu sein?
      Sind Parteien nur Zweckgemeinschaften und ein Politiker meist nur auf seine Vorteile bedacht?
      Was muss geändert werden, was sollte bleiben?


      Eine Meinung aus der TWZ:
      Ich halte die Parteiendemokratie für schlecht. Es hat sich herausgebildet, das in dieser Demokratieform die Partei zählt und nicht der Abgeordnete selber. Dieses beweist sich in vielen Punkten immer wieder wenn es um Abstimmungen geht. Nach seinem Gewissen kann ein Abgeordneter recht selten abstimmen ohne das er für die nächste Wahl in Verlies gesteckt wird (überspitzt).
      Politik sollte sich an den Kandidaten als Menschen orientieren und niccht an sein Parteibuch. Sicher, die Erststimme tut dieses in gewisser Weise, aber ich bin für die Wahl nach reiner Erststimme ohne Zweitstimme und ohne all das zeug mit den Überhangmandaten und Listenplätzen usw.
      Es gibt 299 Wahlkreise für die Bundestagswahlen (sorry wenn die Zahl falsch ist, habe ich irgendwie im Kopf und keine Lust nachzugoogeln). Das bedeutet, es gibt nach einer Wahl 299 Sieger eines Wahlkreises und nur diese Sieger sollen udn dürfen ins Parlament einziehen! Aus diesen 299 Abgeordneten ergibt sich dann der Wahlsieger und dann die Kolaitionen und all das ganze Zeug.

      Das bedeutet natürlich einen totalen Umbruch des gesamten Systems wie es existiert um es mal milde auszudrücken, aber das ist genau das was ich verlange weil mir das jetzige System bis Oberkante Unterkiefer steht!
      Ich will in meinem Wahlkreis wo ich wohne wählen gehen und einer Person meine Stimme geben, welche ich bevorzuge! Gewinnt diese Person ist das toll! Gewinnt sie nicht, Pech! Aber ich will nicht sehen, daß hier ein Kandidat der gerade mal 2.3% der Stimmen erhalten hat trotzdem Abgeordneter wird, nur weil er "eine wichtige Person auf der politischen Bühne" ist. Der Kerl oder das Weib hat in diesem Wahlkreis total verloren, also Tschüss, versuch es in 4 Jahren noch mal wenn du willst und fertig!

      Den einzigen Kompromiss, den ich hier noch machen würde ist dieser:
      Jede Partei, die es zwangsläufig natürlich noch weiter gibt, stellt auch einen Spitzenkandidaten oder Kandidatin für das Amt des Kanzers und somit für das gesamte Bundesgebiet auf. Demnach sieht mein Wahlzettel so aus:

      Erststimme: Kandidat / Kandidatin des Wahlkreises
      Zweitstimme: Kandidat / Kandidatin der Partei für das Amt des Kanzlers und als Repräsntant der Partei

      Wer Sieger der Zweitstimmen ist, der wird auch Bundeskanzler - Punkt! Dabei spielt es keine Rolle, ob er / sie letztlich im Extemfall der einzige Abgeodnete der Partei ist. Gewonnen ist gewonnen - Basta!
      Die anderen Kandidaten der Zweitstimmen ziehen nur ein, wenn insgesamt 5% der Abgeordneten / Wahlkreissieger auch von derselben Partei sind! Wenn nicht, dann "schönes leben jenseits der Politik"!

      Wichtig ist noch eines: Minister entstammen nicht aus dem Parlament! Sie werden vom Bundeskanzler ernannt und sind nicht politisch verpflichtet, nur dem Amt und dem Kanzler! Kontrolliert werden sie vom Parlament und wie gehabt entscheidet auch das Parlament über die Themen!


      (Einen ähnlichen hread hatte ich nicht gefunden. Sollte es doch einen geben, dann vllt anheften hieben? und ein sorry)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Strategos ()

    • Meine Antworten: die bisherige Demokratie als solche ist eher schlecht, denn ich kann gut nachvollziehen, daß sich viele Bürger nur als "Wahlvieh" betrachten, ein Kreuzchen machen und dann 4 Jahre keinen weiteren Einfluß mehr haben. Dies führt eindeutig zu Wahlversprechen, die a) entweder nicht eingehalten werden und zu Frustration führen oder b) zum Abwandern zu anderen Parteien oder gar zum Nichtwählen. Es müssen deutlich mehr plebiszitäre Elemente her. Die Demokratie innerhalb der Parteien ist recht zweischneidig: gibt es doch Parteien, in denen ein deutlich besserer innerer Wettbewerb stattfindet ( Grüne, Linke ), und die Dauer der Parteizugehörigkeit nicht ein Maß ist, zu kandidieren und Ämter zu bekommen. Zum Wahlsystem als solches: ich bin auf jeden Fall für eine Direktwahl des Kanzlers und der Ministerpräsidenten, denn es kann durchaus sein, daß der direkte Spitzenkandidat nicht unbedingt auf meiner Linie liegt, ich aber dennoch die Partei als solche unterstützen würde. Im Grunde genommen schließt sich hier wieder der Kreis zu Punkt 1, der Wähler hat einfach viel zu wenig Einfluß. Zur Parteimitgliedschaft: bin kein Mitglied und habe es auch nicht vor. Das liegt schlicht und ergreifend daran, daß ich keine Zeit dafür habe. Wäre ich Mitglied, würde ich mich ziemlich aktiv einbringen und mit Sicherheit selber kandidieren, auf Kreisebene angefangen, vielleicht sogar für ein Bürgermeisteramt. Da ich aber 70 Stunden die Woche arbeite, nur noch unterwegs bin und die Wochenenden eher der Familie ( und dem Forum ) gehören, macht das für mich keinen Sinn.
      Vokale sind schwul!
    • @Mogges

      Natürlich ist der gemeine Wähler hauptsächlich Wahlvieh. Natürlich sagt das keiner, doch ist es so...
      Doch viele Alternativen dazu gibt es nunmal nicht, wenn ein Staat dauerhaft im globalen Leben funktionieren soll.

      Oder sollen z.b. die Bürger über die Zukunft von Opel entscheiden wo doch bereits hier, in einem Forum voller
      junger und teilweise studierter Menschen, ständig die Keule des Antikapitalismuses geschwungen wird.

      Ich habe bereits in einem anderen Forum geschrieben, es ist praktisch schon unmöglich ein Ziel zu definieren, wie
      die perfekte Demokratie auszusehen hat, da jeder andere Vorstellungen hat und das ganze am Ende auch noch
      funktionieren muss. Jeder mensch handelt von Natur aus opportunistisch und wird bei Wahlen noch eher zu diesem
      Verhalten greifen, als wie es ein in der Öffentlichkeit stehender Politiker tut.

      Die Entscheidungen von vielen Glaubenden war bisher selten besser, als die Entscheidungen weniger Wissenden.

      LG
    • Die perfekte Demokratie gibt es nicht, das ist wahr. Dennoch könnten mehr plebiszitäre Elemente nicht schaden, wie die angesprochene Direktwahl von Kanzler oder Minister(präsidenten).
      Dem deutschen Durchschnittsbürger traue ich einen verantwortungsvollen Umgang in Wirtschaftsfragen auch nicht zu, das angesprochene Opel-Beispiel könnte man durchaus verwenden, das hätte Chaos bedeutet und niemandem genutzt, schon gar nicht wenn Berufspopulisten auf den Zug aufspringen.
      Vokale sind schwul!
    • Die perfekte Demokratie gibt es nicht, das ist wahr. Dennoch könnten mehr plebiszitäre Elemente nicht schaden, wie die angesprochene
      Direktwahl von Kanzler oder Minister(präsidenten).

      Dann werden Populisten und Models gewählt und keine Professoren oder Experten.

      Und wer wird im Übrigen die Kandidaten stellen? Es werden immernoch die Parteien sein, die intern einen Kandidaten aussuchen.
      Oder glaubst du, dass irgendein Genie ausm Kaff von Deutschland so nun mehr Chancen hätte Minister zu werden?

      Und wie sieht die Machtverteilung aus, wenn der Kanzler oder Minister gewählt wurde, seine Partei aber gerade die 5% Marke nur geknackt hat?
      Auch hätten Minister und Kanzler nun mehr Grund gegen das eigene Gewissen und für mehr Popularität zu handeln. Ob das letztlich gut für alle ist?

      LG

      ps:
      Mich bitte nicht falsch verstehen, ich bin auch für mehr Direktwahlen und wollte mich mit einem Historiker mal mit der Umsetzung von sowas
      beschäftigen, was aus zeitgründen bisher nix geworden ist. Solche EInwände wie oben schießen mir aber bereits durch den Kopf...
    • Dann werden wir also die gleichen Minister haben, nur dass sie diesesmal direkt gewählt wurden.
      Und vielleicht werden einige Überraschungskandidaten dabei sein, die allerdings kaum Stimmgewicht haben...

      Das nennt man dann Demokratie... :)

      LG
    • Mmh, weiß ich nicht, muß nicht unbedingt sein.
      Cool wäre es auch, wenn man die Jungs nach einem Jahr abwählen oder bestätigen könnte. Dann strengen die sich auch mal an und die Parteiführung hat aus reinem Eigennutz ein Interesse daran, nur die besten aufzustellen. Der Imageschaden könnte enorm sein, wenn sie nur Pappnasen oder Quotenteenies ( -frauen ) nominiert.
      Vokale sind schwul!
    • Dann erhöhst du nochmehr den kurzfristigen Erfolgsgedanken, so wie Unternehmen dann nur nach nach den nächsten Quartalszahlen ausschau halten.

      Langfristig wird nicht mehr gedacht, unschöne Entscheidungen immer weiter geschoben, sodass der nächste sie packen muss.
      Alles wird darauf hinauslaufen, den Pöbel für die nächte Wahl bei Laune zu halten...

      LG


      ps:
      Einjahreswahlen gab es im antiken Rom. Oft gab es dann in 4 Jahren 4 unterschiedliche Politikrichtungen, die natürlich jeweils die bessere Entscheidung waren...
      Oder sagen wir, die einem die maximale Beliebtheit gaben und dem politischen Gegner zu stark schaden wie möglich.
    • Mmh, wenn Du dich damit zufrieden gibst, alle 4 Jahre ein Kreuz zu machen und dann mehr oder weniger hilflos zuzugucken, was die Jungs und Mädels so treiben, gerne.
      Ich fände eine verbesserte Einflußnahme oder auch Kontrolle durch das Volk auf jeden Fall wünschenswerter als das System, welches wir jetzt haben.

      Alles wird darauf hinauslaufen, den Pöbel für die nächte Wahl bei Laune zu halten...
      Ist doch jetzt nicht anders und auch in Einjahresperioden kann man einiges erreichen, was nachhaltig und zukunftsgestaltend
      wirken könnte. Solange man die gesetzlichen Rahmenbedingungen dazu schafft. Es ist doch auch heute schon so, daß der nachfolgende Minister das ausbaden muß, was sein Vorgänger verbockt hat. Wer einen schlechten Job abliefert, fliegt raus -> fertig. Da wird es ganz schnell gehen, daß die Parteiführung versucht, die besten an die Front zu schicken und so etwas wie Niebel mit Spiegelbrille auf Afrikatour kommt exakt nur einmal vor.
      Vokale sind schwul!
    • Demokratie als solche ist schon in Ordnung.

      Dummerweise erscheinen mir die Parteien eher aus Autokratie. Das konnte man ganz hervorragend bei der Ypse sehen. Natürlich hat jeder seine eigene Meinung und darf diese auch vertreten. Doch passt deine Meinung nicht zu meiner Meinung, dann leite ich ein Parteiausschlussverfahren ein... :grübel:


      Sacrum Romanum Imperium - für Kaiser und Reich

      "Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist gezwungen sie zu wiederholen."
      Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana


      "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." Friedrich Nietzsche
    • Mogges schrieb:

      Ist doch jetzt nicht anders und auch in Einjahresperioden kann man einiges erreichen, was nachhaltig und zukunftsgestaltend

      wirken könnte. Solange man die gesetzlichen Rahmenbedingungen dazu schafft. Es ist doch auch heute schon so, daß der nachfolgende Minister das ausbaden muß, was sein Vorgänger verbockt hat. Wer einen schlechten Job abliefert, fliegt raus -> fertig. Da wird es ganz schnell gehen, daß die Parteiführung versucht, die besten an die Front zu schicken und so etwas wie Niebel mit Spiegelbrille auf Afrikatour kommt exakt nur einmal vor.

      Aber die Folgen von Reformen wie Hartz IV kann man nach einem Jahr doch noch garnicht absehen. Geschweige denn entscheiden, ob sie gut waren oder nicht.

      Ich für meinen Teil fände es schön, wenn es weniger Berufspolitiker geben würde. Sprich Leute das Land regieren, die, wenn sie ihren Posten im Bundestag räumen müssen, noch ein zweites Standbein haben. SIcher würde sich die Verwaltung aufblähen, da es viel mehr Führungspersöhnlichkeiten gäbe, da sie natürlich keine Vollzeitpolitiker sein könnten, aber dafür berücksichtigen sie bei ihren Entscheidungen eher erst ihre Ideale und dann die Wähler. Und ein bischen mehr Idealismus könnte die deutsche Politik mMn durchaus vertragen.

      Politik als Freizeitbeschäftigung, bei der man wirklich was bewirken kann, würde die deutsche Demokratie sicher lebhafter machen. Vorallem, weil man nicht Jahrelang am Stuhl des Vorsitzenden sägen muss, bis man selbst auch mal seine Chance bekommt. Der Ansatz ist sicher weltfremd, aber zumindest ein klein wenig davon hätte mMn in der Politik durchaus ein Existenzrecht.
    • MrKaese schrieb:

      Aber die Folgen von Reformen wie Hartz IV kann man nach einem Jahr doch noch garnicht absehen. Geschweige denn entscheiden, ob sie gut waren oder nicht.
      Ne kann man nicht, der Bundestag setzt sich ja weiterhin so zusammen wie gehabt, er wird auch weiter so gewählt wie bisher. Ich meinte eigentlich Minister damit und nicht die komplette Legislative. Im September 2010 wird durch Volkes Willen darüber entschieden, ob Rösler, Niebel, Angie oder auch Röttgen einen guten Job gemacht haben, falls nicht müssen sich die Parteioberen für eine Alternative entscheiden, der dann zugestimmt wird ( oder nicht ). Frau von der Leyen hat ja kein Hartz IV Gesetz verabschiedet, sie ist nur ausführende Kraft. Daß sich das Gemeinvolk die Sache einer Abwahl nicht leicht machen wird, denke ich schon. Man darf die Menschen bei uns in Deutschland nicht für blöder und unbeholfener halten als sie in Wirklichkeit sind.
      Vokale sind schwul!
    • Das Problem ist dann nur, dass wir so unsere "Mutter" nie loswerden. ^^

      Zumindest könnte ich befürchten, wenn die Spitzenpolitiker erst einmal den "Knoten" raushaben, wie sie die Wähler überzeugen können, dass dann unser Land noch weniger regiert wird.
      Momentan überlegt sich ja wenigstens noch die ganze Partei, wie sie das Land am besten blockieren kann, aber wenn dann auch noch innerhalb der Parteien jeder, der was zu sagen hat, sein eigenes Süppchen kocht nur um am Ende iwie seine 50% zu ergattern, dann würde es wohl nicht viel besser um unsere Demokratie stehen.

      Das zeigt doch auch Merkel, die durch totale Passivität trotzdem gute Stimmungswerte bekommt.
    • Ja, Angie ist da eine echte Künstlerin drin.
      Nun, wenn die CDU nur noch Pappnasen in´s Rennen schickt, die einmal pro Jahr ersetzt werden müßten, wirkt sich das auch auf die Popularitätswerte der Gesamtpartei aus, der Imageschaden könnte dafür sorgen, daß man bei der nächsten Bundestagswahl eben nicht mehr die Mehrheit erhält und man sich einen neuen Kanzler suchen kann.

      Es kann auch gut sein, daß Angie zwar als Person sehr beliebt ist, nützt ihr aber nix, wenn die CDU als Partei nicht gewählt würde. Die direkte Wahl der Minister muß schon aus dem Mehrheitslager kommen, vielleicht hab ich mich da falsch ausgedrückt. CDU und FDP einigen sich auf eine Koalition basierend auf den Ergebnissen der letzten Wahl, nach Stimmenproporz darf die FDP 5 Minister stellen, sie stellt 4 Wochen nach Wahl 15 Männekens auf, über die wir dann personell abstimmen. 1 Jahr später wird dann Kassensturz gemacht und die Jungs / Mädels bestätigt oder ausgetauscht.
      Vokale sind schwul!
    • The Neverending Story oder die Bananenrepublik

      Ganz im Ernst: Was muss eigentlich noch alles auffliegen bevor jemand Konsequenzen zieht? - Ich kann mich nur noch wundern.

      Artikel der Süddeutschen Zeitung: FDP Netzwerke - Politik auf Party

      Von Thorsten Denkler

      Michael Mronz macht als Veranstalter Karriere. Der Freund des Außenministers Westerwelle hat beste politische Kontakte - die er offenbar mit Partykönig Manfred Schmidt nutzen wollte. Doch eine Sause für zwei schwarz-gelbe Landesregierungen geriet zum Fiasko. Es hätte so ein schöner Tag werden können. Erst tüchtig regieren, auf dem Zollverein in der europäischen Kulturhauptstadt Essen, und danach groß feiern auf dem Gelände des Flughafens Düsseldorf mit Top-Unternehmen aus den jeweiligen Bundesländern.

      So hatten sie den 9. März geplant, die beiden schwarz-gelben Landesregierungen von Bayern und Nordrhein-Westfalen, die Entscheider aus Union und FDP. Allein: Zur gemeinsamen Kabinettssitzung - Schwerpunkt: Bildung - in der einstigen Kohlenzeche kam es, doch die Party fiel kurzfristig aus.

      Zu viel Affären-Getöse um womöglich gekaufte Politiker hatte die Feierlaune verdorben. Mit "Rüttgers' Club" wollte keiner etwas zu tun haben.

      Dabei zeigen Unterlagen, die sueddeutsche.de vorliegen, dass hier die ganz große Sause steigen sollte - an der Nahtstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Entertainment. "Zwei Länder, ein Spitzenteam", heißt es vielsagend in einer Präsentation. Sie wurde um den Jahreswechsel herum möglichen Sponsoren als Köder vorgelegt. Das Geld von Firmen wurde, nicht zu knapp, für die Superparty gebraucht.

      Der bayrisch-nordrhein-westfälische Länderdialog 2010 sollte schließlich ein "Treffen der Superlative" werden. Das Versprechen lautete: Es kommen die "Größen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport". Hier würden "persönliche Kontakte geknüpft und gepflegt", heißt es im Text der Präsentation. Die Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers und Horst Seehofer hatten die Schirmherrschaft übernommen - und den Sponsoren musste klarwerden: Ja, die beiden werden kommen. Es lohnt sich.
      Hinter dem "Länderdialog", der geplanten Fete des bevölkerungsreichsten und des flächengrößten Landes der Republik, stecken zwei Männer, deren Job es eigentlich ist, im Hintergrund zu bleiben.

      Einer von ihnen aber hat inzwischen mehr Presse denn je: Es ist Michael Mronz, Geschäftsführer und Inhaber der MMP Veranstaltungs- und Vermarktungs GmbH in Köln (MMP). Der Öffentlichkeit ist er eher bekannt als Lebenspartner des FDP-Chefs und Außenministers Guido Westerwelle. Mronz ist ins Gerede gekommen, weil Westerwelle ihn auf seine jüngste Lateinamerikareise mitgenommen hat.

      Einen Namen hat sich der Politiker-Gefährte als Vermarkter und Veranstaltungsmanager von internationalen Sport-Events gemacht. 1992 gründet er seine Firma MMP, die mit Tennisturnieren begann. Sein Bruder Alexander war einst Jahre Tennisprofi. Schnell löste sich die MMP aus der Tennis-Nische. 2006 wurde Michael Mronz Chef-Organisator der Aachener Reit-WM. Und der Aufsteiger darf für Pro-Sieben-Star Stefan Raab die Wok-WM oder die Stock Car Crash Challenge vermarkten.

      Im vergangenen Jahr dann die Krönung seiner bisherigen Laufbahn: Mronz war verantwortlich für die Vermarktung der Leichathletik-WM in Berlin. Ein Weltereignis.

      Auf der Lateinamerikareise besuchten Mronz und Westerwelle auch Brasilien. Das Pikante: In Brasilien stehen zwei sportliche Großereignisse von Weltrang auf der Agenda. Die Fußball-WM 2014 und Olympia 2016. Genau die Liga, in der Mronz gerne spielen möchte.

      Doch Mronz will offenbar mehr als nur Sport - er will auch am Event-Rad von Politik und Wirtschaft drehen. Der Umstand, mit dem FDP-Parteichef und Außenminister liiert zu sein, eröffnet womöglich ganz neue Möglichkeiten. Die NRW-Bayern-Party in Düsseldorf am gemeinsamen Kabinettstag hätte den Sprung nach vorn bringen können. Menschen, die ihn lange kennen, sagen, Michael Mronz will der neue Manfred Schmidt Deutschlands werden. Manfred wer? Manfred Schmidt ist die bisher unumstrittene Nummer eins im deutschen Eventmanagement, ein Strippenzieher in den Salons der Elite. Egal ob Sport, Politik, Wirtschaft oder Kultur: Er kennt sie alle, alle kennen ihn. Mehr als 20.000 Kontakte soll er in seiner Datenbank haben. Wer die private Handynummer eines x-beliebigen A-Prominenten in Deutschland sucht - Manfred Schmidt hat sie.

      Der Mann ist eine Macht, aber nicht leicht zu fassen. Seine Firma Manfred Schmidt Media S.L. residierte einst in Köln, heute sitzt sie in Barcelona. Eine Zweigstelle soll er in der Schweiz eingerichtet haben. In Köln lässt er lediglich eine freie PR-Beraterin Anfragen beantworten. Die Telefonnummer seines "Organisation Office Germany" wiederum hat die Vorwahl der Stadt Ibbenbüren im Münsterland.

      Seine Tätigkeit beschrieb er einmal als "Sozialarbeit auf einem anderen Level". Der Mann hat nach dem Hauptschulabschluss als Sozialarbeiter, Journalist und Bandmanager gearbeitet. Schmidt sei "Deutschlands Party-Macher Nummer eins", er kenne "eben wie kein Zweiter das Rezept für eine gute Festivität", lobt der Kölner Express in einem Artikel, den die FDP Köln stolz auf ihrer Homepage zeigt.

      Manfred Schmidt ist die zweite der beiden Persönlichkeiten, deren Job es eigentlich ist, im Hintergrund zu bleiben. Der Länderdialog zwischen Nordrhein-Westfalen und Bayern sollte - so sieht es aus - das erste gemeinsame Projekt des Gespanns Schmidt/Mronz sein.

      Wenige Wochen danach wollen Manfred Schmidt und Michael Mronz davon offenbar nichts mehr wissen. Auf Nachfrage von sueddeutsche.de lässt Schmidt schriftlich mitteilen: "Alleiniger Gastgeber und Veranstalter der Reihe 'Länderdialog' ist die Manfred Schmidt Media S.L.". Und Michael Mronz lässt über einen Sprecher - ebenfalls schriftlich - erklären: "Nein, MMP war nicht Gastgeber des 'Länderdialoges Bayern Nordrhein-Westfalen'."

      Die Präsentation für potentielle Sponsoren freilich legt Gegenteiliges nahe. Dort ist auf der Seite "Fakten" unter dem Stichwort "Gastgeber" dieser Eintrag zu lesen: Manfred Schmidt Media S.L. und Michael Mronz Promotion. Die Präsentation ziert sogar ein gemeinsames Logo, das die Initialen von Michael Mronz und Manfred Schmidt (MMMS) stilisiert. Und es taucht der Firmenname "MMMS Business Events" auf, der sich in keinem Handelsregister wiederfinden lässt.

      Wo sich Mronz und Schmidt erstmals begegnet sind, wie sie Geschäftspartner geworden sind, ist nicht im Detail bekannt. Schmidt und Mronz wollen sich dazu auf Nachfrage nicht äußern. Party-Mogul Schmidt verweist stoisch darauf, alleine er sei Gastgeber des Länderdialoges. Mronz lässt ausrichten, "alle weiteren Fragen erübrigen sich dadurch", dass er nicht Gastgeber sei.

      Für einen wie Schmidt hat Michael Mronz immer mehr an gesellschaftlichem Wert gewonnen. Der FDP-Chef Westerwelle nimmt seinen Freund im Dezember 2004, ein Jahr nachdem sie sich kennengelernt haben, auf die Feier zum 50. Geburtstag von Angela Merkel mit - damit ist der exzellente Sportvermarkter in die politische Beletage aufgestiegen.

      Mronz - der Mann an der Seite von Guido Westerwelle, dem Oberliberalen.

      Manfred Schmidt wiederum ist ein Menschensammler. Der Kölner bringt Leute auf seinen eigenen legendären, äußerst exklusiven Treffen zusammen. Wie am 7. November 2009, zwei Tage vor den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls.

      Da feiert eine illustre Runde ganz oben in der "Residenz", Pariser Platz 4a, einem luxuriösen Penthouse - und die wohl mit Abstand exklusivste Location, die in Berlin zu finden ist. Manfred Schmidt unterhält dieses Quartier für besondere Gelegenheiten der Begegnung. Hier haben schon Franz Beckenbauer und Boris Becker auf Großgastgeber Schmidt angestoßen.

      Das Penthouse bietet Platz für bis zu 70 Personen. Die Gäste können am offenen Sandsteinkamin relaxen, auf edlem Buchenparkett wandeln oder einfach nur von der großzügigen Dachterrasse aus den sagenhaften Blick auf das Brandenburger Tor genießen.

      Die Gästeliste am Abend des 7. November ist kurz. ZDF-Talklady Maybrit Illner ist mit ihrem Lebensgefährten dabei, dem Telekom-Chef René Obermann. United-Internet-Chef Ralph Dommermuth gibt sich die Ehre, Botschafter und Exzellenzen sind präsent. Stargast des Abends aber ist der frisch vereidigte Außenminister Westerwelle, begleitet von Lebenspartner Michael Mronz. Alleiniger Gastgeber des Abends ist Manfred Schmidt jedoch nicht. Im Briefkopf der Einladung, die sueddeutsche.de vorliegt, steht rechts neben dem in Großschrift gehaltenen Namen von Manfred Schmidt in gleicher Größe der Name des ehemaligen Außenministers und Ehrenvorsitzenden der FDP, Hans-Dietrich Genscher. Beide verbindet eine lange Freundschaft. Genscher und Schmidt bitten in der Einladung "vor den offiziellen Gedenkveranstaltungen des Mauerfalls" herzlich zu einem "ungezwungenen Abend", in einem "kleinen, auserwählten Kreise".

      Manfred Schmidt fährt auf keinem Parteiticket. Er hält Kontakte in alle Parteien. Zu seinen Gästen gehören SPD-Größen wie Peer Steinbrück oder der Grünen-Chef Cem Özdemir. Auch der Linke Gregor Gysi wurde schon auf seinen Feten gesichtet. Die enge Verbindung zu Genscher aber gilt als Nukleus seiner ausgezeichneten Kontakte in die FDP hinein.

      Wenn Genscher zu Westerwelle sagt, dem Schmidt könne er vertrauen, dann vertraut Westerwelle dem Schmidt, sagt einer, der sich mit dem Innenleben der FDP gut auskennt. Und dann vertraut eben auch der Mronz dem Schmidt.

      Dass die Geschäfte von Manfred Schmidt nicht mehr so gut laufen können wie einst, ergibt sich aus der Wirtschaftskrise. Früher haben ihm die Dax-Konzerne das Geld hinterhergeworfen, damit er in ihrem Namen "Medien-Treffs" organisiert. Die Hitze des Finanzchaos aber hat die Budgets für solche Netzwerk-Treffen schmelzen lassen.

      Ergo: Schmidt muss die Kosten auf mehr Schultern verteilen. Er muss neue Geschäftsfelder suchen. Er braucht Sponsoren im großen Stil, wenn die Einnahmen stimmen sollen. Und er benötigt einen Partner, der sich auskennt im Geschäft und die nötigen Kontakte hat, auch und vor allem in die Politik.

      Er braucht einen wie Michael Mronz.

      Den erfolgreichen Sportvermarkter scheint es geradezu zu drängen, seinen Marktwert als Partner von Westerwelle auszutesten. Mronz ist durch diese Liaison in die Liga der Prominenten aufgestiegen. Welche Türen würden sich jetzt öffnen, die vielleicht verschlossen war? Welche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft könnten plötzlich mit ihm zusammenarbeiten? Insider sagen, Mronz habe sich auf einen Handschlag-Deal mit Schmidt eingelassen. Schmidt neigt nicht dazu, solche Übereinkommen schriftlich abzusichern, ist zu hören. Offiziell dementieren beide. Aber es gibt nun mal die gemeinsame Sponsoren-Akquisition zum politischen Treff in Düsseldorf.

      Viele aus dem Marketing- und Eventmanagement-Umfeld wundern sich, dass Mronz diese neue Richtung einschlägt. Sie sehen Gefahren für das Kerngeschäft von "Micky", wie ihn Freunde nennen. Politik ist ein gefährliches Geschäft.

      Die nötige öffentliche Zurückhaltung jedenfalls legt Mronz nicht gerade an den Tag. Als erste Kritik daran aufkeimt, dass der Spezialist für Sportevents Westerwelle ins WM- und Olympialand Brasilien begleitet, stellen sich die beiden Reisenden erst recht gemeinsam den Kameras. Und als es für Mronz kurz zuvor galt, die Eröffnung eines Luxushotels in Bonn zu managen, da sprach wie zufällig auch Guido Westerwelle ein Grußwort.

      Objektiv gibt es die Chance, dass Mronz dank seiner Verbindungen zusammen mit Altmeister Schmidt in die erste Liga des Veranstaltungswesens aufsteigt. Doch da ist jetzt die missratene Sache mit dem "Länderdialog 2010" zwischen NRW und Bayern am 9. März, nach der gemeinsamen Kabinettssitzung der Landesregierungen.

      Vorbild war der im Dezember 2009 zum dritten Mal veranstaltete "Nord-Süd-Dialog" zwischen Niedersachsen und Baden-Württemberg, die wie NRW und Bayern schwarz-gelb regiert werden. Diese Reihe hatte Schmidt noch im Alleingang organisiert. Anfang 2009 begannen die Vorbereitungen für den Düsseldorfer "Länderdialog“. Mronz und Schmidt arbeiteten auf eigene Rechnung, ist aus dem Umfeld der Firmen zu hören. Danach sollten am Ende Kosten und Gewinne fifty-fifty geteilt werden. Die beiden bestreiten das.

      Die Aufgabe von Mronz war es wohl, die Länderchefs Seehofer und Rüttgers dazu zu bringen, als Schirmherren der Veranstaltung aufzutreten - gekoppelt an die Zusage, auch zu erscheinen. Nur wenn eine solche A-Besetzung garantiert ist, rücken Sponsoren Geld raus.

      Die Staatskanzleien reagierten zunächst reserviert - doch Mronz schaffte es. Die Zusagen waren eingeholt, Anfang des Jahres wurden Sponsoren akquiriert.

      Die dafür entworfene Präsentation umfasst auch "Impressionen vergangener Events" - Bilder also, auf denen der selbsternannte Arbeiterführer Rüttgers dem Pop-Rocker Peter Maffay (Du) die Hand schüttelt oder CSU-Shooting-Star Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Förderer Seehofer anlacht. Auf einen Bild ist auch Guido Westerwelle zu sehen - in Begleitung von FDP-Jungstar Philipp Rösler und dessen Frau Wiebke. Die Geschichte endet mit einer peinlichen Absage

      Solche Bildergalerien können bei Sponsoren den Eindruck erwecken: Wenn ihr Geld gebt, werdet ihr diese Persönlichkeiten alle treffen können.

      Doch dann wird Mitte Februar ruchbar, dass die nordrhein-westfälische CDU für den Landesparteitag am 20. März möglichen Geldgebern rosige Versprechungen gemacht hat: Für 20.000 Euro sollte Ministerpräsident Rüttgers an ihrem Stand erscheinen. Generalsekretär Hendrik Wüst musste gehen. Hätte da am 9. März eine NRW-Bayern-Party mit Sponsoren stattfinden können, angefeuert von Manfred Schmidt und FDP-Freund Mronz?

      Diese Geschichte endet also mit einer peinlichen Absage. Angeblich weil Horst Seehofer und sein Gefolge nach dem Tag im Essener Zollverein lieber schnell nach Hause wollten, zurück ins schöne München. So zumindest erklären es die Landesregierungen von Bayern und Nordrhein-Westfalen.

      Der Veranstalter hingegen lässt mitteilen, das Ziel, "eine erfolgreiche und dem Anspruch der Partner und Gäste entsprechende Kommunikationsplattform" zu schaffen, scheine "vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Sponsoringaffäre" zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

      Bild mit Stich

      Der "Länderdialog" war für die Sponsoren ohne die Ministerpräsidenten wertlos geworden. Über 700 geladene Gäste mussten ausgeladen werden. Ein Fiasko.

      Die Sache sei abgesagt, heißt es in den Staatskanzleien. Lediglich verschoben, darauf beharrt Organisator Manfred Schmidt.

      Und Michael Mronz? Der hat offenbar inzwischen zumindest verstanden, besser auf Fotos mit Westerwelle zu verzichten, wenn es um die Selbstdarstellung seiner Agentur geht.

      Am vergangenen Freitag noch schmückte ein Bild des Außenministers - zu sehen neben Ex-Tennis-Star Michael Stich - den Internet-Auftritt von MMPromotion, der Mronz-Firma. Das Bild gibt es dort nicht mehr.

      Und vielleicht ist damit ja auch die Idee begraben, Manfred Schmidt als Deutschlands wichtigsten Eventmanager zu beerben.

      (sueddeutsche.de/jja/gba)


      Quelle im Original: Süddeutsche
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

      Lingua Tertii Imperii - Notizbuch eines Philologen
    • Schwarz-Gelb rasselt weiter abwärts in den Umfragekeller.

      Schwarz-Gelb erreicht den niedrigsten Wert seit der Spendenaffäre von vor 10 Jahren. Die Rot-Rot-Grüne Opposition liegt mit 52% Zustimmung nun 12 % vor Schwarz-Gelb. Verantwortlich dafür sind laut Wahltrendanalysten zum einen Guido Westerwelle, der der FDP durch sein Auftreten schade und zum anderen das wachsenende Misstrauen gegenüber der katholischen Kirche, welches angeblich der Union spürbar schaden soll.

      Letzteres hat mich doch einigermaßen gewundert, da ich nicht gedacht hätte, dass das C noch eine so große Bedeutung in der Union hat bzw. hatte. Ich halte das auch ehrlich gesagt für überinterpretiert. Die Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche kann man nun wirklich nicht der Union anlasten. Viel mehr könnte man dieser ihre Zerstrittenheit und ihre Tatenlosigkeit vorwerfen. Gibt es überhaupt noch eine CDU? In den letzten Monaten hat man ja nur noch was von der FDP oder von der CSU aus Bayern gehört. Ach ja, Rüttgers ist ja auch noch da. Viel mehr als von dubiosen Parteitagsvermietungen des Ministerpräsidenten hat man da aber auch noch nicht gehört. Das sind wohl eher Dinge, die man der Union vorwerfen kann: Kanzlerin Unischtbar Merkel regiert das Land, bzw. steht an seiner Spitze.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Die politische Bilanz der Weltmeisterschaft

      Während alle schön feiern und sich über den Fußball freuen schlägt die Politik erwartungsgemäß zu. Und wie...:

      1. Christian Wulff wird Bundespräsident. Nach 9 Stunden und 3 Wahlgängen.
      2. Plötzlich merkt die Regierung, dass sie sparen muss. Der Heizkostenzuschuss beim Wohngeld wird gestrichen - obwohl er gerade erst eingeführt wurde.
      3. Plötzlich merkt die Regierung, dass die Krankenkassen ein Defizit von 11 Milliarden Euro haben. Krankheitsminister Rösler erhöht daher die Beiträge der gesetzlich Versicherten auf 15,5%.
      4. Die EU unterzeichnet das SWIFT Abkommen mit den USA. Ab August können US-Terrorfahnder im Verdachtsfall unsere Konten ausspähen, wenn mit Swift überwiesen wurde.
      5. Während der WM sind etwa eine halbe Milliarde Liter Rohöl in den Golf von Mexiko gelaufen.
      6. Beim G20 Gipfel wurde zwar gemeinsam Fußball geschaut, eine Bankenabgabe wurde hingegen nicht beschlossen.
      7. Deutschland nimmt zwei Gefangene aus Guantanamo auf. Einen in Hamburg und einen in Rheinland-Pfalz.
      8. Bundesgerichtshof: Gentests an Embryonen sind nicht mehr verboten. So sollen Erbschäden vermieden werden.
      "Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."
      Otto Wels, Reichstagsrede vom 23.März 1933.

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    • Eine ähnliche Liste kann ich Dir auch nach den rheinlandpfälzischen Landesmeisterschaften im Synchronschwimmen erstellen.
      Könnte auch ein Zufall sein, aber geht der Bundestag nicht in die Sommerpause demnächst? Wenn Fußballweltmeisterschaften nicht irgendwann einmal im April / Mai stattfinden, werden wir es wohl nie erfahren.

      5. Während der WM sind etwa eine halbe Milliarde Liter Rohöl in den Golf von Mexiko gelaufen.
      Das Loch hat erst einmal gewartet, wie weit die Deutschen kommen und sich dann entschieden noch ein wenig zu sprudeln. ;)
      Vokale sind schwul!
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