Wirtschaftssysteme und -zusammenhänge - Globalisierung

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    Die neue TWL Season ist mit einem mehrere Titel umspannenden Turnier gestartet alles relevante dazu findet Ihr hier Klick mich hart
    • Der Unbeliebte schrieb:

      Es würde ja schon sehr viel helfen, wenn nicht alle Unternehmen rücksichtslos nach Gewinn rafgeiern würden. Aber es geht ja nur um Umsatz, Umsatz Umsatz und möglich schön viel in die eigene Tasche.
      Das ganze assoziale raffgierige Pack (neudeutsch: Topmanager) sollten nicht danach bezahlt werden, wie viel Gewinn der Betrieb abwirft, sondern wie stabil gewirtschaftet wird.


      Du machst ne Kneipe auf und hast zwei Studentinnen, die kellnern. Gegen 2.00 morgens machst Du den Laden zu und zählst die Kohle. Du hattest 2000,- Einnahmen, aber auch 1500,- Ausgaben ( Getränke, Essen, Personal etc. ), dazu ist Monatsende und Du mußt die Miete an den Hausbesitzer überweisen ( 20000,- ), Versicherung, Abzahlung der Kredite, das Mobiliar, das Dir die Brauerei auch nicht umsonst gestellt hat, und andere Dinge. Was machst Du mit den 500,-?
      Natürlich geht es um Umsatz, worum denn sonst? Machst Du Umsatz, kannst Du die beiden Studentinnen bezahlen, machst Du keinen, mußt Du eine entlassen. Jetzt kommt natürlich die Frage: wieviel vom Gewinn gestehst Du dir selber als Chef zu? Reicht es Dir, wenn Du 3000,- netto für Dich privat hast, oder möchtest Du 5000,-? Dann mußt Du dir was einfallen lassen: entweder Werbung, besseres Essen, die Konkurrenz mit Qualität überflügeln, die Preise erhöhen ( riskant ) oder einfach bescheissen.
      Es gibt in Deutschland noch sehr viele Unternehmen, die legal arbeiten und auch legitime Gewinne erwirtschaften, es gibt aber auch welche, da stimme ich Dir zu, die die Situation ausnutzen und nur noch auf Maximalprofit aus sind. Fausstregel: je größer die Firma, desto undurchsichtiger.

      Das mit den Polen möchte ich mal mit Quelle belegt haben.

      Nachtrag: hey:. im Korruptionsranking steht Deutschland auf Rang 16. :Banane: transparency.org/policy_research/surveys_indices/cpi/2007


    • Es gibt im Leben zwei Sorten von Menschen: die Macher und die Schwätzer.

      UnternehmerInnen bedeutet: er\sie nimmt etwas in die Hand, hat eine Vision und setzt diese um. Dabei übernimmt er Verantwortung für sich und Andere.

      Es gibt Unternehmer in der Wirtschaft, Forschung, Politik,...

      Die meisten wirtschaftlichen Unternehmer finden sich im deutschen Mittelstand. In Grossunternehmen wird es schwieriger da ab einer bestimmten Grösse die Bürokratie exponentiell zunimmt und die perönliche Verantwortung abnimmt. Der Unternehmer verwandelt sich hier mehr in einen Manager. Das gilt aber für alle Grossorganisationen, seien es Unis, Parteien, Kirchen,.....
      Grossorganisationen sind die Supertanker, manchmal sklerotisieren sie sich eine zeitlang (siemens manchmal), oder nehmen wieder Fahrt auf oder werden in neue wendige Schnellboote zerlegt.

      In Deutschland gibt es nur wenig Wertschätzung für Unternehmer (Freiheit, Risiko, Verantwortung, Fortschritt) wie zB.: in England oder in Amerika, sondern hier wirkt im Hintergrund weiter die deutsche Beamtenmentalität (Sicherheit, Planung, Versorgung, Tradition, konservativ).
      Leider beginnt diese Mentalität hier schon im Kindergarten, Schule,.... Es wird das Bewahren gelehrt und nicht das Unternehmen....zuviel Theorie statt Praxis
      Jeder Mensch sollte eigentlich in der Schule lernen: was will ich (Vision), wie setze ich es kreativ um (Methoden), was für persönliche\historische Vorbilder gibt es in der Richtung....

      Der Internetboom 2000 und der Web 2.0 Boom sind Beispiele für neue sich schnell entwickelnde Geschäftzweige die auch eine gewisse Unternehmermentalität erzeugt haben: Inkubatoren bei klassischen Unternehmensberatungen, Studentenstartups,... Da es hier auf Schnelligkeit\Kreativität ankommt kommt das meiste aus Amerika oder wird von dort abgekupfert...
      Erfolgreiche mehr konservativere Unternehmen sind der deutsche Maschinenbau, Autoindustrie,...
      Alternative Energien ist ein weiterer dynamischer WildwestWachstumszweig... die Frage ist ab welchem Ölpreis wir hier von einem Subventionsbetrieb in reale Gewinne übergehen...

      Da Deutschland auch noch zunehmend überaltert wird die konservative Denkweise noch weiter in der Gesellschaft zunehmen.

      Stabilität kann es in einer dynamischen\globalisierten Welt nur in Form lokal und zeitbegrenzter Strukturen geben.
      Wer globale Stabilität will geht in Richtung Totalitarismus ob rechts, links oder grün,...
      Wer gar keine Stabilität will geht in Richtung chaotischen Ultraliberalismus......

      Vereinfacher\Demagogen wie Marx oder Hitler, Lafontaine haben immer Unrecht. Die Wirklichkeit ist komplizierter und letztendlich nicht in Worten beschreibar.

      Die Frage ist wer wird das Rennen machen.... die jungen hungrigen hart arbeitenden Inder, welche versuchen zu beschleunigen (unternehmen)....oder die älterwerdenden Besitzstandswahrer, welche versuchen zu bremsen (schwätzen)...

      Ich denke die erste Gruppe ist in der Überzahl, aber die Zweite hat noch die besseren Waffen\Posten

      repman
      "BareBonesWars 8.1": Mod für Rome 1.5 mit neuen Karten/Einheiten/Skins + neuem Gameplay
      "DeusloVult" 6.2" Mod für MTW II Kingdoms
      Mittelalterliche Rollenspiele mit: Norwegen, Irland, Flandern, Kiev Rus, Deutschorden, Königreich Jerusalem, Litauen, Armenien, Georgien
    • Guter Beitrag. :thumbup:

      Vor allem dieser Satz, den unterschreibe ich voll:


      sondern hier wirkt im Hintergrund weiter die deutsche Beamtenmentalität (Sicherheit, Planung, Versorgung, Tradition, konservativ).
      Leider beginnt diese Mentalität hier schon im Kindergarten, Schule,.... Es wird das Bewahren gelehrt und nicht das Unternehmen....zuviel Theorie statt Praxis


      Viele hier bei uns bekommen ihren Hintern nicht hoch, weil sie viel zu schnell nach Vater Staat rufen, etwas mehr Eigeninitiative kann auch nicht schaden. Das trifft jetzt nicht auf jeden zu, aber manchmal kann man es sich auch selber unnötig schwer machen.
      Btw: Vater Staat hat´s ja wirtschaftlich auch nicht drauf, oder?


      In Deutschland gibt es nur wenig Wertschätzung für Unternehmer (Freiheit, Risiko, Verantwortung, Fortschritt) wie zB.: in England oder in Amerika,


      Also ehrlich gesagt möchte ich auch keine amerikanischen Verhältnisse, das ist mir dann auch zu viel.
      Es steht jedem frei sich selbstständig zu machen und dem Ganzen zu entfliehen, viel zu wenige trauen sich das zu und lassen sich von einem "gesicherten Arbeitsverhältnis" verlocken, Risiko besteht bei beiden Varianten.


      Richtung Totalitarismus ob rechts, links oder grün,..


      Hey, paß ma auf, was Du hier postest, wo sind denn Grüne totalitär? :D


    • Zum Korruptionsranking ist zu sagen, daß die meisten Staaten, die auf der Liste vor Deutschland stehen, politisch höchst stabile und konfliktarme Kleinstaaten sind - allerdings überrascht es mich ein wenig, Großbritannien knapp vor uns zu sehen... wer hätts gedacht. Insgesamt aber denke ich, daß unter fast 300 Staaten weltweit ein 16. Platz gegen so starke Konkurrenz sehr gut ist... noch ist nicht alles verloren ;).

      Wo sind Grüne totalitär? Schon mal beim Castortransport nach Ahaus dabeigewesen? Manche da haben ideologische Beißreflexe, die alte Stalinisten noch viel älter aussehen ließen... :D

      Und noch ein Wort zu Machern und Schwätzern: letztens hörte ich einen guten Spruch, der das bestätigt.

      Wer nicht geführt werden will, ist dazu verdammt, selbst zu führen.


      - König der Könige, herrschend über Könige -

      Motto der Dynastie der Palaiologen (Byzantinische Kaiser 1258 - 1453)

    • Wo sind Grüne totalitär? Schon mal beim Castortransport nach Ahaus dabeigewesen? Manche da haben ideologische Beißreflexe, die alte Stalinisten noch viel älter aussehen ließen...


      Das sind keine Grünen, das sind von den großen Netzbetreibern wie E.ON und RWE gekaufte Undercvover-Agenten. 8)

      Zum Ranking: die Briten sind mir auch aufgefallen, aber auch, daß die Ösis eine Stelle vor uns rangieren.
      Platz 16 finde ich aber schon ein wenig armselig, wenn ich ehrlich bin, bei weltweit knapp 200 Staaten.....Na ja, wird vielleicht noch. Wobei sich in letzter Zeit die Ungereimtheiten häufen: VW, Siemens....."Hab mein Ehrenwort gegeben und darf nicht mehr Namen posten" :thumbup:


    • Trotzdem hält die Marktwirtschaft einige Kuriositäten bereit.

      Mal ein paar Beispiele:
      Die Stahlindustrie boomt ja zur Zeit, hauptsächlich durch den Stahlhunger in Ostasien, insbesondere China. Die Preise für Stahl sind ständig im steigen und trotzdem passiert in der Containerschifffahrt (3 f, sieht das komisch aus :D ) was merkwürdiges. Auf den Routen zwischen Ostasien nach Europa gibt zum Glück von Europa aus nach China genügend Fracht um die Schiffe voll zubekommen. Das ist gar nicht so einfach, da mittlerweile die ersten Boxcarrier mit 12000 Stellplätzen in Fahrt kommen und bereits die nächsten Riesen mit 15000 TEU in Bau sind. Die Gigantomanie in der Schifffahrt ist der reine Wahnsinn. Zurück zum Thema, so gut schaut das nicht auf allen Linien aus. Auf den Linien von China nach Nordamerika hat man keine Probleme damit die Schiffe in China auszulasten, aber andersrum wird es schwierig. Da müssen die Schiffe sogar manchmal mit Ballast nach China zurück da einfach keine Fracht mehr da. Der Hauptgrund dafür liegt hauptsächlich an der starken Schiffsfrequentierung und der daraus resultierenden Abfahrtsdichten - kurz zuviele, zu große Schiffe. Aber nun kommts anstatt die leeren Container mitzunehmen und sie in China wieder voll zu machen werden die einfach in den US-Häfen stehen gelassen und rosten vor sich hin, wenn die Schiffe werden dann wieder in Shanghai, Shenzhen u.s.w. sind werden die einfach mit neuen Containern beladen, die dann wieder in die USA transportiert um dort gelassen zu werden. Es ist halt billiger die Boxen in China neu herzustellen als die alten, die gerade mal eine Tour hinter sich haben, wieder mitzunehmen.

      Man muss sich mal Großbritannien anschauen den gehen mittlerweile sogar die Fussballvereine abhanden :rofl: . Die britische Autoindustrie ist denen ja auch schon abhanden gekommen, nichts gehört denen mehr selbst. Den Vogel schießt zur Zeit der Sportwagenbauer TVR ab. Vor wenigen Jahren war man sogar, mit etwa 2000 Fahrzeuge pro Jahr, England's größter unabhängiger Automobilhersteller bis natürlich sich auch dafür ein Käufer fand, irgend ein russischer Milliardär. Der verpflanzt jetzt das Werk von England in die russische Pampa um Geld zu sparen :D .

      Um bei Großbritannien zu bleiben. Das Land hat eine erfolgreiche maritime Tradition, aber davon ist heute nichts mehr zu sehen. Die Reederei P&O (Peninsular & Oriental), gegeründet 1838, ist eine der ältesten Dampferreedereien der Welt. P&O gehörte dabei von Beginn an immer zu bedeutensten Linienreedereien der Welt, man war sogar fast die einzige britische Reederei die die ständigen Veränderungen in der Schifffahrt erfolgreich gemeistert hatte. Bis Anfang der 90er Jahre war noch alles in Ordnung. Unter der ehrwürdigen Holding P&O Steam Navigation Company Ltd. wurden alle Teilbereiche geführt - Kreuzfahrtschiffe, Fährschiffe, Tanker, Bulk Carrier (Schüttgutfrachter), Containerschiffe etc. -. Doch plötzlich wurden alle Teilbereiche an die Börse geworfen, dieser Shareholder Value-Wahn sollte dem Unternehmen das Genick brechen. Durch die Einnahmen konnte man zwar expandieren, aber in keinem Bereich wurde man die Nr. 1, sondern rangierte immer auf dem dritten oder zweiten Platz, praktisch war man ein Übernahmekandidat für die Nr. 1 oder die Nr. 2. Auf Aktionäre ist kein Verlass und kurzfristiges Denken bestimmt das Handeln, 2002 erfolgte der Verkauf von P&O Princess Cruises Ltd. (inkl. der deutschen Tochter Aida Cruises :!: ) an den US-Konkurrenten Carnival Corporation für 3,2 Milliarden US-Dollar. Dieser Wert entspricht weniger als dem Buchwert der Flotte von P&O Princess Cruises, von den weltweiten Verwaltungsgebäuden und Kreuzfahrt-Terminals mal gar nicht zu reden. Die Arison-Familie, Gründer und Besitzer von Carnval Cruise Lines, hat das Geschäft ihres Lebens gemacht, dank der P&O Aktionäre. 2005 erfolgte dann auch noch der Verkauf der Containerabteilung an den weltgrößten Container-Operator A.P. Moller-Maersk aus Dänemark. P&O war auf die Fährdivision und den Bereich des Hafenbetreibers (P&O Ports) zusammengeschmolzen. 2006 kaufte dann Dubai Ports Worldwide (DP World) den Rest der P&O Group, die Fährdivision wollten die Araber eigentlich gar nicht, bekamen sie aber trotzdem sozusagen inklusive ;) . Damit war Englands letzte große unabhängige Reederei weg. Naja so ganz ohne Frachtreederei muss good old England nicht auskommen, dieses Unternehmen hört auf den schönen Namen Hatsu Marine Ltd. und ist eine Gründung der taiwanesischen Containerreederei Evergreen Marine Corporation (EMC). Hatsu Marine unterhält zur Zeit etwas 10 Containerschiffe.

      Großbritannien sollte uns ein mahnende Beispiel sein, den wir in Deutschland nicht bald was anders machen wird es uns ähnlich gehen.
      Die Bahn wurde in Großbritannien auch privatisiert, sogar das Schienennetz von den Lokbetreibern getrennt. Mittlerweile musste der Staat das wieder zurückkaufen da es zu vielen Unfällen kam wegen schlechter Wartung. Gewinnmaximierung ist halt nicht immer mit Sicherheit und Nutzen für die Menschen miteinander vereinbar.

      Nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten macht das ja alles auch noch Sinn, aber wie blöde ist ein System überhaupt in dem sowas Sinn macht?
    • Verschiffen wir nicht unser Altpapier und die gelben Säcke mit dem Grünen Punkt nach China, damit der Kram da verbrannt wird?

      Zum Wirtschaftschwachsinn fallen mir jetzt noch die legendären Nordseekrabben ein, die in Marokko gepuhlt und in Polen eingedost werden und die British Airways, die mangels Mitarbeiterkoordination mehrmals wöchentlich leer über den Atlantik fliegen, also kein Bordpersonal haben. :stimmt:


      Die Bahn wurde in Großbritannien auch privatisiert, sogar das Schienennetz von den Lokbetreibern getrennt. Mittlerweile musste der Staat das wieder zurückkaufen da es zu vielen Unfällen kam wegen schlechter Wartung. Gewinnmaximierung ist halt nicht immer mit Sicherheit und Nutzen für die Menschen miteinander vereinbar.


      Großkonzerne, die größteils noch in Staatshand sind, sind aber auch nicht berühmt für sinnvolles Wirtschaften, schließlich hält der Bund noch immer einen Großteil an Telekom Aktien und da fliegen reihenweise Leute auf die Strasse.
      Oder VW: das Land Niedersachsen ist der größte Aktieninhaber ( neben Porsche ), dann sitzt da noch der Landesboss Wulff im Aufsichtsrat.


    • Heute bei einer Bank ist mir mal wieder bewusst geworden, dass Sparkonten Geld vernichten. Teilweise gibt es nur 0,5% Zinsen für mein Geld, die Inflation liegt aber höher. Dadurch werde ich de facto weniger Geld haben als vorher. Wer spart wird, wenn er keinen Zinsatz über 1,5% hat, auf lange Sicht sein Geldbestand verringern. Ist man dadurch nicht zum investieren gezwungen, um möglichst viel von seinem Geld zu haben?
    • Alexios I. schrieb:

      Heute bei einer Bank ist mir mal wieder bewusst geworden, dass Sparkonten Geld vernichten. Teilweise gibt es nur 0,5% Zinsen für mein Geld, die Inflation liegt aber höher. Dadurch werde ich de facto weniger Geld haben als vorher. Wer spart wird, wenn er keinen Zinsatz über 1,5% hat, auf lange Sicht sein Geldbestand verringern. Ist man dadurch nicht zum investieren gezwungen, um möglichst viel von seinem Geld zu haben?


      Die 1,5 % sind so herrlich ... gehen sie ja so schön an der Realität vorbei ...
      1,5 wenn du dir jede Woche ne neue Waschmaschiene und Computer usw. holst ... oder Wirsing ...
      Aber wenn du die alltäglichen Sachen meinst, darfst du schon über 4 % zu Buche schlagen um die "reale" Inflation auszubügeln.
    • Der Unbeliebte schrieb:

      Die 1,5 % sind so herrlich ... gehen sie ja so schön an der Realität vorbei ...
      1,5 wenn du dir jede Woche ne neue Waschmaschiene und Computer usw. holst ... oder Wirsing ...
      Aber wenn du die alltäglichen Sachen meinst, darfst du schon über 4 % zu Buche schlagen um die "reale" Inflation auszubügeln.


      Ich sag ja "über 1,5%". Außerdem ist dies ein Durchschnittswert.
    • Nur zum Klären der Begrifflichkeiten -ist das ein SPARkonto oder ein GIROkonto? Das ist ein Unterschied... auf Sparkonten gibt es in der Regel auch mehr Zinsen, aber du kommst nicht so fix an dein Geld.


      - König der Könige, herrschend über Könige -

      Motto der Dynastie der Palaiologen (Byzantinische Kaiser 1258 - 1453)
    • Nikephoros schrieb:

      Nur zum Klären der Begrifflichkeiten -ist das ein SPARkonto oder ein GIROkonto? Das ist ein Unterschied... auf Sparkonten gibt es in der Regel auch mehr Zinsen, aber du kommst nicht so fix an dein Geld.


      In meinem Fall ist es ein Sparkonto. Bei meiner Bank steigt der Zinssatz nach dem Geld, was auf dem Konto liegt. Also bis 1500 gibt es x und ab 3500 dann y usw. (nur ein Beispiel)
    • Alexios I. schrieb:


      Der Unbeliebte schrieb:

      Die 1,5 % sind so herrlich ... gehen sie ja so schön an der Realität vorbei ...
      1,5 wenn du dir jede Woche ne neue Waschmaschiene und Computer usw. holst ... oder Wirsing ...
      Aber wenn du die alltäglichen Sachen meinst, darfst du schon über 4 % zu Buche schlagen um die "reale" Inflation auszubügeln.


      Ich sag ja "über 1,5%". Außerdem ist dies ein Durchschnittswert.

      Wenn du die Nachrichten verfolgt hast, waren doch nur 3% ^^
      Ist ja im Nov. wieder gestiegen ;)

      ansonsten: wegen Spar oder Giro: kommt auf die Bank an und wo die steht.
      Bei uns ist in der Regel das Sparkonto der Geldvernichter und auf dem Girokonto bekommt man mehr Prozente.
      Mein Giro wirft 4,5 % ab. Mein Sparkonto nur 1,5% Zinsen.
    • Aso Sparkonten sind ja nicht erst seit gestern die schlechteste Lösung. Meine Eltern und Tanten haben noch so etwas, aber seit den 90 ern gibt es ja wohl sinnvollere Varianten, sein Geld ( sofern vorhanden ) anzulegen und dann auch noch Zugriff darauf zu haben. Ich versteh bis heute noch nicht, warum alle Banken am Weltspartag die Kiddies mit nem Sparbuch locken wollen. Hab für meinen Sohnemann ein Festgeldkonto angelegt, die Knete bekommt er mit 18, parallel dazu meine Eltern für meine Tochter ( 1 Jahr älter ) den gleichen Betrag auf einem Sparbuch der Sparkasse, die beiden werden sich mit 18 richtig kloppen, weil er deutlich mehr Geld bekommen wird als sie.


    • Ja, keine Ahnung ob hier richtig.... :D Puh... *staub wedel* Es ist auch nichts sonderlich interessantes ( ihr könnt auch weg hören ), aber ich fand es dennoch witzig.

      Heute habe ich eine Reklame im Radio gehört, die mit einem bekannten schwedischem Dialekt ( IKEA ) begann.

      " Deutschlands bestes Möbelhaus 2010 " Doch nicht das, was sie jetzt denken.......


      Kurz darauf folgte der ebenfalls bekannte Einspieler von Höffner.... Möbel Höffner hat sich demnach die Werbestimme von IKEA " geliehen ", was ich als durchaus tollen zug erachte. :)

      Naja, wollte ich nur mal zum besten geben. :blöd:
    • Das ist schon fast so, wie Saturn und Media Markt bei ihren Jubiläen. :D


      Wobei die zu einem Konzern gehören und eigentlich nur Markennamen sind. Saturn in der Innenstadt, und Media Markt weiter draußen.
      "There is no need to die on the road. You can always do homeoffice."
      - Proverb in Bangladesh
    • GeneralWolf schrieb:

      ...Sollen die einfach vom Himmel fallen?

      Es ist ja nicht so, daß bei einem Bruttoinlandsprodukt von 2.900 Mrd. Euro kein Geld da wäre. Jeder Haushalt verfügt statistisch über ein Nettogeldvermögen von 44.500,- und einem Gesamtvermögen von 123.300,-. Irgendwo muß das Geld ja sein. Anstatt den Arbeiter immer weiter zu melken, könnte man mal Probebohrungen dort vornehmen, wo man Geldvorkommen vermutet. Muß man aber gar nicht.

      Die Wirtschaft möchte ein Heer aus der Arbeiterreserve vorgehalten bekommen. Warum wird dieses Heer aus Steuermitteln bezahlt? Für Sklaven müßte die Wirtschaft für deren Unterhalt sorgen, hier unterhält sich der Arbeiter selber, sorgt für seine Reproduktion und zahlt sogar die Bevorratung mit Seinesgleichen.

      Da kommen die Flüchtlinge der Wirtschaft doch gelegen. Jobs, die so schlecht bezahlt werden, das sie nicht einmal mehr ein verzweifelter Einheimischer, trotz Druck und Repressionen vom Job-Center, erledigt. Da braucht man dringend Menschen die noch verzweifelter sind und ALLES, auch für noch weniger Geld machen. Dieter Zetsche schmust ja schon um die Flüchtlingsheime.
      "Die meisten Flüchtlinge sind jung, gut ausgebildet und hoch motiviert. Genau solche Leute suchen wir doch."
      Das heißt: Unabgearbeitetes Menschenmaterial, mit einer hohen Reproduktionsrate, das für wenig alles macht. Weitgehend noch nicht von industriellen Lebensmitteln aufgeschwemmt, ihre Zähigkeit unter Beweis gestellt.

      Paradiesische Zeiten brechen für unsere Wirtschaft an.
      Schade daß nur wenige etwas davon haben werden.

      Bezüglich deiner Wortwahl (Unabgearbeitetes Menschenmaterial, mit hoher Reproduktionsrate, das für wenig alles macht. / von industriellen Lebensmitteln aufgeschwemmt / erfolgreicher Triathlon von Syrien nach Deutschland) möchte ich dich bitten zwei Gänge runterzuschalten. Und mir ist dabei durchaus bewusst, dass du das Zetsche (fälschlicherweise) in den Mund legst und demnach offensichtlich und erfreulicherweise nicht als eigenen Standpunkt betrachtest. Trotzdem: Genauso wie in diesem Forum Regeln zur Rechtschreibung gelten, gilt auch die Regel, dass man sich nicht pauschal diffamierend über andere Bevölkerungsgruppen äußert. Und da finde ich in dieser Äußerung einiges, was mich stört. Angefangen bei der dehumanisierenden Ausdrucksweise, die bei Menschen wie von Sachen spricht, bis hin zu der Verharmlosung einer lebensgefährlichen Flucht zu einem Hobby-Sportereignis.

      Drück dich bitte in Zukunft etwas bedachter aus. Danke.


      John


      P.S.
      Ich wollt damit nur darstellen, wie Menschen, die nicht zum Bürgertum gehören, allgemein von der Wirtschaft betrachtet werden. Als Variables Kapital, als Ware, die käuflich und konsumierbar ist. Die Herkunft spielt dabei keine Rolle. Nur Kosten und Nutzen. Gab da mal das "Unwort des Jahres 2004" "Humankapital". Begriffe auf der Wirtschaftswissenschaft. Die dehumanisierenden Ausdrucksweise sind Begriffe aus der Ökonomie und ich finde sie auch diffamierend. Da gibt es Formeln mit denen man den Wert eines Menschen errechnet. Ich wollt verdeutlichen was ein Mensch in der Freien Wirtschaft für eine Bedeutung hat und warum man sich über so viel Flüchtlinge freut. Mit Menschlichkeit hat das vermutlich überhaupt nichts zu tun, sondern hat rein ökonomische Gründe.

      Meine Sichtweise ist das ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil.

      Mit dem Triathlon, sehe ich ein und entferne es.

      P.S.S Nix in den Mund gelegt.
      Daimler-Chef Zetsche will Flchtlinge anwerben - manager magazin
      „Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
      Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
      Karl Marx.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Rudabour ()

    • Mag ja sein, daß man das nicht lesen möchte. Der Überbringer schlechter Nachrichten wurde schon im Mittelalter geköpft. Dennoch hilft ignorieren auch nicht. Die ganze Flüchtlingskrise hat sich ja durch Ignorieren erst so gesteigert. Die zeichnete sich ja schon lange ab.
      Vermutlich hat Merkel gesagt, sie wolle so etwas nicht lesen. Ich finde es ja auch gut, das diese Menschen in München nicht so empfangen wurden, wie z.B. in Freital, obwohl die Asylgegner medial hoch aufgerüstet haben. Fake-Bilder oder aus dem Zusammenhang gerissenen Videos.
      Dennoch....

      Münchener ifo-Institut für Wirtschaftsforschung:
      " «Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist.» Das Institut plädiert deshalb dafür, den Mindestlohn abzusenken."
      Ifo-Institut rechnet vor: Flüchtlinge kosten Milliarden - n-tv.de

      Die Produktivität zu gering in Jobs unter 8,50€? Wie soll das denn gehen? Was macht man denn unter 8,50€? Was soll ein Syrer in dieser Preisklasse nicht können, was ein Europäer kann? Reine Show der Bourgeoisie. Preisdrückerei.

      Darum geht es doch bei Merkels Gastfreundschaft wirklich.
      Der Mensch hat für die Wirtschaft keinen Wert, außer als Konsument. Einen Wert hat die Arbeit eines Menschen. Menschliche Arbeit ist die einzige Ware, die beim Konsumieren einen Mehrwert schafft und Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
      Außerdem drängt man nach einem Verteilerschlüssel für Europa, nachdem man die Flüchtlinge förmlich hierher eingeladen hat. Also sollen die Flüchtlinge von hier verteilt werden. Warum war es der Merkel so wichtig von hier? Vermutlich, damit man sich die besten Arbeiter heraussuchen kann und den Rest weiterreicht. Das hat doch was vom Pferdemarkt. Da steckt doch die Dehumanisierung. Dehumanisierung ist nicht, daß man darauf hinweist, sondern indem man es toleriert oder jemanden zwingen will darüber zu schweigen.

      Ob man nun Flüchtlinge aufnehmen sollte oder nicht, will ich hier gar nicht bewerten. Ich will nur darauf hinweisen, daß unsere Merkel (obwohl es ja den Anschein macht) nicht plötzlich das Herz aufgegangen ist. Unsere Nachbarn fragen sich ja auch, was mit den Deutschen auf einmal los ist. Diese Regierung ist eine Wirtschaftsregierung und arbeitet auch dieses Thema genau so pragmatisch ab, wie jedes andere.
      „Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstruierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschheit wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt.
      Das Geld ist das den Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins, und dieses fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an."
      Karl Marx.
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