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Twilight

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101

Freitag, 17. September 2010, 14:27

Polizisten sind auch keine normalen Menschen,

Klar, das sind ja schließlich Ubermenschen :rolleyes:
Warum sollen sie besser geschützt sein, als andere? Entweder mindert man das Strafmaß, für einen Angriff auf einen Staatsbeamten auf das Niveau eines normalen Bürgers, oder man hebt Letzteres an, so das es egal ist, mit wem man sich angelegt hat.
Besonders bei Menschenmassen, macht ach die Polizei gerne mal Fehler und trägt dazubei, dass die Situation eskaliert, was bei einer großen ANzahl an Menschen, ganz normal ist.

:lehrer: Die heranwachsende Jugend entartet nur, wenn die Erwachsenen schon verdorben sind :lehrer:

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102

Freitag, 17. September 2010, 17:23

Klar, das sind ja schließlich Ubermenschen


Aus gesetzlicher Sicht sind es wohl überhaupt keine Menschen, sondern der Staat als solches. Wie hieß es früher, ein Angriff auf den Vogt ist wie ein Angriff auf den König...

Entweder mindert man das Strafmaß, für einen Angriff auf einen Staatsbeamten auf das Niveau eines normalen Bürgers, oder man hebt Letzteres an, so das es egal ist, mit wem man sich angelegt hat.


Letzteres, da kann ich voll mitgehen!


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103

Montag, 20. September 2010, 01:21

Zitat

Polizisten sind auch keine normalen Menschen, sondern vertreten wie Kelti schon sagte den Staat bzw. der Polizist ist ja Beamter, da gibts im StGB den "besonderen Schutz des Beamten" mit vielen Paragraphen, was absolut richtig ist. Z.b. gilt schon eine normalerweise leichte Körperverletzung bei einem Beamten schon als schwere.


Zitat

Warum sollen sie besser geschützt sein, als andere? Entweder mindert man das Strafmaß, für einen Angriff auf einen Staatsbeamten auf das Niveau eines normalen Bürgers, oder man hebt Letzteres an, so das es egal ist, mit wem man sich angelegt hat.


Soweit ich weiß gilt das aber umgekehrt auch für den Beamten. Diese bekommen bei Straftaten auch höhere Strafen als normale weil sie Beamte sind.
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104

Montag, 20. September 2010, 09:14

Soweit ich weiß gilt das aber umgekehrt auch für den Beamten. Diese bekommen bei Straftaten auch höhere Strafen als normale weil sie Beamte sind.

Sicherlich aber nur, wenn sie gerade ihre Pfölichterfüllen, der Polizist zum Beispiel im DIenst ist, oder?
Glaube kaum, dass die bei Straftaten in ihrem Privatleben härter bestraft werden, aber selbst wenn sie etwas in ihrer Dienstzeit verbrechen, so halten die meisten doch eh wie Pech und Schwefel zueinander und decken sich gegenseitig.

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105

Freitag, 24. September 2010, 10:18

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,719252,00.html

Erstmal seit knapp 100 Jahren wurde in Virginia eine Frau hingerichtet.
Ähem ok, ist eben so.
Aber warum wird so ein Terz veranstaltet, weil es sich um eine Frau handelt? Bei Männern gehen 100 Demonstranten auf die Strasse bei ihr 1/3 des Bundesstaates.
Genießen Frauen in den USA Todesstrafeschutzrechte?

106

Freitag, 24. September 2010, 10:25

Das habe ich auch nicht verstanden. Sehr irrational, dass man nur weil es eine Frau ist so einen Terz macht. Was ich an diesem Fall aber noch weniger verstehe ist, dass man den beiden Auftragskillern nur lebenslänglich gegeben hat. Also da hätten doch alle drei die gleiche Strafe kriegen müssen.

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107

Freitag, 24. September 2010, 10:40

Soweit ich das verstanden habe war sie die Auftraggeberin und die beiden anderen nur ausführendes Organ.
Sie hatte wohl die Planungen durchgeführt.

Möglicherweise ist ein Großteil der Mörder männlich, weswegen alleine schon von der Wahrscheinlichkeit her weibliche Hinrichtungen seltener vorkommen.
Und dann war sie noch eine Weiße und nicht wie der Großteil der Deliquenten schwarz.

Rainald von Dassel

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108

Freitag, 24. September 2010, 11:20

@ Kelti

Zitat

Zitat von »Kelti« Ganz plagativ: Ein Hund, der gebissen hat, wird eingeschläfert. Einen Verurteilten Kinderschänder und Mörder, den lassen wir wieder raus, weil dass ein Psychologe für angemessen hält? Und jetzt kommt mir nicht damit, dass das eine ja nur ein Tier ist. Der Mensch trägt mehr Boshaftigkeit in sich, als es ein Tier je könnte.


Nein ich habe unseren Frodo nicht einschläfern lassen. Wenn man die Angriffe nacharbeitet stellt sich oft herraus, daß der Mensch einen Fehler gemacht hat, natürlich nicht vorsätzlich. Dann kommt es drauf an, was der Hund vorher mitgemacht hatte. Als ich den gekauft hatte, wusste ich, daß das ein Problemdackel ist. Nur mal nebenbei, Dackel können sehr kräftig zubeißen.

Was die Vorsorge gegen Verbrechen angeht muss man wesentlich früher anfangen die Menschen / Kinder zu beobachten.
Was hat einer an Erbanlagen, wie sind die Familien und Umwelt Verhältnisse. Ich bin davon überzeugt, wenn die Kindergärten und Schule wachsamer wären, mehr auf die Kinder eingehen würden, vor allem was die sexuelle Entwicklung angeht, könnten viele Gewaltverbrechen verhindert werden!
Ego Rainaldus, cancellarius........ recognovi!" (Ich, der Kanzler Rainald........... habe für richtig befunden!), :bischof:

Das Recht des Menschen ist auf dieser Erde, da er nur kurz lebt glücklich zu sein!
... es gibt in diesem Land nicht genug Geld, einen Richter so zu bestechen, daß er Recht spricht.
Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.
Wahre Glückseeligkeit existiert nur in den Sinnen und Tugend befriedigt keine davon. de Sade

Seid wachsam!

109

Freitag, 24. September 2010, 11:22

Was hat einer an Erbanlagen, wie sind die Familien und Umwelt Verhältnisse. Ich bin davon überzeugt, wenn die Kindergärten und Schule wachsamer wären, mehr auf die Kinder eingehen würden, vor allem was die sexuelle Entwicklung angeht, könnten viele Gewaltverbrechen verhindert werden!

Wie wäre es denn, wenn man mal bei den Eltern anfängt anstatt es immer auf die 45 Minuten Unterricht zu verlagern...

110

Freitag, 24. September 2010, 11:47

Soweit ich das verstanden habe war sie die Auftraggeberin und die beiden anderen nur ausführendes Organ.
Sie hatte wohl die Planungen durchgeführt.

Möglicherweise ist ein Großteil der Mörder männlich, weswegen alleine schon von der Wahrscheinlichkeit her weibliche Hinrichtungen seltener vorkommen.
Und dann war sie noch eine Weiße und nicht wie der Großteil der Deliquenten schwarz.

Planungen durchgeführt? Weisst du denn überhaupt, was genau geschehen ist? Es ist wohl kaum die Hautfarbe die viele Menschen zum Einspruch zwang. :rolleyes:

Zitat

Bis zuletzt sang sie "I Need A Miracle"
24. September 2010 04.10 Uhr, BZ
Sie sang dieses Lied immer wieder in ihrer sechs Quadratmeter kleinen Zelle Nr. 108 des Hochsicherheitsgefängnisses für Frauen in Virginia: "I Need A Miracle" ("Ich brauche ein Wunder").
Wahrscheinlich aber wird es keines gegeben haben und deshalb ist Teresa Lewis (41) jetzt wohl tot. Hingerichtet in der vergangenen Nacht mit einer Giftspritze. Alle Gnadengesuche wurden abgelehnt. Alle Proteste blieben ungehört. Sogar die EU stellte noch einen Antrag, die Hinrichtung in eine Haftstrafe umzuwandeln.Seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA 1976 wurden über 1200 Männer hingerichtet. Teresa Lewis ist die zwölfte Frau. Als Kopf eines Mordkomplottes wurde sie 2003 zum Tode verurteilt. Dabei spielte es für den Richter keine Rolle, dass Lewis ein umfassendes Geständnis ablegte und dass ihr Intelligenzquotient von 72 nur knapp über dem einer geistigen Behinderung lag. "Sie war der Kopf der Schlange", begründete er das Urteil. Aus Habgier habe sie ihren Mann Julian und Stiefsohn C.J. töten lassen, um 250 000 Dollar Lebensversicherung zu kassieren.Am 30. Oktober 2002 öffnete Lewis zwei Männern die Wohnungstür. Die beiden durchsiebten mit Schrotflinten Vater und Sohn im Bett. Eine dreiviertel Stunde lang wartete Teresa neben ihrem verblutenden Mann, bis sie Polizei und Notarzt rief. Doch Julian flüsterte einem Polizisten noch zu: "Meine Frau kennt die Mörder."Die Killer waren Matthew Shallenberger und Rodney Fuller. Sie wurden zu einer lebenslangen Haft verurteilt. 2004 erklärte Fuller: "Zweifellos war Shallenberger derjenige, der das Zepter in der Hand hielt, nicht Frau Lewis."Im Gefängnis schrieb Shallenberger einen Brief an eine Ex-Freundin. Darin hieß es: "Ich wusste, dass Teresa sich leicht manipulieren ließe. Ich brauchte Geld." Shallenberger brachte sich 2006 im Gefängnis um. Sein Brief wurde für ein Wiederaufnahmeverfahren nicht zugelassen.

Quelle

Mit dem Brief wird wohl recht deutlich, dass besagte Verurteilte gar nicht maßgeblich selbst den Wunsch hatte, den Gatten loszuwerden. Kann es mir zwar selbst schwer vorstellen, aber man sagt ihr eine nahe Grenze zum Schwachsinn nach und wer weiss, was sich da alles einreden ließe?

Zum eigentlichen Thema: Habt ihr bemerkt, dass Shallenberger sich umgebracht hat? Ihm erschien Gefängnis als die größere Qual, da hätte das Urteil Todesstrafe ihn sogar erfreuen können. Und die Frau mit Versehrtheit bringts um die Ecke, tolle Gerechtigkeit. :thumbup:

111

Freitag, 24. September 2010, 11:54

Mit dem Brief wird wohl recht deutlich, dass besagte Verurteilte gar nicht maßgeblich selbst den Wunsch hatte, den Gatten loszuwerden.

Klar, deswegen hockt sie auch eine dreiviertel Stunde neben ihrem Mann und schaut ihm seelenruhig beim Todeskampf zu.

Habt ihr bemerkt, dass Shallenberger sich umgebracht hat? Ihm erschien Gefängnis als die größere Qual, da hätte das Urteil Todesstrafe ihn sogar erfreuen können. Und die Frau mit Versehrtheit bringts um die Ecke, tolle Gerechtigkeit. :thumbup:

Also mein Mitleid hält sich in Grenzen. Mich stört nur die unterschiedliche Bestrafung der drei. Entweder alle drei lebenslänglich oder alle drei Todesstrafe. Ich kann nicht erkennen, warum die einen so und die andere so bestraft werden sollte. Es haben doch alle drei maßgeblich die Tat geplant und ausgeführt.

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112

Freitag, 24. September 2010, 11:54

Ihr IQ soll bei knapp 70 gelegen haben, das liest man dann aber erst in den Artikeln selbst.
Und die Headline in den Zeitungen hieß nie "Virginia richtet eine Schwachsinnige hin", sondern "Erste Frau seit 100 Jahren hingerichtet".

Das ist es, was mir aufgefallen ist.

Wer ist Shallenberger?

113

Freitag, 24. September 2010, 11:56

Shallenberger ist einer der ausführenden Täter.
- Soweit ich gelesen habe, gab es mehrere Gutachten und EINES davon bescheinigte ihr einen IQ von knapp 70 oder so. Die anderen aber darüber. Selbst ein IQ von 70 gilt aber eben noch nicht als schwachsinnig.

114

Freitag, 24. September 2010, 12:00

Mit dem Brief wird wohl recht deutlich, dass besagte Verurteilte gar nicht maßgeblich selbst den Wunsch hatte, den Gatten loszuwerden.

Klar, deswegen hockt sie auch eine dreiviertel Stunde neben ihrem Mann und schaut ihm seelenruhig beim Todeskampf zu.

Ich spreche sie nicht unschuldig, dafür ist mir eine solche Tat allein zu abscheulich. Man muss aber nunmal mehrere Faktoren bedenken und wenn man den Ausspruch 'Kopf der Schlange' berechtigt in Zweifel ziehen kann, sind die Urteile unangemessen.
Wo hast du dein 'seelenruhig' her? Hab ich was überlesen? :confused:

Habt ihr bemerkt, dass Shallenberger sich umgebracht hat? Ihm erschien Gefängnis als die größere Qual, da hätte das Urteil Todesstrafe ihn sogar erfreuen können. Und die Frau mit Versehrtheit bringts um die Ecke, tolle Gerechtigkeit. :thumbup:

Also mein Mitleid hält sich in Grenzen. Mich stört nur die unterschiedliche Bestrafung der drei. Entweder alle drei lebenslänglich oder alle drei Todesstrafe. Ich kann nicht erkennen, warum die einen so und die andere so bestraft werden sollte. Es haben doch alle drei maßgeblich die Tat geplant und ausgeführt.

Ich ziele nicht auf Mitleid für die Frau ab. Ganz und gar nicht.

Hab ich gesagt sie sei schwachsinnig? Mit knapp über 70 ist die de facto an der Grenze zum Schwachsinn, darin liege ich nicht falsch. Egal ob ihr ein Gutachten die 70 bescheinigte oder alle anderen nur knapp mehr. :rolleyes:

115

Freitag, 24. September 2010, 12:07

Nein, dass "seelenruhig" war eine Übertreibung von mir. Ich versuche mir das halt nur bildlich vorzustellen, welch ein Verhalten ein Mensch an den Tag legen muss, wenn er 45 Minuten !!! neben jemandem sitzt, der soeben mit einer Schrotladung erschossen wurde. Hast Du eine Ahnung wie viele kleine Kugeln einem so eine Ladung durch den Körper treibt? Und die Zeit spricht dafür, dass es erstmal kein tödlicher Treffer war. Vermutlich ein Bauchschuss. Das heißt die Magensäure läuft in die Innereien des Körpers und äzt sich durch das aufgerissen Fleisch und die Organe. Hast Du eine Vorstellung was das für Schmerzen sein müssen? Mein Großonkel hat früher öfter mal vom Russlandfeldzug erzählt. Und Bauchschüsse galten als das Schlimmste was einem passieren konnte. Der Mann müsste also richtig gelitten haben. Wie also stellt man sich eine Frau vor, die dann 45 Minuten daneben sitzt und wartet, bis er stirbt? Er war ja auch noch offenbar bei Bewusstsein, denn er konnte ja noch mit der Polizei sprechen, als diese eintraf. Furchtbarer kann man wohl kaum sterben. Zumal wenn der eigene Sohn auch noch tot im Nachbarzimmer liegt.

116

Freitag, 24. September 2010, 12:18

Der Mann muss also richtig gelitten haben. Wie also stellt man sich eine Frau vor, die dann 45 Minuten daneben sitzt und wartet, bis er stirbt. Er war ja auch noch offenbar bei Bewusstsein, denn er konnte ja noch mit der Polizei sprechen, als diese eintraf.

Widerspruch. :P

Ohne sie in Schutz zu nehmen, aber sie selbst rief Polizei und Notarzt. Ob der plötzliche Wille zur Hilfe oder nicht bleibt offen. Den Mann selbst hat sie jedenfalls nicht umgebracht, wie es doch in ähnlichen Fällen die Regel ist. Ist ja auch zugegebenermaßen ziemlich unschlau, wenn man ans Geld will.
Ich sehe keinen Sonderstatus bei ihr, weder in der einen noch der anderen Richtung. Die Urteile aber sprechen anders.

117

Freitag, 24. September 2010, 12:41

Naja, habe gerade nochmal nachgelesen. Sie hat sich mit den Tätern abgesprochen. Sie hatte eine zumindest sexuelle Beziehung mit Shallenerger. Zusätzlich war die Rede davon, dass sie ihre 16 jährige Tochter zu Sex mit den Tätern animiert hat. Auch die Tochter wusste von der geplanten Tat unternahm aber nichts. Auch Lewis selber war zu Sex bereit. Sie soll damit versucht haben die Täter zu der Tat anzustiften. Schließlich einigte man sich darauf. Ziel war die Lebensversicherung des Vaters Julian Lewis . Deswegen musste auch der 20 jährige Sohn sterben, welcher Mitglied der Nationalgarde war. Anschließend sollte das an Teresa Lewis ausgezahlte Geld zwischen den Dreien aufgeteilt werden. Die Tat wurde abgesprochen und Lewis soll sogar die Waffen selbst gekauft haben. Sie hat dann nachts wie abgesprochen die Hintertür den Wohncontainers ihrer Familie nicht verschlossen. Der eine Täter ist in ihr Schlafzimmer und hat auf Julian Lewis, der neben ihr im Bett lag, geschossen. Der andere Täter ist gleichzeitig ans andere Ende des Wohncontainers gelaufen und hat den Sohn erschossen. Die Täter sind daraufhin geflüchtet. Lewis soll dann eine dreiviertel Stunde gewartet haben. Während der Zeit hat sie die Sachen ihres Mannes durchsucht. Als sie damit fertig war rief sie die Rettungssanitäter. Wohl in der sicheren Annahme, dass den beiden nun nicht mehr zu helfen sei. Die Verteidigung von Lewis soll bewusst einen Deal angestrebt haben, da die Fotos des Tatorts so schlimm waren, dass man befürchtete jede Jury würde für ein Todesurteil stimmen. Bei den zwei Tätern ließ man sich auf einen Deal ein. Bei Lewis kam es wohl zum Prozess. Gerade letzteren Umstand finde ich merkwürdig. Warum ein verhältnismäßig mildes Urteil für die Täter aber die Todesstrafe für Lewis? Vielleicht, weil Lewis 10 Jahre älter als die Täter war und selbst die Waffen kaufte? Ich finde man hätte alle drei auf gleiche Weise verurteilen müssen.

Da Shallenberger eine Beziehung mit Lewis hatte, ist es aber auch möglich, dass er sie bewusst durch seinen Brief schützen wollte. Kann man nicht wissen.

118

Mittwoch, 29. September 2010, 20:10

Anlässlich des heutigen Beitrages im NDR mit Michael Tsokos

Zitat

06.03.09|
Ausstellung Rechtsmedizin
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Wo die Realität gruseliger als die Fiktion ist

Eines der berühmten Gedichte von Gottfried Benn verdankt sich der Rechtsmedizin. „Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte, / sah so angeknabbert aus. / Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig“, heißt es in „Schöne Jugend“ (1912). Wir wollen hier die Ursache nicht weiter vertiefen, Literaturfreunde kennen die Übeltäter, fest steht, dass die Leiche in der Pathologie landete. Wenn nun das Mädchen eines natürlichen Todes gestorben ist, stellt dies der Pathologe fest. Liegt ein nicht-natürlicher Tod vor, tritt der Rechtsmediziner auf den Plan. Der Unterschied ist wichtig, die Experten sind da sehr genau, denn es ärgert sie, dass im Fernsehen solche Dinge ständig durcheinander gebracht werden.

„Wir sind keine Profiler, wir sind Naturwissenschaftler“, ruft Michael Tsokos. Der 42-Jährige leitet in Berlin das Institut für Rechtsmedizin, hat ein Buch über Kriminalfälle geschrieben und in der Charité die Ausstellung „Vom Tatort ins Labor“ angeregt und betreut, die mit Vorurteilen und Fiktionen aufräumen will. Rechtsmediziner, also Ärzte, die ungeklärte Todesfälle untersuchen, sind dem deutschen TV-Zuschauer allgegenwärtig. Michael Tsokos schüttelt den Kopf. Niemand von ihnen laufe mit der gezückten Waffe auf eine Wohnung zu oder ermittle bei Zeugen. Auch kommen DNA-Analysen niemals auf Knopfdruck aus dem Laptop, da ist schon mehr nötig.

Die Wirklichkeit ist allerdings ziemlich erschreckend. Hinter Glas hängen Tötungswerkzeuge aus der Asservatenkammer: Stichwaffen aller Art, dazu Teppichmesser, ein elektrisches Bratenmesser, Äxte, schwere Aschenbecher, Bierkrüge, Zangen, Baseballschläger, Zwille, Gartenharke, Gürtel, Steine. Neun Methoden werden mit drastischen Bildern dargestellt, darunter Erhängen, Verbrennen, Vergiften, Ertrinken.

In fast allen Fällen können die Mediziner die Todesursachen ermitteln und die Tat genau rekonstruieren. Vorgeschrieben ist dabei, dass im Sektionssaal bei jedem Toten drei Körperhöhlen geöffnet werden, Kopf, Brust und Bauch. 2000 Leichen werden jedes Jahr in Berlin obduziert, zwischen sechs und 13 am Tag. Köpfe, Brustkörbe, Bäuche. So gruselig, wie es klingt, ist es auch.

Viele Tote sind Selbstmörder
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Häufigste Todesursache, sagt Rechtsmediziner Tsokos, sind Stichverletzungen. Schusswaffen kommen, anders als im Fernsehen, doch eher selten zur Verwendung. Von den 2000 untersuchten Leichen sind 140 getötet worden, mit Vorsatz, im Affekt, durch einen Unfall. Viele Tote, die im gekachelten Sektionssaal auf den Marmortischen landen, sind Selbstmörder. Ein Fall wird mit der gebotenen Lakonie erzählt. Ein 54 Jahre alter Mann dichtete sein Badezimmer ab, zündete Holzkohle in einem Topf an. Das (nicht wahrnehmbare) Kohlenmonoxid brachte ihn um. Sein Kopf lag auf der Toilette, daneben Zigaretten. Er hatte offenbar noch geraucht.

Oft sind die Ermittler der Kriminalpolizei unsicher oder ratlos. An einen Tatort wurden die Spezialisten gerufen, weil sehr viel Blut und ein Messer mit 20 Zentimeter langer Klinge auf dem Boden lag. Die Leiche selbst stand aufrecht, mit zwölf tiefen Stichwunden verletzt, an der Wand. Der abschließende Befund: kein Mord. Der Mann hatte sich nach vielen „Probierstichen“ selbst umgebracht, er war, wie die Polizei später herausfand, schizophren und litt an Wahnvorstellungen.

Zwischen drei und fünf Prozent der Toten in Berlin werden obduziert, das ist wenig. Zum Vergleich: In Skandinavien sind es etwa 13 Prozent. Dafür ist Deutschland das Land mit den meisten Exhumierungen. In Nordrhein-Westfalen etwa werden mehr Tote wieder ausgegraben als vor der Beerdigung obduziert. Michael Tsokos sagt, es könnten doppelt so viele Tötungsfälle aufgeklärt werden, wenn mehr Leichen untersucht würden. Die Universität Münster hat vor ein paar Jahren die Statistik aufgestellt, dass pro Jahr etwa 1200 Todesfälle durch mangelnde Leichenschauen nicht aufgeklärt werden.

Eine hohe Dunkelziffer gibt es seiner Meinung nach bei Sterbefällen in Alters- und Pflegeheimen. Und er beobachtet auch eine zunehmende soziale Isolierung in Städten. Immer häufiger bekommen sie Leichen, die schon drei oder vier Wochen in ihren Wohnungen gelegen haben, ohne dass ihr Tod bemerkt wurde.

Quelle

Und ob solcher Zahlen wundert ihr euch, dass Mörder davon ausgehen, nicht entlarvt zu werden?

Ladegos

Hack the Planet

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119

Mittwoch, 29. September 2010, 20:22

Zitat

"Ursprünglich sollte xxx bereits am 21. September exekutiert werden, doch kurz zuvor hatte er in seiner Zelle versucht, sich mit einer Rasierklinge das Leben zu nehmen.... xxx wurde nach dem Suizidversuch in ein Krankenhaus gebracht, ein Team von Notärzten kämpfte dort um sein Leben.

Um sicherzustellen, dass er die Wunde an seinem Hals nicht wieder würde öffnen können und "weder sich noch anderen Schaden zufügt", wie es seitens der Staatsanwaltschaft hieß, wurde xxx daraufhin an einen Stuhl fixiert. Zuvor wurde er laut Aussage seines Anwalts an Händen und Füßen gefesselt und in einen Sack mit Reißverschluss gesteckt. Das Licht in seiner Zelle brannte rund um die Uhr, zwei Vollzugsbeamte beobachteten den Gefangenen ohne Unterbrechung.

Für 19 Uhr war xxx Hinrichtung angesetzt gewesen, erst nach dem Supreme-Court-Bescheid konnte mit dem Vollzug begonnen werden. Eine weitere halbe Stunde dauerte es, bis man am Körper des Todeskandidaten eine geeignete Vene fand, um den Giftcocktail zu injizieren.

14 Minuten vergingen, bis das Gift schließlich seine Wirkung tat. Um 22.16 Uhr war xxx tot."

Quelle



Signaturen sind wie Frauen:
Hat man keine will man eine, hat man eine will man ne andere


BigPig

Unteroffizier

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120

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 18:01

Zitat

"Ursprünglich sollte xxx bereits am 21. September exekutiert werden, doch kurz zuvor hatte er in seiner Zelle versucht, sich mit einer Rasierklinge das Leben zu nehmen.... xxx wurde nach dem Suizidversuch in ein Krankenhaus gebracht, ein Team von Notärzten kämpfte dort um sein Leben.


Ich weiss ja nicht, warum das noch niemand hier kommentiert hat, aber mir erscheint das irgendwie sinnlos. Wenn er/sie doch sowieso zum Tod verurteilt ist, sollte er/sie auch das Recht haben, diesen seinen/ihren Wünschen entsprechend zu vollziehen.