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81

Dienstag, 31. August 2010, 17:53

Ganz plagativ: Ein Hund, der gebissen hat, wird eingeschläfert. Einen Verurteilten Kinderschänder und Mörder, den lassen wir wieder raus, weil dass ein Psychologe für angemessen hält? Und jetzt kommt mir nicht damit, dass das eine ja nur ein Tier ist. Der Mensch trägt mehr Boshaftigkeit in sich, als es ein Tier je könnte.

Dann wohl ganz einfach gleich vorab alle Hunde für Forschungszwecke geben, dann können sie auch keine kleinen und süßen Kinder mehr beißen. :ironie:

Es gibt für Hunde Einteilungen. Die Arten, die gefährlich sind, und die, die es eben nicht sind. Gelistete Hunde haben einen Verhaltenstest ablegen, um eine Befreiung von Maulkorb- und Leinenpflicht zu erwirken. Andersfalls wird es schwer, sie überhaupt beißen zu lassen. Der Test ist sogar hoch anspruchsvoll, denn das Tier darf keine Aggression zeigen, wenn das Herrchen angegriffen wird, was ich persönlich für schwer einhaltbar halte. Jedenfalls liegt die Verantwortung hier beim Herrchen, wofür der Hund jedoch büßt. Klingt hart, ist aber nunmal der Fall. Ich sehe noch immer keine Relationen zu deinem Vergleich, so sehr ich mich auch bemühe.

Dass du Wiederholungstaten verhindern willst, ist dein gutes Recht. Ob über Therapien (sie sind verbesserungswürdig), lebenslanger Haft oder eben Sicherheitsverwahrung. Diese Optionen stehen frei, um jede Wiederholung auszuschließen. Bei aller Liebe kann ich die Notwendigkeit einer Todesstrafe hierbei nicht entdecken. :ka:

Zitat von »John«

Ich finde es unerträglich, dass man momentan nicht wissen kann, ob nicht vielleicht der Kassierer im Supermarkt vor 20 Jahren so eine Schweinerei begangen hat. Ich will solchen Leuten nicht mehr über den Weg laufen können. Die sollen aus dem Verkehr gezogen werden.

Ich wüsste nicht einmal, ob der Kassierer nicht vielleicht sogar aktuell mit einem Kind solche Schweinereien treibt. Viele Fälle werden nur sehr spät aufgedeckt.

BigPig

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82

Dienstag, 31. August 2010, 18:41

Auch nach mehrmaligem Lesen, lese ich folgende Aussagen heraus:
- Strafvollzug kostet den Steuerzahler viel.
- Es gibt Menschen die weniger Leistungen beziehen (Obdachlose), ohne sich eines Verbrechens schuldig gemacht zu haben.
- Dies sei unfair.

Dies in einer Diskussion über Für und Wider der Todesstrafe.
Was soll ich denn bitte daran anders lesen?


Es geht hier doch schon längst nicht mehr nur um die Todesstrafe, in meinem Post stand wortwörtlich, dass ich einfach den Luxus etwas zurückschrauben und das Geld anderweitig investieren wolle. Davon, diese Personen aus Geiz zu töten war nie die Rede. Es wäre auch sehr seltsam, da ich mich ein paar Posts vorher gegen die Todesstrafe aussprach, mit Ausnahme von Kriegsverbrechern und Terroristen.

Gerade in einer politischen Diskussion sollte man Posts gut und wenn nötig mehrmals durchlesen, sodass man sein Gegenüber nicht falsch versteht, was oft genug Verwirrung stiftet.

Natürlich bin ich auch gegen die archaischen strafen der moslems wie dieben die hände abhacken oder steinigung als todesstrafe,


Ich finde es etwas grenzwertig, so etwas auf den Islam zu beziehen. Das gab es hier schliesslich früher auch, von daher kann ich solchen Vergleichen überhaupt nichts abgewinnen.

83

Dienstag, 31. August 2010, 19:05

Ich wüsste nicht einmal, ob der Kassierer nicht vielleicht sogar aktuell mit einem Kind solche Schweinereien treibt. Viele Fälle werden nur sehr spät aufgedeckt.

Darum geht es doch garnicht. Es geht darum, dass ein bereits Verurteilter die Möglichkeit hätte dort zu sitzen. Das finde ich nicht in Ordnung. Logisch, dass man ihn dafür erst einmal fassen muss. Schade übrigens, dass Du auf den Rest nicht eingehst.

dass ich einfach den Luxus etwas zurückschrauben

Ehrlich gesagt finde ich es etwas übertrieben, bei Deutschen Gefängnissen von Luxus zu sprechen. Es mag vielleicht die ein oder andere neue Haftanstalt geben, in der man moderne Beschäftigungs-Prinzipien hat einfließen lassen. Dagegen habe ich auch nichts einzuwenden. Man sollte aber schon erwähnen, dass die viele Haftanstalten Bauten aus der Zeit um die Jahrhundertwende sind. Mit zwei oder deifacher Belegung der durchaus engen Zellen. Wo bei Bett, Stuhl, Tisch, Schrank und möglicherweise TV, Luxus sein soll erschließt sich mir nicht ganz.

Kelti

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84

Dienstag, 31. August 2010, 19:26

Es gibt für Hunde Einteilungen. Die Arten, die gefährlich sind, und die, die es eben nicht sind. Gelistete Hunde haben einen Verhaltenstest ablegen, um eine Befreiung von Maulkorb- und Leinenpflicht zu erwirken. Andersfalls wird es schwer, sie überhaupt beißen zu lassen. Der Test ist sogar hoch anspruchsvoll, denn das Tier darf keine Aggression zeigen, wenn das Herrchen angegriffen wird, was ich persönlich für schwer einhaltbar halte. Jedenfalls liegt die Verantwortung hier beim Herrchen, wofür der Hund jedoch büßt. Klingt hart, ist aber nunmal der Fall. Ich sehe noch immer keine Relationen zu deinem Vergleich, so sehr ich mich auch bemühe.

Dass du Wiederholungstaten verhindern willst, ist dein gutes Recht. Ob über Therapien (sie sind verbesserungswürdig), lebenslanger Haft oder eben Sicherheitsverwahrung. Diese Optionen stehen frei, um jede Wiederholung auszuschließen. Bei aller Liebe kann ich die Notwendigkeit einer Todesstrafe hierbei nicht entdecken.


Mein lieber Diaz, mein Vergleich hatte das Ziel, den Wahn in unserem Verhalten aufzuzeigen. Ein Hund der gebissen hat, der wird eingeschläfert. Der Grund für diesen Biss spielt hierbei keine Rolle. Auch wenn das Tier gemäß seines natürlichen Verhaltens reagiert hatte, wird die Gesellschaft dauerhaft vor weiteren Bissen geschützt. Der Hund kann am Ende garnichts dafür, muss trotzdem dafür büßen. Der Mensch schwingt sich also durchaus auch zum Herrn über Leben und Tod auf, weil er ab und an fest davon ausgeht, dass ein Trieb nicht änderbar ist.
Haben wir einen triebgesteuerten Sexualstraftäter, dann dreht sich diese Denkweise allerdings um. Derjenige wird von der Gesellschaft ausgeschlossen und man versucht ihn zu therapieren. Dann glaubt man, dass nun alles seinen geregelten Gang geht und entläßt ihn. Das geht leider viel zu oft schief. Aber man scheint dem Menschen das schuldig zu sein, was man einem anderen Teil der Schöpfung verwehrt. Ist ja nur ein Tier. Wobei man doch irgendwann einsehen müßte, dass es ein ehrhebliches Risiko gibt, dass der Sexualstraftäter doch wieder dem entarteten Verlangen erliegt. Genauso, dass es mittlerweile anerkannt hat, dass eine Alkoholsucht ein Leben andauert, auch wenn man jahrelang trocken ist. Weswegen tut man das? Weil man an die menschliche Intelligenz und an den Verstand glaubt? Der Mensch beweißt permanent, dass er beides zwar hat, es aber zu selten benutzt. Und niemand, der auf kleine Mädchen steht, kann in mir ernsthaft das Gefühl erzeugen, dass er richtig tickt oder jemals ticken wird.

Niemand gibt einem die Garantie, dass auch nach Jahrzehnten nichts passiert. Und da das so ist gehören diese Jungs hinter Schloss und Riegel.

Und warum dichtet mir hier jeder einen Hang zur Todesstrafe an, wobei doch permanent für eine dauerhafte und lückenlose Sicherheitsverwahren bei entsprechender Verurteilung plädiere?


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85

Dienstag, 31. August 2010, 19:40

Das Problem der Therapierbarkeit von Sexualstraftätern sehe ich auch. Ich möchte die beiden folgenden Gruppen NICHT vermischen, aber sie sind in der Sache ähnlich gelagert. Es ist inzwischen allgemein und auch wisschenschaftlich anerkannt, dass Homosexualität keine Krankheit und auch keine psychische Störung, sondern eine sexuelle Veranlagung ist. Das meine ich ganz wertfrei. Heterosexualität ist auch eine sexuelle Veranlagung. Daraus hat man erfreulicherweise inzwischen den Schluss gezogen, dass Homosexuelle a) nicht therapiert werden müssen und dass sie b) auch garnicht therapiert werden können. Zumindest nicht, ohne dabei andere schwere psychische Schäden zu verursachen. Demnach kann man also eine sexuelle Veranlagung nicht einfach so wegtherapieren.

Wenn das also für Homosexuelle so gilt, dann frage ich mich, warum man bei der sexuellen Veranlagung der Pädophilie (Und nocheinmal, ich möchte beide NICHT in einen Topf schmeißen!) davon ausgeht, dass diese therapierbar sei. Das ist sie sicherlich nicht. Was man also eigentlich mit der Therapie versucht ist, dass der Pädophile dauerhaft seinen eigenen sexuellen Trieb unterdrückt. Ich habe große Zweifel, ob das überhaupt bei einer Mehrzahl von Pädophilen erfolgreich möglich ist. Immerhin ist der sexuelle Trieb mit der stärkste Trieb, den der Mensch aufweist. Den kann man nicht einfach in ein paar Sitzungen wegtherapieren. Und von jemandem zu verlangen diesen ein Leben lang selber zu unterdrücken, obwohl er das eigentlich vielleicht garnicht will, ist SEHR VIEL verlangt. Ich bin da eher skeptisch. Deswegen halte ich im Falle des gewaltsamen pädophilen Missbrauchs mit anschließendem Tötungsversuch eine dauerhafte Sicherheitsverwahrung eigentlich für unerlässlich. Ich stimme zu, dass das Risiko der Nicht-Therapierbarkeit zu hoch ist.

Kelti

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86

Dienstag, 31. August 2010, 19:49

Ich stimme zu, dass das Risiko der Nicht-Therapierbarkeit zu hoch ist.


:happy clapping:

Genau das ist der Punkt. Es geht hier nicht darum, aus Links- Rechtshänder zu machen. Wenn man in diesem Gebiet "Jugend forscht" betreibt, dann riskiert man das Leben der Schwächsten in der Gesellschaft. Und das kann nicht sein! Und jeder unterdrückte Trieb führt früher oder später zu ganz unglücklichen Situationen, wenn sich das Verlangen dann doch Luft verschafft.


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87

Dienstag, 31. August 2010, 20:15

Darum geht es doch garnicht. Es geht darum, dass ein bereits Verurteilter die Möglichkeit hätte dort zu sitzen. Das finde ich nicht in Ordnung. Logisch, dass man ihn dafür erst einmal fassen muss. Schade übrigens, dass Du auf den Rest nicht eingehst.

Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, wenn die Todesstrafe sinnfrei als eine Möglichkeit herangezogen werden soll, um bestehende Probleme zu lösen. Dafür gibt es viele andere Möglichkeiten, welche bereits zur Auswahl stehen. Justizversagen gibt es, aber Todesstrafe verhindert sie nicht. Ich bin nicht dazu bereit, das Thema Todesstrafe aufgrund deines aufgezeigten Falles zu behandeln. Ein härteres Strafmaß zu fordern steht jedem frei, aber ohne Einbeziehung der Todesstrafe.
Warum Emotionen dabei nicht förderlich sind, solltest du dir selbst beantworten können. Wie hast du dich selbst darüber aufgeregt, als Twilight die Sinnlosigkeit des Afgahnistaneinsatzes nur mit einem Bild umschrieb, welches damals zum Unterthema 'menschlicher Schutzschilde' gehörte? Bilder wie die deinen erzeugen ein Mitgefühl, welches nicht mehr an Sachlichkeit appelliert. Und sobald mein Gegenüber aufhört Argumente zu liefern, gehe ich darauf nicht ein.
Es ist meine Intention, die Naivität von der Todesstrafe zu trennen und nicht - wie manche meinen mögen - jede Straftat ungesühnt zu lassen oder Hells Angels in Schutz zu nehmen.

Ist es dir nun Antwort genug?

Zitat von »Kelti«

Und warum dichtet mir hier jeder einen Hang zur Todesstrafe an, wobei doch permanent für eine dauerhafte und lückenlose Sicherheitsverwahren bei entsprechender Verurteilung plädiere?

Darf ich daraus den endgültigen Schluss ziehen, dass dir die vorhandenen Rechtsstrafen ausreichen ohne entsprechende Erweiterung? Wenn dem so ist, dann entschuldige ich mich bei dir. Mit Aufrichtigkeit.
Unleugbar gibt es aber die hier vertretene Auffassung, das Fehlen der Todesstrafe macht unsere Gesellschaft so schädlich. Dem widersetze ich mich vehement. Todesstrafe ist selbst dann keine Lösung, wenn sie 'nur' jene Täter ereilen, die kleine und süße Kinder zum Opfer haben.

Kelti

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88

Dienstag, 31. August 2010, 20:22

Darf ich daraus den endgültigen Schluss ziehen, dass dir die vorhandenen Rechtsstrafen ausreichen ohne entsprechende Erweiterung?


Nein, nicht ohne Erweiterung. Ich halte es für notwendig, bei bestimmten Straftaten unter Berücksichtigung der Beweislage auch ein entsprechendes Strafmaß mit Sicherheitsverwahrung zu wählen. Es sollte hier keine Untersuchung erfolgen, was den Täter zur Tat getrieben hat oder für diese ursächlich gewesen sein mag. Des weiteren halte ich es für sinnbefreit, bei diversen Delikten die Schuldfähigkeit in Frage zu stellen. Nur weil jemand Matsch in der Birne hat, darf er trotzdem keine Kinder mißbrauchen. Derjenige gehört auf ewig in den Knast und nicht für 8 Jahre in eine Anstalt.


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89

Dienstag, 31. August 2010, 20:48

Ein härteres Strafmaß zu fordern steht jedem frei, aber ohne Einbeziehung der Todesstrafe.

Das sehe ich nicht ganz so. Auch für die Einbeziehung der Todesstrafe zu sein steht jedem frei. Man kann durchaus die Todesstrafe für ein legitimes Mittel in bestimmten Fällen halten. Und man muss auch nicht der Meinung sein, dass der Verzicht auf die Todesstrafe eine Errungenschaft ist. Das ist Ansichtssache und hängt im Grunde nur von der politischen Mehrheit im Land ab. Ich persönlich kann auch gut ohne die Todesstrafe leben, WENN die jetztigen Gesetze verschärft werden. Ich möchte für Täter wie in dem oben genannten Fall mindestens eine lebenslange Sicherheitsverwahrung. Und wenn man dafür zusätzliche Gefängnisse bauen muss, dann soll man das tun. Es ist einfach abartig, dass solche Leute nach nur 2-8 Jahren wieder auf die Straße kommen. Die lachen sich doch selbst ins Fäustchen.

Mike-o2

Oberleutnant

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90

Mittwoch, 1. September 2010, 00:51

Ich finde diese ganze Diskussion - und damit meine ich nicht nur diese hier im Forum - zum Thema Todesstrafe und Härtere Gesetze, wird sehr emotional und irrational geführt. Das ganze löst bei mir so einen üblen BILD-Niveau-Geschmack aus.
Wie viele Menschen werden denn in Deutschland pro Jahr von einem entlassenen Häftling getötet, wie viele Kinder werden von einem entlassenen Häftling missbraucht?
Setzt das mal in Relation zu den Zigarettentoten oder zu den Opfern des Straßenverkehrs.
Es wird nie möglich sein alle Menschen vor allen Gefahren zu schützen.
Natürlich ist jedes Opfer eines zu viel, aber wie viele entlassene Häftlinge werden nach ihrer Entlassung niemals auffällig?


Zum Thema "Therapierbarkeit von Pädophilen" möchte ich folgendes sagen.
Es geht doch gar nicht darum, daß die Menschen ihre sexuelle Orientierung ändern, das wird sicherlich mindestens schwierig werden.
Es geht darum, daß sie ihren Drang zu kontrollieren lernen.
Dabei geht es um Menschen, die Kinder gegen ihren Willen (das unterstelle ich bei jedem Kind) zum GV oder zu anderen sexuellen Aktivitäten bringen oder zwingen.
Analog dazu stehen Heterosexuelle Vergewaltiger.
Es gibt sicherlich viele Pädophile, die in ihrer Neigung nie nachgegeben haben.

Es gibt eine Initiative "Kein Täter werden", die genau diese Menschen anspricht, die sich ihrer Neigung bewusst sind und gegen sie ankämpfen.

@Big Pig
Ich bin froh, daß ich dich falsch verstanden habe. :)

@John
Auch ein Straftäter hat ein Recht auf Anonymität. Es geht seine Nachbarn nichts an, ob er etwas und was er verbrochen hat.
Dies würde zu einer Strafe außerhalb der gerichtlich verordneten Strafe führen, indem er von seinen Mitmenschen gemobt, schickaniert und ausgeschlossen wird.

Das Strafmaß für Jugendliche ist deshalb geringer als für Erwachsene, weil man davon ausgeht, daß diese mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ihre soziale Einstellung und/oder Persönlichkeit ändern können. Junge Menschen sind leichter formbar und sollen nach Möglichkeit schnell resozialisiert werden.
Daß es die Todesstrafe gibt, ist weniger bezeichnend für unsere Gesittung, als daß sich Henker finden. -- Franz Werfel

91

Mittwoch, 1. September 2010, 06:17

Es geht darum, daß sie ihren Drang zu kontrollieren lernen.

Wir haben ja erst kürzlich bei katholischen Priestern und Mönchen gesehen, wie gut sowas klappt. Könntest Du Dir z.B. vorstellen, mehr oder weniger freiwillig, komplett auf Sex zu verzichten? Dauerhaft? Für den Rest Deines Lebens? Ich glaube diese innere Stärke bringen nur sehr wenige auf.

92

Donnerstag, 16. September 2010, 17:35

Wo sind denn nun die ganzen lauten Stimmen der Pro-Todesstrafe? Verkrochen in eigens gebaute Löcher? :confused:

Leider bringen nur wenige die Charakterstärke auf und geben es zu, wenn ihr alter Standpunkt nicht mehr haltbar ist und Todesstrafe keineswegs die angepriesene Seliglösung darstellt.
Da ist Kelti nur zu bewundern. :)

Kelti

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93

Donnerstag, 16. September 2010, 18:04

Leider bringen nur wenige die Charakterstärke auf und geben es zu, wenn ihr alter Standpunkt nicht mehr haltbar ist und Todesstrafe keineswegs die angepriesene Seliglösung darstellt.


Das habe ich doch auch nie gesagt :stimmt:


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94

Donnerstag, 16. September 2010, 18:51

Das habe ich doch auch nie gesagt :stimmt:

Bist du gegen bestimmte Leute besonders kleinlich? Setzt man sich mit deinen Argumenten auseinander, dann hatten sie andere Ziele zum Hintergrund. Spricht man in einem Satz ganz gezielt zu den anderen ehemals Diskussionsbeteiligten und lobt dich speziell seperat nach neuem Absatz, ist es auch nicht richtig.

Als hätte ich Vorurteil auf meiner Stirn stehen. Viel Spaß noch, ich gebs auf. :spam:

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95

Donnerstag, 16. September 2010, 20:42

Wo sind denn nun die ganzen lauten Stimmen der Pro-Todesstrafe? Verkrochen in eigens gebaute Löcher? :confused:



Es wurde doch bereits alles gesagt!? :confused:


Jeder hat seinen Standpunkt dargelegt, auch wenn die Ansichten falsch sein könnten. Es lässt sich wie gesagt eben nicht einwandlos feststellen das eine verschärfte Todesstrafe die erhoffte wirkung nicht erzielen kann. Da können auch Erfahrungswerte aus vergangener Zeit keine eindeutigen Argumente liefern, da sich diese nicht einfach auf das Heute übertragen lassen - die Umstände sind einfach völlig andere. Wenn nun beispielswiese auch in den USA die Todesstrafe nicht den gewünschten erfolg erbringt, welche noch heute dort praktiziert wird, dann könnte dies noch immer ebenso an zu milder handhabung liegen. Solange kein Versuch unternommen wird, was nach heutigen Konventionen unwahrscheinlich bleibt, wird sich niemals ein Erfolg einstellen können.

Es lässt sich sicher noch einige Seiten schreiben über Gott und die Welt, doch ich für meinen teil habe gleichermaßen keine handfesten Argumente beizusteuern.

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96

Donnerstag, 16. September 2010, 20:59

Ich hab noch nen Argument gegen die Todesstrafe, was ich hier nicht lesen konnte.

Todesstrafe ist zutiefst rassistisch und sozialselektiv.
Was heißt, bist du kein reicher weißer aus der Mittel oder Oberschicht (in der westlichen Hemnisphäre) hast du eine x-fach höhere Chance zum Tode verurteilt zu werden als jemand aus der oben genannten Gruppe der das gleiche Verbrechen begangen hat. (wobei du als minderheitenunterschichtsangehöriger auhc noch eine viel größere Chance hast unschuldig verurteilt zu werden)

Und jetzt kommt nicht: Nicht in Deutschland, Unsere Richter haben keine derartigen Vorurteile und wir haben ja auch keine Geschworenenprozesse. Dazu sage ich nur, auch unsere Richter sind von Vorurteilen geprägt, einfach weil sie MEnschen sind und bei uns heißen die GEschworenen Schöffen.

Zitat

Es gibt sicherlich viele Pädophile, die in ihrer Neigung nie nachgegeben haben.

Zitat


Wir haben ja erst kürzlich bei katholischen Priestern und Mönchen
gesehen, wie gut sowas klappt. Könntest Du Dir z.B. vorstellen, mehr
oder weniger freiwillig, komplett auf Sex zu verzichten? Dauerhaft? Für
den Rest Deines Lebens? Ich glaube diese innere Stärke bringen nur sehr
wenige auf.
Man geht von 200 000 Pädophilen in Deutschland aus. Davon wird der überwältigende Teil niemals straffällig, daher ja, man kann seine Triebe unterdrücken.
Hinzu kommen noch viele Millionen Päderasten, die auch mit 40 doch deutlcih die 13/14 Jährige bevorzugen als die/den 40 jährigen Geschlechtsgenossen. Diese alle können ihre Treibe meist sehr gut kontrollieren. (dies ist keine Pädophilie mehr da hier die sekundären Geschlechtsmerkmale bereits ausgeprägt sind).
Hinzu kommt in vielen Kulturen und auch bei uns in der Geschcihte ist es vollkommen normal wenn ein 30 jähriger eine Frau heiratet die gerade erst ihre Periode bekommen hat.
Deswegen sollte man hier mit der Todesstrafe doch nu wirklich vorsichtig sein.
Chaos isn`t a pit
Chaos is a ladder

97

Freitag, 17. September 2010, 13:27

Wo sind denn nun die ganzen lauten Stimmen der Pro-Todesstrafe? Verkrochen in eigens gebaute Löcher? :confused:

Leider bringen nur wenige die Charakterstärke auf und geben es zu, wenn ihr alter Standpunkt nicht mehr haltbar ist und Todesstrafe keineswegs die angepriesene Seliglösung darstellt.
Da ist Kelti nur zu bewundern. :)

Verstehe ich jetzt nicht ganz. Ich kann ja schlecht auf meinen eigenen Post antworten. Ich bin übrigens weder ausgesprochen pro Todesstrafe noch ausgesprochen contra Todesstrafe. Ich sehe das differenzierter. Jedenfalls sehe ich es nicht so, dass eine Pro-Todesstrafen-Haltung per se unvertretbar wäre. Von eine seligmachenden Lösung hat hier glaube ich auch noch niemand gesprochen. Allerdings bin ich mit unserem momentanen Strafsystem alles andere als zufrieden, weil die Strafen viel zu lasch ausfallen. Eigentlich hat sich also an meinem Standpunkt nichts geändert, seit meinem letzten Post. :hallo:

Twilight

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98

Freitag, 17. September 2010, 13:55

Allerdings bin ich mit unserem momentanen Strafsystem alles andere als zufrieden, weil die Strafen viel zu lasch ausfallen.

Zu lasch? Du musst nur den richtigen Baum anpinkeln. Schlag mal einen Polizisten. Für die Strafe, die du dann erhälst, kannst du drei normale Bürger verkloppen. Der Spruch: "Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich." gilt anscheinend nicht für die Opfer.
Ich bin nicht explizit gegen die Todesstrafe. Für unheilbare Schwerverbrecher kann man dies in Betracht ziehen, anstelle der sehr kostenaufwendigen Sicherheitsverwahrung.

:lehrer: Die heranwachsende Jugend entartet nur, wenn die Erwachsenen schon verdorben sind :lehrer:

Montesquieu

Kelti

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99

Freitag, 17. September 2010, 14:09

Schlag mal einen Polizisten.


Kein sonderlich gelungenes Beispiel, da man ja nicht den Polizisten als Person angreift, sondern den Staat, der durch diesen vertreten wird.

Aber ich gebe dir Recht. Die Rechtsprechung hat schon absonderliche Strafmaßauslegungen. Es kann nicht sein, dass für Bagatellen, bei denen weder ein körperlicher noch sonderlich großer wirtschaftlicher Schaden entstanden ist, eine massivere Strafe verursacht, als z.B. Körperverletzung, bei der man eine verminderte Schuldfähigkeit festgestellt hat.

Ein absoluter Witz.


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100

Freitag, 17. September 2010, 14:20

Schlag mal einen Polizisten. Für die Strafe, die du dann erhälst, kannst du drei normale Bürger verkloppen. Der Spruch: "Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich." gilt anscheinend nicht für die Opfer.


Polizisten sind auch keine normalen Menschen, sondern vertreten wie Kelti schon sagte den Staat bzw. der Polizist ist ja Beamter, da gibts im StGB den "besonderen Schutz des Beamten" mit vielen Paragraphen, was absolut richtig ist. Z.b. gilt schon eine normalerweise leichte Körperverletzung bei einem Beamten schon als schwere.

Und in Deutschland: http://dejure.org/gesetze/StGB/113.html

Und das ist meiner Meinung nach richtig so. :)

:) Wer sich zu groß fühlt, um kleine Aufgaben zu erfüllen, ist zu klein, um mit großen Aufgaben betraut zu werden. :)